Ein Projekt: Von Anfängern für Anfänger!

Dieses Thema im Forum "Forum für Anfängerfragen" wurde erstellt von Sookie, 11. Juni 2010.

  1. fisherman
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    fisherman

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    So, und nun der letzte Post für längere Zeit in diesem Faden (weil ich alle anderen Empfehlungen selbst einspielen müsste - und dafür fehlen im Moment Zeit und Mut...:D).

    Nochmal Barock: Domenico Zipoli - Gigue aus der Suite II Ein Kleinod!

    Hat meine KL vor ca. einem Jahr angebracht. Und das macht immer noch Freude. Leider habe ich nur eine Cembalo-Einspielung auf Speed :mrgreen: gefunden. Ich möchte aber versichern: Am Klavier und mit langsamerem Tempo klingt es m.E. deutlich besser. Lasst Euch nicht irritieren. Das ist gar nicht sooo schwer, wie es in dieser "Speedy-Gonzales-Einspielung" scheint (die im übrigen wegen des Tempos auch ein wenig verwaschen erscheint).

    http://www.youtube.com/watch?v=1VUOqNTdGfk&feature=related

    Nachtrag vom 15.11.10: Hier hat jemand neu die Gigue eingespielt - aber holla: http://www.youtube.com/watch?v=v8lOOYihNWw
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 15. Nov. 2010
  2. Nuri
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    Nuri

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  3. fisherman
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    fisherman

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    Liebe Nuri, Danke fürs Suchen. Ja, das sind meine Noten. Schön, dass ich sie jetzt noch als PDF habe. Danke.

    Und, für alle: Das Stück ist es wert, dran zu arbeiten.
     
  4. Kulimanauke
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    Kulimanauke

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    Na, fisherman, nicht gleich hecheln nach Prozenten. Du bist nicht der Einzige, der "Schätze" verteilt. ;) Viele reden einfach nicht darüber.
     
  5. fisherman
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    fisherman

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    Ähhh? Und wo ist dann das "Verteilen"? 8)

    Außerdem: Die Verweise auf Clavio rechtfertigen einiges. Wobei Fabian ja weiß, dass er mit nur ein Bier spendieren muss. Wenn überhaupt. Denn das Forum ist SEIN Forum.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. Juni 2010
  6. Hedi
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    Hedi

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    Oki doki, der Schwan... im Chat inzwischen ein "geflügeltes Wort" im 3fachen Sinne. :D

    Eine relativ einfache Klavier-Version von Charles Camille Saint-Saëns "Der sterbende Schwan" aus "Karneval der Tiere".

    Die Noten hab ich zufällig beim online-Stöbern entdeckt. Und da der gute Mann schon über 70 Jahre tot ist, darf ich sie hier auch verlinken:

    http://www.free-scores.com/download-sheet-music.php?pdf=9328


    Eine Einspielung gibt es hier (mangels Aufnahmekabel nicht von mir :cool: ):

    http://www.youtube.com/watch?v=Qr17neIS9Q4


    Hedi
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13. Juni 2010
  7. Debbie digitalis
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    Debbie digitalis

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    Hallo miteinander,

    gerade habe ich diesen wunderbaren Anfängerfaden entdeckt!

    Vielen Dank Sookie, dass du ihn ins Leben gerufen hast - das war wirklich eine großartige Idee! Alle, angefangen von den blutigen bis hin zu den fortgeschrittenen Anfängern können hier sicher eine Menge profitieren - denn gerade der Erfahrungsaustausch mit Leuten, die sich in ungefähr auf dem gleichen spielerischen Level befinden macht die Sache doch gerade so interessant und praktisch wertvoll.

    Auch ich möchte hier gern einen Beitrag leisten - und beginne zunächst damit, ein Stück zu empfehlen, das wirklich nicht schwer zu spielen ist, aber wenn es wirklich richtig gespielt wird, auch für einen Anfänger mit seinen begrenzten Möglichkeiten etwas hermacht und richtig pfiffig ist.

    Es handelt sich um "Just Struttin' Along" von Martha Mier, zu finden in Band 1 der Reihe "Jazz, Rags and Blues" vom Alfred Verlag. Als Schwierigkeitsgrad ist auf dem Heft angegeben "for the late elementary to early intermediate pianist". Der Kaufpreis belief sich meiner Erinnerung nach vor ca. 2 Jahren auf ca. 9 Euro im Heft sind 10 Stücke enthalten. [Leider finde ich dieses Heft nicht im clavio shop, dort findet sich nur Band 3 und 4 aus der Reihe "Jazz, Rags and Blues"].


    Das Stück ist zwar leicht und auch kurz (24 Takte) aber da die Begriffe "leicht" und "Anfänger" immer sehr relativ sind, möchte ich dazu folgendes anmerken:

    Dieses relativ einfach strukturierte Stück lebt eigentlich davon, dass man alle Angaben zur musikalischen Gestaltung (hier kommen mp, p, mf, f, pp , legato, staccato vor) wirklich beachtet. Ausserdem sollte man den Bassschlüssel einigermaßen lesen können, sich durch die 8va Angabe nicht irritieren lassen, auf mehreren Oktaven der Klaviatur spielen können, ohne durcheinander zu kommen und Swingachtel richtig spielen können.

    Eine ganz gute Einspielung habe ich bei youtube gefunden. Dort hat es offenbar ein Klavierlehrer mal als Anhaltspunkt für seine Schüler eingespielt,
    und zwar hier:

    http://www.youtube.com/watch?v=BoR49KiUpk0&feature=related

    Ich kann das Stück Anfängern wirklich nur empfehlen, es macht Laune, motiviert und macht einfach Spaß.

    LG

    Debbie digitalis
     
  8. Debbie digitalis
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    Debbie digitalis

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    Hallo fisherman,

    warum denn so bescheiden??
    (fisherman fishing for compliments??)

    Aber Scherz beiseite!
    Ich habe deine Einspielung auf youtube gerade angehört. Die Stücke sind sehr schön und du spielst sie doch auch ganz gelassen und ohne jede Hektik! Das hast du wirklich prima gemacht und ich hoffe, dass es in nächster Zeit noch weitere Empfehlungen mit eigenen Einspielungen von dir gibt. (Das von dir empfohlene Zipoli-Stück habe ich mir schon vorgemerkt!)

    LG

    Debbie digitalis
     
  9. fisherman
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    fisherman

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    Hi Debbie! Nix vormerken - den Zipoli kannst Du Dir JETZT zur Brust nehmen. Wirklich! Und er gefällt mir auch immer besser, jetzt, wo ich ihn auf Speed trimme ... :mrgreen: ... aber er ist auch in slow-motion (ja, mit vorsichtigem Pedal - haut mich) ein schönes Stück!

    Fishin'... Vor 18 Monaten wäre es wohl das gewesen - heute ist meine zitierte Aussage ehrlich zu verstehen. Ich hoffe sehr, dass ich im Winter mal die Zeit für neue Einspielungen finde und darf in der Zwischenzeit allen Oldies mit 18-30 Monaten Erfahrung raten, mal einen Blick in die diversen Arrangements von Carsten Gerlitz zu werfen (Jazz-Ballads, Swing-Standards, Oldies, Christmas-Songs - letztere sind wirklich jazzig interpretiert). Ist zwar immer die gleiche Masche - arpeggieren, Vorschläge, Oktvierungen, Jazz-Septimen - aber es hört sich richtig gut an.

    Ich breche eine Lanze für Heumann - aber nur für "Bar-Piano"!!! Diese Stücke sind in einer bestimmten Phase für ältere Anfänger wunderbar - auch wenn sie irgendwann fad werden, so garantieren sie doch genügend Monate Freude und Stolz.

    Haut rein, alle zusammen!

    Ach ja, Debbie, die Art, wie Du "Struttin' along" vorstellst, ist wohl nur als perfekt für diesen Faden zu bezeichnen. Ich hoffe, dass noch viel mehr alte Knacker (sorry, my younger Lady) sich beteiligen!
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 18. Juni 2010
  10. Sookie
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    Sookie

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    :-)

    Ich bin auch ganz begeistert, wieviel sich hier schon getan hat!
    Danke an alle, die was beigesteuert haben! :kuss:
    Jetzt hab ich selbst schon die Qual der Wahl, welches Stück ich meiner KL mal als nächstes vorschlagen könnte :)

    Von mir wird daher wohl erst in Zukunft mehr kommen können, da ich erst so langsam anfange solche Stücke zu spielen.

    Das einzige Problem wird sein, dass wir auf den nächsten Clavio-Treffen alle die gleichen Stücke werden spielen wollen wenn das so weitergeht :mrgreen:

    Applaus und Respekt an Fisherman für die eigene Einspielung in diesem Thread. Habe mir fest vorgenommen, bald mal nachzuziehen!

    Macht weiter so!!

    LG

    Sookl
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Juni 2010
  11. fisherman
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    fisherman

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    DAS ist doch eine perfekte Ausrede fürs Nicht-Spielen :mrgreen:
     
  12. Nicka
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    Nicka

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    ...

    Hi!

    Das ist wirklich ein klasse Thema! :p
    Im Moment fällt mir nur das Menuett in G-Dur aus den Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach. http://www.youtube.com/watch?v=RDRGrfInizQ

    PS: Ich bin NICHT Derjenige der spielt! :D
     
  13. Nora
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    Nora

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    Und hier mein erstes kleines Präludium von Bach nach etwa einem Jahr:

    http://www.youtube.com/watch?v=XrSmd55Rkps&playnext_from=TL&videos=Yfg3_hFnZLI

    Es ist das 2. Präludium aus den kleinen Präludien und Fughetten von Bach.

    Eine besondere Schwierigkeit sind die Triller in den Takten 9 bis 11. Die habe ich in Absprache mit meiner Klavierlehrerin nicht gespielt. :cool:

    Stattdessen habe ich das Triller-g betont gespielt und das darauffolgende G der großen Oktave leise. Hört sich auch ganz gut an. :-D
    :klavier:


    Nach einem Jahr habe ich außerdem das Andante von Daniel Gottlob Steibelt gespielt:

    http://www.youtube.com/watch?v=i0pAlo2hwbE&feature=related

    Auch ein schönes kleines Stück. Es hört sich besonders gut an, wenn man es nicht zu langsam und getragen spielt.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Juni 2010
  14. fisherman
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    fisherman

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    Schöne Stücke, Nora. Steibelt habe ich gar nicht gekannt. Es ist schon erstaunlich, wieviel Tolles abseits des mainstreams wartet. Danke!
     
  15. didanja
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    didanja

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    Nora, beide Stücke gefallen mir ausgesprochen gut. Das Erste habe ich auch mal in einer vereinfachten Fassung (also ohne Triller) gespielt. Ich muß es mal wieder hervor holen und neu üben.

    Das Zweite kenne ich gar nicht und auch den Komponisten nicht. Hast du das Stück von deinem KL?

    Gruß Didanja
     
  16. viennapianoplayer94
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    viennapianoplayer94

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    Halli Hallo,

    Ich habe mir nicht den ganzen Thread durchgelesen, muss ich gestehen.

    Wurde also schon Gillock vorgeschlagen?

    Als ich noch in den Anfängen war, spielte ich einige der Werke von William Gillock.
    Wenn ich die Noten ausgegraben habe, spiele ich einige Dinge ein, da mir die Versionen auf Youtube nicht sonderlich zusagen :P

    Ich spiele es heute noch ein, Indianerehrenwort^^
    (Das kann ja ein Spaß werden, die Stücke habe ich schon ewig nicht mehr angerührt)

    (Für die Fortgeschrittenen: Beethoven Sonatinen sind ganz nett und auch die Kinderszenen von Schuman, aber solche Ratschläge wollten wir in diesem Thread nicht, oder?)

    Bei den Einspielungen weise ich dann auch auf eventuelle Schwierigkeiten hin, und ich wie ich diese bewältigt habe, sofern ich mich noch daran erinnere.

    freundliche Grüße,
    vienna

    PS.: Da fällt mir noch ein, Andantino von Chatschaturjan (aus Bilder einer Kindheit) habe ich auch heiß geliebt. Das spiele ich also auch noch ein. Die anderen "Bilder" von Chatschaturjan habe ich nicht gespielt, daher kann ich nicht beurteilen, wie gut sie klingen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 20. Juni 2010
  17. Constantin
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    Constantin

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    Die Idee finde ich prima. Berichtet auch von eureren ganz eigenen Hürden, die ihr bei dem Lernprozess bewältigt habt. Diese könnte man evtl.sogar bei eigenen Einspielungsvideos erläutern.

    Ich hätte selbst ebenfalls gerne etwas zu diesem tollen Thema beigetragen, jedoch bin ich mit meinem ersten Stück noch lange nicht fertig.

    Gruß Konstantin
     
  18. Pirata
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    Pirata

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    Vielen Dank auch von mir!!!

    Den Schwan hab ich mir grad rausgepickt und die erste Seite kann ich mit der rechten Hand zumindest sofort vom Blatt spielen und die linke Hand scheint auch kein großes Hexenwerk zu sein. Bin ja wirklich noch totaler Anfänger mit meinen 5 Monaten Klavierunterricht aber ich hoffe, dass das für mich schaffbar ist. Könnte mein Sommerferienprojekt werden :)
     
  19. Nora
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    Nora

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    Hallo fisherman und didanja,

    es freut mich, dass Euch die Stücke gefallen.

    Vielen Dank für den Hinweis zu den Trillern didanja. Die hatte ich ganz vergessen, ich hab' meinen Beitrag deswegen noch mal ergänzt.

    Beide Stücke habe ich von meiner Klavierlehrerin bekommen.

    lg
    Nora
     
  20. Debbie digitalis
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    Debbie digitalis

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    Hallo fisherman und alle anderen:

    Ich bin der Meinung, dass ein Anfängerfaden wirklich ein solcher sein sollte!

    Was ist ein Anfänger???
    Der Begriff ist natürlich relativ! Man kann sich als Anfänger bezeichnen, wenn man: gar keine Klaviererfahrung, drei Wochen, drei Monate oder gar drei Jahre derselben hat. Allerdings lässt sich die erworbene Erfahrung im Klavierspiel nicht nach der Länge der Zeit, in der man sich mit dem Instrument befasst hat ermessen. Sicher gibt es Menschen, die diese Phase im Schnelldurchgang mehr oder weniger überspringen aber auch solche, die sich jahrelang in der Anfängerphase befinden oder gar ein Leben lang darin verbleiben.

    Daher bin ich der Überzeugung, dass man, wenn man hier sogenannte "Anfängerstücke" anpreist, auch in der Lage sein sollte, sich auf den jeweiligen (UN)kenntnisstand zurück zu besinnen und daraus folgend die Mindestanforderungen für die Bearbeitung des jeweiligen Stücks zu benennen.

    Das ist natürlich schwer! Ein "dreijähriger" Anfänger hat evtl. Schwierigkeiten, sich in die Situation eines "blutigen Anfängers" zurückzuversetzen. Sobald eine Hürde genommen ist, existiert sie im Kopf eigentlich nicht mehr. Und gerade das mach meines Erachtens den guten Pädagogen aus, dass er sich noch auf die Schwierigkeit (selbst längst bewältigter) Hürden zurückbesinnen kann.

    Daher meine ich: dieser Faden sollte kein Faden sein nach dem Motto "Ich bin zwar (oder fühle mich noch als) Anfänger, aber kann dennoch schon das anspruchsvolle Stück xy spielen".

    Die Intention sollte vielmehr sein: welche wirklich guten Stücke konnte ich in Phase 0, 1, 2, 3 oder was auch immer schon spielen und welche Voraussetzungen mussten dazu gegeben sein!


    LG

    Debbie digitalis

    PS: Wer wirklich gut sein will, muss immer besser sein wollen!:D