Gute Jazz-Pianisten...

  • Ersteller des Themas Johnny1900
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Johnny1900

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Servus,

Ich hab bisher kaum Jazz gehört, bin aber jetzt auf einen Pianisten aus meiner Gegend gestoßen von dessen Musik ich absolut begeistert bin. Leider hat er bisher nur zwei Platten raus gebracht die ich schon rauf und runter gehört hab, also brauch ich mehr davon! :)

Den Pianisten wird hier sicher keiner kennen und ich kenne mich zu wenig aus um seine Musik genauer zu umschreiben, aber mal so viel: Er interpretiert (Solo) hauptsächlich die bekannten Standards (In Your Quiet Place, April Joy, Blue Bossa, My Foolish Heart, But Beautiful usw.) oder z.B. auch mal Stücke wie "Come Together" von den Beatles. Er selbst beschreibt seine Musik als "Standards, Rock-Jazz, Fusion".

Als Anhaltspunkt für meinen "Geschmack" vielleicht noch: Ein Kumpel hat mir mal das "Esbjörn Svensson Trio" empfohlen. Ich finds grundsätzlich nicht schlecht, aber ist eher nicht so mein Ding, etwas zu abgedreht. Liegt sicher auch dran dass ich mit Jazzmusik eben noch nicht so vertraut bin.

Also, wäre super wenn mir hier jemand ein paar Tipps geben könnte für Pianisten/Platten die in die beschriebene Richtung gehen.
 
hasenbein

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Den Pianisten wird hier sicher keiner kennen und ich kenne mich zu wenig aus um seine Musik genauer zu umschreiben, aber mal so viel: Er interpretiert (Solo) hauptsächlich die bekannten Standards (In Your Quiet Place, April Joy, Blue Bossa, My Foolish Heart, But Beautiful usw.) oder z.B. auch mal Stücke wie "Come Together" von den Beatles. Er selbst beschreibt seine Musik als "Standards, Rock-Jazz, Fusion".
Also sicherlich ein mittelmäßiger 08/15-Provinz-Pianist. Die Stückauswahl zeigt schon, dass er auf einem Amateur-"Realbook-Spieler"-Niveau hängengeblieben ist.
Verständlich ist aber, dass angesichts trivialer Popmusik oder Simpel-Pop-Piano, wie es typische "Youtuber" klimpern, Dir dieser Pianist bereits wie eine Offenbarung erscheint. Jetzt heißt es, da nicht stehenzubleiben.

Vernünftige Pianisten, die man sich anhören sollte, sind beispielsweise

Bill Evans
Oscar Peterson
Herbie Hancock
Keith Jarrett
Chick Corea
McCoy Tyner
Brad Mehldau
Fred Hersch
Horace Silver
Thelonious Monk

Man kann aber bei vielen von ihnen nicht irgendeine x-beliebige CD nehmen! Es kann passieren, dass sie ausgerechnet darauf relativ "abgedrehten" Kram spielen (das sind nämlich sehr vielseitige, stilistisch oft breitgefächerte Musiker) oder dass die Qualität der Aufnahme abschreckend ist.

Am besten z.B. bei Amazon gucken - u.a. aufgrund der Bewertungen lässt sich oft gut eruieren, was die "angesagten" CDs sind. (Aber auch nicht immer.)

Mehr werde ich nicht schreiben, weil man darüber auch bestens im Netz recherchieren kann und ich es nicht einsehe, mir Arbeit zu machen, nur damit ein anderer die nicht hat.
 
J

Johnny1900

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@ hasenbein: Danke schonmal für die Auswahl, dann werde ich in die Richtung mal weiter recherchieren...

Aber noch zu "Amateur-Realbook-Spieler-Niveau": Ich selbst kann damit eben, als limitierter Klavierspieler der sich selbst etwas in dieser Richtung versucht und über ein gewisses Niveau nie hinaus kommen wird, viel anfangen und das ist glaube ich, als Klavierlehrer, auch mit seine Intention. Ohne ihn wäre ich wohl auch nie in diese Richtung gegangen...Er hat neben verschiedenen Klassik CDs auch noch ziemlich abgedrehte CDs mit präpariertem Klavier gemacht, mit denen ich wiederum wenig anfangen kann.
Und auch wenn das Niveau jetzt niedrig sein sollte: Aus meiner Sicht mit Sicherheit hoch genug ;)
 
pianochris66

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Servus,

Ich hab bisher kaum Jazz gehört, bin aber jetzt auf einen Pianisten aus meiner Gegend gestoßen von dessen Musik ich absolut begeistert bin. Leider hat er bisher nur zwei Platten raus gebracht die ich schon rauf und runter gehört hab, also brauch ich mehr davon! :)

Den Pianisten wird hier sicher keiner kennen
Was soll denn diese Geheimniskrämerei, eventuell kennen ihn ja doch einige Clavios? Den Namen bitte;-).
 
hasenbein

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OK, er spielt ja nicht schlecht, aber was Du wissen musst: Seine Musik ist zwar jazz-beeinflusst (u.a. indem er Jazzstücke hernimmt und Rhythmen, Phrasen, Harmonien aus dem Jazz verwendet), aber er ist kein Jazzpianist.
 
J

Johnny1900

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Ok dann kommen wie der Sache ja evtl näher :)
Wie nennt man den Stil? Fusion?
Kennt dann vielleicht jemand Pianisten die in diese Richtung gehen?
 
pianochris66

pianochris66

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Habe momentan leider nicht die Möglichkeit, mir die Hörproben anzuhören. Hasenbeins Beschreibung würde ja z.B. auch auf Kapustin zutreffen aber es ist wohl doch etwas ganz anderes. Ich höre es mir heute Abend mal an und kann Dir ja eventuell Tipps bzgl. Pianisten dieser Richtung geben.

LG
Christian
 
Tastenjunkie

Tastenjunkie

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...Seine Musik ist zwar jazz-beeinflusst (u.a. indem er Jazzstücke hernimmt und Rhythmen, Phrasen, Harmonien aus dem Jazz verwendet)....
Dem kann ich folgen !

Das hier:
würde ich zwar spontan auch so sehen, auch wenn es mir auf meinem Niveau nicht zusteht, interessant wäre aber trotzdem, wo die Grenze verläuft. Was müsste er anders spielen um als "Jazzpianist" durchzugehen?
 
Peter

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Bechsteinfan
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Ok dann kommen wie der Sache ja evtl näher :)
Wie nennt man den Stil? ...Kennt dann vielleicht jemand Pianisten die in diese Richtung gehen?
Keine Ahnung, Jazz sicher nicht, aber wer z.B. ähnliche Musik macht, ist unser @klaviermacher . Ich sage dazu immer "Bluesrockpopjazz" ...oder so :-D Von daher trifft es "Fusion" ganz gut.
Schau Dir mal seine Videos an. CDs vertreibt er auch. Evtl. trifft das Deinen Geschmack.

Zu obiger Liste würde ich auf jeden Fall noch Hiromi Uehara hinzufügen.
 
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pianochris66

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Zu obiger Liste würde ich auf jeden Fall noch Hiromi Uehara hinzufügen.
Die von Hasenbein auf die Schnelle erstellte Liste ließe sich locker um 30 Pianisten erweitern, er hat ja auch "beispielsweise" geschrieben. Habe mir gerade mal die Hörproben der CDs angehört, gefällt mir gut aber bei z.b. Round Midnight hört man meiner Meinung nach deutlich, dass er einen klassischen Hintergrund hat von dem er sich auch nicht lösen kann oder möchte. Um Missverständnissen vorzubeugen: Ich wünschte, dass ich so spielen könnte;-).

@Johnny1900 : So wie ich Dich aufgrund Deiner Eingangsfrage einschätze könnte Dir z.B. Vince Guaraldi als Einstieg gut gefallen.
 
Holger

Holger

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Servus,

vielleicht gefällt Dir ja Chilly Gonzales CD Solo Piano.

LG Holger
 
hasenbein

hasenbein

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Chilly Gonzales ist absolut kein Jazz, das ist simplistische Unterhaltungsmusik.
Hier geht es jedoch um Jazz, wie Du bemerkt haben könntest.
 
dilettant

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Hasi, sieh Dich vor, Chilly Gonzales ist ein erfolgreicher Musiker, und wenn Du einen solchen so runtermachst, kriegst Du's mit dem Musikprofi zu tun!
 
hasenbein

hasenbein

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Mit welchem Musikprofi? *gähn* *Fingernägel betracht*
 
Tastenscherge

Tastenscherge

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Chilly Gonzales empfinde ich auch nicht als Jazz. Mag ich auch sonst nicht so, aber ich würde ihm das Können nicht absprechen.

Der Stil vom Brandner erinnert mich entfernt an Jamie Cullum. Allerdings weiß ich nicht, ob Cullum nicht sogar ein richtiger Jazzer war, bevor er seine internationale Karriere startete.

Johnny1900, kennst du Richard Tee? Ist zwar eine komplett andere Richtung, kein Jazz, aber ich könnte mir vorstellen, dass dir das evtl. auch gefällt? Falls nicht, dass ist das jetzt völlig OT. Bei Youtube findest du einiges von ihm, z.B. dies (geht erst ab 0:50 los). Sehr empfehlenswert auch seine damalige Band STUFF:

 
H

hennessy

Guest
Sag mal, färbt dieses wirre Weltchaos mit Ukraine-Krise, Irakkrieg etc. auch auf Euch ab, oder warum wird hier zur Zeit von einigen so ein Mega-Stuss rausgehauen?
anscheinend hast Du mich nicht richtig verstanden.
Beispiel: Keith Jarrett: The Köln Concert. Einfache Musik, aber einmalig vorgetragen, hab ich schon tausend mal gehört und jedesmal fasziniert es mich wieder.Beste Unterhaltung!
 
 

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