Schmerzen in Armen und Händen. Wie vermeiden?

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newbie123

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Hallo,

ich spiele seit 10 Jahren Klavier. Bis ich "nur" ca. 5 std. pro Woche gespielt habe, hatte ich kein Problem. Seit ich aber ca. 8std. pro Woche spiele + 2std. Gitarre (pro Woche). Bekomme ich Probleme mit Schmerzen in Unterarmen und Händen (besonders rechts).
Ich bin relativ verkrampft beim Spielen, das merke ich schon.
Ich musste nun eine Woche Pause machen, d.h. garnicht spielen.
Nach 5 Tagen sind die Probleme zwar nicht mehr so akut, aber ich merke dass die Schmerzen noch da sind.

Gibt es irgendwelche Rezepte um diese Probleme zu vermeiden?
Ich mache schon Yoga, Schwimmen, weiß nicht ob das vielleicht hilft.
ich frage mich auch, ob mehr Kraft in den Händen/Armen vielleicht die Probleme verringern würden (mehr Kraft z.B. durch Sport).

Mir hat auch schon jemand Qi-Gong Kugeln empfohlen. Habe ich aber noch nicht probiert.

Grüße
 
beo

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Wenn die Ursache eine Sehenscheidenentzündung ist, gibt es realtiv einfache Dehnübungen. Schwierig ist es nur jemanden zu finden, der die einem zeigt.
 
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newbie123

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Danke für die Tipps. Also teils sind manche Stücke schon etwas zu schnell, aber ich bin auch, bzw. gerade, verkrampft, wenn ich improvisiere. Ich spiele auch Keyboard und da meine eigenen Sachen, aus der Intuition heraus. Und gerade da bin ich manchmal recht verkrampft.
Ein Osteopath wäre gut, aber soweit ich weiß werden die nicht von der Krankenkasse bezahlt.
Mit den Dehnübungen werde ich mal sehen, ob ich da jemanden finde. Vielleicht gehe ich mal zum Hausarzt und der kann mir was empfehlen.

Ist es denn überhaupt sinnvoll weiterzuspielen, solange der Schmerz noch da ist?
 
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newbie123

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Ok, aber so wie ich das einschätze, wird der Schmerz noch mind. 4 Wochen anhalten. Gibt es keine Möglichkeit zu spielen und gleichzeitig das Schmerzproblem zu vermindern?
Wie gehen denn professionelle Pianisten mit so einer Situation um? Ich gehe mal davon aus, die haben auch Sehenscheidentzündungen o.ä.
 
Muck

Muck

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Ich bin kein Arzt!

Aber:

Ist es denn überhaupt sinnvoll weiterzuspielen, solange der Schmerz noch da ist?
Nein!

Wenn du beim Spielen verkrampft bist, ist es logisch dass du Schmerzen bekommst. Also locker werden, ggf Technik ändern.

Ich kenn es aus leidvoller Erfahrung mit schnellen Oktavläufen oder weiten Griffen. Da ist so viel Spannung auf der Hand (habe kleine Hände), dass ich unweigerlich Probleme bekomme, wenn ich sowas zu lange übe. Durch die Spannung ist nix mehr locker und Sehnen überdehnt.

Hast du mal mit deinem Klavierlehrer darüber gesprochen?
 
Muck

Muck

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Ok, aber so wie ich das einschätze, wird der Schmerz noch mind. 4 Wochen anhalten. Gibt es keine Möglichkeit zu spielen und gleichzeitig das Schmerzproblem zu vermindern?
Wie gehen denn professionelle Pianisten mit so einer Situation um? Ich gehe mal davon aus, die haben auch Sehenscheidentzündungen o.ä.
Habe mal während Chopin Etüde sechs Monate Sehnenscheidenentzündung gehabt, weil ich trotz dessen weiter geübt habe.

Professionelle Pianisten kurieren eine Verletzung aus bevor sie chronisch wird.Das sollten übrigens auch Amateure machen....
 
mick

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Du brauchst einen wirklich guten Lehrer, der mit dir an deinen offensichtlich ungünstigen Bewegungsmustern arbeitet. Idealerweise jemanden, der auch Alexandertechnik unterrichtet; alternativ auch zusätzlich zum Klavierunterricht. Ohne solchen Unterricht sehe ich kaum Chancen, den falschen Gebrauch des Bewegungsapparates zu überwinden.

Von der Krankenkasse wird das allerdings auch nicht bezahlt. ;-)
 
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Tastimo

Guest
Ohne hier eine Empfehlung abgeben zu wollen: Ich hatte mal eine Sehnenansatzentzündung. Da hat mir Ibuprophen vorübergehend sehr geholfen.

Das Medikament hat aber Nebenwirkungen, kann das Herz belasten, und ob du es nimmst, musst du selbst für dich entscheiden.

Endgültig verschwunden ist die Entzündung bei mir damals erst nach einer Cortison-Spritze.

Gehe am besten wirklich zum Arzt.
 

C

Caeso2010

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Bei Schmerzen würde ich nicht weiterspielen. Zudem würde ich mal einen Orthopäden konsultieren.

Vielleicht auch erst mal öfters eine Pause.

Bei schweren Stücken, wenn ich mich konzentriert dahinterklemme, bin ich auch angespannt. Ich mache dann einfach mehr Pausen, spiele zwischendrin was leichteres und bewege mich nach dem Spiel viel.
 
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newbie123

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Vielen Dank. Werde erst mal pausieren, bis die Schmerzen weg sind. Ich gehe nächste Woche zum Hausarzt, der mir für Physio ein Rezept geben soll, falls er keine bessere Lösung weiß. Eine Physio spezialisiert auf Musiker habe ich schon gefunden.
Mit der Cortisonspritze klingt interessant. Tabletten würde ich nur sehr ungerne nehmen.

Meine Klavierlehrerin arbeitet schon mit mir an meiner Technik und sie macht das gut, denke ich. Ich glaube, ich habe in letzter Zeit zu exzessiv gespielt. Bin es nicht gewöhnt so viel und intensiv zu üben.
 
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Issa

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Ein Osteopath wäre gut, aber soweit ich weiß werden die nicht von der Krankenkasse bezahlt.

Ist es denn überhaupt sinnvoll weiterzuspielen, solange der Schmerz noch da ist?
Soweit ich informiert bin übernehmen einige Krankenkassen bis zu 200€ im Jahr, oder so, für osteopathische Behandlungen. Informiere dich bei deiner Kk.
Über die Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns muss wohl jeder selbst befinden. Wenn du nicht auf deinen Körper hörst, wirds auf jeden Fall nicht besser.
 
playitagain

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Gibt es irgendwelche Rezepte um diese Probleme zu vermeiden?
1) Bei Schmerzen niemals weiterspielen
2) Arzttermin holen (gemacht) und hingehen
3) Problem eingrenzen: du spielst Gitarre und Klavier: wenn du wieder fit bist, spiele nur Klavier und schaue ob es wieder kommt. ich vermute in einer Disziplin bist du schadhaft unterwegs (könnte eve. die Gitarre sein)
4) Auch eine entzündungshemmende Salbe (Arzt) kann helfen die man im Schmerzbereich aufträgt (man muss nicht gleich Tabletten nehmen)
 
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newbie123

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Vielen Dank.
Ja, vielleicht lasse ich die Gitarre erstmal wieder weg, wenn ich wieder anfange zu spielen, um den Problemverursacher herauszufinden. Entzündungshemmende Salbe habe ich gerade gefunden. Ich habe noch Voltaren da.
 
I

Issa

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Dieser Youtuber hat eine gute Methode gefunden, trotzdem üben zu können:

 
 

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