kurze Übungen die Spaß machen und Fortschritt versprechen.....

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Barbie

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Solche Heilsversprechen taugen i.d.R. nicht viel. Ohne Fleiß kein Preis.
 
cwtoons

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In der Kurzbeschreibung wird viermal darauf verwiesen, wie schnell das Üben vonstatten geht, wie gering der Zeitaufwand ist.

Jeder, der Klavierspielen ordentlich gelernt hat, weiß, dass das eben genau so nicht geht.

Ich würde den Autor über den Verlag anschreiben und ihn fragen, ob er seine Fähigkeiten damals auch ohne großen Aufwand mit kurzen Miniübungen erlangt hat.

CW
 
hasenbein

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Dass einer, der sich mit allen möglichen Credits schmückt und sich als "Klavierdozent" bezeichnet, sein doofes Buch zu vermarkten versucht mit Dummenfang-Lügen wie "10 Minuten täglich reichen aus, um alle wichtigen technischen Fertigkeiten effektiv zu trainieren", ist eine Frechheit!

Absolut unseriös.
 
Rheinkultur

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Dass einer, der sich mit allen möglichen Credits schmückt und sich als "Klavierdozent" bezeichnet, sein doofes Buch zu vermarkten versucht mit Dummenfang-Lügen wie "10 Minuten täglich reichen aus, um alle wichtigen technischen Fertigkeiten effektiv zu trainieren", ist eine Frechheit!

Absolut unseriös.
"Klavierdozent" ist als Bezeichnung nicht gesetzlich geschützt, hört sich aber gut an. Dass das Dozieren in den eigenen vier Wänden erfolgt und nicht etwa an einer Musikhochschule, wird ja gar nicht näher ausgeführt. Solange keiner kritisch nachhakt...!

Man hofft eben, ureigenste Sehnsüchte anzusprechen: Zum Meister aller Tasten werden, ohne dabei unnötig ins Schwitzen zu geraten. Klingt prima, funktioniert allerdings meist nicht. Aber dann ist der gewünschte Vorgang ja schon vollzogen worden, dass das Geld bereits seinen Besitzer gewechselt hat. Denn der Buchautor ist schließlich nicht schuld daran, dass die Gegenpartei zum richtigen Tastendrücken ohne viel Üben nicht in der Lage ist. Die Kriterien, was Spaß macht und Fortschritte verspricht, sind vom Anbieter und nicht vom Abnehmer aufgestellt worden - einmal mehr reibt sich ersterer die Hände. Wer's nicht glaubt, wird zwar erstmal auch nicht selig, aber wenigstens nicht unnötig an der Nase herum geführt.

LG von Rheinkultur
 
Tastenjunkie

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kurze Übungen die Spaß machen und Fortschritt versprechen.....
...gibt es doch schon seit eh und jeh! Czernys "150 kurze Übungen" und die Brahms'schen "51 Übungen für das Pianoforte" sind so konzipiert, dass man sie relativ schnell drauf hat und dass - wenn man sie in Schleife spielt - der motorische Lerneffekt trotz der nur wenigen Takte in die Synapsen sickern kann. Spaß machen sie auch, weil sie vergleichsweise unkompliziert zu handhaben sind und weil sie was bringen. Bei langen Etüden (z.B. Schule der Geläufigkeit) verschwendet man in der Regel viel Zeit damit sich den Notentext drauf zu schaffen und versäumt dann, dass darin bearbeitete technischen Problem tatsächlich zu praktizieren.

Ich bin kein Etüden-Spezialist, aber mit den beiden o.g. habe ich längere Zeit erfolgreich und mit Freude gearbeitet.

Bzgl. der "Heilsversprechen" schließe ich mich cwtoons an...

Wenn man am Klavier ernsthaft voran kommen will, muss man schon ein bisschen Spaß am zeitintensiven "Ackern und Durchbeißen" haben. Von alleine und durch bloße Begeisterung wird meistens nichts und "Short-Cuts" gibt es auch nicht.

LG

TJ
 
LMG

LMG

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Du kannst ein Musikinstrument nicht mit Hilfe eines Buches lernen.
Hi buschinski.

Dooch, das kann man. Autodidakten ziehen Bücher zu Rate - und es gibt sogar welche, die keine Bücher zurate ziehen und trotzdem gut Klavier spielen können.

Aber es ist ein langer, harter Weg. Versprechungen wie die genannten halte ich daher für zweifelhaft. Und diese Brahms-Übungen kann man m.E. nicht in kurzer Zeit "draufhaben".

Zusätzlich stellt sich die Frage, was man mit dem Erlernen der Brahms-Übungen erreichen möchte. Es gibt ja immerhin auch - irgendwo hatte ich mal eine verlinkt oder zumindest erwähnt - eine Aufnahme der Übungen, von irgendjemandem eingespielt auf CD (hab Pianisten-Namen vergessen).

Vielleicht möchte sie ja ein Profi also als Gesamtwerk ansehen und professionell aufnehmen ?
Dann gilt aber erst recht, dass so etwas nicht schnell abgehakt werden sollte.

Befasst man sich als Amateur mit solchen Dingen, ist die Frage, was man damit will. Die Anforderungen, die Werke einem stellen, sind in den Werken selbst enthalten. Manchmal auch in externen Etüden - aber dann leider nicht im Zusammenhang des WERKES und seltenst in exakt derselben Weise.

Daher sähe ich die "51" als Gesamtkonzept an - und das wäre also mir persönlich zu langatmig und zu schwierig, mich damit beschäftigen zu wollen, und also komme ich als Zielperson für Aussagen wie "die 51 schafft man schnell" ohnehin nicht in Betracht.

LG, Olli !
 

Tastenjunkie

Tastenjunkie

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Halleluja!
...den möcht ich sehen, der die 51 "schnell" (also in kurzer Zeit) "drauf hat"...;):D
Natürlich nicht alle.... Halloooooo?! Einzelne, zumindest die nicht allzu halsbrecherischen kann man aber wohl bereits nach paar Stunden oder Tagen durchspielen, was definitiv bei längeren Etuden so nicht geht. Zumal die 51 häufug sehr repetitiv angelegt sind, also eine Figur geht durch mehrere Tonarten...Dann muss man natürlich noch das Tempo hochschrauben. So wars gemeint, ich komme damit gut klar.
 
Leofric

Leofric

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Das wäre schön....nur 10 min am Tag.....dann würde ich ja in einer Woche so Spielen können wie zb. Lang Lang :D
Aber ich bin auch noch auf der suche nach der Wunderpille.....eine schlucken und man kann alles Spielen...;)
Aber solange ich sie noch nicht gefunden habe.......üben üben übeno_O
 
B

Brunetti

Guest
Hallo zusammen,
meines Erachtens können auch solche Bücher (das konkret genannte kenne ich nicht, sorry) hilfreich sein, als Teil des "Ganzen". Ich arbeite seit einigen Wochen mit "Piano fitness" vom M.Pfeifer, das Buch verspricht auch "Technik mit 10 min täglich". Wenn diese 10 min als Zusatz bzw Start des üblichen Übens genommen werden, bringen Sie durchaus etwas. Die im ersten Kapitel beschriebenen "Fesselfingerübungen" haben mir sehr geholfen, was auch der KL bestätigte.

Kleine überschaubare Übungen mit technisch eher "knapp-unter-dem-Lesitungsstand" - Niveau, bei denen ich auf Geläufigkeit, Fingerhaltung und Gleichmäßigkeit achte, sind eine schöne Ergänzung und hilfreich, wenn an manchen Tagen sonst nix funzen will.

Das es keine Wundermittel gibt, ein guter Klavierspieler zu werden, dürfte Allgemeinwissen sein.......
 
 

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