Pianist widmet Musikpreis Opus den Opfern des Terroranschlags

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Ich habe das im TV gesehen. Fand ich sehr - so nun fehlt mir das richtige Wort - gut. Ich hatte mit so etwas nicht gerechnet und es klang aufrichtig.
 
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Ich finde solche Dinge immer als zwiespältig, nach dem Motte tue Gutes und sprich drüber. Immer eine gute Werbung.
Wie steht schon in der Schrift "Deine Rechte soll nicht Wissen was deine Rechte tut"
 
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Ich finde solche Dinge immer als zwiespältig, nach dem Motte tue Gutes und sprich drüber. Immer eine gute Werbung.
Wie steht schon in der Schrift "Deine Rechte soll nicht Wissen was deine Rechte tut"
Ein Igor Levit braucht keine Werbung. Ihm dies zu unterstellen, ist, gerade im Zusammenhang mit dem Anschlag in Halle, ziemlich dreist.
 
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Warum ist das dreist? Er will damit ja auch ander Dinge finanzieren. Deist ist deine Unterstellung , dreist ist es jede Diskussion mit Hinweis auf dieses Verbrechen zu unterbinden.
 
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@reymund Was für Dinge will er denn finanzieren? Igor Levit engagiert sich seit langem gegen die Verrohung unserer Gesellschaft und macht sich dadurch selber zur Zielscheibe insbesondere der Rechtsextremen. Es sind 2 Menschen getötet und mehrere Menschen schwer verletzt worden. Es ist nur dem glücklichen Umstand zu verdanken, dass die Eingangstür zur Synagoge standgehalten hat, dass es nicht zu einem Massaker unter seinen Glaubensbrüdern- und -schwestern gekommen ist. Und Du unterstellst ihm mit dem Satz "Immer eine gute Werbung", dass er dies zum eigenen Vorteil missbraucht. Da finde ich den Ausdruck "Dreist" noch recht zaghaft formuliert.

Man kann über alles diskutieren, Unterstellungen sind aber keine Diskussionsgrundlage.
 

Peter

Bechsteinfan
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Ähhm, räusper, die Unterstellung hast Du in´s Spiel gebracht @pianochris66 ;-)
Reymond hat doch nur geschrieben, dass er solche Gesten zwiespältig findet. Ich übrigens auch. Und das fandest Du bereits dreist.
Und natürlich braucht der Igor Werbung, wenigstens dafür:
Und genau wie Politiker oder Populisten instrumentalisiert er ganz offen und bewusst den Anschlag und dessen Opfer für sein Engagement. Nicht negativ gemeint!!! Das ist legitim. Aber es ist auch nicht dreist, wenn man das mit gemischten Gefühlen betrachtet.
 
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Endlich einmal jemand, der einen nicht mit dem üblichen Satz "ich danke meinen Eltern, meiner Ehefrau, meinem Management, meinen Sponsoren, meinem Musiklehrer, meinen Kindern etc., etc., etc............." anödet.

Davon müsste es viel mehr geben, auch zum Beispiel unter Popmusikern, die eine viel höhere Reichweite als ein Klassiker haben. Der einzige, der sich da vernehmlich äußert, ist der alte Herbert - und ab und zu noch Wolfgang Niedecken.

CW
 

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Und genau wie Politiker oder Populisten instrumentalisiert er ganz offen und bewusst den Anschlag und dessen Opfer für sein Engagement.
Nach meinem Empfinden instrumentalisiert er sein Spiel und seine Stellung als Pianist, hier seine Situation als Preisträger, für sein politisches Engagement. Er engagiert sich politisch und nutzt dabei sein berufliches Ansehen. Also genau andersherum aus meiner Sicht. :001:

Wenn man Interviews mit ihm liest, bekommt man zu spüren, dass er es sich nicht leicht macht und viel nachdenkt. Dass er aber auch ziemlich kompromisslos ist. Bei anderen würde ich dir zustimmen, bei ihm nicht.

Liebe Grüße

chiarina
 
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Der "schönere Teil der Gesellschaft" aalt sich gnädig auf dem Schicksal schäbigerer, nur damit letztere ihr abgeschlagenes Gesicht noch weiter in ihren pollierten Fingernägeln, unerhört grinsen sehen können.
 
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Ähhm, räusper, die Unterstellung hast Du in´s Spiel gebracht @pianochris66 ;-)
Reymond hat doch nur geschrieben, dass er solche Gesten zwiespältig findet. Ich übrigens auch. Und das fandest Du bereits dreist.
Moin Peter. Nö, das finde und fand ich nicht dreist. Natürlich kann man den Standpunkt haben, dass eine solche Rede bei ner Preisverleihung nichts zu suchen hat. Oder darüber diskutieren, ob es Aufgabe von Pianisten ist, sich auch politisch zu äußern. Ich habe doch eindeutig geschrieben, dass ich den Satz "Immer eine gute Werbung", der die Unterstellung ist, in diesem Zusammenhang dreist finde und auch in meinem 2. Beitrag begründet. Es wäre für Levit mit Sicherheit einfacher und bequemer, sich nicht zu äußern. Er macht das aber seit Jahren. Ich wage ernsthaft zu bezweifeln, dass er dadurch auch nur eine Konzertkarte oder CD mehr verkauft hat.

Und was mit dem Satz "Er will damit ja auch andere Dinge finanzieren" gemeint ist, das verstehe ich nicht und hoffe noch auf Antwort.
 
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Der einzige, der sich da vernehmlich äußert, ist der alte Herbert - und ab und zu noch Wolfgang Niedecken.
Und Campino, und eben Igor Levit, und, und, und... Mir scheint eher, man kann von Kleinkunst bis Superstar kaum noch wo hingehen, ohne von der Bühne her belehrt zu werden.

Der Anschlag in Halle ist ein sehr konkreter Anlass, da aktuell Stellung zu beziehen, halte für angemessen und richtig. Allerdings versäumt Igor Levit ja keine Gelegenheit, auch ohne konkreten Anlass seine zahlenden Zuhörer zu belehren, so wie es auch Grönemeyer mit seiner Sportpalast-Rede in Österreich getan hat. Ich finde das selbstdarstellerisch und zudem inflationär, und vor diesem Hintergrund verlieren Aussagen zu Halle in meinen Augen ihre Authentizität.

Ich gehe also mit @reymund: Zwiespältig.
 
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Ich differenziere zwischen denjenigen, die sich bereits seit 2016 gegen Rechtsextremismus und AfD engagieren und denen, die erst wieder auf den Zug aufsprangen, nachdem der gesellschaftliche Wind sich gedreht hat. Igor Levit und Campino z.B. gehören ganz klar zu ersteren und sind daher für mich absolut glaubwürdig.
 
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Sehr schön an diesem Thread zu sehen: Der politische Diskurs ist abgewürgt und tot.

Das bisschen, was noch blubbert wird auch bald Geschichte sein.
 
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Man könnte ja einmal Helene Fischer oder auch Andrea Berg fragen, was sie von der ganzen Sache halten. Oder irgend so eine Jodeltruppe aus den Alpen oder dem Schwarzwald.

Die haben vermutlich als allererstes im Showbiz gelernt, dass politische Stellungnahmen tunlichst zu vermeiden sind. Damit verdient man keine Kohle, aber man kann sich richtig tolle Rohrkrepierer einfangen. Wie vermint so ein Gelände sein kann, haben sie ja alle an Mesut Özil studieren können.

CW
 
 

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