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Frage zu Deppe's Lehre ; Armgewicht Übungen

Dieses Thema im Forum "Klaviernoten, -CDs, -Bücher, -Software" wurde erstellt von Sven76225, 11. Juni 2009.

  1. Sven76225
    Offline

    Sven76225

    Beiträge:
    24
    Hallo,

    ich möchte an meinem Anschlag arbeiten. Mir gefällt dieser einfach nicht mehr. Klingt finde ich viel zu hart und zu "Kantig". Habe mir schon einige Literatur besorgt und gelesen.

    Im Buch von Elisabeth Caland "Die Deppe'sche Lehre des Klavierspiels" wird auf der Seite 10 eine Übung beschrieben, die ich gerne RICHTIG nachvollziehen möchte.

    Der Oberarm trägt den lockeren Unterarm und die Hand.

    Hier ein kleiner Auszug von Seite 10

    ......
    Wie nun trägt man die Hand? Man trägt sie, indem man die Muskeln zu Hilfe nimmt, die zunächst die Hand, dann den Unterarm und schließlich den Oberarm tragen. Als erste
    Übung sei Folgendes mit größter Aufmerksam auszuführen : um des Gefühls uns bewusst zu werden, wie man die Hand, durch den Arm vom Rücken aus getragen, leicht machen kann, hebe man die Arme, von den Schultern aus, leicht nach vorne, ohne
    jedoch die Schultern selbst hinaufzuziehen. Man lenke seine volle Aufmerksamkeit auf die Muskeln der Schultern und des Rückens während dieser Übung; des intensiven
    Gefühls, dass die Arme vom Rücken aus getragen und festgehalten werden, muss man sich voll bewusst bleiben, indem man die Arme langsam auf die Tasten niedersinken lässt,
    Nebenstehende Abbildung zeigt, in welcher Weise diese Bewegung auszuführen ist. Dieses ist die bewusste Arbeit sämtlicher Muskeln des Rückens und der Arme. Man nehme den Sitz so niedrig vor der Klaviatur, dass, wenn die Hand die Tasten berührt, der Unterarm bis zum Handgelenk eine aufsteigende Linie bildet, und die weisse Taste sich etwas höher
    als der Ellenbogen befindet. Der tiefe Sitz war Deppe's Hauptprinzip, dies war wohl überlegt, da aus der Bedingung des tiefen Sitzens vor dem Klavier mit der Naturnotwenigkeit die Mitarbeit der Muskeln des Rückens und der Arme erzwungen wird, während die Hand über der Tastatur bewegt werden soll. Wenn man diese Bewegung der Arme nach unten nicht
    ganz 'langsam und durchdacht macht, so geht einem die Empfindung verloren, dass die Muskeln des Rückens mitarbeiten"......


    Habe selbst die Übung ein paar mal versucht! Meine Frage ist nun folgende:

    Die Schultern bleiben bei dieser Übung in "neutraler Stellung" Das heißt, das man diese nicht hochzieht.

    Habe ich das richtig verstanden ?

    Wenn ich mich jetzt beobachte bei der Übung, versuche ich die Hand und das Handgelenk und Unterarm locker zu lassen. Dabei ist wie auch unten auf dem Bild(Bild von "Die Deppe'sche Lehre des Klavierspiels") zu erkennen, das der Unterarm nach innen zeigt. Ist also angewinkelt.

    Wenn ich jetzt, wie auf dem Bild den Arm von oben nach unten langsam bewege, bewege ich dann als Zuschauer den Ellenbogen von aussen nach innen ( Richtung Körper)? Wie ne Art Flügelschlag ?

    Kann mir jemand von Euch helfen ?

    Über Antworten würde ich mich sehr freuen !

    Bye,
    Sven
     

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  2. Haydnspaß
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    Haydnspaß

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    5.134
    :D

    Ja, so sieht die richtige Haltung am Klavier aus

    :D

    Also, ich kenn jetzt dieses spezielle Buch nicht, hab aber schon über diese Methode des Klavierspiels von Deppe gelesen, und fand es sehr vernünftig.
    Im Kern der Sache geht es darum, ob die Hand beim Klavierspielen in der Luft "schwebt" oder ob sie - mittels des Eigengewichts des Arms Fallbewegungen macht - so eine Art Krötenhopser auf der Tastatur. Ich war auch sehr lange Anhänger der Krötenhopsermethode - hab aber inwischen eingesehen, daß das zu einem sehr schwerfälligen (!) Spiel führt.

    Deppe und Caland kritisieren dieses schwerfällige Spiel, und ich finde durchaus zu recht.

    Die Betonung der Schulter und des Rückens kann ich aber nicht so ganz nachvollziehen. Es geht ja einfach darum, daß man den Unterarm locker in der Waagerechte hält, was an sich nicht besonders viel Kraft benötigt. Erst wenn man den Arm "schwerdenkt", braucht man viel Kraft für diese "Haltung".

    Es ist tatsächlich eine Sache des Denkens(!) - der Arm kann sich leicht oder schwer anfühlen, je nachdem, was du dabei denkst.

    Die Arme und Hände mehr als 10 cm von der Tastatur hochzuheben sollte aber in den allerseltensten Fällen nötig sein.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 11. Juni 2009
  3. Sven76225
    Offline

    Sven76225

    Beiträge:
    24
    Danke !

    Hallo "Haydnspaß",

    danke für deine Antwort. Werde Dir in der nächsten Zeit mal von meinem Fortschritt berichten ! Hoffe das es einer wird :-)

    Gruß,
    Sven
     
  4. Haydnspaß
    Offline

    Haydnspaß

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    5.134
    Mit Googels Hilfe habe ich nun tatsächlich ein Online Buch zu diesem Thema gefunden, und zwar hier Jetzt bin ich mir allerdings überhaupt nicht mehr sicher, worum es in dieser Deppe/Caland Methode eigentlich geht. Da ist nämlich auch häufig von "Gewichtsspiel" die Rede - und ich dachte eigentlich, daß die Deppe-Methode gerade eine Anti-Gewichtsspiel-Technik sei.

    Da gibts offensichtlich noch einiges zu erforschen... :)
     
  5. Wu Wei
    Offline

    Wu Wei

    Beiträge:
    2.429
    Hallo Sven76225,

    ich habe mich mal eine Zeit lang mit Deppe, Caland und Elgin Roth beschäftigt, bis mein diesbezüglicher Ehrgeiz leider etwas gelitten hat. Auf alle Fälle kannst du aber unter dem Stichwort "Deppe" (bzw. "Feuchtwanger", der wohl stark an deren Denkweise orientiert ist) im Forum schon einiges an Beiträgen finden.

    Tschüss
    Wu Wei