Klavier-Knigge: ist der Fuß erlaubt?

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Debbie digitalis
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Hallo miteinander,

bin jetzt offenbar in der falschen Abteilung gelandet. Wollte keine Umfrage stellen, sondern nur eine einfache Frage an alle Mitglieder im Forum:

Wenn ihr Klavier spielt und es wird rhytmisch kompliziert, setzt ihr dann euren Fuß quasi als Ersatz für einen Metronom ein?

Ich mache es sehr oft und es hilft mir auch sehr viel. Heute habe ich allerdings am ersten Tag eines ganz intensiven Chorwochenendes festgestellt, dass der Fuß - zumindest dort - gar nicht erwünscht ist. Man soll das unterlassen, und wenn es wirklich nicht ohne geht, vielleicht ganz leicht und unauffällig mit der Ferse wippen.???

Schaut den Pianisten denn jemand auf die Füße? Oder wirkt sich der "Fußeinsatz" ungünstig auf das gesamte Spiel aus??

was sind eure Erfahrungen???

@an dir gerade präsenten mods: mein Beitrag ist jetzt wirklich an falscher Stelle gelandet, aber clavio ist hinsichtlich seiner Benutzung auch nicht wirklich selbsterklärend! Wenn möglich, stellt dieses neue Thema doch bitte an die richtige Stelle (nämlich in die Plauderecke).

Liebe Grüße

Debbie digitalis
 
Viola
Viola
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Fußwippen ist eine Unart. Das ist so wie wenn Du an der Kasse im Supermarkt stehst und das Wechselgeld errechnest indem Du die Finger abzählst...

Erstes Schuljahr - ok. Da geht das noch durch. Bei Dyskalkulie, jahh okey, wenn es denn nicht anders geht. Muss dann eben sein.

Fußwippen nützt sowieso nichts, mann muss das Metrum, den gleichmäßigen Grundschlag, verinnerlichen. Das erfordert eine Menge Übung. Zusammenspiel mit anderen zB. Dann knirscht es im Tempo. Dein Fuß würde immer brav alle Fehler mitmachen.

Viola
 
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Debbie digitalis
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Fußwippen ist eine Unart. Das ist so wie wenn Du an der Kasse im Supermarkt stehst und das Wechselgeld errechnest indem Du die Finger abzählst...
Viola


Hallo Viola,

das ist ja ein ziemllich eindeutiger Kommentar. Ich bin halt Spätanfänger am Klavier und hatte bisher immer den Eindruck, dass mir der Fuß beim KLavierspielen, zumindest dann, wenn es rhytmisch etwas komplizierter zugeht hilft. Auch im Chor,wenn lange Haltenoten oder exakte Einsätze bzw. Pausen auszuzählen sind, kann ich das besser mit motorischer (Fuß-)unterstützung als allein im Kopf. Allerdings will ich ja auch kein Profimusiker werden, sondern lerne das Klavierspielen (und singe) einfach, weil es mir sehr viel Spaß macht, deshalb frage ich mich: Warum darf ich dann nicht das Metrum bzw. den Rhytmus motorisch kontrollieren? - Ist das wirklich ein so absolutes no-go - und wenn ja, warum??

LG

Debbie digitalis
 
Viola
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Sorry, liebe Digitalis... (irgendwie muss ich immer an eine schöne Blume denken bei diesem Namen), Du kannst natürlich mache was Du willst. Wenn es hilft dann mache es doch! Störend könnten für andere höchstens die Geräusche sein, wenn man mit dem Absatz auf Holz herum klopft. Das ist dann wirklich ein NoGo. Jazzpianisten wippen auch im Takt. Aber nicht als Hilfsmittel oder zur Kontrolle, sondern sie bringen einfach den Körper in Bewegung, lassen ihn agieren. Und da Tanzen nicht geht, so müssen dann rudimentäre Tanzschritte genügen.

;)
 
.marcus.
.marcus.
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Mein neuer Lehrer hat mich gleich aufgefordert das Fußmetronom abzustellen. Er meint es sieht dilletantisch aus :D kann ich auch irgendwie nachvollziehen, jedenfalls im klassischen Bereich.
Den Puls muss man sowieso auch ohne Fuß hinkriegen können.

lg marcus
 
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Debbie digitalis
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Ohwei, ich habe diese Unart auch und zwar schon seit Jahren.
Das Fußwippen ist mein Metronom, es soll auch ohne gehen ja, ich will das ja auch, aber es ist verdammt schwer, meine KL sagt mir das ständig ^^
Ich arbeite weiter daran ;)

Hallo Mephisto,

schön, dass hier jemand mal zugibt, dass er es auch macht bzw. mal gemacht hat. Aber ich würde es nicht als Unart bezeichnen - ich finde es eher natürlich, dass man der Musik, die man gerade macht motorisch (mit dem Fuß) folgt. Es muss ja auch kein lautes Stampfen sein, eine angedeutete Bewegung reicht ja auch schon.

Ich frage mich allerdings, warum es Pianisten gerade so vehement ablehnen? Wer schaut denn einem Pianisten auf die Füße? Im Orchester (oder Chor) , wo sich alle Mitspieler mehr oder weniger sehen, kann ich es noch verstehen, da auf unterschiedliche Art (oder gar in unterschiedlichem Tempo) auftretende oder wippende Füße alle Mitspieler irritieren. Aber wenn ein Pianist für sich allein ohne große Geräuschentwicklung den Fuß bewegt - wen sollte das stören und warum soll das der musikalischen Kunst abträglich sein?

Ich frage doch nicht nur: warum gehört es sich (offenbar) für einen gediegenen Klavierspieler/Musiker, auf das Fußmetronom zu verzichten - sondern auch: wieso konnte das Fußmetronom so in Verruf kommen? Außereuropäische Musikkulturen, die ihre Musik durch ausgeprägten motorischen Einsatz unterstützen und begleiten haben damit ja offenbar kein Problem??

LG

Debbie digitlalis
 
rolf
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Ich frage doch nicht nur: warum gehört es sich (offenbar) für einen gediegenen Klavierspieler/Musiker, auf das Fußmetronom zu verzichten - sondern auch: wieso konnte das Fußmetronom so in Verruf kommen? Außereuropäische Musikkulturen, die ihre Musik durch ausgeprägten motorischen Einsatz unterstützen und begleiten haben damit ja offenbar kein Problem??

ganz pragmatisch: wenn man weit genug gekommen ist, braucht man den linken Fuß an der Verschiebung (una corda; linkes Pedal) und den rechten Fuß braucht man am Tonhaltepedal (rechtes Pedal) - - auf beiden den Takt oder Puls klopfen wird keine ganz ideale Idee sein ;)

Gruß, Rolf
 
Guendola
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Wenn es einen Knigge für klassische Pianisten gibt, steht da sicherlich ein Fußwippverbot. Es stört tatsächlich bei der Pedalbenutzung und eigentlich hat man ja sowieso immer ein paar Körperteile in rhythmischer Bewegung, um die Tasten anzuschlagen. Das selbe gilt übrigens für Kopfnicken.

In älteren Ausgaben würde natürlich auch das Frackgebot stehen, und das ist schon seit einiger Zeit definitiv überholt.

Meiner Meinung nach ist das Fußwippverbot nur aus ästhetischen Gründen zu rechtfertigen und die kann man endlos diskutieren. Hauptgrund ist vermutlich, daß möglichst nichts von der Musik ablenken soll und unnötige Fuß- oder Kopfbewegungen lenken nun mal ab, weil sie unüblich sind (das gilt für das Publikum, der Pianist macht es ja eher automatisch - wenn er es macht).

Eigentlich bin ich auch gegen solche Bewegungen, ich empfinde sie einfach bei klassischer Musik als unpassend. Aber als vorübergehende Hilfsmittel sollte man sie nicht verdammen.
 
M
Melodicus
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Mir hat mal jemand als Alternative zum Wippen folgendes genannt:
Mit der Zungenspitze an den Gaumen tippen (oben, hinter den Schneidezähnen).
Das ist lautlos, und niemand sieht etwas davon.
 
ChrisSilver
ChrisSilver
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Mein neuer Lehrer hat mich gleich aufgefordert das Fußmetronom abzustellen.
LOL
Hi,

also ich finde wenn du z.B. Boogie oder Blues spielst MUSS da einfach das Fußstampfen, Wippen o.ä dazu :D. Das ergibt doch erst den "Bluessound" :cool:
Ok, ich mach es auch, auch wenn ich mich grad an keinen Moment erinnern kann...
Aber dass es sein MUSS Basti, da kann ich dir nicht zustimmen......
 
Klimperer
Klimperer
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Hallo,

Ich KANN gar nicht mit dem Fuß zum Musikspiel tippen/stampfen, auch wenn ich es wollte. Sobald ich das versuche, komme ich aus dem Rhythmus. Das gilt für Klavier, Geige, Bratsche, Blockflöte, Orgel, Euphonium/Hochbass und Tuba.

Ciao,
Mark
 
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rolf
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Wenn es einen Knigge für klassische Pianisten gibt, steht da sicherlich ein Fußwippverbot. Es stört tatsächlich bei der Pedalbenutzung (...).

;) das kann sogar schlimmer sein, als nur stören...
wie dem auch sei: ich glaube nicht, dass man einen Knigge braucht, sondern ich glaube, dass man die Füße meistens an den Pedalen braucht :)
Gruß, Rolf
 
Klimperline
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Im Chor trommle ich an vorher von mir im Notenblatt markierten Stellen ganz leicht und hoffentlich unauffällig mit dem Zeigefinger gegen die Rückseite des Notenheftes.

Beim Klavierspielen geht es aus oben bereits erwähnte Gründen eigentlich nur durch Zählen im Kopf. Alles Andere würde entweder das Spiel stören oder seltsam ausehen. Ich finde das auch nicht weiter schlimm, denn auch das Fußtrommeln müsste ich ja mitzählen.
 
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daedalus52
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Beim Üben wippe ich auch bei Stellen, die mir "taktlos" erscheinen, mit dem Fuß - beim Vorspielen des fertigen Stückes natürlich nicht mehr.

Aber meine KL wünscht sich beim Üben schwieriger Stellen noch mehr von mir - lautes mitsingen jeder Note, oder ein rhythmisch präzises "TaTaTa" .

Übrigens erinnere ich mich auch an die eine oder andere Aufnahme weltberühmter Pianisten, wo man sie mitummen/singen hört!

MfG

Wolfgang

PS.: Im Chor wippt mein Nachbar auch mit dem Fuß, aber wer auf unsere Füße schaut, würde nie auf die Idee kommen daß wir das gleiche singen...
 
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Debbie digitalis
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Hallo miteinander,

danke für eure ausführlichen Kommentare! Habe jetzt viel dazugelernt und denke, dass ich mich langfristig auch vom Fußwippen beim Klavierspielen verabschieden werde. Habe zwischenzeitlich auch schon gemerkt, dass ich es am Klavier häufig auch gar nicht mehr brauche.

Anders allerdings im Chor: Wenn das Tempo einheitlich und gleich bleiben soll und es a capella keinen offiziellen Rhytmus gibt (abgesehen von der Mimik und Gestik des Chorleiters) - dann braucht man doch eine objektive Richtschnur (jenseits der Selbstorganisation der Chormitglieder)??! Oder wie bekommt man das Ganze - z.B. in einem Orchester - hin?

LG

Debbie digitalis
 
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annettschn
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Also ich kann überhaupt nicht mit dem Fuß wippen oder so. Und wenn ich es versuche komm ich total raus aus dem Rhytmus (ich habs auch nie mit Fuß gelernt).

Meine Erfahrung im Orchester ist die, dass ein Teil der Mitglieder mitzählt, manche mit dem Fuß wippen (kommt bei leisen Stellen in einem Raum mit Holzboden besonders gut:drummer:) und manche auch gar nichts dergleichen machen. Ich spiele nach dem Tacktstock des Dirigenten und zähle danach selbst mit.

Im Chor gehts eig. genauso. Allerdings singen wir so gut wie alles Auswendig und lernen es von anfang an ohne Notenblatt. Da mit zu zählen ist fast unmöglich (für mich jedenfalls).

Ich denke, dass da jeder mit der Zeit seine Eigene Methode findet.

lg
 
Fips7
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Ich kann das normalerweise auch nicht gut, mit dem Fuß dazuzuwippen. Abgesehen davon, dass ich mit Rolf einer Meinung bin in bezug auf die Benötigung der Füße für die Pedale, bringt mich das Wippen viel leichter aus dem Takt als wenn ich innerlich "mitwippe".

Komischerweise habe ich in letzter Zeit bei einem Stück die Erfahrung gemacht, dass es mir geholfen hat, mit dem Fuß bzw. eigentlich mit dem Knie dazuzuwippen. Und das war bei Freds Variation aus dem Variationen-Workshop. Es war erst einmal ungewöhnlich, aber es half mir, die Swing-Rhythmik besser hinzukriegen. Es ist vielleicht wirklich so, dass in nicht-klassischer Musik das Fußwippen einen größere Rolle spielt als in klassischer Musik, weil es quasi einen primitiven Schlagzeuger zur Verfügung stellt, der die Musik rhythmisch unterstützt.

Aber klassische Musik braucht diesen äußerlichen "Beat" nicht so stark, weil sie ganz anders mit dem Grundschlag umgeht als nicht-klassische Musik. Es ist in klassischer Musik oft kein gleichmäßig hörbarer Beat vorhanden, auf dem sich alles aufbaut, sondern der Beat ist eben mehr "innerlich" als Puls vorhanden und kulminiert sich nur immer wieder an markanten Stellen. Okay, der Bolero tanzt da aus der Reihe... :D

Grüße von
Fips
 
D
Debbie digitalis
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Ich kann das normalerweise auch nicht gut, mit dem Fuß dazuzuwippen. Abgesehen davon, dass ich mit Rolf einer Meinung bin in bezug auf die Benötigung der Füße für die Pedale, bringt mich das Wippen viel leichter aus dem Takt als wenn ich innerlich "mitwippe".

Komischerweise habe ich in letzter Zeit bei einem Stück die Erfahrung gemacht, dass es mir geholfen hat, mit dem Fuß bzw. eigentlich mit dem Knie dazuzuwippen. Und das war bei Freds Variation aus dem Variationen-Workshop. Es war erst einmal ungewöhnlich, aber es half mir, die Swing-Rhythmik besser hinzukriegen. Es ist vielleicht wirklich so, dass in nicht-klassischer Musik das Fußwippen einen größere Rolle spielt als in klassischer Musik, weil es quasi einen primitiven Schlagzeuger zur Verfügung stellt, der die Musik rhythmisch unterstützt.

Grüße von
Fips

Hallo Fips,

danke für deine interessante Antwort!
Auch ich glaube, dass das Fußwippen im Swing eine größere Bedeutung hat als bei klassischer Musik.

Allerdings muss ich als (noch und Spät-)Anfänger mal die Frage stellen: Sicher, der Fuß/bzw. die Füße bedienen die Pedale (insgesamt drei) - aber kommt es wirklich (überhaupt) und so häufig vor, dass beide Füße im Pedaleinsatz sind??

Ich habe jedenfalls in meinem jetzigen (Anfänger-)stadium noch nicht mit beidfüßigem (oder gar beidfüßig andauerndem) Pedaleinsatz Bekanntschaft gemacht. Vielleicht bin ich da wirklich noch ein blutiger Anfänger???

Bitte klärt mich auf! Gibt es Beispiele??

LG

Debbie digitalis
 
Fips7
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Allerdings muss ich als (noch und Spät-)Anfänger mal die Frage stellen: Sicher, der Fuß/bzw. die Füße bedienen die Pedale (insgesamt drei) - aber kommt es wirklich (überhaupt) und so häufig vor, dass beide Füße im Pedaleinsatz sind??

Ich habe jedenfalls in meinem jetzigen (Anfänger-)stadium noch nicht mit beidfüßigem (oder gar beidfüßig andauerndem) Pedaleinsatz Bekanntschaft gemacht. Vielleicht bin ich da wirklich noch ein blutiger Anfänger???

Bitte klärt mich auf! Gibt es Beispiele??

Hi Debbie digitalis,

das rechte Pedal ist natürlich im Dauereinsatz. Das linke Pedal wird nicht so häufig benutzt bzw. von Komponisten eigentlich nur selten explizit vorgeschrieben. Aber man kann das linke Pedal auch generell zur Klanggestaltung einsetzen, da sich (vor allem am Flügel) der Klang sehr verändert, wenn man es drückt. Von daher wäre es also gut, es als Möglichkeit einzubeziehen.

Mir fällt gerade nur ein Medtner-Stück als Beispiel ein (ich spiel ja fast nichts anderes ;)), wo das linke Pedal explizit vorgeschrieben ist: Danza festiva, op. 38,3 im Mittelteil. Vielleicht kennen die Konzertpianisten unter den Claviolanern noch mehr Beispiele.

Grüße von
Fips
 
rolf
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bei Liszt wird sehr viel "una corda" (also mit linkem Pedal) vorgeschrieben, und das beileibe nicht nur "leise", vgl. "Isoldens Liebestod".

gestalterisch lässt sich aus Liszts Anweisungen sehr viel übers Klavierspielen lernen bzw. erkennen und damit auf anderes übertragen: "sinnvoller Pedalgebrauch [ergänze: beider Pedale] wird vorausgesetzt" - nebenbei müssen beide Pedale nicht immer ganz durchgedrückt werden (auch da kann man differenzieren, je nachdem, was grad passiert)

das mittlere allerdings wird eher weniger verwendet

Gruß, Rolf
 
 

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