Markenklavier aus den 60ern/70ern - was ist davon zu halten?

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sinavera
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Hallo zusammen,

da ich seit einiger Zeit Klavier spiele bin ich nun auf der Suche nach einem guten Klavier. Bis vor Kurzem habe ich in der Nähe meiner Eltern gewohnt, sodass ich deren Klavier (fast) täglich nutzen konnte, bin nun aber umgezogen und möchte mir deshalb ein eigenes zulegen.
Auf der Suche in verschiedenen Musikhäusern bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich entweder ein "gutes" Klavier möchte oder aber erstmal ein Klavinova nehme, um mir in ein paar Jahren ein teureres Instrument zu kaufen. Ein "billiges" Klavier für ca. 2000€ möchte ich mir eigentlich nicht kaufen da ich denke, dass so ein Klavier eine Anschaffung auf Lebenszeit ist und ich wenn dann rundum zufrieden damit sein möchte. Nun bin ich auf der Suche nach einem gebrauchten Instrument auf ein Blüthner-Klavier Modell D, Baujahr 1964 und ein Schimmel-Klavier, Baujahr 1973 gestoßen. Beide sind generalüberholt und Kosten zwischen 5000-7000€. Das ist viel Geld wie ich finde und immerhin sind sie ja schon 35-45 Jahre alt - ist das trotzdem eine gute Anschaffung, oder sollte man eher ein neues Instrument, z.B. von Yamaha nehmen, das preislich ähnlich liegt? Insbesondere der Klang der Blüthner-Klaviere hat es mir angetan!

Herzlichen Dank für eure Antworten und viele Grüße,
sinavera
 
K
Klavierbauermeister
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Ohne die Instrumente zu kennen, finde ich aber daß das sehr stolze Preise sind.
 
klaviermacher
klaviermacher
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Hallo Sinavera,

Eigentlich kann man ein älteres Blüthner mit einem neuen Yamaha gar nicht recht vergleichen. Zu Unterschiedlich ist die Klangausrichtung. Blüthner eher weich, schmeichelnd und gesangvoll, Yamaha mehr kräftig, kühl und dominant.

Ich würde das Blüthner bevorzugen. In diesem Preissegment sollte aber wirklich alles perfekt passen und nirgendwo Mängel sein, dann sind die von Dir erwähnten Summen durchaus gerechtfertigt und angemessen.

Wenn die Klaviere gut sind, dann ist das Alter kein Nachteil.

LG
Michael
 
mendelssoehnchen
mendelssoehnchen
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... Kosten zwischen 5000-7000€. ... oder sollte man eher ein neues Instrument, z.B. von Yamaha nehmen, das preislich ähnlich liegt?
Hallo sinavera,
ich hab letztes Jahr auf einigen Yamaha-Klavieren (Pop + Klassik) gespielt. Mir haben sie alle gut gefallen. Sogar eins um die 3.000 EUR fand ich ganz gut. Ich nahm aber eher aus patriotischen Gründen das SEILER mit Yam.-Silent, das mir natürlich auch gut gefiel.

Ich glaube, dass Du bei Deiner Preisspanne mit einem Yamaha gut bedient bist.

Gruß Sebastian
 
S
sinavera
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Vielen Dank für eure Antworten, die mich ziemlich zum Nachdenken gebracht haben. Dadurch - und durch Beiträge aus anderen Threads - bin ich zu dem Schluss gekommen, dass es momentan doch besser ist, erstmal ein Clavinova zu nehmen. Da ich aus Süddeutschland bin, die von mir anvisierten Klaviere aber in Nord-West-Deutschland stehen, müsste ich hinfahren und binnen weniger Stunden entscheiden, ein Klavier für mehrere tausend Euro zu kaufen - was mir persönlich ein zu großer Druck für so eine Entscheidung ist. Dafür möchte ich mehr Ruhe und die Möglichkeit, mehrmals hintereinander ein Klavier auszuprobieren. Aber ich werde die Augen offen halten nach einem passenden richtigen Klavier für mich, das ich dann mit mehr Ruhe aussuchen kann. Bei Bedarf, werde ich mich evtl. wieder melden :keyboard:

Viele Grüße,
sinavera
 
 

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