Heiner Lauterbach ist “Klavierspieler des Jahres 2014

Andere Prominente haben auch Hobbies - diese betreiben sie aber, ohne ein Tamtam drüber zu machen, und nehmen auch nicht "Preise" dafür entgegen.

Sicher, das stimmt. Aber ich glaube, man sollte diese "Vorbildrolle" (neudeutsch: "role models") nicht unterschätzen. Es gibt ja Statistiken, dass es nach diversen Serien über Rechtsmediziner einen sprunghaften Anstieg der entsprechenden Studienanfänger gab. Und wenn ein paar Leute wegen solch einer Preisvergabe anfangen Klavier zu spielen (und auch dabei bleiben ;)) ist das doch gut.

Und jetzt oute ich mich auch mal als ein solcher Banause ;). In dem Film "Das Leben des Anderen" spielte Sebastian Koch Klavier. In einem Interview sagte er dann, er habe (von null) drei Monate gebraucht, um dieses Stück zu lernen, was er dort im Film spielt. Mittlerweile weiß ich, dass das nicht stimmen kann, aber es hat mich zumindest seinerzeit angeregt darüber nachzudenken, ob ich das dann nicht auch können könnte.

Wohlgemerkt, ich habe nicht wegen Sebastian Koch angefangen, Klavier zu lernen, aber es war ein Anstoß unter vielen, mir darüber Gedanken zu machen, dass man sowas auch als Erwachsener noch beginnen könnte. Und wenn die Preisverleihung an Herrn Lauterbach auch bei anderen sowas auslöst ... Dass das ein Marketinggag ist, ist uns allen klar. Trotzdem: warum nicht? Tut ja keinem weh, so eine Preisverleihung.

lavendel
 
Jetzt machts euch doch ned ins Hemd - Beate Use wurde sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen, in der DDR wäre sie hingegen wegen Verbreitung von Schmutz und Schundartikeln zu langjähriger Haftstrafe verurteilt worden. :D

Viele Grüße

Styx
 
Ehrlich gesagt verstehe ich die hier teilweise vorhandene Aufregung nicht. Die Wahl zum Klavierspieler des Jahres ist eine Marketingmaßnahme wie es unzählige andere Wahlen zur Konsumankurbelung gibt, das zeigt doch die Liste der Mitglieder des Bundesverbandes Klavier e.V. . Es wird ja z.B. auch jedes Jahr ein Krawattenmann des Jahres "ausgezeichnet", bei Klavierspielern ist es verwerflich weil es ja um hohe Kunst geht? Ist doch völlig legitim und logisch, dass man sich prominente Nasen dafür holt, egal ob sie Hänschen klein oder den Mephistowalzer spielen können.
 
Jetzt machts euch doch ned ins Hemd - Beate Use wurde sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen, in der DDR wäre sie hingegen wegen Verbreitung von Schmutz und Schundartikeln zu langjähriger Haftstrafe verurteilt worden. :D[...]

Hi Styx,

ja, es war eine vielseitige und intelligente Frau, die Beate U. Vor allem wenn man ihre teils nicht ungefährlichen fliegerischen Aktivitäten betrachtet ( sie hat so ziemlich alles geflogen, was Flügel hat, und das zu Kriegszeiten, z.B. Focke-Wulf und Messerschmitt - Jäger. Aber auch andere Typen. Es gibt eine Doku über drei wichtige Frauen, die die gefährliche Aktivität "Fliegen" beherrschten: Melitta Schiller, Elly Beinhorn und Beate U. , die ist wirklich spannend, sie kam vor etwa 2 Jahren im TV ! Die Werdegänge der drei werden darin parallel dokumentarisch beleuchtet. ) - aber...

Mit der DDR scheint es ja so gewesen zu sein: "Stille Wasser sind tief", und ich nehme an, dass dort viel "hinter den Kulissen" abging, so dass zwar vordergründig sagen wir mal "erotische Aktivitäten", so wie Du sagst, verfolgt worden wären, aber die Leute an sich offen und ungezwungen waren.

Zum Beispiel, ne, ich hatte 2 Kommilitoninnen, die ebenfalls noch zu DDR-Zeiten ihre Jugend dort gestalteten, also aufwuchsen, und die waren SEHR STILL :D:D

..äh..wo war ich.. achso, ja: Die beiden waren echt total locker drauf und ungezwungen. Teils unternahmen sie auch spannende Aktivitäten gemeinsam, von denen sie dann sogar berichteten ! Und mit ihnen im Kurs und in Vorlesungen oder bibliothekarischen Übungen wurde es nie langweilig ! :D

LG, Olli !
 
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hasenbein, ich sprach von VORLESUNGEN und BIBLIOTHEKARISCHEN ÜBUNGEN ! :D

Die Inhaltserschließung von Bildtonträgern in Lerngruppen und gemeinsamen Projekten nahm zwar auch einen gewissen Platz in der Ausbildung ein, aber war nicht dominant.

:D
 
Beate Use wurde sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen, in der DDR wäre sie hingegen wegen Verbreitung von Schmutz und Schundartikeln zu langjähriger Haftstrafe verurteilt worden.

*hüstel* Ich meine mich erinnern zu können, dass es in der BRD Zeiten gab (und die sind noch nicht allzu lange her), als die Bigotterie und Prüderie allerfröhlichste Urständ´ feierte...
 

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