Kaufberatung neuer Yamaha GC 2 Silent Flügel?

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Sondermann

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Hallo, liebe Forumsleser- und -schreiber,

ich darf mich zunächst kurz vorstellen. Ich hatte in meiner Schulzeit ca. 10 Jahre Klavierunterricht (klasssiches Repertoire, auch ein wenig Kammermusik mit Violine). In den letzten Jahren habe ich weniger gespielt, da das Klavier bei meinen Eltern stand und steht.

Jetzt bin ich in eine neue Wohnung gezogen, in der ein (allerdings mit ca. 15 m2 nicht sehr großer) Raum mit hoher Decke und Parkett allein als Musikzimmer "übrig" ist. Hierfür suche ich einen passenden Flügel in der Preisklasse ca. 20.000 EUR. Da es ein hellhöriges Mehrfamilienhaus ist und ich häufig erst spät abends komme, fände ich ein gutes Silent-System schon sinnvoll.

Ich war jetzt in einigen Klaviergeschäften. Dort haben mir die Yamaha-Flügel ganz gut gefallen, auch deren bekanntermaßen eher klarer Klang. Ich habe auch ganz gern einen volleren Klang, so dass mit die kleinsten Modelle mit 150-160 cm nicht so gefielen.

Klanglich fand ich den Yamaha C2 gut (hoffentlich ist das nicht schon zu viel für den kleinen Raum, aber ggf. kann man ja Teppichen od. dgl. etwas dämpfen).

Da dieser C2 in der Silent-Variante schon ziemlich teuer ist (der Aufpreis für Silent bei Yamaha-Flügeln ist ja sowieso eher unsittlich, aber trotzdem will ich mir kein zusätzliches Digi hinstellen), hat mir der Händler den GC 2 Silent empfohlen. Mit den Sparmaßnahmen (Tastenbelag, Gehäusedetails, Hammerunterfilze (?)) könnte ich glaube ich gut leben.

Leider hat den GC2 bzw. erst recht den GC2 Silent kein Händler hier in der Gegend da und wenn man ihn bestellt, kann man auch nicht bei Yamaha im Werk einen aussuchen; das machen die erst ab der C-Serie. Es wäre also ein wenig ein Kauf auf gut Glück.

Hier meine Fragen:

- Was haltet Ihr von dem Modell? Es gibt hier einen längeren Thread dazu https://www.clavio.de/forum/klavier-keyboard-kaufen-reparieren/10799-hurra-mein-erster-fluegel-yamaha-gc2-silent.html, den ich gelesen habe.

- Was kann man so im Moment für einen Rabatt erhoffen, ich habe ein Angebot mit ca. 18% gegenüber dem Listenpreis, was ich schon ganz passabel finde.

- In dem zitierten Thread ist es auch angesprochen: Ich habe den C2 mit meinem ehemaligen Klavierlehrer ausprobiert und er fand dort den Anschlag recht schwer. Ich fand dies im Vergleich z.B. zu dem einfachsten GB1 auch, würde aber wahrscheinlich mit dem schwereren Anschlag leben können, vielleicht spielt er sich auch nocht etwas ein. Ist es ein allgemeines Phänomen, dass der C2 bzw. (weil in dem Thread erwähnt) GC2 schwergängiger ist? Der Klavierhändler meinte, dass das schon sein könne, das wäre eben auch eine Geschmacksfrage.

Für Antworten und Kommentare wäre ich sehr dankbar.

Joachim
 
fisherman

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Lieber Joachim, für Dein ordentlichs Budget würde ICH mir was GANZ anderes gönnen - mindestens einen C3, von anderen Marken ganz zu schweigen - dafür aber dann eben gebraucht. Und unter 180/190 cm würde ich nur bei Steingraeber (A-170) gehen.

Just my 5 Cents.
 
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Sondermann

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...mindestens einen C3, von anderen Marken ganz zu schweigen - dafür aber dann eben gebraucht. Und unter 180/190 cm würde ich nur bei Steingraeber (A-170) gehen.

Lieber Fisherman,

ja, ein Yamaha C3 würde in den Raum möbeltechnisch reinpassen, habe nur etwas Sorge, dass es akustisch zu knallig würde. Oder ist die Gleichung "Flügellänge soundso am besten nur für Räume ab soundsoviel Quadratmeter", wie sie mein Klavierlehrer und der Händler in etwa aufstellte, fragwürdig?

Zwei Angebote für gebrauchte C3 mit Silentfunktion finde ich gerade im Internet, jeweils aus dem Jahre 1999. Ich befürchte nur, dass da eine 12 Jahre alte Silent-Elektronik doch um einiges schlechter ist als das aktuelle System?

Bei vielen gebrauchten Flügeln könnte man die Silent-Funktion ja auch nachrüsten, was zwar wahrscheinlich gar nicht mal viel teurer wäre als die ca. 5000 EUR, die Yamaha als Aufpreis für die Silent-Flügel verlangt, aber doch wahrscheinlich den Anschlag negativ beeinflussen würde (beim Yamaha-System soll das ja angeblich besser gelöst sein) und irgendwie doch auch ein Sakrileg bei einem schönen alten Flügel wäre.

Ohne Silentfunktion sehe ich es schon kommen, dass der Flügel - sei er auch noch so schön - erheblich seltener gespielt würde.

Bin aber grundsätzlich nicht auf einen Neukauf fixiert.

Ein Händler hatte einen wunderschön und erstaunlich klar klingenden restaurierten Ibach-Konzertflügel 240, bei dem ich schon schwach werden könnte (für Ibach gibt es bei mir Sympathiepunkte, da ich bei den Eltern ein ca. 30 Jahre altes Ibach-Klavier habe, das sehr schön klingt). 2,40 m das wäre aber wirklich zu lang.

Andere ältere Flügel haben mich nicht so angesprochen. So haben mehrere Händler restaurierte Blüthner-Flügel in ähnlichen Preisregionen, denen man aber m.E. das Alter doch anhörte.

Sonderlich viele "Gebrauchtflügel" habe ich allerdings nicht ausprobiert, vielleicht ist nur nicht der richtige dabei gewesen. Vielleicht hat jemand einen Tipp für ein interessantes Instrument (Großraum Düsseldorf)?

Joachim
 
fisherman

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Aha, Joachim, im Grunde genommen bist Du doch schon angefixt ;-)

2,40 m sind für 15 qm wohl ein etwas viel, aber in der Klasse darunter hätte ich kaum Bedenken. Ich habe einen 190er Feurich, der würde keine Probleme machen. Natürlich muss man den Raum (und evtl. das Instrument) optimieren! Da geht eine Menge. Die Gleichungen Deines Händlers halte ich für fragwürdig, da es m.E. viel mehr auf die Raumausstattung als auf reine Größe ankommt. Hänge ringsum schwere Vorhänge in deinen 15qm-Raum und du kannst auch den 240er reinstellen... (solange es kein "Knaller" ist)

Bei vielen gebrauchten Flügeln könnte man die Silent-Funktion ja auch nachrüsten, was zwar wahrscheinlich gar nicht mal viel teurer wäre als die ca. 5000 EUR, die Yamaha als Aufpreis für die Silent-Flügel verlangt, aber doch wahrscheinlich den Anschlag negativ beeinflussen würde (beim Yamaha-System soll das ja angeblich besser gelöst sein) und irgendwie doch auch ein Sakrileg bei einem schönen alten Flügel wäre.
Natürlich wär das ein "Sakrileg" aber immer noch besser als ein GC2, oder? ;-)

Und wenn Du schon solche Summen in den Raum stellst >>> Kauf Dir für 5.000 ein Roland V-Piano und für den Rest nen geilen Flügel. Oder um 1-2000,- ein gutes Digi für die Nacht und für 18.000 nen noch geileren Flügel. Was meinst Du? ;-)

Nachtrag: Wenn Du tatsächlich LANGFRISTIG vor allem mit Silent spielen musst, dann ist Deine Überlegung: Flügel + Silent (möglichst modern) richtig. In jedem anderen Fall: s.o.
 
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Bunny

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Für ein Silent-System , das den Anschlag nicht beeinflusst (rein optische Abtastung, Stoppleiste mit variabler Auslösung) sowie die wichtigen features wie Halb-Pedal etc unterstützt, habe ich mal einen Preisvorschlag von 3500€ inkl Einbau, Steuern und Anfahrt erhalten. Bohren muss man da m.E. nichts.

Viele Grüße!
 
K

Klavierbauermeister

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Die YAMAHA-SILENT-Technik incl. verstellbarer Auslösleiste ist nicht nachträglich einbaubar.
Schon mal so ein YAMAHA-SILENT mit einem anderen verglichen in Sachen Klang, Ansprache usw?
Übrigens gibt es schon Händler die sogar 2 neue GC-2 SILENT haben, kannst mich ja mal fragen :)
 
kreisleriana

kreisleriana

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2,40 m sind für 15 qm wohl ein etwas viel, aber in der Klasse darunter hätte ich kaum Bedenken. Ich habe einen 190er Feurich, der würde keine Probleme machen. ...
Und wenn Du schon solche Summen in den Raum stellst >>> Kauf Dir für 5.000 ein Roland V-Piano und für den Rest nen geilen Flügel. Oder um 1-2000,- ein gutes Digi für die Nacht und für 18.000 nen noch geileren Flügel.

.

stimme beiden Punkten zu.

Es ist ein Irrtum,dass längere Flügel lauter wären als kürzere,der Schalldruck des größeren Resonanzbodens ist zwar größer,aber das bedeutet nicht unbedingt eine subjektiv gespürte größere Lautstärke.Größere Instrumente haben sattere Bässe,der Klang wird bei guten Stücken deutlich runder und ausgewogener,während kurze Stutzflügel sehr oft zu Schärfe und zu großer Direktheit neigen(gilt besonders für Yamaha) und so paradoxerweise lauter klingen als ein großer Flügel.Ich würde auch zu 180cm als Minimum tendieren.

Statt einem so teuren silent System ein zusätzliches Digi ist auch eine gute Idee und die kosten max.die Hälfte.
Freilich möchte man so viel Zeit wie möglich am Flügel verbringen,aber der hohe Preis des silent Systems und der Verschleiß der Flügel-Mechanik beim Üben ist ein Argument für digis als Zweit-und Übeinstrument.

und noch was:20000 für ein Instrument auszugeben,das man micht einmal probegespielt hat, grenzt schon an grobe Fahrlässigkeit....(denn verkaufen ,falls es nicht gefällt, wird es sich nicht leicht mehr lassen außer mit massivsten Verlusten),also da muss schon Rücknahme-Garantie des Händlers dabei sein,sonst niemals.
 
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Sesam

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Hallo Joachim,

wie fisherman und kreislerina es schon geschrieben haben: im Rahmen deines Budgets würde ich auch einen gebrauchten Flügel + Digi kaufen.

Den Flügel kannst du dir dann aus einem viel, viel breiteren Angebotsspektrum aussuchen (das ist aufwendig, zeit- und kilometerintensiv, macht aber wahnsinnig viel Spaß!) und du hast dabei keine Einschränkungen mehr bezüglich der Auswahl, weil du an eine spezielle Silenttechnik (z.B. von Yamaha) gebunden bist.

Was die Länge des Flügels betrifft, würde ich mir in einem 15qm Raum keine Sorgen machen. Das hat kreislerina ja schön beschrieben. Wichtig ist nicht allein die Größe des Raumes, sondern seine "Falten" und "Materialien", damit du nicht plötzlich das Echo auf dem Königssee erlebst. Kannst dich ja mal in das leere Zimmer hineinstellen und kräftig in die Hände klatschen. Dann bekommst du schon einen Eindruck, was du akustisch optimieren musst.

Was mich ein bißchen wundert ist, dass dir der Ibach-Sound gefällt und dich wohlig stimmt, du aber gleichzeitig den Kauf eines Yamahas erwägst. Du solltest das noch mal überdenken :D

LG, Sesam

P.S. Und ja, ich stehe dazu, dass ich in Klang-Schubladen denke :cool:
 
B

Bachopin

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Hi,

so jetzt kommt der Yamaha-Silent-Endorser. ;-)

Ein Flügel mit Silent-Funktion (und natürlich nur von Yamaha) entspricht in keinster Weise der Lösung Flügel + Digi-Piano.

Denn ein Digi-Piano ist ein Digi-Piano ist ein Digi-Piano.

Du hast bei der Silent-Funktion das volle Spielgefühl eines guten Flügels und nicht einer Klavier-Simulation. Der erzeugte elektronische Klang ist dabei relativ bedeutungslos, sollte aber natürlich eine gewisse Qualität haben (Yamaha hat es natürlich). Ich möchte die Silent-Funktion nicht mehr missen. Das ist im praktischen Spielen eine Super-Funktion. Man kann jederzeit ohne Wechsel des Instruments sofort auf Silent schalten, zB um irgendwelche "nervende" Wiederholungen durchzuführen.


Der Aufpreis für Silent liegt meines Wissens eher bei 3.000 Euro. Ist aber immer noch leider sehr viel. Man sollte auch ein schon ab Werk eingebautes Silent-System wählen, da meines Wissens der nachträgliche Einbau immer eine kompromissbehaftete Lösung darstellt.

Ich weiss, dass es hier viele Fans von alten "Hobel" gibt. Ich bin keiner davon.;-) Meine, allerdings relativ geringe, Erfahrung ist, dass ältere gebrauchte Instrumente für mich immer etwas an Präzision und Straffheit vermissen lassen (was mich übrigens nicht wundert, da ja gebraucht). Die Yamahas sind tatsächlich beim ersten anspielen etwas "brillant". Da war ich auch erschrocken. Inzwischen weiss ich aber, dass das zumindestens bei mir an der damals mangelnden Spieltechnik/Kontrolle lag. Auf einem neuen Yamaha hat man eine viel grössere (gefährlichere) Bandbreite an Klang-Brillanz zu kontrollieren, wie auf einem Flügel mit "romantischem" Klangideal.
Es ist mM allerdings richtig, dass die Yamhas wohl nicht so gut zu bändigen sind wie zB Steinways.

Der GC2 ist meines Wissens nicht entscheidend schlechter als der C2, es ist sozusagen die Consumer-Ausführung. Allerdings würde ich keinen unbesehenen GC2 nehmen. Ich würde den immer erst vor endgültiger Entscheidung anspielen.

Übrigens, das habe ich erst vor kurzem bei einer entsprechenden Lektüre gelernt, der Klang-Unterschied zwischen den Flügel-Grössen im unteren Bereich (160-200) kommt weniger von der Länge der Saiten als von der im Quadrat stattfindenden Vergrösserung des Resonanzbodens.

Gruß
 
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fisherman

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Hi, BC, ich unterschreibe Deinen ganzen Post. Ist nämlich gar kein Widerspruch zu meinem, sondern nur ein anderer Ansatz/andere Präferenz. Jetzt kann sichs Joachim aussuchen. Wer die Wahl hat ...
 
violapiano

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Hallo,

da ich auch einen C2 habe, muss ich meinen Senf dazu geben! :-)
Niemals ein Instrument ohne probieren kaufen. Keinesfalls!

Ich bin mit meinem C2 sehr zufrieden. Es gibt sicher noch feinere Instrumente, aber er ist absolut eine gute Wahl.
Zum silent System kann ich nichts beitragen. Aber ein Digi ist eben einfach etwas Anderes als ein Flügel, ich habe meines seit ich den flügel habe, nur noch widerwillig angefasst. Und ich unterstelle einfach mal, dass es Dir ähnlich gehen wird. ;-)

LG
VP
 
J

Jakob

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Hallo,
ich finde in Deinem Fall die Entscheidung für einen neuen Yamaha-Silent-Flügel richtig. Aber erstens schließe ich mich dem bereits gesagten an, keinen Flügel zu kaufen ohne ihn probegespielt zu haben. Zweitens würde ich statt des GC2 lieber den C1 nehmen. Du hast damit zwar einen etwas kürzeren Flügel, aber dafür einen etwas wertigeren. Das dürfte sich auch bei einem eventuellen Wiederverkauf bestätigen.
Gruß, Jakob
 
violapiano

violapiano

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Ich würde mich sorgfältig umsehen im Bereich der Modelle, die in Frage kommen, das Alter sollte dabei doch nicht das erste Kriterium sein, wenn es sich um einen technisch einwandfreien Flügel handelt.

Er muss Dir neben den technischen Qualitäten einfach gefallen und, wenn das silent System ein Muss ist wegen der Räumlichkeiten, dann solltest du es auch nehmen.
Ein C1 kann durchaus auch einguter Flügel sein, ich stimme zu. Von der Größe her ist er vermutlich auch für den Raum die bessere Wahl.
Probieren- vergleichen. Vielleicht gefällt dir ja auch ein K-way oder ein Bechstein, gebraucht? Oder der Feurich daneben?

Guckst du in Deine privaten Nachrichten.
 
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Sondermann

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Hallo liebes Forum,

vielen Dank für die vielen aufschlußreichen Beiträge, das ist ja ein richtig konstruktives Forum.

Ich vermute, dass ich die Silent-Funktion - wenn ich sie denn habe - doch recht häufig einsetzen werde. Nicht nur, weil gerade nicht die passende Uhrzeit zum Donnern ist, sondern auch, weil ich nicht unbedingt alle Nachbarn an meinem mühsamen Rumüben hautnah teilhaben lassen möchte.

Vielleicht liegt da auch schon fast eine gewisse Gefahr drin, dass ich mich dann kaum mehr trauen könnte, laut zu spielen. Aber das muss man dann mal sehen. Jedenfalls finde ich daher die eingebaute Silent-Funktion schon sehr attraktiv.

Ich hatte auch mal die Silent-Funktion bei dem kleinsten Yamaha-Flügel GB1 ausprobiert. Der hat wohl einen einfacheren Klangerzeuger. Ohne vorher davon zu wissen, fand ich das deutlich schlechter. Man kann die Güte der elektronischen Klangerzeugung natürlich für irrelevant halten, da es eh ein Behelf ist, aber ich fand den Unterschied schon nicht unerheblich.

Das mit dem Ausprobieren des Wunschflügels ist natürlich schon in der Tat sehr wichtig, denn das ist ja eine ziemlich schwere Katze im Sack.

Wenn ich den Flügel vor der Nase gehabt und für gut befinden hätte, dann hätte ich hier wahrscheinlich gar nicht großartig gepostet.

Klavierbauermeister , wo ständen die GC2s? (gerne auch per persönlicher Mail, falls dies schon als Werbung gesehen würde)?

Einen C1 habe ich in den besuchten Geschäften auch noch nicht gesehen, preislich entspricht er ja in etwa dem GC2 (jeweils als Silent) und wäre natürlich eine Alternative.

Ich muss glaube ich mal eine etwas umfangreichere Yamaha-Probierreise unternehmen, denn da hilft eigentlich wirklich nur ausprobieren.

Schönen Abend,
Joachim
 
K

Klavierbauermeister

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Hallo Joachim,

hab eine mail geschickt.

Gruß Klavierbauermeister
 
B

Bachopin

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Hi Joachim,

Vielleicht liegt da auch schon fast eine gewisse Gefahr drin, dass ich mich dann kaum mehr trauen könnte, laut zu spielen. Aber das muss man dann mal sehen. Jedenfalls finde ich daher die eingebaute Silent-Funktion schon sehr attraktiv.
Das ist zum Teil richtig. Da musst du halt dann bewusst ein bischen gegensteuern.

Ich hatte auch mal die Silent-Funktion bei dem kleinsten Yamaha-Flügel GB1 ausprobiert. Der hat wohl einen einfacheren Klangerzeuger. Ohne vorher davon zu wissen, fand ich das deutlich schlechter. Man kann die Güte der elektronischen Klangerzeugung natürlich für irrelevant halten, da es eh ein Behelf ist, aber ich fand den Unterschied schon nicht unerheblich.
Ich erklär nocheinmal meinen Standpunkt. ;-) Man sitzt ja an einem echten toll klingenden Flügel, daher schaltet man die Silent-Funktion mM eigentlich nur für bestimmte Übeszenarien ein, bei denen der Klang eigentlich keine Rolle spielt. Wenn der Klang wichtig ist, wird man mM sowieso nicht mit Silent spielen. Wozu auch? Man will ja auf dem Flügel mit dem echten Klang gut spielen können und nicht auf einer Klavier-Simulation.

Ich hatte ja zum Ausprobieren vom Klavierhändler meiner Wahl für ein paar Wochen einen Leihflügel mir ins Wohnzimmer stellen lassen. Das ist mM auch eine klasse Sache. Man hat dabei wenig Risiko und kann einen Flügel in der heimischen Umgebung testen. Berechnet hat er nur den Transport.

Ich hatte da einen Yamaha A1 bekommen. Der war vom Klang her super für ein Wohnzimmer geeignet. Deutlich nicht so laut und sehr schöner ausgeglichener Klang. Mein Händler hat mir den bestimmt extra gegeben, weil er gewusst hat, dass der super klingt. ;-)
Vielleicht gibt's den auch mit Silent. Der müsste für deine Situation sehr gut geeignet sein.

Gruß
 
K

Klavierbauermeister

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Der A1 ist ein schöner Flügel, aber warum soll der jetzt besser geeignet sein als der schon für gut befundene GC-2?
Wir verkaufen viele YAMAHA-Flügel mit original YAMAHA-SILENT-Technik, haben beste Erfahrungen damit und ausschließlich positive Kundenmeinungen - und da sind auch Pianisten dabei die einen S-6 SILENT blind bestellen und kaufen.
Ich traue mich durchaus behaupten daß ein Großteil der " Silentgegener" noch nie einen SILENT-Flügel gespielt haben.
 
G

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Für ein Silent-System , das den Anschlag nicht beeinflusst (rein optische Abtastung, Stoppleiste mit variabler Auslösung) sowie die wichtigen features wie Halb-Pedal etc unterstützt, habe ich mal einen Preisvorschlag von 3500€ inkl Einbau, Steuern und Anfahrt erhalten. Bohren muss man da m.E. nichts.

Gibt es das wirklich, ein Silent-System, das den Anschlag nicht beeinflusst? Die Stoppleiste ist doch nun mal zwangsläufig da...
 
 

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