Götz Alsmann ist Klavierspieler des Jahres

Fabian R.

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Götz Alsmann ist Klavierspieler des Jahres 2007

Zitat von Bundesverband Klavier e.V:
Seit einigen Jahren verleiht der Bundesverband Klavier e.V. (BVK) am ersten Tag der weltgrößten Musikmesse in Frankfurt die Auszeichnung „Klavierspieler des Jahres“ an Persönlichkeiten, die sich um das Klavierspielen verdient machen. Dass sich das Musizieren positiv auf das Sozialverhalten und die Intelligenz von Menschen auswirkt, haben inzwischen einschlägige Langzeitstudien bewiesen. Der BVK bietet mit dieser Auszeichnung Persönlichkeiten, die das Klavierspielen propagieren, ein Podium, damit sich der Gedanke des aktiven Musizierens weiter ausbreitet. Gerade in Zeiten knapper Haushaltsmittel und damit zurückgehendem Musikunterrichts an allgemein bildenden Schulen ist es wichtig, dass Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, sich für das Erlernen und Spielen von Instrumenten stark machen. Dabei übernehmen diese Persönlichkeiten häufig Vorbildfunktionen für junge Menschen.

Dr. Götz Alsmann wurde 1957 in Münster geboren und studierte Germanistik, Publizistik und Musikwissenschaften. Nach dem Abschluss des Studiums der Musikwissenschaften moderierte Alsmann bereits im WDR Hörfunk und Deutschlandfunk Musiksendungen. Schon 1974 nahm er erste Schallplatten auf. Später gründete er seine Band Sentimental Pounders, die internationale Bekannheit erreichte. In den Jahren 1986 bis 1990 schafft er den Einstieg in die Fernsehwelt und spielt später sogar im NDR Fernsehspiel „Und alles wegen Robert De Niro“ die Hauptrolle neben Angelika Milster. Im Sommer 1996 startet die Sendung „Zimmer Frei“, die von Götz Alsmann und Christine Westermann moderiert wird. Nach dem großen Erfolg wird die Sendung zum festen Programmbestandteil des WDR. Auch bei dieser Sendung spielt die Musik eine große Rolle. So musiziert Götz Alsmann regelmäßig in dieser Sendung zusammen mit seinen Gästen am Klavier. Es kommen viele weiter Moderationen dazu. Dr. Alsmann hat inzwischen Auszeichnungen wie den Grimme Preis sowie den Echo/Jazz Preis und die Goldene Stimmgabel bekommen. Abgerundet wird seine vielfältige Tätigkeit durch die Aufnahme von Hörbüchern. Musik hat viele Fassetten und dazu passt die zuvor aufgeführte Vielseitigkeit von Götz Alsmann. Daher ist in diesem Jahr die Wahl zum Klavierspieler des Jahres auf ihn gefallen.

http://www.pianos.de/verein/index.php?id=21
 
Jonas

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Götzimausi ist sowieso der Beste! (Ich liebe Zimmer Frei!)

Danke für die Info!
 
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pille

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Der hats vedient! Auch wenn er kein studierter Pianist ist, der Kerl ist gigantisch gut und unglaublich vielseitig.
 
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Fred

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Götz ist ein sehr sehr netter, sympathischer Mensch. Aber wenn er zum Klavier greift bekomme ich Alsheimer.
 
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Fred

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Hallo Pille,

spontan zu transponieren gehört nun mal zum Handwerk eines jeden Jazzpianisten. Ebenso verhält es sich mit dem Improvisieren.
Mit der Wortschöpfung "Alsheimer" wollte ich eigentlich nur auf seinen absolut nicht vorhandenen Swing anspielen. ;-)

Wie schon gesag, Götz ist für mich ein überaus sympatischer und geistreicher Mensch. Ob er nun die Auszeichnung „Klavierspieler des Jahres“ verdiente? Sicherlich trägt er mit der Sendung "Zimmer frei" zu bei, spontane "Hausmusik" für den Zuschauer interessant zu machen. Das ist sehr lobenswert und einzigartig im dt. Fernsehen. Wo es meiner Meinung nach hapert erwähnte ich schon oben.
 
pille

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Nun, ich denke, viel bemerkenswerter als "Zimmer frei" sind seine jüngsten Bemühungen zur Etablierung anspruchsvoller/klassischer Musik, z.B. in Form dieser ZDF-Klassikshow. (ich guck mir sie zwar nie an, aber ich finde sie trotzdem gut :rolleyes: ) Ich fand seine Motivation interessant. Er sagte mal, daß ein Grund im wachsenden Desinteresse an klassischer Musik darin bestehe, daß sie weniger allgegenwärtig ist gegenüber anderen Musiksparten. In "unserer" Jugend wäre es halt schon so gewesen, daß einem von überall her quasi klassiche Musik über den Weg gelaufen sei, und sei es in Form von Anneliese Rothenberger und Quizshows wie "Erkennen Sie die Melodie". Auch wenn uns das damals ziemlich angeödet hat, so bekam dadurch die die klassische Musik doch einen festen Platz im öffenlichen Leben. Götz Alsmanns momentane Leistung besteht wohl darin, daß er versucht, klassische Musik (oder vielleicht besser "anspruchsvollere Musik" generell) wieder stärker zu "popularisieren"

Cheers,

Wolf
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Götz Alsmann ist super, aber seine "Klassik"-Sendungen zeigen hauptsächlich eines: Klassische Musik scheint ihn nicht besonders zu interessieren :cool:
 
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Wu Wei

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...Mit der Wortschöpfung "Alsheimer" wollte ich eigentlich nur auf seinen absolut nicht vorhandenen Swing anspielen....

Das läuft bei mir unter "Operetten-Jazz".

Tja, so ist das mit Bildungsfernsehen und Infotainement: Die smarten Burschen und Mädels werden von den einen dafür gelobt, etwas für die Rettung von Bildung und Kultur zu tun, indem sie den Massen einen neuen (leichteren) Zugang dazu verschaffen, von den anderen werden sie geschmäht, weil sie die höheren Güter nun vollends der Verwässerung und Entweihung preisgeben. Ich persönlich tendiere auch eher zur zweiten Partei, aber rege mich nicht drüber auf, sondern lasse das Tao walten ... ;)

Wu Wei
 
Haydnspaß

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von den anderen werden sie geschmäht, weil sie die höheren Güter nun vollends der Verwässerung und Entweihung preisgeben.

Ich bin mir nicht ganz sicher, ob das eine Anspielung auf meinen Comment ist. Ich möchte aber klarstellen, daß es mir nicht um "höhere Güter" und um "Entweihung" geht, sondern daß es in Götzens "Klassik"-Sendungen so gut wie keine klassische Musik gibt. Klassische Musiker versuchen sich daran, Popmusik zu machen. Mit eher mäßigem Erfolg. So kam es mir immer vor.
 
pille

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Das läuft bei mir unter "Operetten-Jazz".
Tja, so ist das mit Bildungsfernsehen und Infotainement: Die smarten Burschen und Mädels werden von den einen dafür gelobt, etwas für die Rettung von Bildung und Kultur zu tun, indem sie den Massen einen neuen (leichteren) Zugang dazu verschaffen, von den anderen werden sie geschmäht, weil sie die höheren Güter nun vollends der Verwässerung und Entweihung preisgeben.

Im Laufe der Zeit habe ich gelernt, mich bereits über kleine Erfolge zu freuen. Alles andere wäre unrealistisch.
Die wirklich guten Fernsehsendung, wie z.B. Sendungen über Thomas Quasthoff, Tzimon Barto, Daniel Barenboim........, die alle letztes Jahr mal im Fernsehen kamen, werden generell nach Mitternacht ausgestrahlt. Warum wohl? Da sind Götz Alsmanns Anstrengungen nicht mit Gold aufzuwiegen.
 
pille

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Daran, daß es so eine Sendung überhaupt in Konkurrenz mit z.B. DSDS ins Frühabendprogramm geschafft hat, und daß sie sogar mit gesunden Zuschauerzahlen punkten kann. Da nehme ich den Operetten-Jazz gerne in Kauf, auch wenns mein Ding nicht ist.
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Der "Erfolg" solcher "Klassik"-Sendungen wird sein, daß sich noch mehr Leute als bisher fälschlicherweise für "Klassikfans" halten.
 
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Wu Wei

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Mit "Operetten-Jazz" meinte ich die Art Jazz, wie ihn Alsmann spielt.

Seine Klassik-Sendung kenne ich kaum, glaube aber nicht, dass ihre "Erfolge" größer sein werden als die Auswirkungen von "Wer wird Millionär" auf die PISA-Studien.

@ Haydnspaß
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Elio

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Götz Alsmann ist super, aber seine "Klassik"-Sendungen zeigen hauptsächlich eines: Klassische Musik scheint ihn nicht besonders zu interessieren :cool:

Ja, das kann ich bestätigen. In einer Sendung mit mehreren eingeladenen Prominenten, die irgendwelche Berührpunkte mit klassische Musik hatten oder haben, was Barbara Schöneberger eingeladen und sollte etwas auf dem Klavier zum Besten geben, eine Sonatine, die sie in ihrer Kindheit gespielt hatte.

Nun...angekündigt, wurde das dann mit "Sonatine von Mozart". Ich habe gestutzt, denn eine Sonatine von Mozart ist mir noch nicht begegnet, ist vielleicht die Sonata facile gemeint?
Voller Erwartung beugte ich mich nach vorne und drehte die Lautstäre höher, doch das, was da erklang klang gar nicht nach Mozart kam mir aber bekannt vor. Trotz der Tatsache, dass unten munter in schönen Lettern Mozart Sonatine eingeblendet wurde, begann ich nach dem oder weniger erfolgreichem Vortrag der Frau Schöneberger mein Sonatinenalbum hervorzukramen und siehe da, es war kein Mozart, sondern Kuhlaus C-Dur Sonatine op.20/1...
Soviel dazu.
 
 

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