Hanon üben mit größtem Nutzen

Ein Detail sehe ich anders, und zwar hätte dein Beitrag, da er nicht wirklich zum Erfahrungsaustausch über das Spielen vom Hanon beiträgt, sondern grundsätzlich Hanon behandelt, viel besser in einen der folgende Threads gepasst...

Hallo Konstant,

ich danke dir für deine Belehrung! Wenn das das einzige Detail ist, das du an meinem Beitrag auszusetzen hast, dann bist du auf dem richtigen Weg. ;) Im Übrigen habe ich sehr wohl geschrieben, wie man Hanon einsetzen könnte, das kannst du gerne noch mal nachlesen und unterscheidet sich auch nicht groß von Sesams Herangehensweise. Dass ich diesen Vorschlag dann noch einleite, erläutere und ins rechte Licht rücke, musst du mir schon zugestehen. ;)

Viele Grüße!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Eine Möglichkeit, tote Technik zum Leben zu erwecken, besteht darin, Musik zu machen:
Mauricio Kagel: An Tasten [w/ score] (1/2) - YouTube
q.e.d. - Doppelgriffe können nicht nur manuelle Geschicklichkeit herausfordern, sondern als musikalisches Gestaltungsmittel fesseln, auch knapp anderthalb Jahrhunderte nach der Entstehung von:
Chopin Etude Op 25 No.8 HQ - YouTube

Meine Meinung: Wenn Hanon'sche Übungsmodelle musikalisch korrelieren mit gegebenen technischen Problemen bei virtuoser Literatur, sind einige Minuten Trainingszeit mit abstrakter Materie zu verkraften, vielleicht sogar punktuell hilfreich. Aber richtiges Musik machen findet anderswo statt, denn "aus Böhmen kommt die Musik, zu Herzen geht jedes Stück, in diesem wunderschönen Land ist jeder ein Musikant..."
:tuba::floet::trompete::roll:

gucksu hier, Alder (voll krass, isch schwör):
Gitti & Erika - Aus Böhmen kommt die Musik (1985) - YouTube
und dazu als krönender Abschluss:
Stefan Raab & die Bekloppten - Ich mache nur noch Volksmusik - YouTube

Mit rauchenden Fingern und technischen Grüßen
Rheinkultur
 
Doppelgriffe können nicht nur manuelle Geschicklichkeit herausfordern, sondern als musikalisches Gestaltungsmittel fesseln, auch knapp anderthalb Jahrhunderte nach der Entstehung von:
Chopin Etude Op 25 No.8 HQ - YouTube

Meine Meinung: Wenn Hanon'sche Übungsmodelle musikalisch korrelieren mit gegebenen technischen Problemen bei virtuoser Literatur, sind einige Minuten Trainingszeit mit abstrakter Materie zu verkraften, vielleicht sogar punktuell hilfreich.

Tja, schwierige Doppelgriff-Passagen als musikalisches Gestaltungsmittel finden sich nicht nur bei Chopin, sondern in sehr vielen anderen virtuosen Stücken (Liszts Feux follets, Finale aus Szymanowskis op.3, ebenso dessen Sonaten und Etüden, Skrjabins Etüden...). Das ändert aber nichts daran das es bessere Methoden und Übungen gibt um solche Sachen zu üben, als Hanon. :)

Viele Grüße!
 
Und wenn man den Gebrauch des Metronoms üben möchte: Mauricio Kagel's MM50[sic] :D:D (Ich persönlich mag ja Kagels Musik schon seit Jahren sehr. Auch halte ich ihn für eine der liebenswertesten Komponistenpersönlichkeiten der Nachkriegszeit.)
Immer noch faszinierend anzusehen, der alte Film mit Aloys Kontarsky - auch wenn das Stück natürlich MM 51 heißen muss! Mit dem Metronom-Einsatz ist das allerdings so eine Sache: Man muss sich vorab handwerklich betätigen oder diese Aufgabe delegieren, da das Metronom auf einer schwenkbaren Unterlage (Sonderanfertigung) fixiert werden muss. Der Pianist hat diese nach Vorgabe in Schieflage zu bringen, so dass die Taktschläge unregelmäßig ertönen oder ganz verstummen. Auch das geisterhafte Lachen ist präzise fixiert im Text, der den Pianisten gewissermaßen als Darsteller des Nosferatu aus Murnaus Stummfilm mit in Szene setzt. Eine von vielen brillanten Ideen einer Ausnahmepersönlichkeit mit einem Sinn für Bühne und Theater - immer noch unerreicht!
 

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