Probleme bei Oktaven

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Herbststurm

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Salut,

ich möchte ein Stück erlernen, bei dem viel in Oktaven gespielt wird. Dummerweise bekomme ich kaum die Finger so weit wie sie sollen und das führt zu total schlechter Motorik und falschem Rythmus was den Takt angeht.

Die Probleme rühren denke ich auch daher, dass es nicht nur schwer ist die Distanz zu überbrücken, sondern das es in dem Zwischenraum von Daumen und Zeigefinger, bzw. Ring- und kleinem Finger richtig schmerzt und das wirkt sich natürlich auf das Spiel aus :(

Dehnübungen sind hier ja fraglich, da zwischen den Fingern doch keine Sehnen sind und Haut dehnen?... Sich evtl. eine Kante suchen und mit Gewalt die Finger spreizen? :confused:

Ich schäme mich ja fast für folgendes Meisterwerk an schlecht spielen, aber damit ihr seht was ich meine:

Link: Probleme beim Rythmus mit Oktaven


Danke
Grüsse
 
fisherman

fisherman

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Ich habe gerade mal probiert, ob ich irgendwo Schmerzen habe, wenn ich extrem spreize (Daumen und Nr.5 genau 180 Grad auseinander und von oben auf Tischplatte drücken - sozusagen Handspagat). Ergebnis: null. Ich habe davon keine Ahnung, aber VERMUTE mal eine Verkürzung von irgendwas. Und das kann man wegtrainieren. Allerdings vorher mal mit einem Arzt reden!

Kann es sein, dass Deine Linke entspannter spielt und dort das Problem kleiner ist?
 
F

Florentine

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Mit Gewalt würde ich auf keinen Fall irgendwas versuchen, denn wenn du richtig Schmerzen hast, stimmt da irgendwas nicht.

Da stimme ich mit fisherman überein: du solltest einen Arzt fragen, wo das Problem liegt...
 
rolf

rolf

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Dummerweise bekomme ich kaum die Finger so weit wie sie sollen und das führt zu total schlechter Motorik und falschem Rythmus was den Takt angeht.
hallo,

ich glaube, Dein Problem liegt nicht in der vermeintlich zu geringen Dehnfähigkeit oder Griffweite, sondern eher an einer ungünstigen Handhaltung.

Deine Hände kippen quasi nach außen! Leg doch einfach mal eine Hand ganz platt und flach auf eine Tischplatte, dann "räkele" sie ein wenig, also ohne Mühe (ohne Anstrengung) strecken.

Dann versuch, dasselbe an der Klaviatur zu machen - ich bin ziemlich sicher, dass eine Oktave Dir dann nicht mehr so arg "weit" vorkommt.

Ich rate Dir auch, etwas niedriger zu sitzen (ungefähr so, dass Deine Ellenbogen auf der Höhe der Tasten sind, evtl. sogar noch ein wenig tiefer)

Außerdem könntest Du, nachdem Deine Hände nicht mehr schief gehalten sind, eine kleine vorbereitende Übung machen: ganz ruhig und langsam Sexten spielen, und zwar alle mit 1-3 (also erst kleine Sexten: c-as, cis-a, d-b usw; dann große Sexten: c-a, cis-ais- d-h usw.) - - wenn das geht, dann sind die Oktaven gar nicht mehr weit: eigentlich liegt Dein 5. Finger, wenn Du Sexten spielst, ganz in der Nähe des Oktaventons!

vielleicht hilft Dir das ein wenig,

Gruß, Rolf
 
C

Chrissi

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ich möchte ein Stück erlernen, bei dem viel in Oktaven gespielt wird. Dummerweise bekomme ich kaum die Finger so weit wie sie sollen und das führt zu total schlechter Motorik und falschem Rythmus was den Takt angeht.
Ich schäme mich ja fast für folgendes Meisterwerk an schlecht spielen, aber damit ihr seht was ich meine:
Link: Probleme beim Rythmus mit Oktaven
Meinst Du wirklich Oktaven? Bei 0:44 greifst Du mit der rechten Hand eine Dezime (ais/cis oder b/des). Das spricht dafür, dass es wohl nicht an der Griffweite liegt. Versuche einfach mal Rolfs Tipps zu beachten und wahrscheinlich erledigt sich dann Dein Problem.
Wenn etwas weh tut, dann würde ich nicht weiterüben, sonst holst Du Dir noch eine Sehenentzündung o.ä. Bei mir haben Oktaven früher weh getan wenn ich sie zu krampfhaft versucht habe und dabei die Hand verspannt habe. Deshalb kann ich Dir nur empfehlen extrem locker und entspannt zu üben.
 
violapiano

violapiano

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Hallo,
was mir noch auffällt, ist: kann es sein, dass Du ziemlich hoch sitzt und auch nahe dran? Ich glaub das begünstigt noch das nach außen Kippen der Hand.

LG
violapiano
 
Sven100

Sven100

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Diese Probleme habe ich auch, wenn es weit über eine Okatave ist, da meine Finger weiter auseinander können. Jedoch ist das nicht schlimm weil es bei mir bei so weit entfernten Tönen auch schmerzt. Deshalb nehme ich oft andere Lieder, und warte, dass meine Finger bald weiter auseinander kommen und ich das Lied spielen kann. Ein Tipp wäre esm wenn du das Lied villeicht anders spielst, also aus einer Oktave zum Beispiel eine Quinte oder so in die Richtung. Auf gar keinen Fall solltest du versuchen die Finger zu spreißen, da das nur kleine Erfolge von milimetern gibt, und es die Sehnen bei zu viel Spreßen beschädigen könnte. Also entweder ein anderes Lied, oder spielst es anders. ;)
 
M

Michaelbyt2tz

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Hallo,
wenn was weh tut ist es schon mal falsch.
Oktaven kommen eigentlich erst später dran, ist sicher noch viel zu früh. Kein Trost aber eine logische Erklärung, nicht?
Micha
 
violapiano

violapiano

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klar müssen sich Sehnen, Muskeln, Gelenke an das Klavierspielen gewöhnen.
Das ist doch ein Grund mehr, sie nicht überzustrapazieren.

Sollst Du dich denn jetzt schon mit den Oktaven auseinander setzen, Herbststurm?
Ich finde, man sollte es anfangen, wenn die Hand bereit ist dafür.

Ich fange jetzt auch mit Oktaven an, aber ich trainiere sie nur so lange, wie nichts weh tut oder arg anstrengend wird, bisher kam von den Händen kein Protest.
Und versuche stets eine enlastende Postition und Bewegung zu finden.
Auch ich bin der Meinung, was weh tut, kann nicht gut sein. Man muss eruieren, warum Bewegungen weh tun und ändern.

LG
violapiano
 

Guendola

Guendola

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Rolf hat schon die wesentlichen Punkte genannt. Zwischen den Fingern befinden sich übrigens durchaus Sehnen und auch Muskeln. Die sind unter anderem dazu da, die Hand zu wölben und natürlich können die sich auch an neue Belastungen anpassen. Aber entscheidend ist erstmal die richtige Handhaltung, denn eine Anpassung an eine falsche Handhaltung ist sinnlos.

Deine Hände scheinen durchaus groß genug für Oktaven zu sein, mit rechts greifst du ja auch eine Dezime. Probiere also solange, bis du eine Haltung findest, in der du sie ohne Verspannungen spielen kannst. Die Schmerzen zwischen den Fingern kommen mit Sicherheit daher, daß die Hand permanent angespannt ist.
 
M

Michaelbyt2tz

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Oktaven (langsame oder schnelle) gehören aus dem Handgelenk heraus gespielt und zwar so locker wie möglich: dies ist eine eigene Technik, die der KL beibringen sollte.
Micha
 
joe

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Oktaven (langsame oder schnelle) gehören aus dem Handgelenk heraus gespielt und zwar so locker wie möglich: dies ist eine eigene Technik, die der KL beibringen sollte.
Micha
Ist das wirklich so? Vielleicht siehts von außen so aus. Aber eine aktive Anschlagbeteiligung des Handgelenks ist sehr unproduktiv. Der Impuls muss natürlich aus dem gesamten Arm heraus erfolgen.
Und obendrein gibt es immer, ich nenns mal Rückmeldungen von Muskeln und Sehen, wenn man mit dem Klavierspielen anfängt (das kann auch mal unangenehm ziehen).
 
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Guendola

Guendola

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Das Handgelenk ist immer passiv, denn es ist ein Gelenk, kein Muskel!

Immer aus dem Handgelenk ist Unsinn, es gibt viele Gelegenheiten, so zu spielen aber auch viele, wo man anders spielt. Aber der Hinweis auf einen Klavierlehrer ist sehr gut, damit lernt man es am besten.
 
 

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