München: Flügel zum zeitweisen Spielen gesucht

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Juggle4Evr

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Hallo,

kennt jemand eine Möglichkeit in München, wo man ab und zu mal ein halbes Stündchen an einem Flügel üben kann? Abend oder am WE? So als Abwechslung zum eigenen Digitalen. Gegen Bezahlung natürlich. Bieten das irgendwelche Geschäft oder Schulen an?
 
Sesam

Sesam

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Hallo Juggle,
du könntest mal beim Steinway-Haus nachfragen, die bieten so etwas an. Vielleicht guckst du auch mal beim Pianohaus Hirsch vorbei, die haben hier die Bösendorfer und Blüthner Vertretung. Ich bilde mir ein, dass die auch so eine Art "Übekabine" vermieten. Was ich mir etwas schwierig vorstelle, sind deine Zeiten. Wahrscheinlich orientieren sich die Genannten eher an den üblichen Geschäftszeiten.
Dann gibt es noch die städtische Sing- und Musikschule, die haben stadtteilbezogen ihre Übungsräume, meist in Schulgebäuden. Auch hier könntest du nachfragen, wobei ich da eher zweifle. Private Musikschulen gibt es auch einige, einfach mal im Branchenbuch oder Internet nachsehen.

Viel Glück bei deiner Suche!
Sesam
 
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Juggle4Evr

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Danke für die Tipps, habe mal Kontakt aufgenommen.
 
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Neronick

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Hallo,

kennt jemand eine Möglichkeit in München, wo man ab und zu mal ein halbes Stündchen an einem Flügel üben kann? Abend oder am WE? So als Abwechslung zum eigenen Digitalen. Gegen Bezahlung natürlich. Bieten das irgendwelche Geschäft oder Schulen an?
Die Idee dieser "Nachfrage" ist recht originell. Doch das "Angebot" wird sich schwerer tun.

Der Anbieter bräuchte einen Gewerberaum, erreichbar, in einer Stadt. Der kostet täglich Miete und Heizung. Ein Klo muss dasein. Der Flügel ist ein Wertgegenstand, der müsste versichert werden und kann durch Mutwillen beschädigt werden...Verwaltungsaufwand, Bewachung, Schlüsselübergabe...ich denke nicht, dass ein Geschäftsmodell funktionieren kann, schon allein, weil es keine tägliche, wöchentliche oder saisonale Auslastung geben kann.

In unserer Ökonomie gibt es ja viele Angebote, manche auch nur in Nischen, aber manche finden aus ökonomichen Gründen nicht statt. Die Vermietung von "leeren" Proberäumen gibt es in jeder Stadt. Da könnte man eine Flügel reinstellen, den man least. Der Kaufpreis ist am Musikinstrument ja das billigste. Teuer sind "Übungszeit", "Eigenkapitalzinsen", "Unterhalt", "Unterricht", "Stimmen".... (je Jahr betrachtet).
 
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Juggle4Evr

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Als "Geschäftsmodell" taugt das nichts, aber es gibt anscheinend durchaus z.B. Fachgeschäfte, die diesen Service anbieten. Man lockt damit auch potentielle Kundschaft ins Geschäft und hat (wenn auch wenige) Nebeneinnahmen.
 
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Neronick

Guest
Als "Geschäftsmodell" taugt das nichts, aber es gibt anscheinend durchaus z.B. Fachgeschäfte, die diesen Service anbieten. Man lockt damit auch potentielle Kundschaft ins Geschäft und hat (wenn auch wenige) Nebeneinnahmen.
Wer so ein Geschäft kennt, sollte es gerne mal nennen, mit "Preis". Ich habe hier im Clavio-Forum ja kürzlich gefordert, es sollte öffentliche Räume geben, wo Anfänger gemeinsam mit Dilettanten üben...erste Organisationsbemühungen laufen auch schon. (NB.: Alles mit Musik braucht eine treibende Kraft (=Geld), einen Ort, eine Zeit und eine fixierte Regelmäßigkeit und darf niemals abhängig sein von zufälligen Bekanntschaften oder Terminwünschen...)

Ein Musikgeschäft kann damit aber wohl keine Nebeneinnahmen erzielen, sondern nur Nebenverluste. Als teures Indoor-Marketing könnte es natürlich ausprobiert werden. Aber der Flügel wird dadurch "gebraucht"...? Womöglich sind potentielle Flügelkunden sehr seltene und auch sehr schwierige (=extrem anspruchsvolle) Zeitgenossen?
 
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megahoschi

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Wer so ein Geschäft kennt, sollte es gerne mal nennen, mit "Preis". Ich habe hier im Clavio-Forum ja kürzlich gefordert, es sollte öffentliche Räume geben, wo Anfänger gemeinsam mit Dilettanten üben...erste Organisationsbemühungen laufen auch schon. (NB.: Alles mit Musik braucht eine treibende Kraft (=Geld), einen Ort, eine Zeit und eine fixierte Regelmäßigkeit und darf niemals abhängig sein von zufälligen Bekanntschaften oder Terminwünschen...)

Ein Musikgeschäft kann damit aber wohl keine Nebeneinnahmen erzielen, sondern nur Nebenverluste. Als teures Indoor-Marketing könnte es natürlich ausprobiert werden. Aber der Flügel wird dadurch "gebraucht"...? Womöglich sind potentielle Flügelkunden sehr seltene und auch sehr schwierige (=extrem anspruchsvolle) Zeitgenossen?

In manchen Bechstein-Centren kann man Sonntags ohne von Verkäufern belagert zu werden nach Herzenslust in alle Tasten hämmern, die einem unter die Finger kommen.
Ich traue den Leuten dort schon zu selbst zu beurteilen, ob das ein Verkaufsinstrument ist, das sich für sie rechnet oder nicht.
Meine Kaufentscheidung hat diese Taktik auf jeden Fall positiv beeinflusst.
 
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Neronick

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Ich traue den Leuten dort schon zu selbst zu beurteilen, ob das ein Verkaufsinstrument ist, das sich für sie rechnet oder nicht.
Damit bist Du vermutlich nicht alleine. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, einem Menschen auf der Welt zu begegnen, der einem anderen Menschen nicht zutraut, dass dieser selbst beurteilt, was sich für ihn rechnet. Der Satz macht mich daher irgendwie stutzig?

Dass es Probeüben wie Probefahrten gibt, wundert mich nicht. Vielleicht beginne ich im neuen Jahr eine Umschulung als "Flügel-Neukauf-Hochstabler" und kann endlich stundenlang und beherzt ohne jede Kaufabsicht KOSTENLOS Tasten an Luxusinstrumenten drücken. Nimmt man in solche Zentren auch Noten mit, oder muss man schon auswendig spielen können?
 
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megahoschi

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Nur, damit ich Dich nicht falsch verstehe:
Dein Standpunkt ist, dass solche Aktionen für diese Läden ein reines Verlustgeschäft ist. Richtig?
 
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Neronick

Guest
Nur, damit ich Dich nicht falsch verstehe:
Dein Standpunkt ist, dass solche Aktionen für diese Läden ein reines Verlustgeschäft ist. Richtig?
Nein, das ist nicht mein Standpunkt. Der Eingangspost war die Frage nach einer andauernden, aber unregelmäßigen Mietmöglichkeit gegen Bezahlung für einen Flügel in einer Stadt. Ich habe hier vor einiger Zeit, Du hattest es gelesen, an anderer Stelle gefordert, das Klavierhändler viel aktiver sein könnten mit neuen Ideen; Handel allein genügt nicht mehr in Onlinezeiten. Da ich beruflich mal über Proberaumvermietung nachgedacht hatte, hat mich diese Miet-Frage angeregt.

Studenten nahe einer Musikhochschule könnten sich vielleicht organisieren, um einen Proberaum inkl. Flügel als Verein zur Verfügung zu haben. Die hierzu notwendige solidarische Organisationskraft dürfte aber vermutlich sehr schwer zu realisieren sein.

Verkaufsaktivitäten des Handels sind ein völlig anderes Blatt. Zum "regelmäßigen", ergänzenden Üben kann ich in keinen Laden gehen. Die würden Geld in mich investieren, das sie nicht wiederbekommen.
 
xentis

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Ein Musikgeschäft kann damit aber wohl keine Nebeneinnahmen erzielen, sondern nur Nebenverluste. Als teures Indoor-Marketing könnte es natürlich ausprobiert werden. Aber der Flügel wird dadurch "gebraucht"...? Womöglich sind potentielle Flügelkunden sehr seltene und auch sehr schwierige (=extrem anspruchsvolle) Zeitgenossen?

Es soll tatsächlich so anspruchsvolle Kunden geben, die vielleicht nicht möchten, daß ihr neu erworbener Steinway B zum Listenpreis in Wirklichkeit schon Monate als Übeinstrument herhalten musste....:D
 
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Pianissimo

Guest
Ach, ist das der viel gepriesene und hochgelobte Phoenix? Für den sollte doch so ein Kamin kein Problem sein... :D:D:D

Nun, wie angekündigt bin ich heute zu Steinway geflitzt und wisst ihr was? Der Weihnachtsmann hat sich tatsächlich bei Steinway über die vielen Flügel beschwert, die er noch auszutragen hat. Wie könne man nur so etwas unförmiges produzieren!

Wundert Euch also nicht, wenn Ihr zu Weihnachten einen Flügel aus "Gummi" bekommt. Oder baut noch schnell einen größeren Kamin bzw. Schornstein!!!

ein augenzwinkernder pp
 
xentis

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Nun, wie angekündigt bin ich heute zu Steinway geflitzt und wisst ihr was? Der Weihnachtsmann hat sich tatsächlich bei Steinway über die vielen Flügel beschwert, die er noch auszutragen hat. Wie könne man nur so etwas unförmiges produzieren!

Wundert Euch also nicht, wenn Ihr zu Weihnachten einen Flügel aus "Gummi" bekommt. Oder baut noch schnell einen größeren Kamin bzw. Schornstein!!!

ein augenzwinkernder pp

Ich hab im Steinway-Haus einen B-Flügel zum Ausschneiden und Selberbasteln aus Pappe bekommen. Transport und Geschenkverpackung kein Problem und die Anschaffungskosten sind hier tatsächlich der kleinste Posten....:D
 
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Juggle4Evr

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Um mal wieder aufs eigentliche Thema zurückzukommen: Ich war heute mal bei dem angesprochenen Pianohaus Hirsch und dort kann man einen Übungsraum (während der Ladenöffnungszeiten) mit Kawai-Flügel für 10.- pro Stunde mieten. Vorher telefonisch reservieren wäre natürlich gut. Das werd ich bestimmt ab und zu öfter mal nutzen.
Übrigens sehr netter Laden und sehr freundliche Leute!

Danke für die Tipps und schon mal frohes Fest!

Grüsse,
Juggle4Evr
 
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Pianissimo

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Ich hab im Steinway-Haus einen B-Flügel zum Ausschneiden und Selberbasteln aus Pappe bekommen. Transport und Geschenkverpackung kein Problem und die Anschaffungskosten sind hier tatsächlich der kleinste Posten....:D

Da haben sich die Klavierbauer ja mächtig was einfallen lassen...


Um mal wieder aufs eigentliche Thema zurückzukommen: Ich war heute mal bei dem angesprochenen Pianohaus Hirsch und dort kann man einen Übungsraum (während der Ladenöffnungszeiten) mit Kawai-Flügel für 10.- pro Stunde mieten.

Klasse, dass es sowas gibt. Vielleicht kannst Du ja demnächst mal berichten, wie dein Fazit so ist, wenn Du es ausprobiert hast. Ich würde mich darüber freun!

Gruß,
pp
 
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Juggle4Evr

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Probiert habe ich's heute bereits eine Stunde. Aber ich bin ja noch Anfänger und deshalb kann ich natürlich nicht so recht urteilen. Aber der Raum war geheizt, man hat seine Ruhe und stört niemanden. Der Flügel ist ein Kawai RX 3, hat man mir gesagt und er spielt sich etwas schwerer als mein FP-7F. Die Tasten fühlen sich mehr nach Plastik an und auch das Tastengeräusch ist recht laut aber die Tasten sahen nicht abgenutzt aus. Ausserdem hatte ich den Eindruck, dass ein oder zwei Töne nicht ganz richtig gestimmt sind, aber das kann man für den Preis alles in Kauf nehmen, finde ich.
Der Raum ist auch so gross, dass man da noch 1-2 Leute, die man evtl. begleiten will, unterbringen kann.
Für mich ein durchweg positives Erlebnis.
 
 

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