Eigeninitiative des Klavierlehrers


Koan
Koan
Dabei seit
29. Jan. 2007
Beiträge
96
Reaktionen
0
Hallo Klavierfreunde,

bei meiner derzeitgen Klavierlehrerin muss ich die Initiative ergreifen und sagen, welche Stücke ich spielen möchte ... eigentlich was ich in der Stunde gerne machen möchte. Darauf geht sie dann ein.

Aber wieviel Intiative erwartet Ihr von Euren Klavierlehrer/Innen ? Wird Euch ein Übungsweg (welche Stücke, welche Technikübungen) vorgegeben oder entscheidet Ihr frei, was Ihr machen möchtet ?

Bestimmt ist jeder Unterricht anders und jede/r hat einen Unterrichtsstil ... ich finde es interessant, was in anderen Unterrichtsräumen passiert :)

Danke für Eure Infos / Gedanken hierzu.
 
Guendola
Guendola
Dabei seit
27. Juli 2007
Beiträge
4.408
Reaktionen
10
Ich erwarte von einem Lehrer, daß er seinen Schüler kennenlernt und dann anhand der Fähigkeiten und Ziele ein Konzept verfolgt um ihn weiter zu bringen. Natürlich kann man an allen möglichen Stücken lernen aber wenn vom Lehrer keine Initiative kommt, vermute ich, daß er eben kein Konzept hat.
 
.marcus.
.marcus.
Dabei seit
11. Apr. 2007
Beiträge
3.771
Reaktionen
1.262
Meine Klavierlehrerin hat ein Konzept (denke ich jedenfalls), aber sie passt es ständig an meine Interessen und Fähigkeiten an.
Z.B. fragt sie mich immer, wenn ich ein Stück fertig habe (wann das ist, entscheidet sie), was ich als nächstes spielen möchte. Dabei akzeptiert sie die meisten meiner Vorschläge, es sei denn es ist 1) vom typ immer das gleiche, 2) deutlich zu schwer, 3) es passt überhaupt nicht in ihr Konzept.

Seit ich ihr gesagt habe, dass ich in Richtung Musik/Klavier studieren möchte, hat sie allerdings die Führung übernommen. Sie hat dann festgelegt, dass jetzt Mozart-Sonaten und Werke von Bach und Etüden gespielt werden müssen (denn die hatte ich vorher fast noch nie gespielt).

Wenn ich keinen Vorschlag habe, hat sie einige Stücke parat, die sie mir dann anspielt und dann kann ich auswählen, welches ich gerne lernen möchte.

Ich bin also rundum zufrieden mit diesem "Konzept" :)

@Koah: Hast du schon mal ausprobiert, was passiert, wenn du in der Stunde nicht die Initiative ergreifst?

marcus
 
W
Wiedereinsteigerin
Dabei seit
15. Nov. 2007
Beiträge
504
Reaktionen
10
So wie ich das sehe bzw. feststelle, geht mein KL nach einem Konzept vor, das auf mich zugeschnitten ist. Da ich ja als Kind bereits 6 Jahre Klavierunterricht hatte, jedoch dann über 40 Jahre nicht mehr gespielt habe, bin ich zwar keine Anfängerin mehr und kann nach einiger Übung noch ziemlich viele Stücke, die ich als Kind gespielt habe (unglaublich, wie sich das eingeprägt hat), bin aber auch keine wirklich Fortgeschrittene. Da die Handhaltung doch etwas zu wünschen übrig ließ, hat er die ersten Stunden sehr darauf geachtet. Neben etwas Theorie und dem Verbessern der Geläufigkeit (Czerny - Schule der Geläufigkeit) erarbeiten wir ca. alle 14 Tage ein neues Stück mit allem Drum und Dran. Mit dem Spielen vom Blatt habe ich keine großartigen Probleme (Notenlesen kann ich ja), das geht ganz gut, daher arbeiten wir daran, wie die Stücke gespielt werden. Die Auswahl der Stücke überlasse ich eigentlich meinem KL, denn er weiß, was geht ohne mich zu überfordern oder auch zu unterfordern.

Letzte Woche bekam ich ein neues Stück, das ich mir allein erarbeiten soll. Er möchte nämlich hören, wie ich das Stück interpretiere. Ich bin schon gespannt, was er zu meiner Interpretation sagt.

Da ich laut KL schon schöne Fortschritte gemacht habe :) und ich selbst das auch feststelle, geht sein Konzept wohl auf. Ich fühle mich jedenfalls gut bei ihm aufgehoben. :D
 
B
bounty
Dabei seit
22. Sep. 2007
Beiträge
85
Reaktionen
0
Bei mir läuft es eigentlich so, dass ich mir ein Stück aussuchen kann. Natürlich darf es nicht zu schwer sein; in einem solchen Fall werden dann manchmal Teilstücke in Klammern gesetzt, die ich dann nicht lerne.
 
Madita76
Madita76
Dabei seit
3. März 2007
Beiträge
457
Reaktionen
1
Hallo zusammen,

meiner Meinung nach ist es wenig sinnvoll, dass Klavierschüler ihren Unterricht selbst in die Hand nehmen. Als Lernender weiß man schlichtweg nicht, was gut ist und womit man sich bestmöglichst weiter verbessern kann.
Damit meine ich jedoch nicht, sein Mitspracherecht nicht in Anspruch zu nehmen.
Wie bereits in anderen Threats diskutiert, ist es sehr motivationsfördernd, auch eigene Wünsche miteinbringen und daher seinen Unterricht in begrenztem Maße mitbestimmen zu können. Überlässt der KL alles seinen Schülern, ist irgendwas faul...
 
 

Top Bottom