Schubert Impromptu 142 - 2

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Guendola

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Schubert Impromptu 90 - 2 (das Tonleiterrennen)

Wie würdet ihr den Übergang von Takt 39 zu 40 spielen rechts spielen?

Mein Fingersatz lautet für die beiden Takte:

|123 532 312 | 123 5...|

Besonders schön finde ich ihn aber nicht

folgende Alternative wirkt ziemlich heikel aber irgendwie funktioniert sie auch:

|123 532 321 | 234 5... |

Ich werde sie aber nur verwenden, wenn mir jemand glaubhaft versichert, daß dieser Fingersatz nicht gegen alle guten Sitten verstößt.
 
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Mindenblues

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folgende Alternative wirkt ziemlich heikel aber irgendwie funktioniert sie auch:

|123 532 321 | 234 5... |
Diesen Fingersatz würde ich auch nehmen, aber ich habe auch große Hände, daher macht mir die nötige Fingerspreizung im Takt 40 nichts aus. Wenn man dazu das Handgelenk bei Takt 40 entsprechend mit rotiert, finde ich das bequemer als die andere Variante. Normalerweise ziehe ich immer größere Spreizungen gegenüber Fingerwechsel vor, zum einen weil ich mir weniger merken muß, und zum anderen weil es bessere Gleichmäßigkeit erleichtert; immer wenn der Daumen ins Spiel kommt, ist die Gefahr einer Überakzentuierung gegeben, weil der Daumen viel kräftiger ist. Das ist immer eine Gefahr bei Fingerwechsel, wo der Daumen im Spiel ist.
Habe ähnliche Stellen bei der Berceuse gegen Ende, da kommt es extrem auf gute "gesungene" Linien an. Stärkere Fingerspreizungen nehme ich da gerne in Kauf, um nix mit dem Daumen zu riskieren...
 
K

koelnklavier

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Den Daumen auf dem vorletzten Triolenachtel des' finde ich heikel, da Du den zweiten Finger (ces') sehr weit in den Tasten ansetzen mußt.

Ich befürchte, daß die Spanne 234 5 in der ersten Triole T 40 im Tempo Probleme machen wird.

Es hängt also Vieles davon ab, welche Intervalle Du in der Lage bist, entspannt zu greifen und wie schnell Du auftretende Spannungen wieder lösen kannst.

Da mir der perlend-leichte Charakter der Triolen wichtig ist, verzichte ich darauf, die Halbe ces" (5. Finger) bis zum Ende die ganze Länge durchzuhalten (wozu gibt es denn das Pedal?) und spiele die letzte Triole T 39 mit 532. Der Daumen kann dann entspannt unter den Handteller auf des' gleiten, so daß der Aufstieg des'-ges'-b'-des" im T 40 entspannt mit 124 5 erfolgen kann.

Du mußt dafür natürlich bereit sein, gegen die guten Sitten zu verstoßen ;) und das Pedal zum Verlängern des ces" einzusetzen.

PS: Denk daran, daß Du Dich in op. 90 befindest.
 
Guendola

Guendola

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Den zweiten Fingersatz habe ich beim Durchspielen "entwickelt", irgendwie mußte ich da ja durch, allerdings nur bis maximal Tempo 60 oder 70, während mein Zieltempo eher bei 120 liegt. Die Spreizung ist schon okay, ich muß bloß darauf achten, daß die Fingerkuppen Kontakt haben, die Finger also nicht zu platt werden, das ist nämlich noch eine Unart von mir.

Mit dem Pedal habe ich keinerlei weltanschauliche Probleme, die Version, das Ces zu pedalieren, werde ich auch testen. Ich benutze das Pedal sowieso für den Klang. Und ob jemand hören würde, wenn ich das Ces garnicht verlängere, ist auch fraglich, ich will ja keine Blumentöpfe gewinnen sondern meine Zuhörer.

Das Argument gegen den doppelten Daumenuntersatz kann ich hervorragend nachvollziehen. Sowas spiele ich zwar gelegentlich auch, aber nicht bei solchem Tempo. Ich glaube, mein Klavierlehrer möchte es sogar bis 140 hochziehen aber so würde ich es nie vorspielen. Allerdings ist es mal interessant, zu testen, wie schnell ich werden kann, ohne daß der Ausdruck flöten geht ;)

PS: Ups, natürlich, 90, nicht 142. Ich spiele beides.
 
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koelnklavier

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natürlich, 90, nicht 142. Ich spiele beides.
Wo nimmst Du bloß die Zeit und Energie her, Schubert und Mussorgsky zu spielen (in anderen Gefilden wilderst Du ja auch noch spaßeshalber herum), im Forum zu posten, das Internet nach interessanten Links zu durchforsten, und nebenher hast Du sicherlich auch noch einen Broterwerbsjob und ein Privatleben ...

PS: Badura-Skoda schlägt übrigens als Fingersatz-Variante vor: Letztes und dann erstes Triolen-Achtel mit dem Daumen - also: 123 53(2)1 321 | 124 (ähnlich auch in T 37/38). Dies hemmt zwar kurzzeitig den Spielfluß. Wenn man aber die melodischen Phrasen genau so abgrenzen will, kann es auch hilfreich sein. Ich finde es nämlich immer schade, wenn das Impromptu einfach nur czernymäßig abschnurrt wie ein aufgezogene Es-Dur-Feder. Wenn Du es schaffst, den perlenden Girlanden ihren Atem zu lassen, hast du dem Stück viel Gutes getan.

Viel Freude beim Üben
 
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Guendola

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Gerade zwischen diesen beiden Takten finde ich leider eine Atempause unpassend. Ich mache erstmal mit dem "heiklen" Fingersatz weiter. Die anderen habe ich ausprobiert aber es stört den Fluß.

Die Zeit nehme ich mir einfach, aber es ist im Moment recht eng, da muß z.B. Mussorgsky jetzt warten. Allerdings habe ich festgestellt, daß es schon was bringt, Stücke einfach mal vorsichtig anzuspielen und dann wieder beiseite zu legen. Man muß zwar später von vorne Anfangen aber die Vertrautheit kommt schneller.
 
 

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