In Depression gefallen weil ich schlecht bin

War jetzt nicht deine Antwort die du wahrscheinlich hören wolltest , sorry

Danke für Deine Antwort. Es ging mir aber nicht darum, dass ich etwas bestimmtes hören wollte.

Es ist doch schön, dass nicht zutrifft, was ich zwischen den Zeilen zu lesen geglaubt habe. Und dass Du das Stück abgeschlossen hast ist ein Erfolgserlebnis.
:-)
 
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Habe das Stück jetzt fertig, und bin jetzt bei der Walzer No.8 von Tschaykowsky, ist das deiner Meinung nach okay? Also mit 3 Jahren Erfahrung? Finde ich nicht
Was, dass Du das Stück* jetzt spielst? Natürlich ist das okay. Man muss doch nicht immer Stücke spielen, die am oberen Ende der eigenen Fähigkeiten sind.

* Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, Du meinst den Walzer in Es-Dur aus op. 39

Man kann bei diesem Walzer viel gestalten, das ist doch eigentlich ein wunderbares Stück.

Und selbst wenn Du denkst, Du "müsstest" schon viel weiter sein: es wurde ja schon geschrieben, dass es nicht nur auf die reine Dauer des täglichen Übens ankommt, sondern darauf, was und wie man übt. Da kannst Du Dir hier im Forum durchaus Tipps holen; Dein/e erste/r Ansprechpartner/in dafür ist aber Dein/e Lehrer/in.
 
Habe das Stück jetzt fertig, und bin jetzt bei der Walzer No.8 von Tschaykowsky, ist das deiner Meinung nach okay? Also mit 3 Jahren Erfahrung? Finde ich nicht
Es ist für deine Entwicklung überhaupt nicht wichtig, ob du jetzt denkst, dass du weit gekommen bist oder nicht weit gekommen bist. Nimm dir nicht deine Energie, indem du zurückblickst, sondern schaue nach vorn und mach das Beste aus deinen Möglichkeiten. Es ist toll, dass dich der Ehrgeiz gepackt hat, nachdem du ein paar Jahre nur halbherzig Klavier gespielt hast. Tu dir aber bitte den Gefallen, und werde nicht verbissen, sondern steigere dich in einem gesunden Maße. Sei mal stolz darauf, dass du "Für Elise" spielen kannst und abgeschlossen hast. Nimm dir das nächste Ziel vor und arbeite daran effizient.

Lernen braucht Zeit.
 
Aber etwas , das noch nicht funktioniert, nicht gezielt zu üben, sondern immer wieder zu „spielen“, würde ich als Konzept nicht empfehlen. Wenn etwas nicht gut läuft, hat das einen Grund im Bewegungsablauf. Und eine Stelle immer wieder und wieder einfach zu spielen, prägt schlimmstenfalls die fehlerhaften Bewegungsabläufe immer weiter ein und führt letztlich zu keinem durchgreifenden Erfolg.
Bei dem Stück auf das ich mich bezog, geht es für mich primär um die von Beethoven angepeilte Geschwindigkeit.
Ich habe diese Sonate sicherlich nicht 20 Jahre lang geübt, ohne zwischendurch mal bei Pianisten nachzufragen, ob ich eventuell Fehler eingeübt habe.

Bei dem, was ich schrieb ging es mir auch eher um den Tipp, sich nicht in einzelne Stücke zu verbeißen und eben ein Stück, bei dem man gefühlt nicht weiterkommt, einfach mal bei Seite zu legen.
Zumindest bei mir bringen ein paar Tage Pause oft mehr als eine Woche intensives Üben.
 
Hallo!
Ich finde es schon berechtigt zu fragen, warum man nach 3 Jahren nicht mehr als ein "Für Elise" spielen kann. Liegt es vielleicht am Lehrer oder der Musikschule? Vielleicht hast du ja Mal Interesse etwas neues auszuprobieren.

Ich habe auch ca. 1-3 Stunden täglich geübt und habe nach 1 Monat mein erstes Stück von Bach/Petzold bekommen, 4 Wochen später durfte ich von meiner Lehrerin das erste Stück von Clementi (Sonatina Op 36 No 1).
Spiele ich die Stücke perfekt? Sicherlich nicht. Aber ich weiß auch, wo es hapert und die Lehrerin gibt mir weitere Stücke, damit ich mich weiter entwickeln kann und mir es trotzdem Spaß macht. Weil ich so schlecht Noten lesen kann, lerne ich die Stücke auch immer relativ schnell auswendig: Vorteil - ich kann mich auf die Artikulation konzentrieren.

Es gibt aber auch Klavierlehrer, da muss sofort Tempo und Technik sitzen, bevor die dich an schöne Stücke heran lassen. Das war hier letztens Thema im "Klavierlehrer" Forum, wo es heißt, dass viele Lehrer "Für Elise" nicht unterrichten wollen bzw erst, wenn man die Technik perfekt kann.

Mein Tipp: Schau mal welche Stücke dich interessieren und gucke dir bei Youtube doch mal an, wie weit du kommst, wenn du es dir selbst versuchst beizubringen, auf Youtube gibt es für (fast) jedes Stück ein Tutorial.

Ich kämpfe gerade an dem Stück "Erik Satie - Gymnopédie No.1". Langsam, schön und dennoch etwas zum Lernen. Aber jeder mag etwas anderes. Such dir etwas aus, was du magst, dann kommt die Freude zurück! Und vielleicht ein Lehrerwechsel?
 
Spiele ich die Stücke perfekt? Sicherlich nicht. Aber ich weiß auch, wo es hapert und die Lehrerin gibt mir weitere Stücke, damit ich mich weiter entwickeln kann und mir es trotzdem Spaß macht.

Ist es nicht so dass man auf Dauer weiter kommt, wenn man länger an einem Stück verweilt?

Edit: @Genscher wie lange bist du mit deinem KL an der Clementi Sonatine verweilt? Ab wann hast du wieder ein neues Stück bekommen?
 
Ist es nicht so dass man auf Dauer weiter kommt, wenn man länger an einem Stück verweilt?
Sich nur ein mal hinsetzen, und es "mal probieren" reicht fürs weiterkommen jedenfalls nur extrem selten.

Natürlich muss man sich hinsetzen, und bei einem Übestück bleiben.
Meine Empfehlung war auch nicht, ein Stück komplett wegzuschmeißen, nur weil es eine Weile nicht so vorangeht, wie man sich das wünscht. Es ging um ein "zwischendurch" beiseite legen, um wieder etwas Abstand zu gewinnen.
Das sind bei mir manchmal nur wenige Tage ... manchmal aber auch Wochen, Monate und in seltenen Fällen sogar Jahre.

Ich habe immer das Gefühl, dass ich nach einer Pause zumindest mit mehr Motivation übe. Für diese Motivation sind meiner Menung nach zwei Dinge verantwortlich.
1. die Tatsache, dass ich das Stück noch immer spielen können möchte
2. Die kurze Pause (mit diesen speziellen Stück).
Das beides zusammen sorgt dafür,. dass ich nun z.B. wieder Lust habe, effektiv an der Mondscheinsonate zu arbeiten. Die habe ich jetzt knapp 2 Wochen nicht mehr komplett durchgespielt (mein Standard-Übemodus bei dieser Sonate) und nun habe ich da wieder richtig Bock drauf (richtig schade, dass es noch so früh ist ... ich habe heut' frei, warum bin ich eigentlich schon wach?).
Beste Bedingungen für Fortschritte bei der Mondscheinsonate und ganz nebenbei habe ich meine Fingersätze in einigen Stücken verbessert, die ich erst dieses jahr begonnen habe (das war in den 2 Wochen mein Hauptthema beim Üben).
Bei Bachs a-Moll Präludium (Nr. 20 aus dem WTK Band 1) bin ich noch weit von zufrieden entfernt ... aber es bilden sich seltener Pfotenknoten ... und ich habe in den letzten paar Übesessions richtig Lust bekommen, auch die dazugehörige Fuge zu lernen.
Neues Futter für die Zukunft und Motivation zur Bestandspflege und Verbesserung ... besser gehts doch kaum.
Ich hätte nicht gedacht, dass ICH mal den Zugang zu Bach finden würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
An der Mondscheinsonate 1. Satz arbeite ich autodidaktisch auch schon seit 1 Jahr.
Allerdings mit sehr langen Pausen dazwischen.
Meine Probleme liegen nicht am Tempo oder dem Notenlesen sondern an der Betonung und vor allem die weiten Oktavgriffe der linken Hand machen mir Probleme.
Habe dazu ein recht gutes Tutorial von Fanny Engelhard auf ytube gefunden.
Ist für mich eine gute Hilfestellung und dadurch ,dass es immer verfügbar ist , bringt es auch eine gewisse Motivation .
Immer zum KL laufen und deswegen fragen usw. will man ja auch nicht. Sonst wird man ja abgestempelt als doofer Klavierschüler der dem KL auf den Geist geht lt. Hasenbeins Beschreibung in einem anderen Faden vor langer Zeit.
 

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