Funktionsanalyse

  • Ersteller des Themas Rachmaninov22
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Rachmaninov22
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Kann mir jemand bei der Analyse der Akkordfunktionen helfen?

Außerdem sollen wir auch über Subdominanten Bescheid wissen die eine ergänzte Sexte haben und somit eigentlich so aussehen wie eine Subdominantparallele

Also beispielsweise d-moll ist ja quasi ein F-Dur-Akkord ohne Quinte mit heruntergezogener Sexte.

Kann mir das jemand nochmal genauer erklären? Es gibt irgendwie vier Varianten S
S 5
S 56
Und noch irgendeine

Vielen Dank ;)
 

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.marcus.
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Hier mal die Funktionen für das erste Beispiel:

T=B

T - S - SS43 - T56 - T3 - S6 - D7 - T

Wo die Zahlen hingehören, siehst du dann selbst (oben oder unten). Keine Garantie ;)

Die Sexte ist die charakteristische Dissonanz der Subdominante und verstärkt deren Wirkung.

lg marcus
 
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rappy
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Ist ein A im 3. Akkord, kein As, marcus ;)
Wäre also Dominante ohne Grundton.
 
.marcus.
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Ist ein A im 3. Akkord, kein As, marcus ;)
Wäre also Dominante ohne Grundton.
Deshalb mein Hinweis: keine Garantie. Das hab ich beim Musikhören und Chatten gemacht :D Könntest ja mal deinen Teil mit dem zweiten Beispiel beisteuern. ;)

An sich ist die Aufgabe aber echt billig. Ich musste mal alle Choräle der Matthäuspassion funktional analysieren. Und Bach schreibt recht verzwickt, mir tausend Vorhalten ^^

lg marcus
 
Axel
Axel
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Hallo,

grundsätzlich gibt es die Subdominante als normalen Akkord, mit Sexte statt Quinte und mit Quinte plus Sexte.

zum Bsp. 1:

T, S, D57, T, T3, S65, D7, T

Leider schaffe ich es nicht, hoch- und tiefgestellt zu schreiben. Bei D57 ist 5 unten, 7 oben, das D muss durchgestrichen sein. Wird etwas verunklart, da es einen schweren Durchgang im Bass gibt und der "richtige" Akkord erst auf dem 2. Achtel eintritt.
Im nächsten würde ich den Durchgang im Sopran nicht beziffern.
Die S hat die 6 im Bass, die 5 liegt im Alt.

zum Bsp. 2:

t1231, D321, t, s56, D37, t98, D4323

Relativ einfach, fast nur Wechsel innerhalb der Funktion. Bei s56 ist die 5 unten, bei D37 ist die 3 im Bass. Bei t98 beide Zahlen hochgestellt, ist eine Vorhalt im Alt. D4323 alle hochgestellt, beschreibt den Vorhalt.

Schöne Grüße
Axel
 
Axel
Axel
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Außerdem sollen wir auch über Subdominanten Bescheid wissen die eine ergänzte Sexte haben und somit eigentlich so aussehen wie eine Subdominantparallele


Da stolpern die meisten Harmonielehrescholaren erst mal. Wenn du F-Dur nimmst, die Quinte (c) weglässt und durch die Sexte (d) ersetzt, hast du einen d-moll-Sextakkord. Theoretisch könnte man Sp3 (3 unten). Wenn dieser Akkord im Kadenzzusammenhang die Stelle der S einnimmt, nennt man ihn S6 (6 oben). In der Renaissance und der Klassik sehr beliebt.

Im Barock hat man beides genommen, 5 und 6. Das ergibt einen sanft dissonanten 4-Klang. Ältere Musiktheorien erklären ihn als Septakkord der II. Stufe. :confused: Nein, ganz einfach. F-Dur als 56: f-a-c-d. Die II. Stufe von C-Dur ist d-moll, also d-f-a. Wenn jetzt zu dem d-moll noch eine 7 (=c) dazu kommt, sind das die gleichen Töne nur in anderer Reihenfolge.

Viele Grüße
Axel
 
E
Egbert Manns
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Die Sexte zur Subdominante gibt ihr doppeldominantische Wirkung. Im Notenbeispiel 5 gut zu sehen: Bach kadenziert G c F B runter.
Gruß
Egbert
 
Axel
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Die Sexte zur Subdominante gibt ihr doppeldominantische Wirkung. Im Notenbeispiel 5 gut zu sehen: Bach kadenziert G c F B runter.
Gruß
Egbert



Hallo Egbert,

das halte ich für ein Gerücht. Eine Subdominantparallele mit 7 oder eben eine Subdominante mit 6 sind sowohl theoretisch wie gehörsmäßig keine Dominanten. Bleiben wir in C-Dur. S56 besteht aus d,f,a,c. Das ist d-moll oder F-Dur. Um DD zu erzeugen, müsste es D-Dur sein (Dominante der Dominante). Dazu brauchen wir zwingend ein fis statt ein f.

Viele Grüße
Axel
 
J
J. Gedan
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Aber schon Rameau hat G-dur als Sous-Dominante von d-moll7 angesehen. Außerdem wird der Akkord im Barock sehr oft mit dem Moll-Grundton im Baß (also der hinzugefügten Sexte im Baß) und anschließendem Sprung zum Dominant-Grundton benutzt, was die spätere Funktionstheorie mit Sp56 nur unzureichend erklärt, da die Dissonanz zwischen 5 und 6 ja eigentlich anders aufzulösen wäre.
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Jörg Gedan
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