Toccatüde


Demian
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Der Name sagt es schon: Die ursprüngliche Idee war eine Etüde für metrische Überlagerung, die Motorik hat aber auch etwas Toccatenähnliches.

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  • Toccatüde.mp3
    8,8 MB
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motz-art
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Spannend! Mich würden die Noten interessieren.
 
Demian
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@motz-art Die Noten sind zurzeit nur ein Entwurf. Ich schicke sie dir gerne per PN, sobald sie fertig überarbeitet sind.
 
antje2410
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Ich habe erst befürchtet, dass das Thema 3 Minuten "durchgeackert" wird, aber dann folgte sehr überraschend, und stimmig, der ruhige Teil. Gefällt mir sehr gut.
Zwei subjektive Punkte:
1. Der überleitende Teil, ab 0:58 gefällt mir nicht so, er ist so Actionfilm-artig. Wobei mir der Lauf am Ende sehr gefällt, das ist eine gute Überleitung. Besonders der Bass, der gehalten wird!
2. Der ruhige Teil ist ab 1:20 teilweise etwas sehr unrhythmisch, ich weiß nicht genau, ob das beabsichtigt war? Ein Break zu dem Teil davor ist gut, aber hier ist fast etwas zu viel "Lyrik", die man vielleicht ein bißchen rhythmischer, zielstrebiger, aber trotzdem romantisch gestalten kann. Triolen gegen Achtel, siehe 1:10, das war richtig gut, darauf kann man aufbauen.
Wie gesagt, das ist subjektiv!
Über die Noten würde ich mich auch freuen :girl:
 
Demian
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@antje2410
Danke für deine Hinweise!

Du meinst vermutlich diese Stelle, die dir unrhythmisch erscheint? Die RH spielt eine Oktave höher als notiert, durch das 3:4 entstehen Tonrepetionen im g2 nach dem dritten Triolenachtel und dann nach dem zweiten:
1666196061220.png
 
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Tastatula
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Mir gefällt das gut. Auch den Titel finde ich super, weil er Understatement zeigt. Man erwartet Gehacke und dummes Etüdisieren und bekommt ein spannendes, vielschichtiges und abwechslungsreiches Musikstück mit fuchsiger Rhythmik.
 
Demian
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Vielen Dank für eure Rückmeldungen.

Eine Frage habe ich noch zum Tonartenverlauf: Das Stück beginnt in d-moll, moduliert im A-Teil nach g-moll, in dem auch der B-Teil steht, es folgt wieder der (abgewandelte) A-Teil mit seiner Modulation nach g-moll, und in g-moll endet das Stück.

Ist es beim Hören überhaupt jemandem aufgefallen, dass das Stück nicht in der Anfangstonart endet?

Ist ein solcher Tonartenverlauf angemessen, oder löst er Irritationen aus?
 
Tastatula
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Für mich ist es überhaupt kein Problem. Wenn die Musik auf g-moll enden will, dann darf sie das. ;-)
Anders wäre es, wenn Du eine klassische Sonate basteln wolltest, dann musst Du Dich an Formregeln halten, oder auch dagegen gehen...
Also, es ist immer alles möglich.
Wenn es Dich stört, dann musst Du es allerdings ändern!
 
F
Felix Hack
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Hallo @Demian,

bin etwas spät dran, hab erst gestern gesehen, dass Du wieder etwas eingestellt hast hier.

Ich finde das Stück super gelungen!

Im schnellen Teil lebt es von den „Interferenzen“ die zwischen den unterschiedlichen Rhythmen entstehen. Könntest Du Dir das Stück zwecks Spielbarkeit auch auf 2 Spieler aufgeteilt vorstellen? Hast Du das in einem Schritt eingespielt oder beim Aufnehmen in 2 Schritten die Rhythmen überlagert?

Am Anfang könnte man es als eine anspruchsvolle up-tempo minimal music Nummer deuten. Wo Du dann kräftiger zupackst (0:58), sehe ich Anklänge an Jazz-Rock, passend finde ich da, dass Du vorbereitend in’s legato gegangen bist.

Der langsame Teil gefällt mir auch sehr gut. Er hat einen ganz anderen Charakter (suchend, immer wieder sich verlierend, dann wieder neu ansetzend) Er passt trotzdem prima, denn Bezüge zum schnellen Hauptteil kommen immer wieder mal zum Vorschein, die verwendete vielfältige Harmonik finde ich auch sehr reizvoll.

Der freche Schluss ist für mich absolut OK so.

Jetzt noch ein paar Ideen, meine persönliche subjektive Wahrnehmung des Stückes betreffend, das meiste davon betrifft auch die Spielweise:

Warum nicht im Hauptteil auch mal die obere Stimme zwischen „abgehackt“ und legato wechseln lassen?

Den Teil 0:17 bis 0:25 würde ich eher weglassen, wirkt etwas ziellos, lieber durch verkürzen an dieser Stelle mehr Klarheit, weniger Umschweife bzgl. des Zusteuerns auf den Zwischen-Höhepunkt A-Dur bei 0:33.

Im schnellen Hauptteil würde ich eher auf ritardandi fast ganz verzichten, dann kann man sich als Zuhörer noch besser auf den Rhythmus einschwingen, weil es eben an Kompliziertheit nicht unbedingt mangelt. Ritardandi vielleicht nur da, wo man sich danach mit Bestimmtheit durch die prägnante Gestaltung, dessen, was nachfolgt, problemlos wieder einphasen kann.

Im langsameren Mittelteil hab ich dagegen kein Problem mit deinen Tempogestaltungen, macht alles irgendwie Sinn, weil es für mich so ein „suchender“ Teil ist.

Wo Du vom Mittelteil wieder zur kraftvollen „Reprise“ übergehst, fände ich es ab 2:38 von Gewinn, den „aaaa...“- Übergang noch ein bisschen auszubauen, der Teil ist mir fast etwas zu knapp geraten, weil eben so ein gewaltiger "Charaktersprung" nachfolgt. Beim ersten Mal Hören habe ich es auch gar nicht wahrgenommen, wie fein rhythmisch differenziert Du auch an dieser Stelle bist, vielleicht wäre ein modifizierte Wiederholung da sinnvoll?
 
rolf
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Ist es beim Hören überhaupt jemandem aufgefallen
dass Aida in a-moll beginnt, aber in Ges-Dur endet - oder dass Tristan in a-moll anfängt und endet in H-Dur - oder dass Chopins f-moll Fantasie in As-Dur endet - dass die F-Dur Ballade in a-moll schließt ------- das mit dem Tonartenkorsett wird überbewertet ;-)
...und so krass wie Mussorgski handhabst du das ja nicht ;-):-D bei dem kann man hin und wieder gar keine verbindliche Tonart ermitteln oder er kobolzt dreist (Promenade H-Dur, aber ohne Generalvorzeichen)
Kurzum: dein Schwenk nach g-moll ist ok :-)
 

Demian
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@Felix Hack
Danke für dein Feedback!

Ich habe das Stück mit allen Stimmen gleichzeitig aufgenommen. Mit zwei Spielern könnte es auch funktionieren, weil die eine Stimme ja immer die rhythmischen Akzente auf den durchlaufenden Sechzehnteln setzt.

Würde die Hauptstimme zwischen staccato und legato wechseln, würde der energische Charakter verloren gehen, außerdem wäre dann der Effekt, später kurz vor Ende des A-Teils legato zu spielen, verbraucht.

Ich habe in den schnellen Teilen überhaupt keine ritardandi eingesetzt. Welche Stellen meinst du konkret?

Deine Idee zu einer längeren Übergangsstrecke zwischen dem langsamen Teil und dem zweiten A-Teil finde ich sehr gut!
 
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Felix Hack
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ich habe in den schnellen Teilen überhaupt keine ritardandi eingesetzt. Welche Stellen meinst du konkret?
Beim erneuten Hören nehme ich es auch nicht mehr so wahr wie zuvor. Vielleicht war es die, wie Du schreibst "metrische Überlagerung", die mich da anfangs etwas in's Schwimmen gebracht hat. In Analogie zur optischen Täuschung, wo ja ganz gerne mal runde vs. gerade Linien so ein "Verschwimmen" auslösen, so eine Art "akustische" bzw. rhythmische Täuschung, wenn es denn so etwas gibt :-)
Würde die Hauptstimme zwischen staccato und legato wechseln, würde der energische Charakter verloren gehen, außerdem wäre dann der Effekt, später kurz vor Ende des A-Teils legato zu spielen, verbraucht.
Stimmt, so kann man das auch sehen. Dass Du den Hauptteil von Anfang an und auch fast durchgehend sehr energisch angehst, macht auf jeden Fall auch Sinn im Hinblick auf den Mittelteil.
 
 

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