Klavierlehrer auf der Flucht


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Gonzine
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Hallo,

ich bin neu hier im Forum, lese aber schon eine Weile mit, denn ich habe den Entschluss gefasst, "auf meine alten Tage" (43) noch Klavierspielen zu lernen. Und da genau liegt das Problem: Während wir für unseren sechsjährigen Sohn an der hieseigen Musikschule direkt eine nette Lehrerin gefunden haben, will mich n i e m a n d unterrichten!

Die Lehrer vor Ort winken ab, wenn es um eine soooo alte Anfängerin geht. Ich bin beleidigt, ehrlich, und kurz davor, das ganze Vorhaben aufzugeben. Ich will ja niemandem auf die Nerven gehen, sodern nur was dazulernen. Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und eine passende Strategie zur Hand?

frustrierte Grüße
Gonzine
 
T
Tamerlana
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Hallo Gonzine

Ich drück dir die Daumen, dass du einen Lehrer oder eine Lehrerin findest. Hast du auch schon bei privaten Klavierlehrer(inne)n gefragt? Vielleicht sind sie bei der Musikschule schon eher auf Kids eingestellt. Und wenn nicht, dann sollen sie aber nicht so tun, als ob man mit über 40 nichts neues mehr lernen kann :evil: (ich habe auch erst "so spät" damit angefangen).

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Erfolg - nicht locker lassen :wink:
 
G
Gonzine
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danke für Deine ermutigende Antwort.

Ja, ich habe vom Fachgeschäft, bei dem wir ein Klavier gemietkauft haben, einen Tipp für eine private Lehrerin bekommen. Lieber wäre mir die Musikschule, weil dort nun unsere beiden Kinder Schüler sind (Cello und Klavier) und ich mich eigentlich sehr wohl fühle, wenn ich als Begleitung mitgehe. Es wäre auch einfach praktischer gewesen. Angerufen habe ich die Lehrereib noch nicht. Irgendwie hat mich der Mut verlassen. Aber wenn das Klavier nächste Woche erst im Wohnzimmer steht und ich unseren Sohn zum ersten Unterricht begleitet habe, kommt die Neugier aufs Spielen bestimmt zurück.

Gruß
Gonzine
 
W
Wu Wei
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Hallo Gonzine,

Kopf hoch. Ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen: Mein Klavierlehrer, eine Freundin, die auch Klavier lernt, sowie ein Bekannter, der an der Musikschule unterrichtet, erzählen alle, wie gern Lehrer auch gerade die älteren Schüler unterrichten. Einfach weil da eine andere Motivation vorherrscht und ein ganzes Stück Lebenserfahrung in das Spiel einfließen kann.
Das sollte dir ausreichend Selbstbewusstsein verleihen, auf die Lehrer zuzugehen und ihnen die Ehre zu geben, dich unterrichten zu dürfen. :wink:

Tschüss
Wu Wei
 
M
Marty
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Hallo,

ich sehe das Ganze irgendwie anders. Man muss einen Klavierlehrer nicht "bitten" einen zu unterrichten. Man "engagiert" einen Klavierlehrer und bezahlt ihn. Wenn er nicht will, verdient er wohl genug Geld. Hat man auch nicht oft heutzutage. Es gibt genug andere Klavierlehrer. Das Internet ist voll davon. :-) Nicht den Mut verlieren und nicht fragen ob man dich "bitte" unterrichten kann, sondern wie Wu Wei sagt "auf die Lehrer zuzugehen und ihnen die Ehre zu geben, dich unterrichten zu dürfen.".

Gruß,
Marty
 
Klimperliese
Klimperliese
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Hallo Gonzine

Ich hab auch jetzt mit 30 erst angefangen Klavier zu lernen, mein Lehrer ist sogar jünger als ich :)
Ich denke die Lehrer die Dich nicht nehmen wollten sind viell. wirklich auf Kinder "spezialisiert". Nicht aufgeben und Kopf hoch, wäre doch echt schade deshalb nicht anzufangen mit dem Klavierspielen, würdest echt was verpassen, macht riesig Spass.
 
W
Wu Wei
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Genau. Dein Alter ist a b s o l u t kein Grund, in unterwürfiger Haltung auf die Gnade der Musikschule zu warten. Ich kenne wirkliche Methusalems, die noch mit Klavier oder sogar Sax begonnen haben. Klar wäre es vorerst praktischer der Kinder wegen, aber warum nicht zum Beispiel annoncieren oder in der nächstgelegenen Uni/Hochschule Aushänge machen (Jobvermittlung Studentenwerk?). Es kann doch auch nicht schaden, verschiedene Lehrer in der Familie zu haben.
 
Klavirus
Klavirus
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Hallo Gonzine,

kann ich nicht verstehen, dass in Deiner Musikschule solche Zicken gemacht werden. Bei uns sind sie froh über jede Neuanmeldung, und Erwachsene werden gerne genommen.
Auf meine damalige Anfrage, ob man denn auch als Erwachsener noch Klavier lernen könnte, erhielt ich die Antwort: "Natürlich, es ist nie zu spät" und musste sogar nach meiner Anmeldung am selben Tag noch zum Unterricht! (das Schuljahr hatte schon begonnen) Mein Sohn geht zu selben Lehrerin, da gibts keine Probleme, ich seh nur Vorteile. Die erw. Schüler haben sogar ihre eigenen Vorspiel-Termine.
Vielleicht bist Du nicht offensiv genug vorgegangen? Hast Du die Klavierlehrerin Deines Kindes selbst gefragt? Vielleicht hatte sie nur keine freien Termine mehr, geh doch mal zur Sekretärin und melde Dich einfach an!

Mut dazu wünscht Dir

Klavirus
 
F
Freme
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Hallo Gonzine,

da scheinst Du aber an einem Ort zu wohnen, an dem sich die Klavierlehrer vor Schülern nicht retten können. Du wirst aber bestimmt jemand finden.

Jedenfalls bis zu auf keinen Fall zu alt zum Lernen. Ich bin auch so eine Methusalemin, die im fortgeschrittenen Alter angefangen hat.

Mein Klavierlehrer unterrichtet übrigens lieber Erwachsene, die seien einfacher zu motivieren.

Viel Erfolg.

Gruß
Gaby
 
G
Gonzine
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herzlichen Dank für Eure Antworten, sie haben mir neuen Mut gemacht.

In der Rolle der "nervigen" Anfängerin fühle ich mich extrem unwohl, aber eigentlich ist es ja genau so wie ihr es schreibt: Ich suche schlicht nach einem "Dienstleister" in Sachen Klavierspiel. Dass es so schwer werden würde, dachte ich halt nicht. Ich bin selbstständig tätig und kann es mir jedenfalls nicht leisten, meine Auftraggeber derart naserümpfend abzuweisen.

Leider ist die Auswahl an ortsnahen Lehrern ziemlich klein, denn wir leben auf dem Lande. Heute versuche ich es - dank eurer Aufmunterungen - erstmal bei der Privatlehrerin, vielleicht ist sie ja eher auf erwachsene Schüler eingerichtet als die Musikschule.

Danke nochmal und einen schönen Tag
Gonzine
 
A
Astrid
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Hallo Gonzine,

bei unserer Musikschule ist es auch so, dass nur Schüler bis 25 Jahre unterrichtet werden.

Warum auch immer..... :(

Ich habe dann aber über eine Lehrerin, die an der Musikschule arbeitet, eine Privatlehrerin gefunden.

Vielleicht kann die Lehrerin deines Sohnes, dir jemanden empfehlen?

Und was ich auch noch wichtig finde:
es ist manchmal besser, wenn die Eltern nicht genau das gleiche lernen, wie die Kinder. Die Kinder lernen viel schneller als wir Erwachsenen, da könntest du sehr bald frustriert sein, dass dein Sohn dir weit voraus ist.

Wenn du einen eigenen Lehrer hast, der ganz andere Stücke mit dir macht, dann kann das nicht so leicht passieren.

Also viel Erfolg bei der Suche und liebe Grüsse
Astrid

P.S.: ich "hoffe", dass du dich bald mit deinem Sohn streitest, wer zuerst ans Klavier darf zum üben :wink:
 

M
Makö
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Zitat von Astrid:
Und was ich auch noch wichtig finde:
es ist manchmal besser, wenn die Eltern nicht genau das gleiche lernen, wie die Kinder. Die Kinder lernen viel schneller als wir Erwachsenen, da könntest du sehr bald frustriert sein, dass dein Sohn dir weit voraus ist.

Wenn du einen eigenen Lehrer hast, der ganz andere Stücke mit dir macht, dann kann das nicht so leicht passieren.

Also viel Erfolg bei der Suche und liebe Grüsse
Astrid

P.S.: ich "hoffe", dass du dich bald mit deinem Sohn streitest, wer zuerst ans Klavier darf zum üben :wink:

Hallo Astrid,

das kann ich so (noch) nicht bestätigen. Mein Sohn (9) und ich (42) haben vor 1 Jahr beim selben Lehrer zeitgleich mit dem Unterricht begonnen. Zur Zeit bin ich meinem Sohn (noch) einiges voraus. Das liegt aber wahrscheinlich an den Vorkenntnissen, der konsequenteren Übetechnik, und der Grundeinstellung (ich will unbedingt, mir läuft die Zeit davon).
Allerdings muss ich zugeben das mein Filius, wenn er denn mal richtig und konzentriert übt, die Stücke razfaz auswendig kann und jederzeit und vor jedem Puplikum vorspielt. Um ein Stück auswendig und einigermaßen gut (musikalisch) spielen zu können, brauche ich Wochen. Vorspielen geht gar nicht :( .
Aber ich war ja vorgewarnt. Als ich den Lehrer meines Sohnes fragte, ob er mir auch Unterricht geben würde, sagte er: "Klar, aber soweit wie Jovan werden Sie es nicht mehr bringen."
Das hat mich aber keineswegs abgeschreckt. Im Gegenteil! Ich bin immer stolz und freue mich wenn er frei und unbekümmert bei jeder Gelegenheit vorspielt :-D .

In diesem Sinne
Viele Grüße
Makö
 
Klavirus
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Zitat von Astrid:
bei unserer Musikschule ist es auch so, dass nur Schüler bis 25 Jahre unterrichtet werden.
Warum auch immer....

...übrigens verstößt das gegen das Grundgesetz...
Diskriminierung!
Außerdem bist Du gar nicht verpflichtet, bei der Anfrage oder Anmeldung Dein Alter anzugeben, es reicht "Erwachsener".
Sowas lässt mir den Hut hoch gehen!

:evil: :evil: :evil:

Klavirus
 
Beabarba
Beabarba
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aber aber Klavirus,

da gibts auch noch so was wie Vertragsfreiheit. Auch finde ich es durchaus in Ordnung, wenn in Gemeinden, die ja zumeist die Musikschulen betreiben und da nicht unerhebliche öffentliche Gelder reinstecken, vorwiegend die Jugend fördern wollen. Unsere Musikschule hat da einen salomonischen Weg gefunden: es können sich auch Erwachsene anmelden und werden gern genommen, allerdings zu astronomisch hohen Gebühren (1344 € im Jahr für eine Dreiviertelstunde, die ortsansässigen Kinder zahlen 1030 €) so daß ein privater Lehrer allemal billiger ist.

Viele Grüße, Beate
 
F
Freme
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Hätte ich zwar auch nicht gedacht, aber es scheint doch üblich zu sein, dass es nicht selbstverständlich ist, dass man als Erwachsener eine Musikschule besuchen kann. Habe eben mit unserer telefoniert und die Auskunft erhalten, dass Erwachsene nur dann einen Platz erhalten, wenn noch etwas frei ist. Kinder und Jugendliche gehen vor.
 
P
Petra
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Also ich finde ja das gerade Musikschulen die durch öffentliche Gelder gefördert werden Erwachsene nehmen müssten. Wer zahlt denn bitteschön die Steuern. Ich selber bin an einer Privaten Musikschule da war das garkein Problem.
Gruß Petra
 
P
pauxillum
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hallo gonzine,
wo wohnst du denn??? vll. weiss ja jemand einen klavierlehrer bei dir um die ecke?!?!

sonnige grüsse
pauxillum
 
S
simone
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Ja, das ging mir ganz genauso! Keiner wollte mich unterrichten, eine Lehrerin hat sich dann erbarmt..........aber ich bin hartnäckig geblieben, habe irgendwann einen super Lehrer gefunden! Ich glaube, dass es damit zusammenhängt, dass die Lehrer glauben, man übt ja doch nicht. Und bei Erwachsenen trauen die sich dann nicht, Druck zu machen. Mein Tipp: Dranbleiben, es gibt nette Lehrer!
 
Ü
ülki
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ja petra wo wohnste denn überhaupt?
 
P
Petra
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Hallo
Ich wohne im Münsterland.
Gruß Petra
 
 

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