Geliebte Clara


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Nur ein Hinweis für Interessierte:

Gerade läuft im Kino der Film "Geliebte Clara" über Clara Schumann. Der Film ist von der Kritik eher verhalten aufgenommen worden, die negative Kritik überwog, auch wenn es durchaus positive Fachmeinungen gab. Dennoch sicherlich ein interessanter Blick in diese Zeit und für Klavierspieler nicht uninteressant, zumal der Film recht teuer in der Ausstattung war, dem Auge einiges geboten wird und Musik von Clara Schumann gespielt wird. Ein historisch korrektes Bild der Protagonistin wird mal wohl nicht erwarten können, auch finde ich einige Rollen sehr fragwürdig besetzt, allen voran die von Robert Schumann.

Ob ich den Film gucke weiß ich noch nicht, der Trailer lässt mich eine arg kitschig konstruierte Story, die wohl - so muss man es sagen - eher auf ein weibliches Publikum zugeschnitten zu sein scheint, ahnen.

http://www.geliebteclara.de/
 
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Mathiéu Alou
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Habe gestern in der Welt davon gelesen. Dort wird der Film ja geradezu zerrissen! :o
 
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stheophil
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In der PianoNews auch

Die PianoNews hat den Film in ihrer letzten Ausgabe auch derart zerrissen, dass ich davon absehe, mir den Film anzusehen, wenn ich auch der Familienlegende zufolge mit Clara Schumann, geb. Wieck verwandt bin ;)
 
Viola
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Hallo Leute! Mich würde ebenfals interessieren, ob man da reingehen "muss" oder den Film weiterempfehlen kann. Was ich gehört habe - ein Radiobericht im WDR5 mit Interviews mit der Regisseurin, so scheint der Film durchaus liebevoll gemacht zu sein. Natürlich kommen die Standartstücke nicht zu kurz und schenkt allen Kulturbeflissenen viel Widererhennbares und Aha-Erlebnisse...
;)
 
Kulimanauke
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Ich weiß nicht, ob dieser Film im Verhältnis zu Schumanns Zeiten steht. Allein schon der überzogene technische Aufwand, die digitalen Filmaufnahmen. Da frag ich mich schon, geht es hier um die Schumanns oder um die Selbstverwirklichung Helma Sander-Brahms und der Filmemacher. Der Film zeigt mir nur Oberfläche: bunt, großformatige Bilder, spektakulär, Liebesszenen, gekünzeltes Drama, Direktaufnahmen, Götterverherrlichung.
Ich lese lieber ein Buch, die sich der Zeit anzunähern versucht, insofern man sich da überhaupt hineindenken kann. Es gibt Dinge, die im Stillen eine große Wirkung haben. Und an CD's mangelt es nicht.
Ich sehe mir den Film nicht an.
 
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koelnklavier
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Das wäre ja noch schöner, wenn es jetzt "kulturelle" Pflichten gäbe. :D Nach allem, was ich gehört und gelesen habe sowie nach dem Trailer im Internet, ist es ein oberflächlich gestrickter Ausstattungsschinken. Natürlich läßt sich über das Gespann Robert-Clara-Johannes wunderbar spekulieren, und Clara Schumann verströmt als toughe Frau des 19. Jahrhunderts auch genügend Sexappeal (ich erinnere an das Gespann Natassja Kinski - Grönemeyer in "Frühlingssinfonie"). Über den Kulturbegriff, der sich hinter solchen Projekten/Events verbirgt, muß man sich einmal ernsthaft Gedanken machen ... (Aber vielleicht ist der Film ja auch ganz toll :confused:)
 
Mindenblues
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Ich werde mir den Schmachtschinken angucken, wenn der Film auch in der Provinz angekommen ist - wäre ja noch schöner, wenn ich mich von schlechten Kritiken davon abschrecken ließe.

Habe nix gegen schönen Kitsch im Kino, da kann man so schön abhängen und entspannen. :D
 
Dimo
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Hm, ob es ein "Schmachtfilm" zum Abhängen und Entspannen sein wird...? Nachdem ich gerade den Trailer gesehen habe, könnte es eher ein düsterer Film sein. Die letzten Lebensjahre von Robert sind ja auch ein eher "dunkles" Kapitel der menschlichen Psyche...

Anschauen werde ich mir den Film schon; die Rolle der Clara scheint mit Martina Gedeck hochkarätig besetzt zu sein - (Nastassja Kinski fand ich damals eher eine Fehlbesetzung) :rolleyes:
 
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Wiegesagt, ich finde die Besetzungsliste fürchterlich. Und der Schauspieler von Robert Schumann passt überhaupt nicht. Ich denke es ist keine Schmonzette, sondern ein "Frauenemanzipationsfilm" mit einem am Ende völlig übertrieben durchdrehenden Robert Schumann, um noch sowas wie "Thrillerelemente" rein zu bringen. "Psycho" trifft "Yentl" trifft "Das Piano" trifft "Eiskalte Liebschaften".
 
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lavendel
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Ich werde mir den Schmachtschinken angucken, wenn der Film auch in der Provinz angekommen ist - wäre ja noch schöner, wenn ich mich von schlechten Kritiken davon abschrecken ließe.

Habe nix gegen schönen Kitsch im Kino, da kann man so schön abhängen und entspannen. :D

...das seh ich genauso. ich kann ja nachher immer noch sagen "fand ich doof", aber dann ist es wenigsten MEINE meinung und nicht die der rezensenten :D.

ausserdem hab ich viele jahre gegenüber von schumanns klapsmühle gewohnt, da MUSS ich da ja wohl hin :cool:.

lavendel
 
Dimo
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Hm, ob es ein "Schmachtfilm" zum Abhängen und Entspannen sein wird...? Nachdem ich gerade den Trailer gesehen habe, könnte es eher ein düsterer Film sein. Die letzten Lebensjahre von Robert sind ja auch ein eher "dunkles" Kapitel der menschlichen Psyche...

Anschauen werde ich mir den Film schon; die Rolle der Clara scheint mit Martina Gedeck hochkarätig besetzt zu sein - (Nastassja Kinski fand ich damals eher eine Fehlbesetzung) :rolleyes:

Gestern hatte ich nun endlich die Gelegenheit, den Film zu sehen und möchte hier meine Eindrücke mitteilen.
Große Teile des Films fand ich ziemlich düster, Roberts Gemütskrankeit wird detailliert dargestellt, dazu noch mit dramatischer Übertreibung (Alkohol- und Morphium-Missbrauch, häuslicher Gewalt, brutale Szenen in der psychiatrischen Klinik). Jeder, der heutzutage überlegt, psychiatrische Hilfe anzunehmen, würde es sich wahrscheinlich mit Grausen wieder anders überlegen....:confused: Zum Glück hat die Psychiatrie seit dem Jahr 1850 eine Wendung zum Besseren gemacht....

Auf der anderen Seite wird die eigentliche Spannung, die aus der Konstellation der Dreiecksbeziehung ergeben könnte, leider nur selten vermittelt, und in meinen Augen eher oberflächlich behandelt.
Ich hatte auch Mühe zu erkennen, was der Film eigentlich vermitteln wollte. Am ehesten noch, mit welch bewundernswerter Kraft und Energie Clara ihr Schicksal (psychisch schwerkranker Mann, 6 Kinder, Brachliegen der eigenen Karriere) meistert... Wobei sie dabei nahezu "übermenschliche" Stärke und Stabilität zeigt... und die Rolle dadurch fast ein wenig unglaubwürdig wirkt.

Fazit: Muss man nicht gesehen haben, ich würde den Film nicht weiterempfehlen, einiges hat mich dennoch zum Nachdenken angeregt. Das Beste an dem Film war die meisterhafte Musik! :cool: (u. a. Schumanns Rheinische, Brahms' d-moll-Konzert)
 
 

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