Pianist?

  • Ersteller des Themas gabrijel
  • Erstellungsdatum

Pianist oder nicht?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    47
gabrijel

gabrijel

Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
140
Reaktionen
0
Mal ne belanglose Umfrage die mich schon länger interessiert.
Ab wann tituliert man sich eigentlich als Pianist? Ich meine..wenn jemand Fahrrad fährt ist er ja auch ein Radfahrer was jedoch noch nichts über seine Fähigkeiten oder Professionalität aussagt. Ist man erst Pianist wenn man Klavier studiert hat? Und falls ja...studieren kommt ja aus dem lateinischen (mein Abi Hautpfach is Latein:() von studere was soviel wie sich bemühen um etwas, etwas erreichen wollen heisst. Weil bemühen tut sich ja jeder von uns wenn er sich mit dem Klavier auseinandersetzt:D
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Stilblüte

Stilblüte

Super-Moderator
Mod
Dabei seit
Jan. 2007
Beiträge
10.303
Reaktionen
13.662
Ich habe noch nicht Klavier studiert und bin wenn überhaupt Pianistin :cool:
 
gabrijel

gabrijel

Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
140
Reaktionen
0
aiiii....schon das 2. mal bin ich heute ins fettnäpfchen getretten..jetzt bin ich auch noch sexistisch neben dem diskriminierend sein:D
 
gabrijel

gabrijel

Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
140
Reaktionen
0
66% bei doofe umfrage...na wenigstens habt ihr was zum anklicken, aufregen, sich an den kopf langen oder einfach nur nerven...und das schon das 2. mal heute...:D
was mach ich eigenlich hier...ich sollte am klavier sitzen!:confused::D
 
DonBos

DonBos

Dabei seit
Sep. 2007
Beiträge
2.251
Reaktionen
1.030
Ich hab mich spontan für die letzte Auswahlmöglichkeit entschieden, ganz einfach deshalb, weil ich nicht studiert habe und mich manchmal als Pianist bezeichne, und manchmal auch nicht. Es kommt ganz auf den Kontext an.
Von Natur aus ist jeder von uns hier im Forum Pianist, da Pianist für mich grundlegend nichts anderes ist, als ein anderes, erlesener klingendes Wort für jemanden der regelmäßig Klavier spielt. Wenn jemand nur einmal ein bisschen herumklimpert, oder nur ein einziges Stück lernt und danach kein Klavier mehr anrührt, dann ist er für mich natürlich noch kein Pianist. Wenn aber jemand regelmäßig Klavier spielt und sich Stück für Stück immer weiter vorarbeitet, dann ist er ein Pianist, auch wenn er "nur" Hänschen Klein und derartiges spielt.

Das Problem ist, dass durch die normalerweise eher erlesene Benutzung des Wortes Pianist, kaum ein Klavierspieler in diesem Stadium auf die Idee kommen würde, sich Pianist zu nennen. Mit Pianist wird eben meist automatisch auch eine extrem gute Leistung am Klavier verbunden, die man erst nach x Jahren erreicht haben kann. Mit Pianist wird eine bekannte Persönlichkeit verbunden, und nicht Hans Meier (ich hoffe keiner von euch hier heißt so) aus Hinterwaldhausen. Selbst wenn Hans Meier vielleicht gut spielt, solange ihn keiner kennt, wird ihn niemand Pianist nennen. Es sei denn auf einem Konzertprogramm oder Plakat der Dorfmusikschule von Hinterwaldhausen, wo, der erleseneren Wortwahl wegen, "Pianist: Hans Meier", und nicht "Klavierspieler: Hans Meier" angekündigt wird.

Nach dem Schreiben dieses Posts merke ich, dass ich in der Umfrage die falsche Antwort gewählt habe. Denn nicht die Umfrage ist doof. Nur die Tatsache, dass eben die Antwortmöglichkeiten nicht differenziert genug sind ist doof. Ich kann also im Endeffekt keine der vier obigen Antwortmöglichkeiten wählen. (Die Erkenntnis kommt jetzt schon zu spät...)
 
gabrijel

gabrijel

Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
140
Reaktionen
0
na das war genau so eine antwort wie ich sie hören wollte:D
 
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Den Vergleich mit Radfahrern finde ich gut:

Ein professioneller Radfahrer ist ein "Radprofi"
Ein professioneller Klavierspieler ist ein "Pianist"

Unter "professionell" verstehe ich hierbei, daß man nicht nur gelegentlich sondern halbwegs regelmäßig Geld damit verdient. "Pianist" ist für mich also in erster Linie eine Berufsbezeichnung.

Natürlich kann man das Wort auch anders benutzen und das ist ja das schöne an der Sprache: Sie ist immer so genau, wie es sich aus dem Zusammenhang ergibt.
 
.marcus.

.marcus.

Dabei seit
Apr. 2007
Beiträge
3.727
Reaktionen
1.163
Unter "professionell" verstehe ich hierbei, daß man nicht nur gelegentlich sondern halbwegs regelmäßig Geld damit verdient. "Pianist" ist für mich also in erster Linie eine Berufsbezeichnung.
Ich finde diese Definition ist deshalb problematisch, weil laut dieser Definition jemand, der damit Geld verdiente und dann den Beruf wechselt, offenbar kein Pianist mehr ist. Das erscheint mir nicht sehr logisch, weil in meinem Denken ein Pianist durch seine Fähigkeiten charakterisiert wird.

Du legst mehr Gewicht auf die regelmäßige, "geldbringende" Anwendung der Fähigkeiten.

marcus
 
Haydnspaß

Haydnspaß

Dabei seit
Feb. 2007
Beiträge
5.134
Reaktionen
101
Ich finde diese Definition ist deshalb problematisch, weil laut dieser Definition jemand, der damit Geld verdiente und dann den Beruf wechselt, offenbar kein Pianist mehr ist. Das erscheint mir nicht sehr logisch, weil in meinem Denken ein Pianist durch seine Fähigkeiten charakterisiert wird.

Du legst mehr Gewicht auf die regelmäßige, "geldbringende" Anwendung der Fähigkeiten.

marcus
Ich neige da eher Guendolas Einschätzung zu. Pianist bezeichnet eine Tätigkeit, keine Fähigkeit. Es gibt ja auch viele Pianisten, die nur sehr begrenzte Fähigkeiten haben - an extraordinären Fähigkeiten kann man die Bezeichnung "Pianist" also m. E. nicht festmachen.
 
G

gubu

Guest
.... Mag sich doch jeder nennen wie er will. Gibt es keine spannenderen Themen??
 

K

koelnklavier

Dabei seit
März 2007
Beiträge
2.612
Reaktionen
1.440
.... Mag sich doch jeder nennen wie er will. Gibt es keine spannenderen Themen??
Ich habe abgestimmt bei "doofe Umfrage". Aber ganz so doof ist die Frage eigentlich nicht, weil sie das künstlerische Selbstverständnis jedes Einzelnen berührt. Jeder, der eine Schreinerlehre absolviert hat, wird (und darf) sich mit gutem Recht Schreiner nennen. Sich selbst als Pianist zu bezeichnen, klingt fast schon anmaßend, wenn man nicht auf ein halb Dutzend gewonnener Wettbewerbe und CD-Einspielungen verweisen kann. Die Gefahr ist, wenn ich sage, ich bin Pianist, daß es dann heißt: "Och, spiel uns doch mal Rach drei!" Doofe Situation! :confused:
 
G

gubu

Guest
..... der wird sich dann sicher nicht nochmal so bezeichnen....

Natürlich hast Du recht!
 
Guendola

Guendola

Dabei seit
Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
6
Ich finde diese Definition ist deshalb problematisch, weil laut dieser Definition jemand, der damit Geld verdiente und dann den Beruf wechselt, offenbar kein Pianist mehr ist. Das erscheint mir nicht sehr logisch, weil in meinem Denken ein Pianist durch seine Fähigkeiten charakterisiert wird.

Du legst mehr Gewicht auf die regelmäßige, "geldbringende" Anwendung der Fähigkeiten.

marcus
Ich lege sehr großes Gewicht darauf, Geld zu Verfügung zu haben und gute Musik zu machen. Aber was den Ausdruck "Pianist" betrifft, so ist das für mich zunächst mal eine Berufsbezeichnung und die drückt eine Tätigkeit aus. Wenn man sich mal in der Welt umsieht, wird man schnell feststellen, daß eine Tätigkeit kaum etwas über Fähigkeiten des Ausübenden aussagt. Wer es möchte, kann "Beruf" auch ursprünglicher verstehen, dann ist das ein Auftrag, den man hat, und das hat dann nichts mehr damit zu tun, was man gerade zum Geldverdienen unternimmt. Dann passen auch wieder die Bilder des arbeitslosen, Klavier unterrichtenden oder völlig artfremd arbeitenden Pianisten.
 
gabrijel

gabrijel

Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
140
Reaktionen
0
also ich finde die umfrage auch nicht so doof und denke das im ersten moment viele doofe umfrage anklicken, mit dem durchlesen der post's dann die meinung vielleicht etwas ändern würden, da ja spannende meinungen über dieses thema ausgetauscht werden. und warum ist diese umfrage so doof, eine umfrage über: hast du ein klavier oder einen flügel; spielt ihr nur ein instrument etc auch nicht viel intelektueller sind. und da das forum etwas eingeschlafen ist muss ich halt die "drecksarbeit" machen und scheinbar funktionierts..ihr schreibt ja angeregt:D
giulietta koch (giuliettakoch.com) nennt sich auch pianistin, ist aber noch am studieren und lebt noch nicht vom pianistin sein...
 
C

classican

Dabei seit
Okt. 2008
Beiträge
311
Reaktionen
0
Ich schließ mich koelnklavier an.
Vorerst muss dann eben ein "Ich spiele Klavier" reichen. Und so hat man ja noch was auf das man hinarbeiten und sich freuen kann ;)
 
Gelöschte Mitglieder 1722

Gelöschte Mitglieder 1722

Dabei seit
Sep. 2008
Beiträge
122
Reaktionen
0
Wahrig Wörterbuch: Pianist = "Musiker, der berufsmäßig Klavier spielt, Klaviervirtuose"

Demnach bin ich also nur ein Klavierspieler = jemand, der planvoll die Tasten eines Klaviers betätigt, in der Absicht, Musik zu erzeugen (meine Definition).
 
gabrijel

gabrijel

Dabei seit
Mai 2008
Beiträge
140
Reaktionen
0
à propos Pianist...hat mal jemand von euch nicht Pianisten die Rachmaninoff Etude Op. 39 No. 6 gespielt? Würde mich echt interessieren ob die von nicht Pianisten zu schaffen ist. Nicht das ichs überhaupt versuchen würde...interessiert mich einfach. Und ich hoffe mal, dass dies nicht wieder ne saudoofe Frage von mir ist welche die Mehrheit stört:-)

Wer sie nicht kennt kann hier ne super Version anschauen/hören:
http://www.youtube.com/watch?v=tVuP1BjbhAg
 
 

Top Bottom