Ein Piano muss es sein!

Dieses Thema im Forum "Das Klavier: allgemeine Infos, Kauf, Reparatur" wurde erstellt von Ledif, 12. Dez. 2006.

  1. Ledif
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    Ledif

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    Hy,
    also ich hatte mir hier ja schonmal Rat eingeholt und wollte zunaechst beim Keyboard bleiben und erst spaeter wechseln. Jedoch habe ich heute kurz die Gelegenheit gehabt auf dem Fluegel in der Schule rumzuklimpern und war beeindruckt. Der Spielspass ist gleich 10mal so hoch. Ich hatte auch das Gefuehl, dass mir die Tastatur entgegenkam, da ich beim Keyboard (wie es mir vorkommt) viel zu stark in die Tasten haue. Hier beim Fluegel musste ich es sogar.

    Also stehts fest: Ein Piano muss es sein!
    Das Problem mit der Finanzierung (bin so arm wie ein Student) kann ich ansatzweise loesen. Bald ist Weihnachten und dann muss ich wohl den (langsam wirklich faelligen) neuen PC erneut verschieben (vielleicht ja zum Geburtstag). Aber all zu teuer sollte das Piano dennoch nicht sein.

    Aus diesem Grund ist die Tendenz wohl ganz klar in Richtung E-Piano zumal ich als Anfaenger dann auch schonmal Nachts ueben kann dank Kopfhoerer, trotz meiner schlafenden Familie.
    Ich haette auch kein Problem wenn das Piano gebraucht waere, oder gaebe es gute Gruende dagegen ein gebrauchtes E-Piano zu kaufen?

    Wie bereits gesagt hat mir besonderst der Anschlag beim Fluegel gefallen. Mittlerweile soll der Anschlag bei den EPianos sehr gut sein und vor allem die Clavianovas von Yamaha sollen wegen der patentierten Graded Hammer Technologie besonderst beliebt sein. Meine Frage: Was steckt dahinter? Ist der wirklich so viel besser als bei einem EPiano von Kawai, Korg oder Casio?

    Ein Stagepiano sieht natuerlich nicht so schick aus, wie ein voll verkleidetes, aber sie sind ja guenstiger und sollen technisch in keiner hinsicht unterlegen sein... stimmt das?

    Zum Sound muss ich sagen, dass ich glaube, dass ich da echt nicht so den Unterschied raushoere. Wenn ich von Pianisten lese, die keinen Unterschied zwischen den Klang verschieden temperierter Klaviere hoeren, dann glaube ich nicht, dass ich da was raushoere. Immerhin bin ich ja auch noch Anfaenger. Der Klang sollte also schon nicht unbediengt dem unseres 10 Jahre alten Casio Keyboards gleichen, aber die hoechste Prioritaet muesste der Klang nicht haben.

    Der Preis sollte wie gesagt niedrig sein... das heisst wenns ein Schnaeppchen Preis sein sollte eventuell schon an die 1000 Euro ran, aber am besten doch unter 800 Euro. Wenn es nur einen kleinen Unterschied im Spielgefuehl macht, meinetwegen auch so um die 600 Euro. Wie gesagt:
    Das Piano kann ruhig gebraucht sein.

    Ich wuerde mich freuen, wenn ihr mich beratet welche Modelle meinen Wuenschen am ehesten entsprechen.
     
  2. Toccata
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    Toccata

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    Hallo Ledif!
    Welches E-Piano du dir letztendlich zulegst, hängt auch davon ab, was du (ausser nur Klavier zu spielen und zu üben) sonst noch damit vorhast.
    Meiner Meinung nach sind die Clavinovas von Yamaha die Besten, weil sie anschlagstechnisch einem "echten" Klavier ähneln und auch der Klavierklang ausgesprochen gut ist.
    Ich empfehle meinen Schülern immer das Yamaha CLP-230 http://www.yamaha-europe.com/yamaha...clp_series/30_200_series/10_clp230/index.html - es ist für Schüler und für den Hausgebrauch durchaus ein sehr gutes Instrument. Bei uns in Österreich kostet es um die 1.500.- €
    Willst du etwas mehr Leistung bei den Lautsprecherboxen, dann ist das CLP-240 empfehlenswert http://www.yamaha-europe.com/yamaha...clp_series/30_200_series/20_clp240/index.html . Es hat auch noch einige andere Features zusätzlich zum 230er.
    Ein absolutes Topinstrument ist das CLP-280 http://www.yamaha-europe.com/yamaha...clp_series/30_200_series/40_clp280/index.html , das aber wahrscheinlich eher nicht in deine Preisvorstellungen fallen wird. :wink:
    Wenn du ein gebrauchtes Clavinova CLP-230 findest, bist du sicher mit 1.000.- und darunter dabei und hast ein sehr gutes Instrument! :)
     
  3. stephen
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    stephen

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    Wenn es denn schon ein Yamaha sein soll (nein, darüber möchte ich jetzt keinen Streit anzetteln): Finger weg von den YDP-Modellen. Das YDP-131 liegt zwar vom Preis unschlagbar niedrig und steht auch im Clavinova-Katalog, ist aber genaugenommen keins. Pianissimo zu spielen geht damit auch nicht :(
    Eine Daumenregel könnte sein, aus dem jeweiligen Katalog immer das allerunterste (das wäre das CLP-220; bei Roland das 101e, usw.) zu ignorieren, die sind in der Regel voller Zugeständnisse und machen wohl auf die Dauer nicht glücklich.
     
  4. Toccata
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    Toccata

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    Da geb ich dir vollkommen recht, drum hab ich auch das CLP-220 gar nicht vorgeschlagen.
    Die YDP-Modelle muss ich zugeben, kenn ich persönlich nicht, ich finde dass die CLP-Serie für den "normalen" Hausgebrauch ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis hat.
    Letzendlich ist es Geschmackssache eines jeden selbst. Ob es ein Yamaha, Roland, Korg oder sogar ein Casio wird, hängt immer von jedem einzelnen ab - welcher Klavierklang einem gut gefällt, welchen Tastenwiderstand man bevorzugt und für welche Zwecke man es benötigt.
     
  5. Ledif
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    Ledif

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    Darf ich das jetzt so verstehen, dass dies bei den anderen E-Pianos nicht so ist oder einfach nicht in solchem Masse wie es die Clavinovas sind?
     
  6. Toccata
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    Toccata

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    Jeder hat einen anderen Geschmack, was den Klavierklang betrifft. Mir persönlich gefällt eben der von Yamaha am Besten.
    Yamaha ist bei den Clavinovas Marktführer - sie haben 1985 diese Dinger auf den Markt gebracht. Grundsätzlich ist zu sagen, dass kein Clavinova auf der Welt und sei es auch noch so teuer, ein "richtiges" Klavier ersetzen kann. Es ist lediglich ein sehr gute Alternative und hat auch gegenüber einem Piano Vorzüge wie das von dir bereits angesprochene Kopfhörerüben, Auswahl unter verschieden Klängen, geringes Gewicht, einfacher Transport, geringere Größe, Anschluß an Computer, es muss nie gestimmt werden, etc.
    Punkto Anschlagstechnik haben die Clavinovas von Yamaha das "Graded Hammer System" eingebaut, d.h. dass durch ein integriertes mechanisches System aus kleinen Metallhammern einem das Gefühl gegeben wird, auf einem akustischem Piano zu spielen. Und wie bei einem richtigen Klavier hat man einen höheren Widerstand im unteren und einen niedrigeren im oberen Tastenbereich.

    Ich würde vorschlagen, einfach in einen gut sortierten Fachhandel zu gehen und die verschiedenen Modelle auszuprobieren. Generell gilt - nicht unbedingt das Billigste zu kaufen, denn du wirst auf Dauer damit nicht glücklich werden, bzw. wird dir der Klang wahrscheinlich sowieso nicht gefallen. Alternativen zu Yamaha sind auch das Kawai CN-3 oder das Roland HP-102e oder 103e. Aber wie schon gesagt - würde ich dir zu einem Yamaha raten, weil hier einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und das "Klaviergefühl" einem echten Klavier am ehesten herankommt.