Klavierlehrer nervt...!

Dieses Thema im Forum "Klavierspielen & Klavierüben" wurde erstellt von Anonymous, 10. März 2006.

  1. Anonymous
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    Die Frage ist jetzt vielleicht blöd, aber egal. Ich übe jeden Abend 2 Stunden. Ich spiele dann wirklich ordentlich, sauber und im richtigen Tempo. Aber wenn ich dann bei meinem Klavierlehrer bin, dann werde ich nervös und fange an Fehler zu machen, die ich zuhause nie mache. Und dann sagt mein Klavierlehrer, ich übe zu wenig. Aber ich über doch dauernd!!! Ich glaube ich bin so nervös, weil mein Klavierlehrer so streng ist. Was kann ich tun?
     
  2. Anonymous
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    Klavierstunden sind immer eine Streß-Situation. Es sitzt ja jemand dabei, der Dir genau auf die Finger sieht. Das kann man trainieren, indem man andere Leute bittet zwischendurch beim Üben zuzusehen bzw. zu hören.
    Oft ist es auch so, dass man zu Hause eigentlich nicht viel anders spielt, dass einem aber in der Klavierstunde die unsicheren Stellen erst bewusst werden, weil die Konzentration einfach höher ist.
    Ich würde aber trotzdem mit dem Lehrer mal ein offenes Gespräch darüber führen.
     
  3. Anonymous
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    Vielleicht tröstet es dich: Ich habe das gleiche Problem mit der Blockflöte und meiner Lehrerin. Die ist wirklich nett, aber ich gerate in Stress. Stress hatte ich auch, als ich Bekannten groß angekündigt erstmals etwas vorgespielt habe.

    Das einzige, was helfen kann, ist die langsame Gewöhnung an Publikum, da gebe ich Bernd vollkommen Recht.
     
  4. Anonymous
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    Ich kenn das auch, zu Hause spielt man automatisch viel lockerer weil man weiß, dass man Fehler machen kann und dass sie dann keiner hört. Sag das deinem Lehrer mal in einer ruhigen Minute, der wird das schon verstehen.
     
  5. Anonymous
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    Evtl. Lehrerwechsel in Betracht ziehen

    :idea:
    Hallo, auch Klavierlehrer sind nur Menschen. Manche sind nachsichtig und geduldig, andere streng und ungeduldig ....

    Die Zielstellung des Unterrichts ist m.E. hier wesentlich.
    Wer sich zum Profi qualifizieren, an Klavierwettbewerben teilnehmen will usw. braucht sicherlich einen fordernden, strengen und unnachgiebigen Lehrer, der zielstrebig vorantreibt.

    Wer aus reiner Freude am Klavierspiel Unterricht nimmt, um sich selbst den Wunsch zu erfüllen und sein Leben sinnvoll zu gestalten u.ä (Motive gibt es natürlich auch hier unendlich viele) braucht sich einem solchen Druck (siehe oben) natürlich nicht auszusetzen.

    Leider vergessen manche Klavierlehrer in ihrer "Berufung" diese Zusammenhänge und versuchen mit aller Macht aus ihren Schülern "Konzertpianisten" zu machen ohne weiter auf deren eigentliche Bedürfnisse einzugehen.

    Da ich selber Klavier und Keyboard unterrichte weiß ich, wie sehr ein Lehrer die Entwicklung seines Schülers "lenken" kann und dass ein erfolgreicher Unterricht angestrebte Lernziele voraussetzt.
    Die Frage ist nur, mit welchen Mitteln, mit welchem "Druck" erreicht man diese Lernziele.

    Klar ist, dass im Unterricht immer eine andere (für den Schüler angespanntere) Situation herrscht, als wenn man allein übt.
    Wenn aber ein gutes Lehrer-Schüler-Verhältnis besteht kann man diese Anspannung ganz schnell herausnehmen.
    Außerdem wird ein guter Lehrer in der Lage sein zu erkennen, ob es sich bei den jeweils gemachten Fehlern um situationsbedingte (Anspannung) oder um "antrainierte" also "wirkliche" Fehler handelt.

    Ansonsten hilft, jede Möglichkeit wahrzunehmen vor anderen Personen oder besser für andere Personen zu spielen.

    Wenn man sich also bei seinem Klavierunterricht nicht mehr wohlfühlt, bleibt wahrscheinlich letzten Endes kein anderer Weg, als den Lehrer zu wechseln, wenn man wieder Freude am Klavierunterricht haben will.
     
  6. Anonymous
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    Klavierlehrer nervt

    Klavierspielen ist schwierig und es ist nicht leicht Selbstbewußtsein
    zu bekommen.
    2h üben ist eine ganze Menge, ich würde möglichst viel vorspielen
    um mich daran zu gewöhnen und versuchen Erfolge einzuheimsen.
    Vielleicht kann das die Wichtigkeit des Klavierlehrers etwas
    relativieren.
    Immerhin, wenn er eine gewisse Strenge hat lernst du bestimmt
    auch viel, und vielleicht kannst du ihm ja sagen, daß es dich nervös
    macht wenn du ihm vorspielen "mußt", vielleicht bessert es die Sache
    wenn ihr mal darüber sprechen würdet.
     
  7. Anonymous
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    nervös im unterricht?! :wink:

    hmm, ich kann dein problem gut nach voll ziehen, dass du nervös im untericht bist, und dann nichts mehr so geht wie man es geübt hat, obwohl bei mir das problem doch eigentlech nicht so ist, dass ich übe, und dann trotzdem im untericht alles vermasele, sondern dass ich nicht genug geübt habe, und dan so ein schlechtes gewissen habe, dass nicht mehr mal das so richteg klappt, was ich doch eigentlich kann...
    nun ja, aber im algemeinen habe ich bei meinem lehrer kein problem mit nervosität, ich bin nur immer extrem nervös, wenn ich vor fremden leuten, oder eben leuten, die mich nicht so oft spielen hören, etwas vorspielen muss, weil ich dann immer ganz perfekt spielen muss...
    aber um dir vielleicht bei deinem problem zu helfen, mit der nervosität im untericht... du betracdhtest deinen lehrer vielleicht zu sehr als jemanden, der dich kontrolliert, und dir vielleicht sogar deine fehler immer vorwirft, obwohl du doch eigentlicht zum klavierunericht gehst, um etwas zu lernen...
    betrachte deinen lehrer einfach mehr als jemanden der dir etwas beibringen möchte, als jemanden, der nur kontrollieren will ob du auch schön brav geübt hast, und dann klappt das schon...
     
  8. Anonymous
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    @ Gast hi erstmal.

    Das Vorspielen im Unterricht erinnert an einer Vorspielsituation bei einem Konzert. Bei mir jedenfalls. Meine Lehrerin sagt selber, dass im Unterricht nur 60-80 % Leistung im Vergleich zu zuhause erreicht wird. Also
    Die Aussage deines Lehrers lässt vermuten, dass er ein Musiker mit wenig erfahrung ist. Die Aussage, du übst zu wenig wirkt sehr unerfahren.
    Statt Schwerpunkte rauszugreifen, die du verbessern könntest.
    Kritisiert er dein generelles Spielen? Ich halte wenig von deinem Lehrer :?
     
  9. Peter
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    Peter Bechsteinfan Mod

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    Hallo erst mal, bin neu hier. :)
    Das drückt eigentlich schon das ganze Problem aus. Als ich meine ersten Jahre Violinunterricht hatte, bin ich zur Musikschule gerannt, weil ich mich auf den Unterricht gefreut habe. So sollte es bei jedem Anfänger sein, Leistungsdruck hin oder her. Wenn das Verhältnis Lehrer-Schüler nicht stimmt, sollte man erst mal da ansetzen. Es kann einfach nicht angehen, dass ein Schüler nervös wird, nur weil ein Lehrer im Raum ist (mein erster Lehrer lud mich zu Kakau und Kuche ein, wir quatschten viel...er erkannte recht schnell, wen er vor sich hatte und stellte sich drauf ein...wußte genau, dass ich ständig neue Stücke brauchte, auch wenn die "alten" noch lange nicht perfekt waren...). Wie Hajomusic schon schrieb: Zur Not den Lehrer wechseln. Hatte das auch mal durch. Als ich nach drei Jahren einen neuen Lehrer bekam, wechselte ich sofort bei der erstbesten Gelegenheit, weil das Verhältnis überhaupt nicht gestimmt hat (er hat mich 6 Monate lang an einer kleinen Etüde üben lassen...und das bei einem ungeduldigen 10-jährigen).

    Fazit: Rede mit Deinem Lehrer darüber. Kann er sich nicht auf Dich einstellen, wechsel den Lehrer. Am Ende solltest Du Dich auf den Unterricht und die neuen Aufgaben freuen. Ich wünsch Dir viel Glück.
     
  10. sebastian
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    sebastian

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    Beim Schüler-Lehrer-Verhältnis spielen zwei Dinge eine Rolle: zum einen das Verhalten des Lehrers, zum anderen aber deine Einstellung! Das habe ich jetzt bei meiner Blockflötenlehrerin gemerkt. Ich habe locker gelassen und ihre Anmerkungen als Tipps gesehen, und jetzt macht mir der Unterricht uneingeschränkt Spaß!

    Versuche, die Stunde nicht als Hürde zu sehen, über die du springen musst! Du musst nicht vor deinem Lehrer bestehen, ganz im Gegenteil, er bekommt Geld von dir, damit er auf deine individuellen Schwierigkeiten eingeht. Wenn du aber das Gefühl hast, dass er das nie und nimmer macht, dann ist er nicht der richtige für dich.
     
  11. Anonymous
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    Ich kenne das Problem auch sehr gut und ich habe schon 3 X den Lehrer gewechselt. Jetzt habe ich eine Lehrerin, die ich gern mag, habe aber auch bei ihr manchmal Schwierigkeiten vorzuspielen. Es kommt auch ein wenig auf die Tagesform und das Selbstbewußtsein an. Sicherlich ist auch die innere Einstellung entscheidend.
    Ich übe auch 2- 3 Std. am Tag, da ist wirklich nicht mehr rauszuholen. Trotzdem kann ich auch vor anderen nicht gut fehlerfrei spielen.
    Jetzt hatte ich ein Stück, was ich super viel geübt habe, und wo meine Lehrerin gar nichts korrigiert hat, weil es sich gleich toll angehört hat.
    Das hat mir etwas Sicherheit gegeben.
     
  12. leni
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    leni

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    ich fänd hier die antwort auf die frage interessant ob du in einer musikschule oder privat unterricht hast.
    ich habe beides und muss sagen in einer musikschule lernst du das sehr gut...es werden viele vorspiele angeboten und du kanns auch vor anderen lehrern vorspielen...das hilft (mir) gewaltig. wobei ich nicht sage dass das nicht auch bei privatlehrern möglich ist.