"Leute, kauft Klaviere!"

G

gubu

Guest
Vielleicht sollte auch mal ein "Abwrackprogramm" für alte Klaviere aufgelegt werden. ;).... Hersteller und Verkäufer haben keine guten Nachrichten. Selbst "Billigkisten" werden z.Zt. wohl kaum verkauft. Ich glaube, wir schaufeln so nach und nach am Grab unserer deutschen Klavierhersteller, wenn "Geiz ist geil" weiter dominiert. Wer jetzt oder demnächst einen Klavier- oder Flügelkauf plant, kann bestimmt mit guten Konditionen rechnen.

PS: Ich werde nicht von der Klavierindustrie gesponsert ! :D
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.294
Vielleicht sollte auch mal ein "Abwrackprogramm" für alte Klaviere aufgelegt werden. ;).... Hersteller und Verkäufer haben keine guten Nachrichten. Selbst "Billigkisten" werden z.Zt. wohl kaum verkauft. Ich glaube, wir schaufeln so nach und nach am Grab unserer deutschen Klavierhersteller, wenn "Geiz ist geil" weiter dominiert. Wer jetzt oder demnächst einen Klavier- oder Flügelkauf plant, kann bestimmt mit guten Konditionen rechnen.

PS: Ich werde nicht von der Klavierindustrie gesponsert ! :D
Das mit der Abwrackprämie hab ich mir auch schon überlegt - allerdings für Digis:D
Wohin aber mit dem ganzen Schrott:roll:
Muss ich einen Keller ausheben?

LG
Klaviermacher
 
M

Martin Major

Dabei seit
Dez. 2008
Beiträge
192
Reaktionen
0
bösendorfer zieht von wien nach wiener neustadt um.

yamaha als neuer eigentümer der manufaktur meint, der wichtige us markt wäre weggebrochen, weil die leute angesichts der krise, die ansonsten beim HAUSkauf auch gleich ein klavier mitkaufen würden, derzeit keine häuser kaufen ...

insofern müsste man zuerst den hausbau ankurbeln ;)
 
klaviermacher

klaviermacher

Dabei seit
Apr. 2008
Beiträge
8.053
Reaktionen
3.294
Oh - eine kleine Korrektur ist hier angebracht.
bösendorfer zieht von wien nach wiener neustadt um.
stimmt, aber das ist eine Meldung aus dem Jahre 1972.

yamaha als neuer eigentümer der manufaktur meint, der wichtige us markt wäre weggebrochen...
Auf der NAM SHOW vor ein paar Wochen waren die Auftragseingänge bei Bösendorfer ausgesprochen gut.

Wie es Yamaha mit Klavieren geht, weiß ich nicht. Von japanischen Autos hab ich von Umsatzrückgang gehört.

LG
Klaviermacher
 
G

gubu

Guest
Das mit der Abwrackprämie hab ich mir auch schon überlegt - allerdings für Digis:D
Wohin aber mit dem ganzen Schrott:roll:
Muss ich einen Keller ausheben?

LG
Klaviermacher
A.-prämie für Digis... eine seeehr gute Idee! :D Aber nicht in den Keller, sondern ab ins All damit, da können die grünen Männchen die einprogrammierten Stückchen anhören.... und kommen dann evtl nicht zu uns!:D Oder doch??
 
G

gubu

Guest
Das mit der Abwrackprämie hab ich mir auch schon überlegt - allerdings für Digis:D
Wohin aber mit dem ganzen Schrott:
Muss ich einen Keller ausheben?

LG
Klaviermacher
ich wäre gegen so eine abwrackprämie... das würde den tod sämtlicher schönen alten klaviere aus der gründerzeit bedeuten :x

gsd gibt es sowas nicht :kuss:
... nein, nein, die GUTEN alten sollen nicht abgewrackt werden, nur die vielen , teilweise schrecklichen alten Klimperkästen, die allenfalls noch als Möbel für das Spitzendeckchen taugen. :rolleyes:
 
G

gubu

Guest
Naja, der Aufwand ist da aber oft so hoch, dass es sich nicht "lohnt". Auch die Autos von 1920 oder 1970 lassen sich fahrtüchtig erhalten, doch wird das -bis auf wenige Ausnahmen (Liebhaber/Sammler)- nicht gemacht, weil es unwirtschaftlich ist , es heute bessere Konstruktionen usw. gibt......
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
G

gubu

Guest
Naja, wenn ich das geld hätte, würde ich sowas immer wieder tun. Sind eben die Geschmäcker. Auch wenn zB jetzt ein Ferrari zB billiger wäre als ein Mercedes, obwohl er halt besser fährt, wird es immer welche geben, die dann Mercedes bevorzugen. *dummes beispiel* :p
Mephisto, ich bin nicht gegen alte Dinge, die gut sind, im Gegenteil. Nur irgendwann wird dann in Deutschland kein Klavier mehr gebaut werden, die Handwerkskunst geht verloren und wenn der letzte Klavierbauer das Licht aus gemacht hat, werden die bisherigen billigen Importinstrumente auch nicht mehr billig sein, sondern nur noch billig klingen...:rolleyes:
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Pilo

Pilo

Dabei seit
Nov. 2008
Beiträge
89
Reaktionen
0
Zur Lage bei Bösendorfer: Das Werk Wiener Neustadt hat zZ Kurzarbeit. Die Verwaltung siedelt von Wien Wieden nach Wiener Neustadt aus, das trifft auch alles andere am Standort Wieden, Übungsstudios, Bösendorfer-Saal etc

klick
 
Acci

Acci

Dabei seit
Okt. 2008
Beiträge
18
Reaktionen
0
Naja, wenn ich das geld hätte, würde ich sowas immer wieder tun. Sind eben die Geschmäcker. Auch wenn zB jetzt ein Ferrari zB billiger wäre als ein Mercedes, obwohl er halt besser fährt, wird es immer welche geben, die dann Mercedes bevorzugen. *dummes beispiel* :p
Mir wäre ja schon ein Opel ausreichend. Aber da ich noch nicht allzu lange spiele will ich erst einmal mehr Fortschritte auf dem DP machen. Allerdings spare ich schon auf ein Klavier hin. Nur: ein gutes Klavier kostet halt gutes Geld und den kauf einer billigen Kiste würde man in kürzerer Zeit doch eh bereuen, - denke ich mal 8-)

Grüße aus Bochum
Markus
 

J

just listen!

Dabei seit
Sep. 2008
Beiträge
236
Reaktionen
4
Schon erstaunlich, dass man sich ausgerechnet um die Industriezweige sorgen muss, die nicht nur echte Wertschöpfung betreiben sondern deren Produkte auch für Wertbeständigkeit stehen.
Vielleicht sollte man deshalb erst mal eine Abwrackprämie für Investmentbanker, Analysten, Fondsmanager usw. einzuführen.
 
G

gubu

Guest
Schon erstaunlich, dass man sich ausgerechnet um die Industriezweige sorgen muss, die nicht nur echte Wertschöpfung betreiben sondern deren Produkte auch für Wertbeständigkeit stehen.
Vielleicht sollte man deshalb erst mal eine Abwrackprämie für Investmentbanker, Analysten, Fondsmanager usw. einzuführen.
... die haben sich ja weitgehend selbst abgewrackt..:D


Von "Industriezweig" kann man beim Klavierbau
schon nicht mehr sprechen. Neben Steinway HH gibt es doch nur noch rund eine Hand voll Hersteller in D, von denen manche eigentlich nur noch kleine Manufakturen sind, die weiter schrumpfen werden. In zehn /zwanzig Jahren wird es wohl noch weniger Vielfalt geben, sondern v.a. nur noch "Einheitsware". Dazu kommt, dass der deutsche Klavierbau ein recht schlechtes Marketing macht. Es ist wie bei den Autos: Die selben Leute , die sich über Entlassungen in der Zulieferbranche aufregen, kaufen Autos aus Fern-Ost...:rolleyes:
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.104
Reaktionen
9.209
...NUR der Prospekt!:D

BTW: vom neuen Seiler-Management hört man aus Zuliefererkreisen erst mal Positives ...
 
J

just listen!

Dabei seit
Sep. 2008
Beiträge
236
Reaktionen
4
Das Problem ist, dass die deutschen Klavierbauer alte Traditionsunternehmen sind, die sich von jeher ausschließlich über ihre Qualität definiert haben.
Ich denke, die wollen es ein Stück auch nicht wahrhaben, dass Qualität in Zeiten bedingungslosen Wirtschaftswachstums eher störend als hilfreich ist.
 
G

gubu

Guest
Qualität ist sicher nicht störend, doch muss schon was dafür getan werden, dass der "Mehrwert" eines solchen Instruments den (potentiellen) Kunden auch bewusst wird und nicht nur als hoher Preis daherkommt....
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
Dez. 2007
Beiträge
21.104
Reaktionen
9.209
Just listen; da muss ich ganz energisch widersprechen: Deutschen Herstellern - egal von was - bleibt in Zeiten des globalen Wettbewerbs nur eine einzige Möglichkeit: Qualität, Qualität, Qualität. Und diese muss man dann auch auf allen Kanälen kommunizieren - wozu auch Service & Support gehören!

Der Fehler, den viele machen, ist: Qualität um Ihrer selbst willen produzieren. Also keine echte Kundenorientierung, kaum Support, wenig Service und miserable Kommunikation.
 
J

just listen!

Dabei seit
Sep. 2008
Beiträge
236
Reaktionen
4
Natürlich ist Qualität toll, und jeder will sie. Das Problem ist nur, dass unser Wirtschaftssystem nicht überleben könnte, wenn die Leute ausschließlich langlebige Produkte kaufen würden. U.a. deshalb produziert unser bedingungsloses Wachstum ja auch so viel Müll und die damit verbundenen Umweltprobleme.
Außerdem macht Qualität ein Produkt teurer. Und leider ist der Preis vor allem in Deutschland das wichtigste Kriterium.
Da hilft auch keine Aufklärung und Werbung; denn mit Qualität wirbt sowieso jeder. Aber wie wenig der Erfolg eines Produktes mit der tatsächlichen Qualität zu tun hat, haben wir doch z.B. bei den VHS-Rekordern gesehen.
 
 

Top Bottom