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Klavierspielen-und üben auf einem Keyboard?

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Nicole_Nici, 27. Sep. 2008.

  1. Nicole_Nici
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    Nicole_Nici

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    Hey,

    ich hoffe ich durfte jetzt für meine Frage ein neues Thema aufmachen. Habe kein Thema gefunden, wo diese Frage reinpasst. Wenn nicht, sorry. ;)
    Erstmal mein "Problem": Das Klavier das wir haben steht in einen Raum, der von der ganzen Familie genutzt wird (ich habe 2 Geschwister), daher muss ich das Üben teilweise "nach meiner Familie richten". Dies ist ziemlich nervig, da ich dadurch oft nicht üben kann, obwohl ich gerne üben würde. Ich kann das Klavier aber auch nicht in mein Zimmer stellen. Wir haben jedoch auch noch ein sehr gutes Keyboard.
    Daher ist meine Frage: Könnte ich auf den Keyboard zusätzlich zum Klavier üben? Das heißt, ich würde das Keyboard in mein Zimmer stellen um darauf zu üben, wenn ich nicht am Klavier üben kann. Meine Befürchtung ist, dass ich durch das Üben auf dem Keyboard schlechter Klavierspielen lerne. Ich habe auch schon einige Bekannte um Rat gefragt. Die einen sagen, dass man durch das Üben auf dem Keyboard schlechter Klavierspielen kann, da die Tastengröße anders ist und der Anschlag. Die anderen sagen, dass das kein Problem ist, solange ich trotzdem noch auf dem Klavier übe. Dadurch bin ich jetzt ein wenig verwirrt, vielleicht hat einer das gleiche Problem oder übt auch auf einen Keyboard, obwohl er Klavierspielen lernt.
    Ich würde mich echt freuen, wenn mir dazu jemand etwas sagen könnte. Danke schonmal.
     
  2. Odi
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    Odi

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    Ich bin zwar kein profi, aber wenn du auf beidden instrumenten übst isses sicher kein problem. Das wärs erst dann wenn du jahre nur noch keyboard spielst und dann wieder mal auf dem klavier
     
  3. fisherman
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    fisherman

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    Hallo Nicole - das Thema erledigt sich von alleine. Probier es aus! Ich bin mir zu 99% sicher, dass Du nach 3, 4 Mal das KB nicht mehr anrührst - es ist einfach zu verscheiden vom Klavier. Ich hab das auch mal probiert. Jetzt habe ich ein zusätzliches Digi und das funktioniert.
     
  4. Guendola
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    Guendola

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    Was für ein Keyboard hast du? Hat das 88 Tasten und eine gewichtete Klaviatur (also so, wie ein "echtes" Klavier)? Gibt es Anschlagsdynamik?

    Die Voraussetzungen für ein Übungsinstrument sind:

    - gewichtete Klaviatur (Tasten lassen sich schwerer runterdrücken als bei einem herkömmlichen Keyboard)

    - Anschlagsdynamik (je nach Anschlagsart entsteht ein leiserer oder lauterer Ton und die Klangfarbe ändert sich auch abhängig von der Lautstärke)

    - "echte" Tastengröße (die Maße von Klavier- und Flügelklaviaturen sind genormt und wenn man auf einer anderen Tastengröße spielt, bekommt man erhebliche Probleme mit der Präzision auf "normalen" Instrumenten

    - 88 Tasten (braucht man nicht gleich zu Anfang, da reichen auch 64 Tasten aus und soviele Tasten wird ein Instrument, das die ersten beiden Bedingungen erfüllt, auch wenigstens haben, die meisten haben sowieso 88 Tasten)

    - Halte- und una-corda -Pedal oder wenigstens Anschlüsse dafür, damit man das bei Bedarf (und der kommt!) nachrüsten kann.

    Alles was über diese Grundanforderungen hinausgeht, wurde hier im Forum bereits diverse Male ausführlich diskutiert, leider häufig verquickt mit Glaubenskriegen.

    PS: elektronische Instrumente, die die obigen Anforderungen erfüllen nennt man in der Regel Digitalpiano oder Stage Piano (dazwischen gibt es noch Unterschiede, aber die sind für das Üben nicht relevant).
     
  5. Nicole_Nici
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    Nicole_Nici

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    Erstmal: Danke Odi, Fisherman und Guendola für eure Antworten.

    An Guendola: Danke für die lange Antwort, leider entspricht das Keyboard nicht dem von dir genannten Voraussetzungen. Daher denke ich, werde ich besser die Finger davon lassen und am Klavier üben. Das einzige Problem ist nur wie gesagt, dass das Klavier in einen Raum steht und leider auch stehen bleiben muss, der von allem benutzt wird. Und da ich 2 Geschwister habe ist es immer ein wenig schwierig, eine Zeit zu finden in der ich in Ruhe üben kann.
    An Fisherman: Da stimme ich dir voll zu. Das Klavier klingt 1000 mal schöner. Ein weiteres Digi wäre ein Traum, aber leider für mich nicht erreichbar. (ich bin 17 und muss sparen um bald meinen Führerschein finanzieren zu können) :(
    An Odi: Ja, das dachte ich auch. Aber wie Guendola schon sagte, hat das Keyboard eine ganz andere Anschlagtechnik und die Tasten sind glaube ich kleiner etc. Ich habe Angst. dass ich durch das Üben auf dem Keyboard schlechter Klavierspielen lerne. Vor allem weil ich ja erst seit ca. 2 Monaten Klavierspielen lerne. Aber ich denke mal, dass wie du sagtest, dass wenn ich mal auf dem Keyboard übe, dass das dann kein Problem sein wird. (was für ein Satz :) )
    Auf jeden Fall großes Dankeschön an euch 3 für die Antworten!! Wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 28. Sep. 2008
  6. fisherman
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    fisherman

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    Nee, musst Du gar nicht - probier es aus. Aber ich fürchte, dass es Dir keinen Spass machen wird, weil die Umstellung (hat GAR NIX mit dem Klang zu tun!!!) einfach zuuuu groß ist.:(
     
  7. Eva
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    Eva

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    Dass es keinen Spaß macht, das kann ich bestätigen! Ich kann die Tage gar nicht zählen, an denen ich mich zum Üben überwinden musste und es wird ja auch nicht besser, wenn man dann endlich angefangen hat.

    Trotzdem wird man dadurch nicht schlechter! Zumindest ich habe trotzdem Fortschritte gemacht. Und du hast ja wenigstens noch ein Klavier, auf dem du ab und an üben kannst. Und du schriebst ja auch, dass du ein sehr gutes Keyboard hast. Wenn also mein Bontempiteil nicht geschadet hat...

    Ich hatte im Studium eine Kommilitonin, die vertrat die gleiche Ansicht wie ich. Sie musste sich zwischen nem neuen Sax und einem Führerschein entscheiden und wählte meiner Meinung nach das Richtige ;)

    Wenn man später arbeiten muss, dann kann man ja schließlich nach ein paar Wochen (wenn das erste Gehalt kommt) in die Nähe der Arbeitsstelle ziehen.

    Vergessen sollte man auch nicht, dass ein Führerschein vielleicht nicht mal was nützt. Denn auch das Geld für ein Auto und für Sprit muss man haben. (Okay, dafür kostet der Führerschein an sich weniger als ein Digi...)
     
  8. Nicole_Nici
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    Nicole_Nici

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    An Eva: Erstmal danke für die Antwort. Ich würde mir auch lieber ein Digi kaufen anstatt nen Führerschein zu besitzen. Aber ich muss da auch ein wenig realistisch bleiben. Wir haben ja ein Klavier, das einzige Problem ist dass ich nicht dann üben kann wann ich will. Deshalb wäre es nicht wirklich schlau von mir, auf den Führerschein zu verzichten, um ein zweites Digi zu kaufen. (Wobei ich ja eh erst seit 2 Monaten spiele. Es macht mir wirklich Spaß, aber man weiß ja nie, wie lange man dann dabeibleibt.) So leid es mir tut, aber das Digi muss warten.
     
  9. Eva
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    Eva

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    Meine Kommilitonin blieb auch realistisch. Man braucht im Grunde keinen Führerschein, wenn man nie Geld für ein Auto, den Sprit, die vielen Versicherungen und die Werkstattbesuche hätte...

    Es kommt ja auch darauf an, wie oft du an dem Klavier üben kannst. Bei mir hat wöchentlich eine halbe Stunde Digi gereicht, damit ich mir durch das Keyboard nicht total den Anschlag versaut habe und dann eben noch die Vorspiele auf nem Flügel oder manchmal auch auf Klavier oder Digi.

    Problematisch würde es werden, wenn du fast gar nicht üben kannst. Bei mir war auch noch das Problem, dass es schon in den ersten Unterrichtsmonaten Stücke gab, für welche die Tasten des Keyboards nicht gereicht haben. Wenn du dann nicht üben kannst, dann ist das schon ziemlich ungünstig.

    An sich kann es aber sogar förderlich sein, wenn du viel auf einem Keyboard üben musst. Wenn du dann mal an ein Klavier kommst, dann spielst du wahrscheinlich sehr viel konzentrierter. War zumindest bei mir so. Jetzt habe ich ein Digi und achte zum Beispiel beim Üben viel weniger auf die Dynamik. Wenn man die ganzen Vorteile eines Klavieres aber selten hat, dann will man sie in solchen Momenten voll und ganz ausnutzen.

    Und schaden kann es auch nicht, wenn man sich schon früh an sehr unterschiedliche Tastaturen gewöhnt. Meine erste Lehrerin hat zumindest mal behauptet, dass ich mich erstaunlich schnell auf ein neues Instrument einstellen kann. Weiß aber nicht, ob das dem Keyboard zu verdanken war ;)

    Du könntest aber auch irgendwie Übezeiten bei deiner Familie rausschlagen. Ich habe beispielsweise einmal mit meiner Schwester eine Wette abgeschlossen und erstaunlicherweise sogar gewonnen, obwohl die Chance dafür weniger als 1% betrug. Der Preis war, dass sie jeden Tag 2 Stunden aus ihrem Zimmer verschwinden muss, damit ich eben mal Zeit zum Üben habe (natürlich zwei Stunden, an denen wir beide gemeinsam daheim waren). Sowas geht aber leichter, wenn man nur einen loswerden muss...
     
  10. Guendola
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    Guendola

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    Das Thema "Anschlag versauen" finde ich etwas problematisch, denn nach zwei Monaten gibt es vermutlich noch nicht viel zu versauen. Anders ausgedrückt: Ein Klavier oder wenigstens Digitalpiano ist schon nötig, um überhaupt zu lernen, gleichmäßig zu spielen. Natürlich kann man ein Keyboard dazu benutzen, sich zum Beispiel die Noten für ein neues Stück zu erkämpfen. Aber ich wüßte nicht, was man daran wirklich üben könnte.
     
  11. billlchen
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    billlchen

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    Bei mir ist es so. Ich hab zuhause ein Klavier stehn hatte vor 9 Jahren 2 jahre lang Klavierunterricht (war damals 10) nach den 2 Jahren Unterricht das erste jahr war super war auch bei einer sehr netten Nachbarin von uns das 2te Jahr war bei einer richtigen Klavierlehrerin sie war etwas streng was mir nicht so gefallen hat und ich dann im endeffekt aufgehört hab. In den letzten 7 Jahren hab ich mich dann nur noch sehr selten ans Klavier gesetzt. Jetzt bin ich im Ausland als Aupair und jetzt packt mich wieder die Neugier es wieder anzufangen. Leider hat die Familie kein Klavier deswegen hab ich mich jetzt dazu entschlossen ein Keyboard zu kaufen und auf dem dann wieder zu üben. Ich denk schon, dass es ein groser Unterschied zum richtigen Klavierspielen ist, aber ich denk um einfach die Lieder wieder zu lernen is es ok.

    Sybille