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Sorry, der ganze Wettbewerb verkommt zur Lachnummer, wenn die Veranstalterin nach einem richtig schlechten Fantaisie Impromptu den Kommentar loslässt „genau so muss man Chopin spielen“. Bin echt fassungslos. Was bringt das plakative in-die-Luft-Gestarre, wenn man das Stück technisch und musikalisch nicht drauf hat. Wenn das ein Kind in Altersgruppe 3 bei Jugend Musiziert so spielen würde, wäre beim Regionalwettbewerb Schluss.
Ist ja grundsätzlich nicht schlimm, das Ganze soll keine elitäre Veranstaltung sein. Aber warum kann man man nicht objektiv urteilen? Das erwartet man doch von einer Jury. Und nicht Honig ums Maul schmieren.
So, wie ich es verstanden habe, möchte sie leidenschaftliche Amateure in der Breite zeigen und findet das erfrischend, da von Profis mittlerweile stromlinienförmige Perfektion erwartet wird. Bei dem von Dir genannten Beispiel hat sie wohl die leidenschaftliche Versenkung ins Stück und die Individualität honoriert. Er hat einen Wochenend-Workshop gewonnen. Ich habe mich allerdings gefragt, wo sie da mit Unterricht anfangen will.
Ich finde es schade, dass die normalen, gemischten Amateure bereits verdrängt werden von den „Profi“-Amateuren, die superschwere Stücke spielen. Bei den ersten Ausgaben konnte ich noch Ideen mitnehmen, jetzt nicht mehr.
Hier der neue Trailer:
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Niveau hin oder her, es sind Amateure. Und jeder, der sich überhaupt traut, dort öffentlich vorzuspielen (mir würden dabei die Hände so stark zittern, dass ich die Tasten nicht mehr treffe...), hat Bewunderung und Respekt verdient!