Lick des Monats

Dieses Thema im Forum "Klavier und Jazz" wurde erstellt von pianomobile, 22. Okt. 2006.

  1. pianomobile
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    pianomobile

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    Damit sich in der Jazz-Ecke wenigstens einmal im Monat was tut, gibt´s von jetzt an immer den "Lick des Monats". Den Beginn mache ich mit einem kleinen Blues-Lick.



    Über weitere Beiträge würde ich mich freuen...
     

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    clavio gefällt das.
  2. clavio
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    clavio

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    Hey Bernd,

    prima, dass Du die Jazz-Ecke etwas beleben möchtest!

    Gruß
     
  3. Geli
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    Geli

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    Klasse, ich freu´ mich schon auf die nächsten.
    Gruß
    Geli
     
  4. pianomobile
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    pianomobile

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    Willkommen in der Jazz-Ecke!
     
  5. Geli
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    Geli

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    Bin naklar blutiger Anfänger (sehe gerade das ich blutig sehr ernst genommen habe, hab mir heftigst in die rechte Zeigefingerkuppe geschnitten, wird also erst mal nichts mit üben), gibt´s ein paar Tipps, wie man sich an den Jazz rantastet? Hab versucht, mir auf Euren Rat hin ein paar Bluestonleitern runterzuladen, mein Rechner will das aber nicht, weiß nicht warum :?: :?: bricht mit schöner Regelmäßigkeit beim Acrobat reader ab. Was kann ich mir als Einstieg kaufen?
    Gruß
    Geli

    Sehe gerade, die Frage ist schon beantwortet, Danke
     
  6. pianomobile
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    pianomobile

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    In erster Linie mal viel Jazz hören und auch ausgeschriebene Arrangements spielen (wenn möglich Original-Transkripionen wie z.B. "The Artistry of Bill Evans"). Hängt jetzt auch von Deinen spieltechnischen Fertigkeiten ab, was da für Dich alles in Frage kommt. Von Oscar Peterson gibt´s da auch Jazz-Etuden von leicht bis schwierig (O. Peterson "Jazz for the young Pianist", O. Peterson "Jazz Piano Solos")
    Für Blues gibt´s "How to play Blues Piano" von Junior Mance.
    Sollte es ein bißchen leichter sein:
    "Sound of Jazz" von Andreas Apitz; "Rock Piano" v. J. Moser; "It´s easy to play"-Serie...
    Um ein Theoriebuch kommst Du auch nicht rum: Zum Einsteigen eignet sich Sikora; - Levine dürfte noch zu schwierig sein.
    Wenn´s dann mal Theorie-Fragen gibt, einfach in die Jazz-Ecke posten.
     
  7. Geli
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    Geli

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    Danke, für die prompte Bedienung, werde mich gleich mal an die Theorie machen.
    Gruß
    Geli
     
  8. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Hallo pianomobile,
    damit du nicht denkst, deine Arbeit sei umsonst, hier mal meine Anfrage, ob der Fingersatz – vor allem für die 3 Sechzehntel am Ende – so jazzgemäß ist oder anders sinnvoller:

    [​IMG]
    Ansonsten kann dann der nächste "Lick des Monats" anrücken :wink:

    Gruß
    Wu Wei
     
  9. pianomobile
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    pianomobile

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    Andere Fingersatz-Möglichkeit wäre auch, die drei Terzen jeweils mit 53 zu nehmen. Sie müssen ja nicht unbedingt legato sein. Die Sechzehntel wären dann auch evtl. mit 3 2 1 ein Thema.

    So, und nun der sicherlich mit Spannung erwartete 2. Lick:

    Ist eine einfache, aber nette II-V - Verbindung, deren erste Figur sich auch gut von der Terz eines Major-Akkordes aus anwenden lässt. Kriegt dadurch einen lydischen Charakter.
     

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  10. Geli
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    Geli

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    Hast Recht, hab´schon drauf gewartet, vielen Dank!
    :-D :-D :-D :-D
    LG
    Geli
     
  11. Fred
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    Fred Guest

    Nochmals zum Fingersatz des ersten Licks. Wie wär's denn mit diesem:

    2, 53, 54, 2, 53, 4, 2, 1, 52, 1, 2, 52.
     
  12. pianomobile
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    pianomobile

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    Wenn Du die Terzen legato möchtest, versuche doch:
    1, 24, 35, 1, 24
    Dann sind wirklich alle Töne gebunden (was ich fast zu "brav" finde).
    Ob Du dann die Sechzehntel mit 3, 4 oder 5 beginnst hängt auch wieder von der Phrasierung ab. Wenn ich hier einen legato-Übergang möchte, liegt 3 irgendwie am besten (auch auf die Gefahr hin, den klassischen Akkordfingersatz zu sprengen).
    Mit 2 von Dis nach E zu schleifen ist sicher auch eine Möglichkeit, hängt aber auch davon ab, was danach kommt....
     
  13. Soulprayer
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    Soulprayer

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    Vielleicht mag die Frage etwas befremdend sein, aber könnt ihr mir erklären, warum es gerade 'Lick' (=Lutschen?!) heißt? ;-)
     
  14. Wolfgang
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    Wolfgang Guest

    *edit wolfgang*
     
  15. Soulprayer
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    Soulprayer

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    curiosity killed the cat. *miau* :>
     
  16. pianomobile
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    pianomobile

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    Ursprünglich: (laut wikipedia)
    Unter einem Lick (englisch : to lick - (hier) schlagen, wahrscheinlich im Sinne von einschlägiger Punkt bzw. schlagartiger Wechsel in einem Lied oder geschlagene Saite) versteht man auf der Gitarre oder dem Bass gespielte „Wörter“ oder „Sätze“, die oft in einer Improvisation, zum Beispiel bei einem Konzert oder einer Jamsession, eingebracht werden.

    Heute versteht man darunter Improvisations-Vokabular für alle Instrumente.
     
  17. Soulprayer
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    Soulprayer

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    Also muß der "Lick" dann selbst durch eine freie Improvisation ... äh ... komponiert worden sein?!
    Man könnte also z.B. nicht einfach denken: "Oh, das hört sich klasse an, was ich da gerade sehe. Das schlag ich mal als Lick im Forum vor." ^^''
     
  18. pianomobile
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    pianomobile

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    Eigene Licks entstehen nicht beim spontanen Improvisieren, sondern beim Erarbeiten des Improvisationsmaterials, also beim Üben. Dazu ist es auch wichtig, die Licks anderer Musiker zu hören und auch zu verstehen. Die obigen Ideen sind gängige Jazz-Phrasen und stammen aus verschiedenen Soli, die ich transkribiert habe. Aber ich werde auch mal einen eigenen Lick reinstellen (bei dem ich hoffe, dass ihn sonst noch keiner erfunden hat :wink: )
     
  19. Wu Wei
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    Wu Wei

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    Hallo pianomobile,

    das wäre doch schon mal ein dankbares Unterfangen fürs Klavier-Wissen-Wiki: Gerade im Jazz und Grenzbereichen finden sich viele Termini, die mir sehr unscharf bis gar nicht definiert scheinen. Kann bei einer derart offenen Kunstform vielleicht auch nicht anders sein. Aber wenigstens ein bisschen sollte man wohl zwischen "Lick", "Phrase", "Break" und "Riff" oder "Time", "Drive" und "Groove" unterscheiden können.
     
  20. pianomobile
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    pianomobile

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    Hier mal einige Definitionen:

    Ein Riff ist ein Begriff aus der Rock-, Pop- und Jazzmusik und bezeichnet eine kurze, prägnante, sich wiederholende Ton- oder Akkordfolge in der Begleitmusik zum Hauptthema eines Musikstücks. Im Jazz ist hierfür auch der Ausdruck Vamp gebräuchlich. Sein Gegenstück im Rhythmus heißt Groove. Beides wird unter dem Oberbegriff Ostinato zusammengefasst, der allerdings hauptsächlich in der klassischen Musik Anwendung findet. Im Gegensatz zum Groove zieht sich ein Riff nicht durch das gesamte Stück, sondern ist auf kleinere Abschnitte beschränkt, prägt aber entscheidend seinen Charakter, sodass es viele Popmusiker mit musikalischem Einfall gleichsetzen.


    Ob Musik "groovt", ist häufig eine Frage der persönlichen Empfindung.
    An den vielen Versuchen, den Swing zu beschreiben, kann man ablesen, wie viel individuelles Erleben in diesem Wort mitschwingt. Eine eindeutige Klärung ist nicht möglich und nicht wünschenswert,
    da individueller musikalischer Ausdruck sich auch äußert in der Art zu grooven und zu swingen. Auf jeden Fall verbinden sich mit Groove und Swing Bilder von Bewegung: Ich schließe die Augen und
    höre und sehe die Musiker.
    Groove ist gerade in den letzten Jahren eine in Musikerkreisen gern benutzte (und abgenutzte) Vokabel, weil sie wunderbar mehrdeutig ist und im Zusammenhang doch sofort verstanden wird. .Groove. heißt
    wörtlich Rille, Furche, groovy ist ein slang-Ausdruck für toll, wunderbar. Wenn jemand groovt, dann spielt er mitreißend. Alles passt zusammen, die Musik fließt, der Drummer (oder Bassist oder Pianist)
    bewegt sich locker und exakt. Ihn kann nichts aus seiner Furche werfen, er zieht die anderen mit sich. Ein Rockmusiker hat einen anderen Groove als ein Jazzer; sie spielen unterschiedliche Patterns, haben einen
    unterschiedlichen Sound, sie gehen mit dem Beat anders um. Bestimmte Musikstile brauchen bestimmte Grooves. Dennoch: Groove ist nicht messbar und keine objektive Größe.

    RHYTHMIK

    1. Gleichmäßigkeit - Fluss
    Time

    2. Geschwindigkeit - Feinheit
    Groove

    3. Präzision–Klarheit-Spannung
    Drive

    4. Struktur - Form
    Rhythmus


    Ein Break ist eine mehrtaktige starke Reduktion der empfundenen Intensität eines Musikstückes. Dazu werden Polyphonie und rhythmische Komplexität vermindert. Während des Breaks kann der durchgeschlagene Beat aussetzen, die Leadstimme pausieren, er kann als Schlagzeugsolo angelegt sein oder auch nur aus Flächen bestehen.