Schubert Impromptu Op.142 No.2


Latur
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Hallo Foris,

ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem genannten Schubert Impromtu, der erste Teil, also das Akkordspiel, klappt schon recht passabel. Allerdings steht jetzt der schnellere, zweite Teil an. Nur hab` ich keine Ahnung, wie ich den so hinbekommen soll, dass er schön klingt. Das Problem liegt momentan darin, dass die Finger einfach ziemlich steif sind (ungewohnte Fingersätze) und ich bei Armaktivität rapide an Treffergenauigkeit verliere. Liegt dass vielleicht daran, dass ich erst im Erwachsenenalter angefangen habe und die Finger eine gewisse Steifigkeit beibehalten?:/ Tonleitern liegen mir nämlich gar nicht...
Oder gibt es einen Trick, diesen Zustand zu überwinden?
Danke schon mal,
Latur
 
Guendola
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Erstmal muß natürlich der Fingersatz stimmen, das ist das A und O des ganzen Teils. Durch das übliche Akkordspielen der Appreggien habe ich es nicht hinbekommen und der in meiner Ausgabe angegebene Fingersatz hat auch nie reibungslos funktioniert. Wenn du möchtest, schreibe ich ihn hier mal für die ersten 16 Takte auf.

Außerdem kann mann noch die Melodie separat spielen, die sich aus dem rechten Daumen und den akzentuierten Noten der rechten Hand ergeben. Mir fällt es jedenfalls leichter, die restlichen Noten quasi als Klangteppich im Hintergrund zu spielen, wenn ich mich auf die Melodie konzentriere, warum auch immer. Die notierten Crescendi und Decrescendi spiele ich dann auch in erster Linie mit der Melodie.

Am besten immer schön langsam spielen, Taktweise und dann zwei Takte auf einmal und dabei wie gesagt an die Melodie denken.

Mehr weiß ich auch nicht, der Teil fiel mir auch nicht gerade einfach, bis ich endlich den Fingersatz perfekt hatte. Ich glaube, der muß wirklich genau auf die eigene Hand zugeschnitten werden.
 
Latur
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Super, danke schon mal! Den Schwerpunkt auf die Melodielinie zu legen finde ich durchaus interessant!
Bei den Fingersätzen habe ich bei mir Folgendes notiert:
1.Takt: 1-2-4-5-4-2-1-2-4
2. 1-2-4-5-4-2-1-2-4
3. 1-2-4-1-2-3-1-2-4
4. 1-3-5-1-2-4-1-2-3

Hast Du da den gleichen Vorschlag?
 
Guendola
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Super, danke schon mal! Den Schwerpunkt auf die Melodielinie zu legen finde ich durchaus interessant!
Bei den Fingersätzen habe ich bei mir Folgendes notiert:
1.Takt: 1-2-4-5-4-2-1-2-4
2. 1-2-4-5-4-2-1-2-4
3. 1-2-4-1-2-3-1-2-4
4. 1-3-5-1-2-4-1-2-3

Hast Du da den gleichen Vorschlag?

Nein, anders. Für 4 ist mir der Abstand zu groß, ich nehme in den ersten beidenTakten 1235, im dritten Takt 135.
Im vierten Takt habe ich auch 135 124 123, das ist im 8. Takt nicht genial, man muß dort dran denken, daß es diesmal abwärts geht, ist mir aber lieber, als diese Figur zweimal mit unterschiedlichem Fingersatz zu spielen

Takt 9 bis zur Wiederholung dann
145 125 125
125 125 124
124 124 125
124 213 532
 
A
Astrid
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Hallo Latur,

helfen werde ich dir kaum können, aber es interessiert mich, wie du weiterkommst, denn vor ein paar Monaten hatte ich auch schon mal mit dem Stück angefangen, weil es mir so gefallen hat.
Inzwischen habe ich es aber lieber noch mal zur Seite gelegt. Es hat mich unheimlich angestrengt und ich werde es lieber etwas später noch mal versuchen.

Als ich anfing, musste ich zuerst den Mittelteil spielen, eben den schweren, schnellen.
Danach kam mir der Anfang sehr leicht vor. Aber trotzdem war es mir letzten Endes zu schwer.

Den Mittelteil konnte ich nur relativ langsam und nicht im nötigen Tempo spielen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Gelingen bei diesem Stück.
Berichte doch hin und wieder, wie du weiterkommst.

Liebe Grüsse
Astrid
 
K
koelnklavier
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Nein, anders. Für 4 ist mir der Abstand zu groß, ich nehme in den ersten beidenTakten 1235, im dritten Takt 135.
Ob man im ersten Takt des' mit dem dritten oder vierten Finger spielt, ist letztlich "Geschmacksache" und abhängig von den jeweiligen anatomischen Gegebenheiten. Ich habe allerdings immer wieder beobachtet, daß eine zu große Spanne zwischen zweitem und drittem Finger sich vor allem im Tempo ungünstig auf die Geschmeidigkeit und den Spielfluß auswirkt. Selbst wenn die Spanne des'-f' für 4-5 zu groß sein sollte, so wird man auf dem des' eine leichte Drehung der Hand nach außen vollziehen, um das akzentuierte f' mit Gewicht (und nicht bloß über Fingerkraft) zu spielen.

Ähnliches gilt auch für die anderen Stellen. Aber wie schon gesagt: Jede Hand hat andere anatomische Gegebenheiten. (Es soll ja auch Menschen mit zwei linken Händen und fünf Daumen an jeder Hand geben. :D)
 
Guendola
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Ähnliches gilt auch für die anderen Stellen. Aber wie schon gesagt: Jede Hand hat andere anatomische Gegebenheiten. (Es soll ja auch Menschen mit zwei linken Händen und fünf Daumen an jeder Hand geben. :D)

Ich habe einen sehr flexiblen Mittelfinger, den ich so langsam dahin bringen möchte, daß er mit bei Legato-Oktaven noch besser helfen kann ;) Für andere Gelegenheiten (Rachmaninoff, und Schuberts Lieblingsenden mit Sext-Terz-Akkorden) muß natürlich der Ringfinger aktiv sein. Das kommt in diesem Impromptu auch noch vor.

PS: Ich habe gerade festgestellt, daß an oben erwähnter Stelle der vierte Finger anatomisch besser paßt, aber aus irgendwelchen Gründen komme ich mit dem dritten besser klar. Und außerdem halte ich es da wie Computerexperten: Never change a running system!
 
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Latur
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Als ich anfing, musste ich zuerst den Mittelteil spielen, Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Gelingen bei diesem Stück.
Berichte doch hin und wieder, wie du weiterkommst.

Merci,
also irgendwie muss es ja irgendwann mal klappen...
Nachdem ich mich überwunden habe, mal strikt den Mittelteil zu üben, klappt es jetzt schon ganz gut. Also Vorbereitung habe ich mal die Akkorde des ersten Teils
ausgespielt, wie Tonleitern rauf und runter. Das klappte ganz passabel, um die Finger auf die neue Situation einzustellen. Mittlerweile glaube ich, das der Mittelteil technisch gar nicht mal so anspruchsvoll ist, es hängt vermutlich eher daran, dass es einige Zeit braucht, bis jeder Finger genau "weiß", wann er welche Taste zu spielen hat.
Das mit der Ellenbogenbewegung in Einklang zu bringen ist dann auch nicht so einfach...
Vermutlich hängt das am ehesten damit zusammen, wieviel Zeit man dafür aufbringen kann, denn nach meiner Erfahrung ist ständiges Wiederholen der sicherste Weg, den Bewegungsapparat auf das Stück auszurichten.
Mal sehen, wie lange das noch dauert... ;)
@Guendola
Ich glaube, dass es bei diesem Stück keine festen Fingersätze geben kann, denn wie Kölnklavier schon geschrieben hat, sind die wohl bei jedem individuell.
Trotzdem danke für Deinen Vorschlag!
 
Guendola
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@Guendola
Ich glaube, dass es bei diesem Stück keine festen Fingersätze geben kann, denn wie Kölnklavier schon geschrieben hat, sind die wohl bei jedem individuell.
Trotzdem danke für Deinen Vorschlag!

Mein Fingersatz war ja nur zur Inspiration gedacht. Ich schrieb ja schon gleich im ersten Beitrag "...bis ich endlich den Fingersatz perfekt hatte. Ich glaube, der muß wirklich genau auf die eigene Hand zugeschnitten werden..."

Ich stelle immer mehr fest, wie angenehm ruhige Hände sind und Fingersätze sind der beste Weg dorthin.
 
 

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