Innenseite der Fingerkuppe

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Hanno

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Mir ist jetzt schon öfters in Klavierschulen der Hinweis begegnet, dass man Außenhandübungen (also 4. und 5. Finger) mit der "Innenseite der Fingerkuppe" spielen solle. Leider kann ich mir da nichts wirklich bzw. zu viel drunter vorstellen. Kennt sich vielleicht jemand damit aus und könnte mir beschreiben wie das zu verstehen ist. Vielen Dank!
8)
 
violapiano

violapiano

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Hallo Hanno,
ich vermute, der Autor meint, du sollst drauf achten, dass die Hand nicht nach außen kippt in Richtung kleiner Finger. Das wäre eine sehr ungünstige Spielposition.

LG
violapiano
 
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matzelo94

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Versteh ich auch so wie violapiano.

Spreiz mal so weit wie 's geht deine Finger auseinander und dann versuch mit kleinen Finger und Daumen jeweils eine Taste zu spielen, da merkt man automatisch das der kleine Finger leicht nach innen knickt und nicht nach außen;).
 
H

Hanno

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Vielen Dank für die Antworten, leider verstehe ich das immer noch nicht so ganz. Das ist für mich eher so ein anatomisches Problem, wo ist den die Innenseite der Fingerkuppe, links oder rechts vom Fingernagel oder direkt darunter?
 
rolf

rolf

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Vielen Dank für die Antworten, leider verstehe ich das immer noch nicht so ganz. Das ist für mich eher so ein anatomisches Problem, wo ist den die Innenseite der Fingerkuppe, links oder rechts vom Fingernagel oder direkt darunter?

hallo,

das weiss ich auch nicht genau, wie das gemeint ist.

ich unterscheide lieber selber, bezogen auf den kleinen Finger der rechten Hand:
der Bereich links vom Fingernagel wird wohl nie die Taste berühren
der Bereich rechts vom Fingernagel berührt und bewegt die Taste, wenn die Hand nach außen kippt, was immer ungeschickt ist

wenn unter "außen" der Nagel selber gemeint ist, dann ist "innen" (also Fingerkuppe) richtig

am besten ist, wenn der 5. Finger die Taste mehr oder weniger mit der Fingerkuppe berührt, genauso, wie das auch der Zeigefinger macht.

Gruß, Rolf
 
Guendola

Guendola

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Vielleicht ist einfach gemeint, daß die Hand nicht nach außen kippen soll, nach innen geht ja kaum, die Gefahr ist also nicht gegeben. Ich habe ja gerade festgestellt, daß meine Erklärungen auch nicht immer so deutlich sind, wie ich dachte, aber Lehrbücher übertreffen manchmal wirklich alles, da kommen nicht mal aus dem Chinesischen ins Deutsche übersetzte Bedienungsanleitungen mit ;)

"Der Unterarm liegt in Ellenbogennähe auf dem oberen Zargenrand. Dabei lassen wir die Finger der rechten Hand ganz locker über die Saiten hängen und schlagen dann mit den hochgestreckten Fingern kräftig die Saiten an,..."

Alles klar? Welches Instrument ist das?

Schade, daß ich nicht malen kann, sonst würde ich ein Bild hochladen, daß zeigt, wie ich die Anweisung verstehen würde. Fotografieren könnte man es nicht, das wäre Körperverletzung :D
 
violapiano

violapiano

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Ganz genau, nicht nach außen kippen, Guendola hat recht, manche Beschreibngen sind schon kryptisch. (ich tippe auf ne Gitarre:D)

Wenn Du so am tisch sitzt, dann legst wahrscheinlich auch du den Arm so auf den Tisch, dass er auf der Seite liegt, wo der kleine Finger ist?

Ich glaub man macht das ganz instinktiv, weil es am entspanntesten ist.

Vergiss den ganzen Driss mit Fingerkuppe innen und außen, das verwirrt dich nur.
Wenn Du am Klavier sitzt, sollst Du einfach drauf achten, dass die Hand sich nicht nach außen in Richtung Kleinfingerseite dreht.
 
Guendola

Guendola

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Tatsache ist, daß kleiner Finger und Ringfinger die Stützfinger der Hand sind. Wenn man die seitlich auflegt, sind sie praktisch kraftlos, senkrecht (vom Arm aus gesehen) aufgestellt aber enorm kraftvoll. Ich habe mich früher oft gewundert, warum man so gut Begleitung und Melodie auf Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger einerseits und Ringfinger und kleinen Finger andererseits aufteilen kann, jetzt weiß ich es: Das eine sind die Greiffinger, das andere die Stützfinger. Ich habe mal einen Vortrag über das primäre und sekundäre Skelett gesehen, da wurde einiges angesprochen, was für Klavierspieler von Interesse ist. Wenn man weiß, wie Muskeln, Sehnen, Gelenke und Knochen der Gliedmaßen und des Beckens (das sekundäre Skelett) mit dem Rumpf verbunden sind und zusammenarbeiten, kann man einiges besser machen und Verspannungen verhindern. Grundsätzlich macht man das ja instinktiv schon richtig, aber wenn mal eine Verletzung passiert oder man unter seltsamen Bedingungen spielen muß (im Stehen, auf einem Bürostuhl sitzend o.Ä.), geht es schnell den Bach runter und man muß alles neu lernen.
 
 

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