Maurice Ravel, "Ma mère l'oye", IV. "Les entretiens de la Belle et de la Bête"

Digedag

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Hallo,

hier ist eine meiner ersten Übungen zum Thema "Transkription".
Das oben genannte Werk habe ich gestern und heute für Orgel bearbeitet.

Was sagt ihr?

Als nächstes kommt der letzte Teil des "Ma mère l'oye" ;-)
 

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  • Ma mère l'oye - IV Les entretiens de la Belle et de la Bête - Partitur.pdf
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mick

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Warum ist im 4. Takt die letzte Viertel f2? Bei Ravel steht dort in der 1. Klarinette g1 (also klingend f1). Wenn die Melodie dort nach oben geht, ist das Thema eigentlich zerstört, weil der anschließende Sextsprung abwärts sehr unsanglich ist.

Ab Takt 11/12 geht dann nicht mehr viel zusammen, die Begleitung der Takte 11/12 müsste eine exakte Wiederholung der Takte 9/10 sein. Begleitung und Melodie laufen bei dir aber völlig auseinander. Da hast du wahrscheinlich was an die falsche Stelle kopiert. :lol:

LG, Mick
 
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Digedag

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So, habe jetzt im Startbeitrag die verbesserte Version eingefügt.
 
Gomez de Riquet

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Es sieht ganz passabel aus. Wie willst Du's klangfarblich umsetzen?
 
Rheinkultur

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Spontaner Eindruck wäre, dass der komplette Spielapparat herangezogen wird, um diesen sehr schlicht und durchsichtig gearbeiteten Satz auf der Orgel wiederzugeben. Nur manualiter beginnen und auf den ersten beiden Seiten die entfernter liegenden Basstöne ins angekoppelte Pedal nehmen erhöht bei weniger zu spielenden Noten die musikalische Wirkung nachhaltig. Auf der dritten Seite erscheinen anders geartete Sonoritäten - die Verdopplung von Manual und Pedal wegzulassen, halte ich für eine gute Entscheidung. In der Basslinie die Unter- oder Oberoktave im Sprung durch Nachregistrieren zu erreichen, überzeugt nicht so recht - lieber in T. 49 und an vergleichbaren Stellen gleich von der höheren Oktave aus starten. Das Arpeggio in den beiden Schlusstakten der rechten Hand kann wegfallen, da die Töne in der linken Hand ja bereits präsent sind; diese mit angehängtem Vorschlag vorzuziehen, deckt den gewünschten Tonvorrat bereits ab. Ein Mehr würde ich mir hinsichtlich der beabsichtigten Klangvorstellung wünschen: Nicht nur Angaben zu Dynamik und Fußlage, sondern auch, ob grundstimmige Registrierung, streichende Stimmen, Flötenregister, eventuell ein Soloregister und dergleichen mehr gewünscht sind. Vorgaben zu Kopplungen, Einsatz des Tremulanten und so weiter sind ebenfalls hilfreich, zumal hierzulande viele Instrumente noch von der "Orgelbewegung" geprägt sind und sich nicht so ohne weiteres für spätromantisches Repertoire eignen, zu dem Deine Bearbeitung ja letztlich zu zählen wäre.

Ansonsten füllt dieses Projekt eine Marktlücke aus, da die Orgel von den meisten impressionistischen Komponisten selten für Kompositionen herangezogen wurde, soweit sie nicht gerade Vierne oder Tournemire hießen, die selbst Organisten waren. Bei Debussy und Ravel sucht man vergebens nach Originalwerken, andere Zeitgenossen wie d'Indy oder Koechlin haben nur einige wenige Werke für Orgel geschrieben, wobei sich die Frage ergibt, ob man diese Stücke überhaupt zum Impressionismus zählen kann. Da könnte man das Frühwerk von Messiaen bis etwa zum Ausbruch des II. Weltkriegs möglicherweise noch als zumindest impressionistisch beeinflusst bezeichnen, wenn man dies unbedingt will.

LG von Rheinkultur
 
Digedag

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Es sieht ganz passabel aus. Wie willst Du's klangfarblich umsetzen?
Damit beschäftige ich mich als nächstes ;-).
Allerdings werde ich viele Kompromisse eingehen müssen (wie @Rheinkultur schon erwähnte), bzgl. der Registrierung.

Nur manualiter beginnen und auf den ersten beiden Seiten die entfernter liegenden Basstöne ins angekoppelte Pedal nehmen erhöht bei weniger zu spielenden Noten die musikalische Wirkung nachhaltig.
Sprich also die Noten im Pedal von T.1-4 ins Manual nehmen und den Rest Pedal?

Auf der dritten Seite erscheinen anders geartete Sonoritäten - die Verdopplung von Manual und Pedal wegzulassen, halte ich für eine gute Entscheidung.
Sprich in T.68-76 die Oktavverdoppelungen weglassen? Oder auch noch die restlichen Verdopplungen (z.B. 107 ff.)?

Ein Mehr würde ich mir hinsichtlich der beabsichtigten Klangvorstellung wünschen: Nicht nur Angaben zu Dynamik und Fußlage, sondern auch, ob grundstimmige Registrierung, streichende Stimmen, Flötenregister, eventuell ein Soloregister und dergleichen mehr gewünscht sind. Vorgaben zu Kopplungen, Einsatz des Tremulanten und so weiter sind ebenfalls hilfreich [...]
Wird bald noch kommen ;-)

Bzgl. der Basslinien: Dort habe ich etwas geändert, an einzelnen Stellen, an denen ein 32' benötigt wird habe ich aber nichts verändert.

Ansonsten herzlichen Dank für die Hinweise und Ratschläge :-)
 
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