eigene Etüden

Dieses Thema im Forum "Klavierlehrer-Forum" wurde erstellt von LUKN-134, 29. Jan. 2007.

  1. LUKN-134
    Offline

    LUKN-134

    Beiträge:
    21
    Hallo

    Ich hatte vor kurzem die Glorreice Idee, meinen Schülern (gerade den Anfängern) elber Etüden zu schreiben....

    Denn es ist doch so, dass ich als Lehrer prima einschätzen kann, wobei es bei meinen Schülern noch hapert...besser als die übungshefte doch aufhjedenfall

    Hat da jemand schon mit Erfahrung gemacht?
    Wie findet ihr die Idee ?

    Vielleicht Hab ich ja irgendwann ein Etüden-Sammelsorium, was ich als Buch binden lassen kann :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

    gruß
    Lukas
     
  2. Toccata
    Offline

    Toccata

    Beiträge:
    380
    Hallo Lukas!
    Ich schreibe meinen Schülern nicht definitiv "Etüden", oder zumindest würd ich es nicht als solche bezeichnen, aber ich schreibe immer selbst spezielle Fingerübungen, die auf den jeweiligen Schüler und das jeweilige technische Problem exakt zugeschnitten sind.
    Denn - wie du schon geschrieben hast - weiß man als Lehrer ja immer am besten, wo es beim Schüler gerade hapert.
     
  3. LUKN-134
    Offline

    LUKN-134

    Beiträge:
    21
    okay...

    nun, ich denke, Etüden sind einfach die nächste Stufe der Fingerübungen, nur, dass Fingerübungen NOCH konzentrierter einen Technikbereich behandeln.
    Ich denke aber, Etüden sind musikalisch und harmonisch meist anspruchsvoller und fördern somit die musikalität etwas mehr....


    Oder sehe ich das falsch ??

    gruß
    Lukas
     
  4. Toccata
    Offline

    Toccata

    Beiträge:
    380
    Das siehst du natürlich nicht falsch - kommt halt immer darauf an, welche Etüden du spielen läßt. Schließlich gibt`s ja solche und solche... ;-)
    Es ist ein Unterschied, ob du Burgmüller oder Czerny, bzw. Cramer Etüden z.B. spielen läßt.

    Ich schreibe keine Etüden selbst, weil es mir ehrlich gesagt in erster Linie zu viel Aufwand ist, ich nicht die Zeit dafür habe und es solche ja sowieso schon in Hülle und Fülle gibt.
    Ich möchte immer nur einen Technikbereich speziell behandeln und dafür reichen kurze Fingerübungen, die auf den Problembereich zugeschnitten sind, vollkommen aus.
    Dass Etüden musikalisch und harmonisch meist anspruchsvoller sind, wage ich nicht zu behaupten. Und Musikalität muss ich ja nicht unbedingt mit Etüden fördern, oder?

    Aber ich möchte dich natürlich nicht davon abhalten, selbst Etüden zu schreiben - ich find`s toll. Und wer weiß, vielleicht kommst ja doch eines Tages zu einem Verlag!
     
  5. Koan
    Offline

    Koan

    Beiträge:
    96
    Das bringt mich auf eine andere Frage ...

    ... Czerny und Burgmüller Etüden werden kritisch diskutiert, meine ich irgendwo gelesen zu haben ... worin liegt denn die Kritik begründet ?

    Danke für die Infos. :)
     
  6. Wu Wei
    Offline

    Wu Wei

    Beiträge:
    2.429
    Naja, das ist schon fast 'ne ideologische Frage, die du auch im Zusammenhang mit dem Online-Chang diskutiert finden wirst. Alles in allem sollen alle bestehenden technischen Probleme halt nicht losgelöst von der musikalischen Entwicklung bearbeitet werden, was mit einem massiven und stumpfsinnigen Etüden-Marathon nicht zu vereinbaren ist. Die einzelne Etüde an sich wird kaum Schaden anrichten, egal ob von den Großen Drei C (Czerny, Clementi, Cramer), Burgmüller oder LUKN-134.