Tipps und Tricks beim üben.

1 CHF entspricht 0.93 Euro, also nimmt der KL etwas mehr als 61 Euro für 45 Minuten. Das ist in Deutschland immer noch ein im hohen Bereich angesiedelter Preis. Aber bekanntlich sind ja in der Schweiz generell die Preise höher, daher kann es natürlich sein, dass das dort tatsächlich ein normaler Preis ist.
 
Das ist eher ein tiefer Preis oder allenfalls für Kinderunterricht, wo die Preise tiefer sind. Normal sind 80-120 CHF für 45 Minuten, hab auch schon 180 CHF für eine Stunde auf einer Website gesehen.

Ist alles sehr relativ hier, der Gärtner verrechnet auch 80 CHF für die (volle) Stunde, der Automechaniker auch schon mal 150 CHF.

Der Medianlohn in der Schweiz beträgt 6500 CHF brutto im Monat. Die am schlechtesten bezahlten 10% der Bevölkerung verdienten weniger als 4300 CHF brutto.

Quelle:
https://www.kmu.admin.ch/kmu/de/hom...schweiz-betraegt-der-medianlohn-chf-6502.html
 

Anfänger müssen nicht 'effektiv üben', das ist etwas für sehr Fortgeschrittene. Als Anfänger darf und soll man probieren, falsche Wege vor und zurück gehen und auch mal einige Tage voll gegen die Wand laufen, das schärft den Verstand, verbessert mittelfristig die Selbstwahrnehmung, hilft über den Tellerrand zu schauen, fördert die Frustrationstoleranz und hat auch sonst positive Wirkungen. Der KL hilft dabei, dass es nicht ausartet!
Aber ohne die Erfahrung unterschiedlichste Wege wenigstens probiert zu haben ist eine Kulturleistung wie Klavierspielen (jeder nach seinen Möglichkeiten) nicht wirklich zu erlangen.
 
Woher kommt es, dass man manchmal glaubt, Klavierspiel günge so leicht? Vielleicht, weil es so leicht aussieht, bei denen, die es können.

Auch, aber es hängt vorrangig damit zusammen, dass die Töne schon fertig zum Gebrauch vor einem bereit liegen. Versuch mal auf einem Horn einen vorgegebenen Ton zu produzieren!! Viel Spass. Auf dem Klavier sind auch besonders hohe oder tiefe Töne kein Problem.
Nur aus dem Kasten so etwas wie Musik rauszuholen, das ist halt wirklich schwer!
 
Anfänger müssen nicht 'effektiv üben', das ist etwas für sehr Fortgeschrittene.
Da bin ich anderer Meinung. Unter "effektiv üben" verstehe ich z.B. nicht zu schnell zu spielen, in kleinen Abschnitten zu üben anstatt das Stück nur durchzuspielen, sich selbst zuzuhören, an sinnvollen Stellen Pausen in die Übungseinheiten einzubauen usw. Warum sollte man es als Lehrer einem Anfänger nicht ersparen, in diesen Punkten gegen die Wand zu laufen?

Ich vermute, du verstehst unter „effektiv“ leistungsorientiert. Da gebe ich dir recht. Ich habe damit „sinnvolles Üben“ gemeint.
 
Zuletzt bearbeitet:
@backstein123

Menschlich gesehen bin ich mit dem Kl sehr zufrieden. Wie gut er als Lehrer ist kann ich natürlich nicht beurteilen.

Nein, das berechnet er nicht mit :) 66 chf ist im Grunde sogar günstig, Standart ist eher bei 90-110 chf.

Ich finde das Metronom ganz gut um die Geschwindigkeit eines Stückes zu hören um sich darauf einzustellen. Das Metronom beim spielen zu nutzen bringt mir eh nicht viel weil ich das ticken des Metronoms kaum wahrnehme wenn ich auf die Tasten hämmer :)

@hasenbein

66 chf geht noch deswegen will ich da nicht wirklich meckern. Die Standartpreise finde ich schon recht hoch, vor allem wenn ich bedenke was mein Bruder so zahlt oder das es nicht mal 60 Minuten sind.

@Tonsee

Ja ist natürlich relativ. Kommt halt auch auf das Einkommen an. Wenn ich 8000 chf im Monat verdienen würde, dann wäre meine Empfindung eine ganz andere.
Auch wenn man hier natürlich mehr verdient, finde ich den Preis im Vergleich zu zB De schon etwas hoch (der Standartpreis, nicht die 66 chf). Man darf ja auch nicht vergessen, das hier auch alles um einiges teurer ist, allein wenn ich da schon an die Miete denke. Ist natürlich rein Subjektiv und kann natürlich jeder sehen wie er möchte.

@Alter Tastendrücker

Ja klar, das Improvisieren, das mir der Kl aufgetragen hat habe ich zB auch probiert, macht mir aber wie schon gesagt wenig Spass weil es nach nichts klingt, liegt eher an mir haha.
Aber ich meinte zB auch Dinge wie Akkorde oder scales. Vielleicht würde mir das frühe Erlernen zB solche Dinge helfen in Zukunft schneller klarzukommen oder Noten zu lesen oder was weiss ich, ich kenn mich da ja nicht aus, war einfach nur ein Gedanke :)
 
Warum sollte man es als Lehrer einem Anfänger nicht ersparen, in diesen Punkten gegen die Wand zu laufen?
Manche lernen es gern auf die harte Tour. Auch wenn die Sanfte vielleicht besser wäre.
(Man kennt es: "Mein Kind, greif nicht an die heisse Herdplatte", ...)

Ich bin auch eher so ein Ausprobierer-Typ. Hat mir immer viel gebracht.
 
Da bin ich anderer Meinung. Unter "effektiv üben" verstehe ich z.B. nicht zu schnell zu spielen, in kleinen Abschnitten zu üben anstatt das Stück nur durchzuspielen, sich selbst zuzuhören, an sinnvollen Stellen Pausen in die Übungseinheiten einzubauen usw. Warum sollte man es als Lehrer einem Anfänger nicht ersparen, in diesen Punkten gegen die Wand zu laufen?


Das versuche ich bereits umzusetzen. Meist lerne ich Taktweise oder eine Zeile, je nachdem wie schwierig die Stellen für mich sind. Langsam zu spielen versuche ich auch, erwische mich aber immer wieder dabei wie ich schneller und schneller werde. Versuche momentan auch immer im Kopf mitzuzählen.

Eine Pause gibts auch, damit das Hirn das Erlernte verarbeiten kann, ob es an sinnvollen Stellen lässt sich schwer sagen :)

Was meinst du mit sich selbst zuhören?
 
Damit meine ich, dass man eine Vorstellung vom Klang hat, den man erzeugen will (z.B. laut, leise, hart, weich, schwer, leicht, energisch, zart usw.) und das, was man während des eigenen Spielens hört, mit der Vorstellung, mit dem sozusagen Geplanten, vergleicht. Oder man spielt mal "irgendwie" und achtet genau darauf, was da eigentlich im Klang passiert.

Sich selbst zuzuhören bedeutet aber auch, mit der Aufmerksamkeit vollkommen beim Klavierspielen zu sein und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.
 

Damit meine ich, dass man eine Vorstellung vom Klang hat, den man erzeugen will (z.B. laut, leise, hart, weich, schwer, leicht, energisch, zart usw.) und das, was man während des eigenen Spielens hört, mit der Vorstellung, mit dem sozusagen Geplanten, vergleicht. Oder man spielt mal "irgendwie" und achtet genau darauf, was da eigentlich im Klang passiert.

Sich selbst zuzuhören bedeutet aber auch, mit der Aufmerksamkeit vollkommen beim Klavierspielen zu sein und nicht mit den Gedanken abzuschweifen.


Ah ok. Es so klingen zu lassen wie man möchte ist verdammt schwierig :008:
 
Ah ok. Es so klingen zu lassen wie man möchte ist verdammt schwierig :008:
Das ist auch bei Profis die zentrale Herausforderung. Immer wieder. Man muss den Klang halt jedes Mal neu erschaffen. Zwar automatisiert sich vieles auch mit der Zeit (zum Glück!), aber Musik ist eben etwas Lebendiges, dem man immer wieder aufs Neue Leben einhauchen muss.
 
Ich vermute, du verstehst unter „effektiv“ leistungsorientiert. Da gebe ich dir recht. Ich habe damit „sinnvolles Üben“ gemeint.

Bingo!
Gutes Üben schadet auf keinem Stadium!!
Aber die Idee bolzengeradeaus den kürzesten Weg zu einem vorgegebenen Ziel einschlagen zu müssen/zu können ist kontraproduktiv. Mal abgesehen davon, dass Anfänger dazu gar nicht in der Lage sind.
 
Man darf ja auch nicht vergessen, das hier auch alles um einiges teurer ist, allein wenn ich da schon an die Miete denke. Ist natürlich rein Subjektiv und kann natürlich jeder sehen wie er möchte.

Definitiv ist das so! Die Schweizer Preise ziehen mir regelmäßig die Schuhe aus. *umfall*
Deutsche sind der felsenfesten Überzeugung, hierzulande sei alles furchtbar teuer, dabei sind Konsumgüter in Relation zum durchschnittlichen Einkommen günstiger als in den allermeisten anderen (zivilisierten) Ländern.

Ich versuche nur meist etwas für mich selbst gut zu machen wenn mir etwas Spass macht(mein Bruder sagt immer, ich mache aus allem eine Wissenschaft haha), ich aber unterirdisch schlecht darin bin, dann ärgert das einen aber ich lasse da auf jeden Fall nicht den Kopf hängen.

Falls Du den Ärger in Ansporn ummünzen kannst, ist das in Ordnung. Wenn aber Scham daraus wird und Du verzagt den Unterricht absagst, ist das äußerst kontraproduktiv.

Das mit den zu hohen Erwartungen, ich kann da nur für mich sprechen aber ich finde es würde helfen wenn man Beispiele hätte, zB täglich 1 Stunde üben, dann ist in einem Jahr dies möglich, in 2 Jahren das usw. Natürlich kann man das nicht verpauschalisieren da es von vielen variablen abhängt aber so grob, dann könnte man sich viel besser darauf einstellen was einen erwartet.

Eine Frage, die hier ganz oft von jungen Männern gestellt wird. :007: Sie ist sinnlos, egal wie groß die Vehemenz ist, mit der sie immer wieder gestellt wird. Nicht ganz so sinnlos wäre, nach einem Jahr zu schauen, wo Du stehst, bzw. wie viel Du in einem definierten Zeitraum von Null auf X gelernt hast.

Ich finde einfach nur gerade am Anfang hat man das Gefühl, man gewinnt eher im Lotto bevor man ein Stück spielen kann. Wenn man dann aber so eine ungefähre Vorstellung hat was in zB einem Jahr sein könnte, könnte das schon motivierend sein. Ist natürlich nur mein persönliches empfinden.

WELCHES Stück denn? Es gibt unendlich viele! Auf die Lottozahlen hast Du keinen Einfluss, auf Deine Fortschritte am Klavier schon. Google mal "Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach". Das sind Stücke, die man nach einem Jahr üblicherweise (?) spielt. Wenn Du dann aber entgegnest: "Nee, nich son olles Zeugs, ich will ja Richtung Pop oder Jazz gehen", nützt dir diese Info auch nix.

Vergiss es einfach. Verbring möglichst viel Zeit am Instrument und versuch, möglichst genau das umzusetzen, was Dein Lehrer Dir sagt und zeigt. Und dann schau was kommt. :001:
 

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