EIn Stück von ganz unbekanntem Komponisten

Peter
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Bechsteinfan
Mod
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Sorell, lade es am besten dort hoch, wo man sich nicht extra registrieren muss.
 
sorell
sorell
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Ja... ich bin so blöd, dass ich es nicht glauben kann. Es liegt nicht an Technik, es liegt an mir...
Ok, so bald es weiteres funktioniert, hier ist ein neuer LInk:

https://www.dropbox.com/s/61o34z30me02ost/05 Op 8 Nr9 legato.mp3

Und danke an allen!!!!! die mir versucht haben, zu helfen, und auch geholfen :-))))))
Mir ist es einfach wichtig, wie ihr dieses Stück beurteilt (nicht das Spielen selbst.... ) dann erzähle ich weiter.
 
hasenbein
hasenbein
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Cool! Awes hat Dir ein Stück zukommen lassen, und Du hast es dann eingespielt?
 
F
frnci
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Ich finde, dass Stück hat etwas etüdenhaftes, als ob es als technische Studie zum Erlernen des Modulieren für den Interpreten oder Komponisten gedacht war, und beide haben eindrucksvoll bewiesen dass sie das können :D:D

Nun meine Meinung: Ich habe mich zwar noch nicht zu sehr mit dieser Musik beschäftigt, und es ist wahrscheinlich anders wenn man es selbst spielt als wenn man sie hört, trotzdem finde ich das Stück zwar perfekt vorgetragen, aber an sich trocken und langweilig. Eine Etüde halt
Liebe Grüße
frnci
 
Z
Zoel
Guest
Da sich in dem Stück eine melodische Phrase ständig wiederholt, drängt sich mir der Eindruck auf, dass es dem Komponisten an Ideen mangelte. Auch die ständigen Modulationen und überraschende harmonische Wendungen ändern nicht viel daran, dass das Ganze spätestens nach einer Minute melodisch ziemlich monoton wird. Andererseits wird der Hörer bei der Harmonik fast etwas überfüttert. Ich finde, man hätte die harmonischen Ideen in diesem einen Stück für mindestens drei Stücke nutzen können, und sie in effektvollerer Form präsentieren können bzw. sollen.
 
sorell
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Danke an frnci und Zoel für Eure Meinungen!

Ja, das ist eine Eigenschaft von diesem Komponisten - viele Harmonien und eine Melodie, die in verschiedenen Varianten und Tonarten vorkommt. Ich habe einige Stücke als Auftrag eingespielt. Einige Stücke gefallen mir schon, über die ganzen Werke ist es schwierig zu beurteilen, weil keine die gehört hat (nur sein Sohn).
Was ich trotzdem beeindrückend finde, dass dieser Mensch fast 40 Jahre lang seine Musik (für Klavier) komponiert hat, hatte nie Ehrgeiz, die auf das Publikum zu bringen, halt in die Schublade geschrieben. Der hatte ganz anderen Beruf ausgeübt, und Komponieren war sein Hobby oder seine Leidenschaft. Der konnte ohne seine Musik nicht leben. Wenn ich sowas betrachte, denke ich, dass er das nicht umsonst gemacht hat, dass der Gott ihm diese Gabe gegeben hat.... das ist nur meine Meinung. Es gibt über 1000 Klavierstücke. Sein Sohn kann es sich nicht vorstellen, dass es einfach vernichtet wird, und versucht, sich mit diesem Nachlass auseinander zu setzen, was ich auch beachtenswert finde.
 
M
Melania
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Hallo Sorell,

das Stück ist wundervoll!
Ich finde es hat etwas mystisches und zugleich berührt es an einigen Stellen die Seele.. Ich bin allerdings auch der Meinung dass es etwas zu lang ist.
Eine andere Frage: Bist du beruflich Pianistin?

Liebe Grüße
 

sorell
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Hallo Sorell,

das Stück ist wundervoll!
Ich finde es hat etwas mystisches und zugleich berührt es an einigen Stellen die Seele.. Ich bin allerdings auch der Meinung dass es etwas zu lang ist.
Eine andere Frage: Bist du beruflich Pianistin?

Liebe Grüße

Liebe Melania,

"mystisch" ist ganz passendes Wort zu diesem Stück! Ich hatte am Anfang an auch Assotiationen mit Bach und barock-Musik überhaupt.... Das zweite Teil (nicht ganz in der Mitte in Dur) ist mein Lieblingsteil. Ich war überzeugt, dass man es mit Pedal spielen sollte. Der Sohn des Komponisten sagte, dass sein Vater es ganz ohne Pedal staccato gespielt hat. Wir haben sogar zwei Versionen aufgenommen.... mit Pedal (hier) und ohne Pedal.

Ja, ich bin beruflich Pianistin und Klavierlehrerin.
 
Pierre Schwickerath
Pierre Schwickerath
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Danke an frnci und Zoel für Eure Meinungen!

Ja, das ist eine Eigenschaft von diesem Komponisten - viele Harmonien und eine Melodie, die in verschiedenen Varianten und Tonarten vorkommt. Ich habe einige Stücke als Auftrag eingespielt. Einige Stücke gefallen mir schon, über die ganzen Werke ist es schwierig zu beurteilen, weil keine die gehört hat (nur sein Sohn).
Was ich trotzdem beeindrückend finde, dass dieser Mensch fast 40 Jahre lang seine Musik (für Klavier) komponiert hat, hatte nie Ehrgeiz, die auf das Publikum zu bringen, halt in die Schublade geschrieben. Der hatte ganz anderen Beruf ausgeübt, und Komponieren war sein Hobby oder seine Leidenschaft. Der konnte ohne seine Musik nicht leben. Wenn ich sowas betrachte, denke ich, dass er das nicht umsonst gemacht hat, dass der Gott ihm diese Gabe gegeben hat.... das ist nur meine Meinung. Es gibt über 1000 Klavierstücke. Sein Sohn kann es sich nicht vorstellen, dass es einfach vernichtet wird, und versucht, sich mit diesem Nachlass auseinander zu setzen, was ich auch beachtenswert finde.

Liebe Sorell,

Diese Musik auf das Niveau von Awes zu setzen, finde ich doch etwas grotesk, da sie doch hörbar mehr Tiefe besitzt.

Doch nun zum Problem der Aufbewahrung.

Prinzipiell soll man kulturellen Nachlass eines Verstorbenen nicht „vernichten“. Kann man selbst, damit nichts anfangen, soll man es einer Institution übergeben, der der Gesetzgeber den Auftrag gab, das Kulturerbe seiner Landsleute zu horten. In Deutschland wäre die Deutsche National Bibliothek dafür der beste Ansprechpartner.

Ich würde also dem Sohn des Komponisten, den du nicht nennen willst, anraten, sämtliche Manuskripte seines Vaters zu kopieren, wenn er sie behalten möchte, die original Manuskripte aber unbedingt seiner nationalen Bibliothek anzuvertrauen. Ist er deutscher Staatsbürger, käme also die Deutsche National Bibliothek in Frage, und ich denke dass das in anderen Ländern (Russland) auch so ist.

Gruss
PiRath
 
sorell
sorell
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Lileber PiRath,

danke für den Vorschlag, werde weitergeben!
Ich verstehe es schon, dass es anhand eines Stückes sehr schwierig, das Niveau vom Komponisten einzuschätzen. Ich werde bald ein anderes Stück hier zeigen, das etwas wie ein Trauermarsch klingt. Es hat kein Programm, aber es kommt sofort die Parallele zu Trauermarsch.
 

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