Fragen zu meinem ersten Klavier (C. Bechstein 12N)

  • Ersteller des Themas Kristallklang
  • Erstellungsdatum
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Hallihallo,

nachdem ich jetzt schon ein bisschen bei euch mitgelesen habe, hab ichs jetzt endlich geschafft mich hier anzumelden! :) Von daher erstmal ein Hallo an alle! :D

Ich kann mich wirklich glücklich schätzen, dass meine Großeltern mir jetzt ihr altes Klavier C. Bechstein 12N (Nussbaum) vermachen, obwohl ich erst seit ein paar Monaten Klavier spiele. Allerdings nehme ich das schon sehr ernst und das werden sie wohl gemerkt haben ... :)
Dieses wundervolle Klavier (ich hab schon ein paar mal darauf gespielt) wird in 1-2 Wochen endlich hier her geliefert!

Jetzt habe ich allerdings noch ein paar Fragen dazu:

1) Wir haben einen Parkettboden - soll ich dann noch etwas unter das Klavier legen, einen Teppich o. Ä.?

2) Das Klavier ist leider schon etwas ausgebleicht ... kann man das Holz mit einer Politur etc. einreiben, um es zum einen zu pflegen, oder noch besser: die alte Farbe wiederherzustellen?

3) Wie erkenne ich einen kompetenten Klavierbauer/-stimmer/..., der diesem Klavier wieder zu seiner alten Brillanz verhelfen kann?
Mein Klavierlehrer würde mir einen empfehlen, der auch Gutachter beim Gericht ist.
Kann ich diesem einfach vertrauen? Ich mein, das Klavier hat ja immer noch einen recht hohen Marktwert (für meine Verhältnisse), da möchte ich nicht, dass ihm was passiert ...

Wahrscheinlich fallen mir bald noch ein paar mehr Fragen ein ... :P

Vielen Dank schonmal im Voraus! :)

LG Kristallklang

(Hoffentlich ist das der richtige Thread dafür ... Ansonsten tut es mir leid ...)
 
Klavierretter

Klavierretter

vormals GSTLP
Dabei seit
6. Apr. 2008
Beiträge
1.222
Reaktionen
1.257
Hallo Kristallklang,

wenn Dein Klavier Rollen hat, solltest Du unbedingt Untersetzer auf dem Parkettboden benutzen... sonst hast du hinterher Dellen und Rillen im Boden. Vorteil ist auch, dass man das Klavier hinterher auf den Untersetzern leicht hin und her schieben kann. Hat es keine Rollen, kannst Du unter die Füße etwas Filz kleben, dann gibt es auch keine Kratzer beim schieben.
Du sagst, dass Klavier ist ausgeblichen? Da lässt sich mit einfachen Mitteln nicht viel machen... Holz verändert seine Farbe unter Lichteinwirkung, da gibt es auch keinen Weg zurück. Was manchmal gut funktioniert... Renuwell Möbelregenerator... das frischt die Farbe ein wenig auf und lässt kleinere Kratzer und Macken - je nach Holz- und Lackart - fast verschwinden (gibt es bei uns im Baumarkt). Ansonsten mal mit einem guten Tischler sprechen.

Und wenn Du einen kompetenten Klavierbauer/-stimmer suchst, dann hilft Dir diese Forum bestimmt schnell weiter, wenn du ein wenig "suchst" und auf den Ratschlag einiger Leute hörst ;)

LG Georg
 
Fine

Fine

Dabei seit
7. Dez. 2011
Beiträge
190
Reaktionen
42
Glückwunsch zu deinem (bald) Klavier :-)

Ich mag die Bechstein 12n Klaviere.

zu 1) Du solltest das Klavier auf Untersetzer stellen lassen. Du darfst es natürlich zusätzlich auch auf einen Teppich stellen. Meines steht zur Schonung der Nachbarn auf einem dicken Wollteppich.

zu 2) Du solltest nicht mit irgendwelchen Mittelchen und Polituren an dem Klavier herumreiben. Wenn das Furnier ausgebleicht ist, lässt sich das nicht dadurch ändern, dass du mit Politur darauf herumreibst. Der einzige Weg es wieder wirklich schön zu bekommen, wäre den Lack und die Beize abzuschleifen und dann neu zu beizen und zu lackieren. Das ist wirklich aufwändig und teuer :-(.

zu 3) Der Tipp von deinem Klavierlehrer klingt doch ganz gut, ansonsten hör dich einfach noch bei anderen Klavierspielern um, es gibt bestimmt mehr als einen guten Klavierbauer in eurer Gegend.

Stell dich darauf ein, dass die Hämmer steif sein könnten. Ich habe noch kein 12n überarbeitet, bei dem die Hämmer nicht komplett steif waren...

LG Fine
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Erstmal vielen Dank für eure Antworten! :)

1) Wie ändert sich denn der Klang, wenn man es auf einen Teppich packt? Wird es einfach nur leiser, oder auch "dumpfer"?

2) Ursprünglich wollte ich die Oberfläche auch gar nicht behandeln, allerdings hatte meine Großmutter vorgeschlagen gehabt das ganze mal mit einer Möbelpolitur zu bearbeiten, was ich aber erstmal aus Sicherheit abgelehnt habe.
Eure beiden Meinungen unterscheiden sich jetzt hier aber, oder? Könnte man das Klavier zur Schonung mit einer Möbelpolitur bearbeiten oder schadet dies?

3) Ja, ich könnte tatsächlich ein paar Freunde fragen, von wem diese sich ihr Klavier haben stimmen lassen, aber wie sollte ich das dann vergleichen?
Was gibt es denn für Unterschiede bei den Klavierbauern im Bezug auf Stimmen, Regulieren und Intonieren?

Und noch eine Frage:
Ich habe gelesen, dass beim Intonieren eines Bechsteinpianos manche Klavierbauer den typischen Bechsteinklang "herauszaubern" können ...
Ist das Marketing oder unterscheiden sich die Klavierbauer in der Hinsicht, dass manche von ihnen sich einer Marke besser anpassen können?

Vielen Dank nochmal!
LG Kristallklang

P.S.: Was bedeutet das dann, wenn die Hämmer steif sind? Was kostet das (im Normalfall) diese "aufzuweichen"?
 
Fine

Fine

Dabei seit
7. Dez. 2011
Beiträge
190
Reaktionen
42
Na ja, die Raumakustik ändert sich durch einen dicken flauschigen Teppich. Mein Klavier steht in einem eigentlich zu kleinen Raum mit Holzdielen, blank verputzen Wänden und ohne Vorhänge. Deswegen habe ich es eben auf den Teppich gestellt. Natürlich dämpft der Teppich die direkte Schallübertragung auf den Dielenboden. Wir hatten zwar Akustik in der Berufsschule, aber der Bereich Raumakustik wurde nur angerissen, des wegen lehne ich mich da nicht allzu weit aus dem Fenster.

Zu der Oberflächenfrage
Natürlich kannst du es mit irgendwelchen Mittelchen versuchen, aber die ausgebleichten Stellen bleiben trotzdem wie sie sind. Wir arbeiten auch mit solchen Holzaufbesserungspolituren. Das kann bei offenporigen Oberflächen aber auch nach hinten losgehen und alles versauen.

Zur Klavierbauerfrage
Wenn deine Freunde zufrieden sind ist es doch schon mal ein gutes Zeichen, oder? Das Klavierbauer den Klang einer Marke besonders gut herausarbeiten können, halte ich eher für ein Gerücht. Aber es gibt nicht soooo viele, die wirklich gut intonieren können, die, die es wirklich können, können auch dein Bechstein richtig schick machen...
 
Mawima

Mawima

Dabei seit
11. Nov. 2010
Beiträge
968
Reaktionen
478
2) Ursprünglich wollte ich die Oberfläche auch gar nicht behandeln, allerdings hatte meine Großmutter vorgeschlagen gehabt das ganze mal mit einer Möbelpolitur zu bearbeiten, was ich aber erstmal aus Sicherheit abgelehnt habe. Eure beiden Meinungen unterscheiden sich jetzt hier aber, oder? Könnte man das Klavier zur Schonung mit einer Möbelpolitur bearbeiten oder schadet dies?
Wichtig ist, dass man nicht eine Öl- oder Silikonhaltige Politur nimmt. Dann lässt sich das Holz bei Bedarf auch später noch aufarbeiten und lackieren. Ich habe ebenfalls mit Renuwell sehr gute Erfahrungen gemacht. Je nach Lack und vorherigem Zustand leistet es hervorragende Dienste. Poliboy habe ich auch schon versucht. Das Ergebnis damit war aber, im Gegensatz zu Renuwell, nicht von langer Dauer.

Liebe Grüße,
Mawima
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Nochmals ein großes Dankeschön für die Antworten! :)

Das klärt jetzt schonmal einiges, nur weiß ich immer noch nicht, ob ich einen Teppich unterlegen soll. Ich würds ja gerne ausprobieren, allerdings dürfte es schwer sein 250kg hochzuheben ... Wie macht man das eigentlich, wenn die Leute vom Klaviertransport wieder weg sind?

LG Kristallklang
 
Mawima

Mawima

Dabei seit
11. Nov. 2010
Beiträge
968
Reaktionen
478
Nochmals ein großes Dankeschön für die Antworten! :)

Das klärt jetzt schonmal einiges, nur weiß ich immer noch nicht, ob ich einen Teppich unterlegen soll. Ich würds ja gerne ausprobieren, allerdings dürfte es schwer sein 250kg hochzuheben ... Wie macht man das eigentlich, wenn die Leute vom Klaviertransport wieder weg sind?

LG Kristallklang
Das geht ganz gut mit zwei Möbelrollern. Das Klavier einseitig anheben und den ersten Roller drunter stellen. Nun die andere Seite anheben und den zweiten Roller drunter stellen. Dann kann man das Klavier bequem wegrollen, den Teppich hinlegen, Klavier wieder an den Platz fahren und die Roller einer nach dem anderen wegnehmen.

Liebe Grüße,
Martin
 
fisherman

fisherman

Dabei seit
3. Dez. 2007
Beiträge
21.121
Reaktionen
9.245
Ich denke, dass es ziemlich unerheblich ist, ob der Teppich nun exakt unter dem Klavier liegt, davor oder dahinter (beim Flügel wär das anders). Den Aufwand des Klavieranhebens kannst Du Dir schenken.
 
Fine

Fine

Dabei seit
7. Dez. 2011
Beiträge
190
Reaktionen
42
Ich glaube nicht, dass es unerheblich ist, ob das Klavier auf oder neben dem Teppich steht.
Klar, der Schall geht nach vorne und hinten, aber das Klavier schwingt ja auch in sich und diese Schwingungen werden, wenn es auf Teppich steht gedämpft und nicht dirkt in den Holzboden übertragen.
So, jetzt bin ich neugierig. Ichg werde die Tage einen Versuch machen und Berichten :D.
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Nochmals vielen Dank! :)
Fine, bin schon gespannt auf deinen Versuch!

Mir persönlich ist es absolut egal, ob das Klavier auf einem Teppich steht oder nicht. Ich dachte nur, dass es evtl. gewisse Vorteile mit sich bringt, das Klavier auf einen Teppich zu stellen, aber wenn das ganze eher nur geringe Unterschied macht ... dann brauch ich deswegen nicht extra einen Teppich dafür kaufen.

Allerdings etwas Filz unter die Füße zu kleben, klingt schon sinnvoll, aber ich weiß nicht so genau, wie man das am besten macht ...

LG Kristallklang
 
M

maurus

Dabei seit
4. Feb. 2012
Beiträge
345
Reaktionen
273
Ich empfehle auch, das Klavier auf einen Teppich (nicht daneben) zu stellen. Es dämpft die Übertragung in den Boden und kann ggf. Schärfe aus dem Klang nehmen, allerdings wird man letzteres kaum wahrnehmen, wenn man selbst am Klavier sitzt. Die weitaus größeren Klangprobleme resultieren aus der Größe, Form und sonstigen Einrichtung des Raumes (Fenster- und Wand/Deckenflächen) und den daraus resultierenden Resonanzen. Ein wenig Dämpfung ist fast immer eine gute Sache. Auch sollte das Instrument möglichst nicht in einer symmetrischen Position im Raum stehen (d.h. verschiedene Wandabstände rechts und links usw. haben).
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Vielen Dank, maurus, das werde ich berücksichtigen!

Ich hab mir jetzt so Dämpfer-"Petrischalen" gekauft, hoffentlich passen die dann auch drunter ... Auf einen Teppich möchte ich es aber auch noch zusätzlich stellen!

Am Dienstag kommt es jetzt dann endlich, ich bin ja soo gespannt! :D

Achja, wie lange würdet ihr es stehen lassen, bevor es gestimmt wird?

LG Kristallklang
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Danke! :) Aber ... das wird sich ziemlich lange anfühlen ... da muss ich mich wohl in Geduld üben ...
 
Fine

Fine

Dabei seit
7. Dez. 2011
Beiträge
190
Reaktionen
42
Wenn es jahrelang nicht gestimmt wurde und total durcheinander ist, kannst du auch eher jemanden bestellen. Dann sind wahrscheinlich sowieso 2 Stimmungen nötig.
Wenn es immer wohlgepflegt und regelmäßig gestimmt wurde, dann wirst du auch die nächsten 4-6 Wochen ohne Probleme überstehen ;).
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Hm.. ich glaub 3 Jahre nicht mehr gestimmt worden ... ansonsten gut gepflegt ... vor ein paar Wochen hab ich es noch gespielt und es klang nicht soo verstimmt ...

Auf jeden Fall würd ich es gern auch regulieren und intonieren lassen, kann man das dann schon unabhängig von der Stimmung vorziehen?
 
Fine

Fine

Dabei seit
7. Dez. 2011
Beiträge
190
Reaktionen
42
Eine gute Intonation benötigt auch eine gute Stimmung und Regulation...
 
K

Kristallklang

Dabei seit
4. Juni 2013
Beiträge
24
Reaktionen
1
Ah ok, dann werde ich mich wohl einfach gedulden ...
Danke dir! :)
 
 

Top Bottom