Qualität von Klavierunterricht

Es gibt beispielsweise einige Menschen, denen es finanziell gut geht und die das "nackig machen" nicht als Beruf betreiben, sondern nur der Freude wegen. Sie stellen sich also hin und tun es kostenlos. Also scharren sich alle um diese Person.
...
Privat darf sowas durchaus geschehen, aber in der Öffentlichkeit dürfte dieses Verhalten, wie ich finde, mit gutem Grund bestraft werden.

'Interessanter' Vergleich. Das öffentliche "Sich-Nackig-Machen" wird übrigens bestraft, aber nicht aus wettbewerbsrechtlichen Gründen und nicht, weil man es gratis tut. Ich wußte auch gar nicht, daß ich Geld verdienen könnte damit, mich auf dem Wochenmarkt nackig auszuziehen. Ich werd's mal ausprobieren, schätze aber, ich hätte mehr Erfolg damit, von allen Umstehenden 10 Euro zu verlangen, damit ich mich nicht nackig ausziehe ...
Vielleicht könnte ich sogar eine Gebührenordnung durchsetzen fürs Nichtausziehen?

Falsch, es gibt zu Hauf Menschen die sich als Klavierlehrer bezeichnen und denen es an Qualifikation mangelt und zu Hauf Schüler die das nicht merken.
Und es gibt zuhauf Klavierlehrer, denen es an Qualifikation nicht mangelt, und zuhauf Schüler, die auch das nicht merken. Was soll's? Mit ein bißchen Berufserfahrung geht man das etwas gelassener an und verkneift sich das Schimpfen auf all die schlechten 'Kollegen'. Stattdessen leistet man selber möglichst gute Arbeit und erspart es sich, sich selber zu profilieren, indem man auf die Minderwertigkeit anderer hinweist, an der man eh nichts ändern kann. Denn unterrichten darf jeder – weder ist dafür ein Qualifikationsnachweis erforderlich, noch gibt es dafür eine verbindliche Gebührenordnung. Das kann man zu Recht bedauern, aber wenn man es ändern will, muß man sich darüber klar sein, daß man all diejenigen Schüler, die bei jenen Kollegen Unterricht nehmen, ohne was zu merken, vielleicht gar nicht haben möchte.
 
off-topic!!!

'Interessanter' Vergleich. Das öffentliche "Sich-Nackig-Machen" wird übrigens bestraft, aber nicht aus wettbewerbsrechtlichen Gründen und nicht, weil man es gratis tut. Ich wußte auch gar nicht, daß ich Geld verdienen könnte damit, mich auf dem Wochenmarkt nackig auszuziehen. Ich werd's mal ausprobieren, schätze aber, ich hätte mehr Erfolg damit, von allen Umstehenden 10 Euro zu verlangen, damit ich mich nicht nackig ausziehe ...
Vielleicht könnte ich sogar eine Gebührenordnung durchsetzen fürs Nichtausziehen?
:D:D:D
so hat er das zwar nicht gemeint, aber ich kann Deinen Humor nachvollziehen und bedanke mich dafür, laut und herzlich gelacht zu haben!!!
Gruß, Rolf
 
Für mich gibt es noch ein Argument für eine kostenlose bzw. sehr kostengünstige Probestunde. Es ist nämlich eigentlich keine wirkliche Unterrichtsstunde. Man lernt sich kennen, spricht miteinander, klärt Erwartungen, Ziele, Vorgehensweise (OK, ist leider oft genug nicht so, aber so sollte es sein). Wer schon spielen kann muß was vorspielen, damit der KL einen Einblick in den Stand der Dinge hat, und damit der Interessent Einblick in die Unterrichtsweise des KL bekommt. Es ist ohnehin nur sehr oberflächlich in der kurzen Zeit, aber durchaus ein Einblick bzw. Entscheidungsgrundlage. Für so eine Veranstaltung fände ich z.B. den halben Stundensatz durchaus sinnvoll. Man bezahlt den KL, der immerhin seine Zeit aufwendet. Aber nicht voll, weil es keine "richtige" Unterrichtsstunde ist.
Oder hab ich jetzt völlig falsche Vorstellungen von Probestunden?
 
Falsch, es gibt zu Hauf Menschen die sich als Klavierlehrer bezeichnen und denen es an Qualifikation mangelt und zu Hauf Schüler die das nicht merken.
Als KL darf sich heute jeder bezeichnen der KU gibt. Als Diplommsiklehrer für Klavier und als staatl. geprüfter Musiklehrer für Klavier nicht. Genausowenig wie man sich als Klavierprofessor bezeichnen darf wenn man es nicht ist. Dadurch ist es für den Laien ja eigentlich möglich vorher schon einmal abzufragen ob eine Qualifikation da ist. Vielleicht hat der KL ja auch im Konzertfach studiert. Das kann man auch erfahren wenn man vorher fragt wo, was und evtl. auch bei wem der KL studiert hat und was für Abschlüsse er vorweisen kann.
In anderen Bereichen erkundigt man sich ja auch vorher. Ich würde z.B. nie zu einem Heilpraktiker gehen der auch Ostheopathie anbietet, sondern nur zu einem Ostheopathen der auch im Ostheopathieverband ist. So weiß ich zwar vorher immer nocht nicht wie gut er dann tatsächlich therapiert, aber ich kann mir ziemlich sicher sein, dass ich keinen Schaden nehme. Beim KU sehe ich das ähnlich.
Ich habe noch nie eine kostenlose Probestunde genommen. Weder beim KU noch beim Geigenunterricht. Ich habe mich vorher über die versch. Lehrer bei deren Schülern informiert und bin in die öffentlichen Schülerkonzerte gegangen. So wusste ich wer in Frage kommt und habe dort angefragt ob ich vorspielen dürfe, bzw. ob der entsprechende Lehrer noch Kapazitäten frei hat. Bei manchen Lehrern war die erste Std. günstiger oder auch für den Preis einer Std. deutlich länger, aber kostenlos war sie bei keinem.
Vielleicht liegt meine Erfahrung mit Probestd. auch daran, dass ich mir immer die erfolgreichsten und begehrtesten Lehrer ausgesucht habe und auch beim KU sehr oft Unterricht bei Profs und deren Assistenten hatte. Das heißt nicht, dass "normale" KL nicht unterrichten können. Für mich ist es nur sicherer und ich erspare mir das Ausprobieren und evtl. schlechte Erfahrungen oder gar eine schlampige Technik, da ein bekannter Lehrer ja auch immer einen Ruf zu verlieren hat.
Ich persönlich bin auch der Meinung, dass man in einer Std. nicht merkt ob der Lehrer auf Dauer für einen gut ist, man merkt nur wenn es gar nicht passt.
Alles oben Geschriebene ist wirklich nur meine ganz persönliche Meinung.
 
Hier mal meine Sicht als Schülerin:

Ich will für mein Geld einen möglichst guten Klavierunterricht. Ein wirklich guter Klavierlehrer wird kaum Probleme haben, Schüler zu finden, d.h. er ist nicht darauf angewiesen, seine Zeit zu verschenken (in Form einer kostenlosen Probestunde). Mein Schluss: Nur mittelmäßige Klavierlehrer haben es "nötig", ihre Zeit unter Wert (hier: kostenlos) zur Verfügung zu stellen. Und einen mittelmäßigen Lehrer will ich nicht. Das ist der eine Gedanke.

Der zweite: Der Klavierlehrer widmet mir seine Zeit, dafür bezahle ich. Egal, ob es um ein Beschnuppern geht, ein Vorgespräch, oder bereits um den konkreten Unterricht. Ich erhalte 60 Minuten seiner Zeit, und ich finde es richtig und fair, für diese Zeit zu bezahlen. Schließlich hätte er in derselben Zeit auch unterrichten und Geld verdienen oder sich sonst wie amüsieren können. Bei einer kostenlosen Probestunde käme ich mir schofel vor. Zumal mir die immer weiter um sich greifende Haltung, möglichst viel billig oder gar "ümmeönst" haben zu wollen sowieso zutiefst unsympathisch ist.

lavendel
 
na, Lavendel, da sind wir mal einer Meinung :D
 
Bestimmt wehrt sich auch jeder hier wenn der Klavierlehrer 10 oder 15 Minuten ohne Aufpreis länger macht. Was in Summe über die Jahre, die kostenlose Probestunde wie ein schlechtes Trinkgeld aussehen lässt.....
 
Aber nicht voll, weil es keine "richtige" Unterrichtsstunde ist.
Oder hab ich jetzt völlig falsche Vorstellungen von Probestunden?

Manche Lehrer unterrichten nie "richtig". Und "vorgespielt wird immer, auch in "richtigen" Stunden. Apropos kennenlernen: Wo kann man sich denn besser kennen lernen als bei tatsächlichem "richtigem" Unterricht? Das Kennenlernen ist die Aufgabe des "Lehrers" , tut er dies nicht, so ist er kein Klavierpädagoge sondern bloß ein Pianist.
Auf dieser Basis kann man nicht Argumentieren.

liebe Grüße Clara
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Bestimmt wehrt sich auch jeder hier wenn der Klavierlehrer 10 oder 15 Minuten ohne Aufpreis länger macht. Was in Summe über die Jahre, die kostenlose Probestunde wie ein schlechtes Trinkgeld aussehen lässt.....

Dat hängt davon ab... Hängts der KL an, weil er gerne ein wenig quasselt oder macht er konzentrierten Unterricht. Im letzteren Fall sollte man diese Großzügigkeit mit entsprechenden "Gesten" belohnen. Und eigentlich im ersten Fall auch :D
 
Hier mal meine Sicht als Schülerin:

Ich will für mein Geld einen möglichst guten Klavierunterricht. Ein wirklich guter Klavierlehrer wird kaum Probleme haben, Schüler zu finden, d.h. er ist nicht darauf angewiesen, seine Zeit zu verschenken (in Form einer kostenlosen Probestunde). Mein Schluss: Nur mittelmäßige Klavierlehrer haben es "nötig", ihre Zeit unter Wert (hier: kostenlos) zur Verfügung zu stellen. Und einen mittelmäßigen Lehrer will ich nicht. Das ist der eine Gedanke.

Der zweite: Der Klavierlehrer widmet mir seine Zeit, dafür bezahle ich. Egal, ob es um ein Beschnuppern geht, ein Vorgespräch, oder bereits um den konkreten Unterricht. Ich erhalte 60 Minuten seiner Zeit, und ich finde es richtig und fair, für diese Zeit zu bezahlen. Schließlich hätte er in derselben Zeit auch unterrichten und Geld verdienen oder sich sonst wie amüsieren können. Bei einer kostenlosen Probestunde käme ich mir schofel vor. Zumal mir die immer weiter um sich greifende Haltung, möglichst viel billig oder gar "ümmeönst" haben zu wollen sowieso zutiefst unsympathisch ist.

lavendel

Sehe ich ganz anders.
Sehr viele professionelle Lehrer (aus allen möglichen unterschiedlichen Bereichen) bieten ihren potenziellen Kunden eine kostenlose Probestunde an, damit sie sich ein Bild von der Leistung machen können, die sie erhalten.
Ich glaube, wenn ich beispielsweise ein Fitnesscenter beträte, in dem mir keine kostenlose Probestunde angeboten würde, dann würde ich gleich wieder eine Kehrtwende einlegen.
Ich mache das übrigens auch wenn ich Patienten akupunktiere (die kostenlose Probestunde - nicht die Kehrtwende...). Nicht weil ich so wenig zu tun hab und mein Geld auf der Straße finde, sondern weil ich dem Kunden (in diesem Fall dem Patienten, der sich mir anvertraut) so die Chance gebe, abzuwägen, ob er für das, was ihm geboten wird, Geld bezahlen MÖCHTE.
Wenn Du Dir eine neue Hose kaufst, musst Du für die Anprobe ja auch nichts bezahlen, auch wenn die Verkäuferin Dich dabei berät.
Es wird Dir ermöglicht, kostenlos auszuprobieren, was Du bekommst, wenn Du Geld bezahlst. Ich empfinde das als gute Serviceleistung und nicht als Unprofessionalität.

LG Chris
 

Ich empfinde das als gute Serviceleistung und nicht als Unprofessionalität.
LG Chris

Dem kann ich mich voll anschließen. Es wirkt fast so als ginge es darum die Dienstleistung auf ein elitäres Podest zu stellen. Dem ist aber nicht so, ein Klavierlehrer ist und bleibt ein Dienstleister.

Um es gleich zu sagen, ich hatte keine kostenlose Probestunde, aber ich würde im Leben nicht auf die Idee kommen, daraus zu schließen dass es ein besonders guter Lehrer ist, weil er keine kostenlose Probestunde bietet.

Ich kann die Aufregung um dieses Thema auch nicht ganz teilen. Worin liegt denn die Sorge über solche Praktiken begründet ? Ich kenne keinen Klavierspieler, der sich von Lehrer zu Lehrer begibt nur um eine kostenlose Stunde nach der anderen zu ergattern. Geschweige denn dass eine kostenlose Stunde einen Schüler zu einem wahren Pianisten macht. Es geht lediglich darum einen Service zu bieten, bei dem man sich unverbindlich kennenlernen kann und ich denke die meisten Klavierschüler werden wohl auch dann kostenpflichtigen Unterricht buchen, was für den Klavierlehrer eine lohnende Folgeeinahme mit sich bringt. Und bloß weil ein Klavierlehrer einen guten Ruf hat, oder besonders beliebt ist, heißt das noch lange nicht, dass er genau für mich der RICHTIGE ist, denn wir sind alle individuell mit unseren Stärken und Schwächen.

Ich bin selbst auch Unternehmer und gebe auch Geld für Werbung aus. Das kostet mich Zeit und Geld und das Ergebnis ist ungewiß, es kann sich lohnen muss es aber nicht. Trotzdem tue ich es, um Aufmerksamkeit zu erregen und Kunden zu aquirieren und das mache ich sicher nicht, weil ich nicht an meine Produkte oder Leistungen glaube, sondern um Menschen überhaupt erstmal darauf aufmerksam zu machen.
 
Sehe ich ganz anders.
Sehr viele professionelle Lehrer (aus allen möglichen unterschiedlichen Bereichen) bieten ihren potenziellen Kunden eine kostenlose Probestunde an, damit sie sich ein Bild von der Leistung machen können, die sie erhalten.
Ich glaube, wenn ich beispielsweise ein Fitnesscenter beträte, in dem mir keine kostenlose Probestunde angeboten würde, dann würde ich gleich wieder eine Kehrtwende einlegen.
Ich mache das übrigens auch wenn ich Patienten akupunktiere (die kostenlose Probestunde - nicht die Kehrtwende...). Nicht weil ich so wenig zu tun hab und mein Geld auf der Straße finde, sondern weil ich dem Kunden (in diesem Fall dem Patienten, der sich mir anvertraut) so die Chance gebe, abzuwägen, ob er für das, was ihm geboten wird, Geld bezahlen MÖCHTE.
Wenn Du Dir eine neue Hose kaufst, musst Du für die Anprobe ja auch nichts bezahlen, auch wenn die Verkäuferin Dich dabei berät.
Es wird Dir ermöglicht, kostenlos auszuprobieren, was Du bekommst, wenn Du Geld bezahlst. Ich empfinde das als gute Serviceleistung und nicht als Unprofessionalität.

LG Chris

Naja, nicht ganz Chris: Schließlich bekommst du beim Klavierunterricht eine Dienstleistung. Die sieht per definitionem keine Erfolgsgarantie vor. Wenn du bei einem Konzert nicht zufrieden mit der Darbietung warst, kannst du ja auch nicht zum Veranstalter gehen und das Geld zurückverlangen.

Ich verstehe aber auch nicht so ganz, was so verwerflich an einer kostenlosen Probestunde sein soll. Ich glaube nicht, dass man diejenigen, die soetwas verlangen oder erwarten mit den Ich-hau-mir-beim-Gratis-Buffet-mal-so-richtig-den-Wanst-voll-bis-es-zur-nächsten-Freibierparty-geht Geistern dieser Welt unmittelbar in eine Tonne hauen sollte.
Schließlich gehts eher ums gegenseitige Beschnuppern und zu gucken wie der jeweilige Gegenüber tickt, was sind die Methoden des KL usw.

Ich habe für meine Probestunde auch was gezahlt und hatte auch null Probleme damit.

Gerade das Setzen eines (überdurchschnittlichen) Preises, bzw. der Verzicht auf irgendwelche Gratisstunden seitens des KL kann auch das selbstbewußte Signal einer einer entsprechenden Qualität (die dann allerdings natürlich auch geliefert werden muss) sein. Wäre auch mal eine Überlegung wert...

Es grüßt
Musicus
 
Es wird Dir ermöglicht, kostenlos auszuprobieren, was Du bekommst, wenn Du Geld bezahlst. Ich empfinde das als gute Serviceleistung und nicht als Unprofessionalität.

Gehst Du auch zum Friseur, lässt Dir die Haare schneiden und sagst "ich wollte mal gucken, ob Sie mir gefallen, dankeschön" und gehst ohne Bezahlung? Dienstleistung ist Dienstleistung.

Ich halte es eher mit Musicus:

Gerade das Setzen eines (überdurchschnittlichen) Preises, bzw. der Verzicht auf irgendwelche Gratisstunden seitens des KL kann auch das selbstbewußte Signal einer einer entsprechenden Qualität (die dann allerdings natürlich auch geliefert werden muss) sein. Wäre auch mal eine Überlegung wert...

Ich hab ja auch nur gesagt, wie es auf MICH als Schülerin wirkt und wie ICH es sehe, eine Dienstleistung ohne Bezahlung in Anspruch zu nehmen. ICH fühle mich dabei unwohl. Aber wie heißt es so schön in Köln: Jeder Jeck (KL oder Schüler) ist anders." :cool:

lavendel
 
Liebe Klavierlehrer(innen) unter den Diskutierenden,

wenn einer schon genau weiß, daß er noch (wenigstens) 100 Klavierstunden nehmen möchte, dann ist der Preis für die bezahlte Probestunde 1% von den zu erwartenden Gesamtkosten. Ich glaube nicht, daß an diesem einen Prozent die Entscheidung für den Unterricht scheitern wird.

Anstelle einer kostenlosen Probestunde könnte man vielleicht die Möglichkeit anbieten, beim Unterricht eines anderen Schülers zu hospitieren. Das sollte doch ausreichen, um den Nasenfaktor zu ergründen und sich ein Bild vom Klavierunterricht zu machen. Viel mehr passiert doch bei Anfängern sowieso nicht, und um die geht es doch in erster Linie bei der Probestundendiskussion, oder?

Wer bezahlt Euch eigentlich die Stunden, die Ihr nebenher noch sitzt,
- um die Stücke zu üben, die Ihr z.B. Euren Schülern zur Demonstration vorspielt bzw. Euch dafür fit zu halten,
- um in Notenbergen nach geeigneten Stücken für Eure Schützlinge zu suchen
- nach neuer Literatur Ausschau zu halten
- Eure Unterrichtsmethoden zu verfeinern
- Vorspielabende vorzubereiten und zu veranstalten
usw.

In anderen Berufen werden vergleichbare Tätigkeiten in der bezahlten Arbeitszeit verrichtet. Und bei Euch?

Ich bin natürlich nicht so blauäugig zu übersehen, daß ein Klavierlehrer auch schauen muß, wie er zu einer angemessenen Anzahl von Schülern kommt. Ich würde aber versuchen, mir etwas anderes einfallen zu lassen als die kostenlose Stunde. Ihr bringt selbst so viel Enthusiasmus auf, da müßt Ihr die Schüler nicht mit "Geiz ist geil" anlocken, zumal das eigentlich mehr auf die Eltern abzielt. Ihr wollt ja aber Schüler gewinnen.

Liebe Grüße
Klavieroma

dankbare Schülerin eines tollen Klavierlehrers ohne kostenlose Probestunde :)
 

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