• Heute Abend wieder traditionelles Chattreffen

staccato-legato rechte hand linke hand

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Andruschka

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Hallo Ihr Lieben,
Seit knapp einem Jahr versuche ich mir das Klavierspiel ohne Lehrer zu erschließen. Wir haben einen Profi im Haus der leider keine Zeit hat für einen regelmäßigen Unterricht. Er hat bei dem Stückchen was ich eigentlich für mein Gefühl schon ganz passabel spiele bemängelt, daß ich links nicht stakkato spiele aber es für den Anfänge normal sei, daß man damit Probleme hat. Als ich nun probierte und probierte es hinzukriegen ging dann nichts mehr ich hab mich nur noch verspielt und war total frustriert. Ich war so froh das links und rechts schon unterschiedliche Töne und Akkorde spielen können und meine Hände unabhängig die Stellung wechseln können.aber legato eine Seite und Stakkato andere Hand geht gar nicht. Sollte ich das erstmal üben bevor ich mir weitere Stücke aneigne oder kann ich daran auch später noch feilen. Für mich war es erstmal okay, daß ich das Stück soweit konnte und nicht ständig beim Lagenwechsel auf die Finger gucken musste.
Gibt es vielleicht auch gute übungen um diesbezüglich die Unabhängigkeit der Hände zu üben?
Für Ratschläge wäre ich sehr dankbar.

Tschüß Andrea
 
Guendola

Guendola

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Du mußt das ja nicht umbedingt an dem aktuellen Stück üben. Tonleitern gehen genauso gut, oder einfach cdefg, wie in dem letzten Beitrag des von Eva zitierten Threads beschrieben - und ein paar Minuten jeden Tag. Mit der Zeit entwickelt man ein Gefühl dafür. Es hilft auch ungemein, wenn du dir vorstellen kannst, wie es klingen soll.
 
EmmaLein

EmmaLein

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Immer LANGSAM. Immer dieselbe Note. Konzentrier' dich darauf.
Mach es hundert, zweihundert, dreihundert Mal, jeden Tag, bevor du mit dem eigentlichen Üben beginnst.
 
Frédéric Chopin

Frédéric Chopin

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daß ich links nicht stakkato spiele aber es für den Anfänge normal sei, daß man damit Probleme hat. Als ich nun probierte und probierte es hinzukriegen ging dann nichts mehr ich hab mich nur noch verspielt und war total frustriert.
Tschüß Andrea


Hallo Andrea,

Du meinst anscheinend, daß die rechte Hand legato und die linke staccato sein muß?

Du kannst bei dieser Stelle beide Hände legato?

Diese zwei Fragen müßte ich zunächst wissen.
Wenn Du diese Stelle in beiden Händen legato spielen kannst, ist es kein allzu großes Problem, die linke staccato zu bekommen. Ein großes Problem wäre, wenn Du kein richtiges Legato in beiden Händen spielen könntest.

Folgende Übung:

Du brauchst zunächst eine Übung im Fünftonraum z. B. "F, G, A, B, C" (ich nehme jetzt mal bewußt nicht die "C-Tonlage"). Dazu schreib ich Dir hier folgende Übung:

F, G, A, B, C, B, A, G, F, A, G, B, C, A, B, G, F, B, G, C, F (siehe Notenanhang)

Diese spielst Du rechts und links gleichzeitig zusammen, linke Hand eine Oktave tiefer. (siehe Notenanhang)

Nun kommen die eigentlichen Übungen:

1. Beide Hände legato.

2. Beide Hände staccato.

3. Linke Hand legato, rechte Hand staccato
zunächst im Zeitlupentempo: Beide Hände schlagen an. Linker Finger bleibt liegen, rechter Finger geht hoch. Streng darauf achten, daß der linke Finger liegen bleibt, während der rechte hoch geht. Nun liegt nur noch der Finger der linken Hand auf der Taste, dann schlagen wieder beide Hände den nächsten Ton an. Rechts geht danach wieder hoch, links bleibt liegen. Laß Dir bei der Übung am Anfang bitte sehr viel Zeit. In ein paar Minuten wirst Du feststellen, daß Du sie plötzlich etwas schneller ausführen werden kannst.

4. Umgekehrt: Rechte Hand legato, linke Hand staccato
zunächst wieder im Zeitlupentempo: Beide Hände schlagen an. Diesesmal bleibt der rechte Finger liegen, linker Finger geht hoch. Streng darauf achten, daß der rechte Finger liegen bleibt, während der linke hoch geht. Nun liegt nur noch der Finger der rechten Hand auf der Taste, dann schlagen wieder beide Hände den nächsten Ton an, links geht danach wieder hoch, rechts bleibt liegen. Laß Dir auch bei dieser Übung am Anfang wieder Zeit, da Du Dich von der vorigen Übung umgewöhnen mußt.


Wenn Du diese vier Übungen geübt hast, ist es kein Problem mehr auch Stücke mit einer Hand gebunden und mit der anderen staccato einzuüben bzw. zu spielen.

Das mußt Du auch nicht 300mal jeden Tag üben, wie hier gepostet wurde. Innerhalb von drei Tagen kannst Du das. Du solltest lediglich aber anschließend weitere Stücke aussuchen, die viel staccato und legato enthalten, um es zu vertiefen.

Liebe Grüße, Mario
 

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Andruschka

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Danke für die vielen Tips

Hallo Ihr Lieben,

Danke für die Tips, ich werde ab Heute wieder richtig loslegen mit dem Üben über die Feiertage kam das Klavier doch etwas zu kurz. Ich habe mir fest vorgenommen mir mehr Zeit für die Technik zu nehmen obwohl es doch sehr viel verlockender ist immer mehr Stücke zu üben. Aber ich hab eingesehen, dass es doch Sinnvoll ist, Besonders bei dem legato-Staccato Problem mit einzelnen Tönen und zunächst im 5-Tonraum zu üben. Ich habe mir deshalb auch mal das Fingerübungsbuch "A dozen a day" von meiner Tochter hervorgeholt dort sind auch viele staccato legato Übungen drin. Ich habe bei Tonleiterübungen und der gleichen immer Sorgen es könnte unsere Nachbarn zu sehr strapazieren. Leider wohnen wir in einer Mietwohnung und meine Tochter übt ja auch noch.

Lieber Mario,
Danke für Deinen ausführlichen Beitrag und Tip.
Legato beide Hände ist kein Problem
auch staccato bei Hände geht halbwegs (ich rutsche nur ab ab und treff den falschen Ton)
Eine hand legato ander staccato geht einfach noch gar nicht .

Bis demnächst
Andrea
 
Frédéric Chopin

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Staccatospiel

Legato beide Hände ist kein Problem
auch staccato bei Hände geht halbwegs (ich rutsche nur ab ab und treff den falschen Ton)
Eine hand legato ander staccato geht einfach noch gar nicht .

Hallo Andrea,

Bei Deinem "staccato" in beiden Händen schreibst Du, daß Du abschrutscht und den falschen Ton triffst, d. h. Du machst etwas falsch. Deshalb klappt es auch nicht, wenn Du eine Hand legato und die andere staccato spielen mußt, weil Du erst in beiden Händen gleichzeitig das staccato richtig können mußt. Was Du beim Staccato-Spiel genau falsch machst, kann sehr viele Gründe haben, das müßte ein Klavierlehrer beobachten und korrigieren, weil das Üben alleine bringt nichts, wenn man eine falsche Handhaltung hat oder generell etwas falsches ausführt. Das ist verschwendete Übezeit.


Versuche mal folgendes:
Springe beim Staccato-Spiel nicht hoch (noch kein Armstaccato), spiele die Staccatonoten aus den Fingern (Wichtig: alle Finger, außer Daumen müssen eine gekrümmte Stellung haben, vor allem der fünfte Finger) und laß die übrigen Finger in der Fünftonlage immer auf den Tasten liegen, oder besser gesagt einfach darauf achten, daß die übrigen Finger bei den Tasten bleiben.


Folgene Übung:

Drücke in der Fünftonlage alle Tasten stumm nach unten. Jetzt hebst Du den ersten Finger. Dann schlägst Du die Taste des ersten Fingers schnell an und läßt ihn gleich wieder los. Versuche dabei, den Daumen so kurz wie möglich anzuschlagen. Die übrigen Finger bleiben die ganze Zeit stumm gedrückt. Danach machst Du das mit den zweiten Finger und erster, dritter, vierter und fünfter bleiben liegen, und dann dieselbe Übung noch mit den restlichen Fingern. Damit Du in der Übung es schaffst, den Ton so kurz wie möglich anzuschlagen, stell dir vor, die Taste währe eine heiße Herdplatte. Bei einer heißen Herdplatte würdest Du sehr schnell loslassen:-)

Ziel der Übung: Deine übrigen Finger sollen auf den richtigen Tasten bleiben, damit Du beim Staccatospiel nicht abrutscht und die Tasten triffst.

Ich möchte für Dich zum Staccatospiel noch erwähen, daß Viertelnoten, die Staccato gespielt werden, dasselbe ist wie: Achtelnote, Achtelpause, Achtelnote, Achtelpasue....

Die Gefahr beim Staccatospiel ist nämlich, daß man Viertelnoten unter umständen verkürzt, weil man sie kurz spielen muß, d. h. beim Staccatospiel muß immer zwischen den Tönen eine Pause sein, auf die man achten muß, daß man sie nicht verkürzt.

Generell empfehle ich Dir aber regelmäßige Klavierstunden zu haben, und einen Klavierlehrer zu haben, der Dein Spiel beobachtet. Man lernt sich selber nämlich sehr schnell falsche Techniken an, die man später nicht mehr so leicht wieder herausbringt. Und es wäre Schade wenn Du schon fleißig übst, aber es Dir nichts bringen wird, weil ein kompetenter Klavierlehrer fehlt, der Deine Spielweise korrigiert und beobachtet.

Liebe Grüße, Mario
 
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Jonny Greenwood

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Was genau heißt legato?
Klar heißt es die Töne bindend zu spielen, so dass keine akustische Unterbrechung ensteht.
Aber wie bindend? Ich kann z.B. ohne Probleme bspws. eine Tonleiter ohne akustische Unterbrechung spielen, aber ist das bereits "legato genug"?
Wenn ich ich nämlich versuche die Tonleiter (C-dur aufwärts) so zu spielen:
c drücken, d drücken, c loslassen, e drücken, d loslassen, f drücken, e loslassen, ...

Dann stellt sich das für mich als schwierig heraus. Entspringt das Legatospiel diesem Schema oder einfach nur versuchen halbwegs bindend zu spielen?
Versteht mich jmd.?

jan
 
Frédéric Chopin

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Legatospiel

Hallo Jonny Greenwood:

Stell Dir das beim Legatospiel so wie beim Gehen mit den Füssen vor. Der rechte löst den linken ab ohne dabei kurzzeitig mit beiden Füssen in der Luft zu sein. Wenn Du z. B. ersten und zweiten Finger binden willst, löst der zweite Finger den ersten ab. In dem Moment, wo Du den zweiten Finger anschlägst, läßt der Daumen los, ohne dabei eine kurzzeitige Pause dazwischen zu haben und ohne den Daumen noch gedrückt zu halten, wenn bereits der zweite angeschlagen ist.

Versuchen halbwegs zu binden, ist auch falsch. Wenn Du die Töne sehr breit spielst (also nicht staccato) , aber zum nächsten Ton kurz absetzt, diese Artikulation gibt es auch, ist das kein "Legato" sondern "Portato".

Wenn man "Portato" spielen muß werden über den Noten Bindebogen + Staccatozeichen gesetzt, das heißt dann "Portato".

Liebe Grüße, Mario
 
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Jonny Greenwood

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Danke ich habs verstanden.
Dann hab ichs ja doch richtig gemacht. Hatte schon Angst...
 
Klavirus

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Hallo, Andrea,

wie Staccato gespielt werden soll, haben meine Vorschreiber ja schon eingehend erklärt.
Man soll aber nicht vergessen, dass solche Technik-Übungen mit getrannten Händen gemacht werden! Sonst hängt immer eine HGand an der anderen und unterschiedliche Spielweisen werden immer schwer bleiben.

Wenn Du die Parts des Stückes in beiden Händen getrennt "perfekt" kannst (nach ein paar Tagen...) müsste es dann zusammen- langsam erstmal immer besser klappen.

Viel Spaß
Klavirus
 

Beabarba

Beabarba

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Das mit dem beide Hände getrennt üben ist aber doch differenziert zu betrachten. Bei dem Problem "eine Hand staccato, die andere legato" bringts gar nix, denn damit dürfte einhändig wohl niemand ernsthafte Probleme haben und falls doch, sollt er sich erstmal damit beschäftigen, mit beiden Händen entweder staccato oder legato zu spielen und die Unabhängigkeit der Hände später angehen.

Nette Technikübungen für Anfänger finden sich übrigens hier:

http://www.notenbuch.de/spiel_dich_...e&Com=&key=0&lookup=spiel+dich+fit&TopCatID=1

Beate
 
Klavirus

Klavirus

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@Beabarba: Es ist nicht gemeint, mit getrennten Händen Staccato zu können, sondern das Stück mit getrennten Händen in der richtigen Spielweise zu können! Ich hatte mich wohl "verdrückt ausgekehrt"...

Klavirus
 
 

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