H.-G. Heumann- woher dieser "Hass"?

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St. Francois de Paola

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Ich finde, dieses Heumann-Zeugs und ähnliches dann OK (aber in keinem Fall notwendig oder besonders hilfreich), wenn:

- Es wirklich nur als einfaches Anfängerstück gespielt wird

- Wenn es nicht den Großteil des Repertoire ausmacht

- GANZ WICHTIG: Den Schülern klar macht, dass die gerade nicht das und das große Werk spielen, sondern einen verstümmelten Ausschnitt als kleine billige Anregung des Belohnungszentrums. Wie wenn Kinder ne Milchschnitte kriegen. Jeder weiß, die ist keine kulinarische Kostbarkeit und eigentlich nicht gut, kann aber ab und dann in geringer Dosis eine Freude machen, ohne zu schaden.

Vielleicht, wenn Zeit vorhanden ist, die Schüler das echte Stück mal hören lassen und versuchen, dass sie das verstehen.
Die müssen die wachsende Komplexität mit ihrem Programm von den einfachsten Stückchen aus irgendeiner Schule oder Heumannzeugs über Album für die Jugend und Burgmülleretüden zu Sonatinen usw. - ich kenne Leute, die auch in einer städtischen Musikschule bis zur h-Moll-Sonate von Liszt oder Paganinivariationen von Brahms gekommen sind.

Ich hatte außerdem diese dämlichen Arrangements nie gespielt, wäre auch gegen meinen Stolz gewesen. Nach den Kinderstücken kamen Burgmülleretüden dran, die ich auch bis heute nicht mag.

Nicht unbedingt schlecht finde ich die Zusammenstellung "Der Klassikband" von Heumann mit einfachen Originalstücken, aus dem ich auch im Klavierunterricht gespielt habe.
In Zeiten von IMSLP braucht man sowas aber auch nicht.
 
Demian

Demian

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Ich musste als Kind eine Weile aus etwas mit Heumann Vergleichbarem spielen: „It‘s easy to play classics“: https://www.worldofbooks.com/de-de/buecher/chester-music/it-s-easy-to-play/9780711942011?gclid=EAIaIQobChMI34HF89Se7gIVC95RCh0DAg_IEAQYAyABEgKuSPD_BwE#GOR004846363

Das waren auch nur hässliche Rudimente verschiedener „Klassik-Hits“.
Ein riesiges Problem ist übrigens bisher noch nicht genannt worden: Diese schlechten Arrangements waren z.T. meine ersten Berührungen mit der jeweiligen Musik, der sie entlehnt waren. Und das bedeutet, dass ich z.B. das Largo aus Dvoraks 9. Sinfonie, den ersten Satz aus Griegs Klavierkonzert oder Mendelssohns Hebriden-Ouvertüre nicht hören kann, ohne dabei diese grausligen Bearbeitungen im Ohr zu haben. Auch das sollte jedem Klavierlehrer klar sein, der Kindern das antut.
 
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Demian

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@Rheinkultur
Wollen wir mal nicht hoffen, dass der Heumacher hier mitliest...
 
Ambros_Langleb

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Erstaunlich übrigens, was für eine Ausbildung Heumann genossen hat, siehe hier:

Das ist offenkundig ein direktes Zitat von seiner eigenen Webseite. Als "außergewöhnlich" kann man das dort Vorfindbare kaum bezeichnen. Studium an einer MH, dann "Kompositionsstudien in New York und New Orleans" ohne Angabe von Lehrern und Dauer; das können also auch Stippvisiten zu einem Meisterkurs o.ä. gewesen sein. Du warst keine vier Wochen in New Orleans? Na dann schäm dich, aber sofort. ;)
 
Father

Father

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Puh, ganz schön heftig, was hier so geschrieben wird. Sehr schlechter Stil! Über „Niveau“, in welchem Zusammenhang auch immer, habt ihr sicher gar nichts zu meckern...... :010:
 
Demian

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trm

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wenn ich dich richtig verstehe, trauerst du bisweilen der Möglichkeit nach, mit deinem geschätzten Klavierlehrer auch nicht barocke bzw. auch mal romantische Kompositionen zu erarbeiten. Da hast du mein vollstes Verständnis! :)

Liebe Chiarina,

ausnahmsweise;-) liegst du mit deiner Vermutung diesmal total daneben!:chr02:

Zwischen 1959 und 1969 habe ich ja durchaus neben Bach einiges von den oben erwähnten "Brüdern" sowie auch von Schumann, Mendelssohn, Brahms, Bartok und Chatschaturjan gespielt, dazu nicht wenige Lieder vor allem von Schubert, Schumann und Hugo Wolf begleitet. Leider hatte ich erst in den letzten 4 Unterrichtsjahren einigermaßen ernsthaft geübt.
Beim Wiedereinstieg nach 47 Jahren habe ich mit meinem KKL/KCL/KOL vereinbart, daß wir uns ausschließlich Werke eines mitteldeutschen Barockkomponisten, der in meiner Heimatstadt 10 Monate tätig war, vornehmen werden.
Einzige Ausnahme soll Beethovens WoO 80 sein. Wenn ich diese Variationen gut bewältige, sagt er, daß es dann bei Bach keine größeren technischen Probleme mehr geben sollte.:super:
Vor 2 Jahren kam mir leider eine ganz fiese Pneumonie in die Quere, sodass ich nach meiner Resurrectio mortuorum im Juni 2019 nochmals fast von Null anfangen durfte. Mit den noch ausstehenden 5 Partiten, 5 Englischen und 4 Französischen Suiten sowie ca. 75% des WTC I/II, die Goldberg-V. nicht zu vergessen, werde ich in den nächsten Jahren wohl gut zu tun haben.;-):-D:lol:Ab März wartet zunächst die "Chromatische" auf Kopf und Finger.
Auf der Orgel möchte ich gerne zumindest BWV 547 und 582 spielen.:geheim:
Danach:-Dwürden mich durchaus einige Sachen von Schönberg, Berg, Webern und vor allem Ligeti interessieren. Da habe ich allerdings beschlossen, daß mir diese Trauben viel zu sauer sind.:cry2::-D

Mit Liszt, Skrjabin, Rachmaninow kann ich (als Spieler) nichts anfangen.:schweigen:
 
 

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