Kaufentscheidung Pfeiffer Klavier "retten"- lohnt es sich?

  • #21
Da wäre ich mir nicht so sicher. Die Entsorgung kostet Geld und sollte ein Interessent aus der Gegend vorbeigekommen sein, wird er es notfalls geschenkt mitgenommen haben. Wer weiß...

Wenn es sich um Wohnungsauflösungen handelt, fackeln die Leute nicht lange - entweder wird es sofort abgeholt oder es wird entsorgt.

Eine Verzögerung der Räumung kost wesentlich mehr als eine kostenpflichtige Entsorgung.
 

  • #22
Man könnte zum äußersten schreiten und nachfragen:-)
@Bibs1993: Du solltest den Klavierlernwunsch nicht an das Pfeiffer-Klavier binden. Klavier lernen lohnt sich - in jedem Alter. Wenn das Geld nicht reicht ggfls über Mietkauf nachdenken. Auch Eltern helfen gerne mal bei solchen Projekten.
 

  • #24
Es gibt keine günstigen Klaviere. Gute neue Klaviere kosten richtiges Geld. Alte Klaviere müssen regelmäßig aufgearbeitet werde. Es ist beeindruckend, was da alles gemacht werden kann. Auch wenn man ein Klavier geschenkt bekommt oder für kleines Geld kauft, muss man in der Regel mit 8.000 bis 10.000 € für eine Aufarbeitung rechnen. Dafür hat man dann ein "neues" Klavier. Es ist immer sinvoll, einen Klavierbauer bei der Besichtigung dabei zu haben. Man kann sich bei gebrauchten Klavieren sehr schnell verkaufen und hat dann die Entsorgungsproblemik vom Verkäufer ubernommen. Für die Werterhaltung ist es wichtig, dass es sich um ein Markenklavier handelt.
 
  • #25
Da würde ich widersprechen. Mit solider Fachkenntnis lassen sich Schnäppchen machen. Kürzlich stand ein Seiler 116 in Kirschbaum mit Intarsien für 3 T€ in der Bucht, dessen verstorbener Vorbesitzer Klavierbaumeister war. Glaube kaum, dass da ein Reparaturstau vorlag. Wenn was weg muss, sinken die Preise und nicht immer hat ein lokaler Händler den Platz um sich ein optisch schwieriges Exemplar ins Lager zu stellen. Es kommt auch darauf an, für welche Haltedauer man sucht.
 
  • #26
Die Ausnahme bestätigt die Regel. Wer hat schon das Glück, ein guterhaltenes Klavier aus dem Nachlass eines Klavierbaumeister zu bekommen. Die Wirklichkeit sieht anders aus. In der Bucht werden 12.000 Klaviere angeboten. Die Nachfrage ist sehr bescheiden, die Qualität der Klaviere in der Regel auch. Es ist also Wachsamkeit geboten. Schaut man sich eine engere Auswahl mit einem Klavierbauer, kann einem in der Regel nichts passieren.
 
  • #27
Auch wenn man ein Klavier geschenkt bekommt oder für kleines Geld kauft, muss man in der Regel mit 8.000 bis 10.000 € für eine Aufarbeitung rechnen.
Bei Flügeln mit sehr guter Substanz kann man darüber nachdenken. Aber wer steckt denn 10.000 € in die Aufarbeitung eines Klaviers? Man lässt es stimmen, regulieren und evt. noch die Hammerköpfe abziehen - alles darüber hinaus wird sich nur in den seltensten Fällen lohnen.
 
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  • #28
Bei Flügeln mit sehr guter Substanz kann man darüber nachdenken. Aber wer steckt denn 10.000 € in die Aufarbeitung eines Klaviers? Man lässt es stimmen, regulieren und evt. noch die Hammerköpfe abziehen - alles darüber hinaus wird sich nur in den seltensten Fällen lohnen.
Bei der einen oder anderen Premiummarke vielleicht?
Was hieße hier "sich lohnen"? Klar, man kann sich statt der Aufarbeitung auch eine fabrikneue Schepperkiste für unter 5000 Euro kaufen. Manche mögen damit zufrieden sein.
 
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  • #29
Für 10.000 € bekommt man auch sehr gute junge Gebrauchte beim Händler. Da geht man kein Risiko ein und muss auch nicht auf einer Schepperkiste spielen.
 
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  • #30
Für 10.000 € bekommt man auch sehr gute junge Gebrauchte beim Händler. Da geht man kein Risiko ein und muss auch nicht auf einer Schepperkiste spielen.
Für dich ist ein Instrument in erster Linie ein Arbeitsgerät, für viele von uns Amateuren ist da oft viel Emotionalität mit verbunden, die rational nicht nachzuvollziehen ist.
 
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  • #31
Und von Spielweise wie Klangcharkter mögen muss man das Instrument ja auch, über das Vermeiden scheppriger Klänge hinaus. — Töne kommen überall raus.

Aber ja, um 10.000 Euro bekommt man zumindest einmal eine solidere Auswahl gebrauchter bis fast neuer Instrumente geboten.
 
  • #32
Meins hat damals gebraucht DM 3.500 gekostet. In den letzten 30 Jahren sind sicherlich noch €1.000-2.000 hineingesteckt worden (Stimmungen, kleine Reparaturen, Nachjustieren).
Gekauft habe ich das, ohne überhaupt mal hinein zu schauen ... ich habe mich drangesetzt, und mich auf Anhieb in den Klang verliebt (da kam viel Schöneres raus, als aus den Klavieren in meiner Schule).
Ich bin bis heute mit diesem Klavier glücklich ... obwohl die Hammerköpfe mal abgezogen werden könnten, und die Mechanik etwas .. wie sage ich das? ... es fühlt sich leicht ausgelatscht an.

Hätte ich bei der Besichtigung einen Klavierbauer dabeigehabt, hätte der mir eventuell geraten, für das Geld doch lieber nach einem etwas jüngeren Gebrauchten Ausschau zu halten. Im Nachhinein bin ich ganz froh, keinen dabei gehabt zu haben. Aber ich glaube auch, dass ich da mit meiner damaligen Naivität einfach nur Glück gehabt habe.

Mein Klavier ist keines, an das sich jeder "mal eben" dransetzten kann, und darauf spielen, wie auf einem perfekt eingestellten Flügel*. Es hat seine ecken und kanten, an die man sich erstmal gewöhnen muss. Aber dann belohnt einen das Ding mit Klang pur ... aktuell scheppern an der Kiste nur ein paar Schrauben, die ich oben auf dem Deckel abgelegt habe. Die zittern halt, wenn das Klavier "Mama" sagt.
 
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