Friedrich Burgmüller - 25 leichte Etüden op. 100


Felix
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Die Etüden sind ja recht bekannt. Einzelne technische Aufgaben verpackt in kurze, teilweise sehr hübsche Stücke.
Manches ist mir besser gelungen, manches weniger. Grundsätzlich macht das Aufnehmen Spaß, und allmählich sammelt sich ein kleines musikalisches Tagebuch an. Ich kann mich darüber kontrollieren und nebenbei mit der Aufnahmetechnik herumspielen.

Nummer 19 gibts zweimal, da hab ich unterschiedliche Mikrokapseln getestet.

(Wenn man das auf Youtube direkt anschaut, hat man die Playlist vor sich und kann auswählen)

Ich freue mich über Kritik! Gern können wir uns auch über die einzelnen Etüden unterhalten, über das Aufnehmen etc.
 
Hellas
Hellas
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Die Aufnahmen gefallen mir. Ich kenne einige der Stücke nur von den Klassenvorspielen bei denen meine Tochter teilgenommen hat. Da habe ich vielleicht nicht immer den richtigen Eindruck von der Musik bekommen. ;-)Aber das hier macht ja Lust auf mehr! Die Noten sind runtergeladen, so dass ich hoffentlich im Sommer dazu kommen, mal ein paar davon zu spielen.
Ich experimentiere auch gerade mit Mikrofonierung. Welches Aufnahmegerät hast du genutzt und wo stehen die Mikrofone bei dir? Zu Nummer 19 würde ich sagen, dass mir die erste Version mit den Kugelkapseln einen Tick besser gefällt, so als ob es etwas direkter oder "näher dran" zu hören wäre. Es ist aber schwierig die richtigen Worte für sein eigenes Gefallen zu finden. Alle Aufnahmen lassen sich sehr gut anhören, egal mit welchen Kapseln aufgenommen.
 
Notenblatt
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Vielen Dank für die Einstellung der Videos! Toll gespielt und auch die Aufnahmequalität ist top!
Burgmüller weckt viele Erinnerungen an mein erstes Jahr, wo ich fast das ganze Buch durchgespielt habe, natürlich nicht annähernd so gut wie du. Mit einigen Stücken hab ich sehr gekämpft und das Ave Maria hat mich damals fast um den Verstand gebracht mit den 3 Kreuzen und dem ständigen Wechsel des Notenschlüssels in der linken Hand :dizzy:
Werde mir das Notenbuch wieder mal vorknöpfen und schauen, was jetzt besser geht als damals. Danke für die Inspiration!
 
V
Viva la musica
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Wunderschön! Ich mag die Burgmüller-Etüden so gern! Ich wünschte, ich könnte sie auch alle.... einige sind recht schwer oder?
 
Felix
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Danke für das Lob und die netten Worte! Aber ganz im Ernst, wenn ihr was Schlechtes findet, oder etwas, das ihr anders machen würdet, immer raus damit, das halt ich schon aus, und dann lern ich was :004:

Aber das hier macht ja Lust auf mehr! Die Noten sind runtergeladen, so dass ich hoffentlich im Sommer dazu kommen, mal ein paar davon zu spielen.
Werde mir das Notenbuch wieder mal vorknöpfen und schauen, was jetzt besser geht als damals. Danke für die Inspiration!
Oh, das ist toll zu hören! Freut mich sehr, daß ich euer Interesse wecken konnte.

Ich experimentiere auch gerade mit Mikrofonierung. Welches Aufnahmegerät hast du genutzt und wo stehen die Mikrofone bei dir? Zu Nummer 19 würde ich sagen, dass mir die erste Version mit den Kugelkapseln einen Tick besser gefällt, so als ob es etwas direkter oder "näher dran" zu hören wäre.
Ach, das Mikrofonieren, ein endloses Thema :004:. Ich hab da so viel probiert und werde doch mit dem Klang nicht glücklich. Wenn der Leidensdruck groß genug ist, werde ich meine Mikros wohl einfach ersetzen, als eine Ablaßzahlung vielleicht. Es sind Behringer B2, die in ein Zoom H6 gehen. Das ist eine bequeme Lösung, Tonspur und Video kommen anschließend in Resolve zueinander. Bei den neueren Videos steht die Konfiguration in der Beschreibung, bei den älteren waren es eigentlich immer die Nierenkapseln in AB, allerdings in variierenden Abständen zueinander und zum Flügel. Sie waren nie direkt am Rand, dort hörte ich die Tastengeräusche zu laut; und auch nie weiter weg als ein Meter, dann wurde mir der Klang zu trübe. Zueinander betrug der Abstand in der Regel 20-50 cm, gezielt haben sie auf die Saiten oder die Scharniere des Deckels. Die Kugelkapseln, auch bei Nummer 19, standen in einem Pseudo-NOS zueinander, das OE1FEU hier in seinem Thema mal vorstellte.
Ich mußte meinen Raum vom Schall her ziemlich trocken legen, niedrige Decke, Betonwände. Deshalb gibt es in manchen Videos künstlichen Hall, mit dem ich das Trockene wieder ausgleichen wollte. Gerade bei spitzen, stakkatobetonten Stücken hab ich das so gemacht.

Mit einigen Stücken hab ich sehr gekämpft und das Ave Maria hat mich damals fast um den Verstand gebracht mit den 3 Kreuzen und dem ständigen Wechsel des Notenschlüssels in der linken Hand :dizzy:
Das fällt dir mittlerweile bestimmt leichter! Und man kann aus diesen kleinen Sachen so viel herausholen. Wenn der Notentext erstmal sitzt, kann man, finde ich, an diesem Stück ganz besonders die Entspannung üben, also völlig ruhiges und gleichzeitig bleischweres Spiel aus dem Arm heraus, ruhiges Legato, ruhiger Pedaleinsatz, religioso! ... und eine gewisse Schwerelosigkeit stellt sich ein. - Die kann man dann mit noch schwereren Armen wieder ausgleichen :005:

Ich mag die Burgmüller-Etüden so gern! Ich wünschte, ich könnte sie auch alle.... einige sind recht schwer oder?
Ich glaube schon, daß die alle für dich zu bewältigen sein müßten. Die sind unterschiedlich schwierig, und es hängt sicher davon ab, was einem liegt und womit man vielleicht noch keinen Kontakt hatte. Und natürlich kann man sie schwieriger oder leichter machen, je nach Tempo und / oder was man darstellen möchte. Alle bewegen sich aber in einem Rahmen, der für Spieler in den ersten Jahren gedacht ist. Wenn dir einige besonders gut gefallen, spricht meiner Ansicht nichts dagegen, sie einfach mal zu probieren.
 
V
Viva la musica
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oder etwas, das ihr anders machen würdet, immer raus damit, das halt ich schon aus
Ich habe große Bewunderung für die Geschwindigkeit mit der du courant limpide spielst. Mir persönlich ist es aber fast etwas zu schnell, ich assoziiere da ein etwas gemütlicher plätscherndes Bächlein und nicht so einen reissenden Strom.... (ich mag aber von vielen Stücken oft langsamere Versionen). Aber wie du das so gleichmäßig und flüssig strömen lässt, ist schon beeindruckend. Hör ich mir zur Inspiration ganz bestimmt an, wenn ich das eines Tages spiele.

Überraschend fand ich deine Interpretation von der Petite Reunion. Du hast da immer wieder ein sehr ausgeprägtes ritardando drin, das hat mich beim ersten Mal hören ganz aus meiner Hörgewohnheit bei dem Stück gerissen. Erst hat mich das irritiert, aber wenn ich das Stück mal spiele (ist auch noch auf meiner Wunschliste) werde ich da jetzt vielleicht doch mal drüber nachdenken. Aber vielleicht nicht ganz so stark...

Bei deinen Engelsstimmen habe ich noch einiges über die Melodieführung in der linken Hand gelernt, die ich an manchen Stellen etwas vernachlässigt habe. Muss es mal wieder rausholen und schauen, ob ich jetzt endlich auf Tempo komme. Deine Version ist, glaube ich, genau das, was meine KL von mir wollte. na ja, bin ich noch ein ganzes Stück von entfernt ... :konfus:

Ich finde es wirklich total hilfreich, gerade von solchen einfacheren Stücken auch eine möglichst verschiedenartige Auswahl guter Einspielungen auf YT zu haben. Da kursieren ja Tausende süsse, aber gruselige Schülerversionen und nur so wenige brauchbare Vorbilder! Also danke für deinen inspirierenden Beitrag für uns Klavier-Noops!
 
Felix
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die Geschwindigkeit mit der du courant limpide spielst. Mir persönlich ist es aber fast etwas zu schnell, ich assoziiere da ein etwas gemütlicher plätscherndes Bächlein und nicht so einen reissenden Strom.... (ich mag aber von vielen Stücken oft langsamere Versionen). Aber wie du das so gleichmäßig und flüssig strömen lässt, ist schon beeindruckend. Hör ich mir zur Inspiration ganz bestimmt an, wenn ich das eines Tages spiele.

Überraschend fand ich deine Interpretation von der Petite Reunion. Du hast da immer wieder ein sehr ausgeprägtes ritardando drin, das hat mich beim ersten Mal hören ganz aus meiner Hörgewohnheit bei dem Stück gerissen. Erst hat mich das irritiert, aber wenn ich das Stück mal spiele (ist auch noch auf meiner Wunschliste) werde ich da jetzt vielleicht doch mal drüber nachdenken. Aber vielleicht nicht ganz so stark...

Bei deinen Engelsstimmen habe ich noch einiges über die Melodieführung in der linken Hand gelernt, die ich an manchen Stellen etwas vernachlässigt habe. Muss es mal wieder rausholen und schauen, ob ich jetzt endlich auf Tempo komme. Deine Version ist, glaube ich, genau das, was meine KL von mir wollte. na ja, bin ich noch ein ganzes Stück von entfernt ... :konfus:

Ich finde es wirklich total hilfreich, gerade von solchen einfacheren Stücken auch eine möglichst verschiedenartige Auswahl guter Einspielungen auf YT zu haben. Da kursieren ja Tausende süsse, aber gruselige Schülerversionen und nur so wenige brauchbare Vorbilder! Also danke für deinen inspirierenden Beitrag für uns Klavier-Noops!
Danke für deine Eindrücke! Beim courant limpide kamen ein paar Dinge zusammen: Mein Sprachgefühl verknüpfte "limpide" aus irgendeinem Grund mit "springend, eilend"; ein scheuer Blick auf die Vorschrift, Allegro viv... Oh wei!; die Entdeckung der wunderschönen Stimme im rechten Daumen, die ich mir sprudelnd und fließend nur in diesem Tempo vorstellen konnte. Wenn du dich auf diese Stimme konzentrierst, und wie sie vielleicht für das Auf- und Abschwellen eines (ok, falsch verstandenen) eilenden Bächleins steht, dann werden die restlichen Noten der rechten Hand zu dem Gekräusel und dem Schaum, dem Geplätscher und Gesprudel, dem Hintergrundrauschen. Ein happy little accident sozusagen. Hätte ich vorher in ein Wörterbuch geschaut, wäre etwas anderes dabei rausgekommen ;-)
Bei der Petite réunion stellte ich mir einen Kindergeburtstag vor. Diese Kinder habe ich sicher ein wenig zu wohlerzogen idealisiert, und bevor sie loslegen und alles zertrümmern, gibt es da immer dieses kurze Zögern (schaut der Papa gerade?). Eine klassische Interpretation ohne viel Rubato hätte sicher seinen eigenen Reiz, da gebe ich dir recht. Wenn ich meine Kinder beobachte, sehe ich kein Zögern.
Bei den Engelsstimmen habe ich die Baßnote ein wenig betont und im Pedal gehalten. Das verschafft den Melodiebögen ein Fundament, von dem sie sich abstoßen, und auf dem sie wieder landen können.
Hast du auch Bilder und Vorgänge im Kopf, wenn du dir ein Stück vornimmst?

Gar nicht gelungen sind übrigens meine Nr. 18 (die rechte Hand wollte der linken nicht folgen, und ich hatte keine Lust mehr auf weitere Versuche) und Nr. 23 (mit den Kieferbewegungen hätte ich Nüsse spalten können, und so verkrampft sind auch meine Hände).

Schon mal von unten probiert? Mit meinen eingebauten Mikrofonen klang es bei einem Flügel dort am besten.
Ja, unter dem Flügel hatte ich sie während eines Vergleichs auch schon stehen. Das klang sehr direkt, gleichzeitig gedämpft und traf meine Vorstellung leider nicht. Neben dem Flügel, an den üblichen Positionen plusminus, habe ich noch den Klang, der meinen Erwartungen am nächsten kommt. Ich werde jetzt weiter so aufnehmen, bis es mir irgendwann zum Halse heraushängt. Danach wird es mir mit den neuen Mikros zum Halse heraushängen, aber die waren dann wenigstens teuer.
 
claclavier
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Habe die ersten vier aus dem Opus auch mal gelernt. Habe sie allerdings niemals in diesem Höllentempo spielen können wie du.
In meinem Digi von Yamaha sind sie auch eingespielt, allerdings technisch langweilig und ebenfalls sehr schnell. Sehr demotivierend für einen Anfänger.
Bei deinen Aufnahmen gefallen mir deine Interpretationen sehr gut.
Vielleicht traue ich mich auch mal eine reinzustellen. Die Engelsstimmen habe ich vor kurzem angefangen....... :denken:
 

Felix
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@claclavier Danke! Manche habe ich so schnell gespielt, um eine wirkliche Etüde draus zu machen, also nicht ästhetisch, sondern rein technisch begründet. Das ging dann gelegentlich in die Hose, z.B. bei Nr. 18.
Im Endeffekt ist das Tempo nicht wichtig, auch langsamer kann man an diesen Stücken vieles üben und gestalten, sie sind formbar. Laß dich von schnellen Interpretationen deshalb nicht entmutigen, such dir ein Tempo, daß dir zusagt und probiere, dich in diesem Rahmen auszudrücken. Das klingt dann meistens besser als so ein Gehetze.
Ich würde mich freuen, wenn du dich traust!
 
pianochris66
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Lieber Felix,

danke für die Einspielungen, Burgmüller habe ich noch nie gespielt oder gehört:super:. Schöner Flügel;-).

Viele Grüße
Christian
 
 

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