Gebrauchtes Yamaha U3, neues B3 oder 2 Jahre junges Wilhelm Schimmel W 114

J

Julika

Dabei seit
Mai 2020
Beiträge
2
Reaktionen
0
Hallo!
Ich bin neu hier im Forum und habe mich extra angemeldet, da mich der anstehende Klavierkauf sehr herausfordert. Meine Tochter spielt seit 2 ,5 Jahren Klavier und ich seit einem Jahr. Wollte schon immer Klavier lernen, aber das war bei uns früher nicht drin. Also erfüllte ich mir den Wunsch mit fast 40. Ich kann mir auch nicht vorstellen damit irgendwann wieder aufzuhören:-)
Bisher haben wir nur auf einem Epiano gespielt, aber Die Zeit ist reif für ein akustisches Instrument. Das Budget ist begrenzt auf MAX 6000,- . Wir wohnen in der Nähe Bremens und sehen uns bisher Klaviere bei Helmich in Verden und bei Dilger nähe Hamburg an.
Jetzt habe ich bei Helmich ein B3 im Auge oder alternativ ein Wilhelm Schimmel W114, war aber noch nicht da. Der Besuch folgt nächstes Wochenende. Bei Dilger dagegen ein U3 aus 1993 für ca 5400,- in das ich mich verliebt habe. Ich fand den Klang wunderschön und brauchte was Spielfreude anging nichts anderes ausprobieren. Meine Tochter genauso. Hab ich natürlich trotzdem, Kawai k200 und k300 neu erreichten mich gar nicht, die neuen Seiler und Yamahas (bzw Kemble) kamen auch nicht an das U3 ran.
Problem ist nur, dass wir vom Standort des Klaviers ausgehend in 5m Entfernung einen Ofen stehen haben. Da wurde mir bisher gesagt , dass das Instrument möglichst neu sein sollte oder eben mit wenig Jahren auf dem Buckel, da ältere Instrumente dies weniger gut vertragen als neuere. Das yamaha u3 ist aber nun mal schon 27 Jahre alt, dazu kommt das Risiko des Reimports durch das ich noch nicht ganz durchsteige. Hat jemand Erfahrung mit den angegebenen Instrumenten? Sollte mir das B3 zusagen, wäre es dem u3 vorzuziehen? Einfach weil es vernünftig wäre ?
Vielen Dank für die Hilfe!
Lg Julia
 
Zuletzt bearbeitet:
bluesman

bluesman

Dabei seit
März 2018
Beiträge
196
Reaktionen
156
Hallo und herzlich willkommen,

wenn das U3 etwas in dir bewegt hat und die anderen Klaviere nicht, dann ist das schon ein ganz klares Signal. Unabhängig vom Aufstellungsort, würde ich somit sagen, du hast dein Klavier gefunden. :001:
Ich habe es auf der Website von Dilger grade entdeckt. Da der Händler 5 Jahre Garantie gibt, würde ich mir über Reimport o.ä. keine Gedanken machen. Um ganz sicher zu gehen, kannst du den Händler ja nochmal drauf ansprechen und dir den Zustand des Klaviers detailliert erklären lassen. Wenn du dann immer noch unsicher bist, das Klavier aber dein Wunschinstrument ist, kannst du für ca. 100€ eine Besichtigung von einem unabhängigen Fachmann durchführen lassen um letzte Gewissheit zu erlangen.

Bezüglich des Aufstellungsortes gehen mir folgende Gedanken durch den Kopf:
1.: 5m Abstand sind schon gar nicht wenig. Die Strahlungswärme sollte da eigentlich nicht mehr das Problem sein. Der Ofen könnte natürlich zu einer Austrocknung der Luft führen. Dem ließe sich aber mit einem Piano Lifesaver System entgegenwirken. Bei deinem Budget sollte der Einbau eines solchen Systems noch drin sein.

2.: Ob ein altes Instrument wirklich in dieser Hinsicht empfindlicher als ein neues Instrument ist würde ich bezweifeln wollen. (Warten wir hier aber die Rückmeldung einiger anderen Forenmitglieder, die auch Klavierbauer sind, ab.) Man liest und hört immer wieder mal davon, dass neuere Klavier geeignet für Fußbodenheizungen sind, dieses aber für ältere Klaviere nicht zutreffen soll. Aber davon, dass eine Ofenheizung für ältere Klaviere ein größeres Problem sein sollte, als für neuere, habe ich noch nicht gehört und es klingt für mich auch erstmal nicht logisch nachvollziehbar.

3.: Bevor du dich weiter mit diesen Gedanken beschäftigst, würde ich beim Händler des Klaviers fragen, wie er über den geplanten Aufstellungsort des Klaviers denkt.

Viel Erfolg weiterhin bei der Suche und hoffentlich beim Kauf! :001:
Bluesman
 
agraffentoni

agraffentoni

Dabei seit
Jan. 2011
Beiträge
8.756
Reaktionen
4.890
Da wurde mir bisher gesagt , dass das Instrument möglichst neu sein sollte oder eben mit wenig Jahren auf dem Buckel, da ältere Instrumente dies weniger gut vertragen als neuere.
Wie haben die heute über hundertjährigen Klaviere das überlebt, als es noch keine Zentralheizungen gab und manchmal nur die Wohnstube mit einem Kachel/Holz/Kohlenofen beheizt wurde?
 
Zuletzt bearbeitet:
J

Julika

Dabei seit
Mai 2020
Beiträge
2
Reaktionen
0
Vielen Dank schon einmal für eure Antworten. Das beruhigt schon mal und ich fühle mich ein wenig bestätigt in Richtung u3 :-)Jedoch würde ich mich natürlich sehr über weitere Meinungen und vielleicht auch Erfahrungen mit den angegebenen Instrumenten freuen.
 
Zuletzt bearbeitet:
 

Top Bottom