deprimiert :o(

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philologin

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Einen schönen guten Morgen euch allen!

Seit nun einem Monat nehme ich Klavierunterricht, habe mir damit einen Kindheitstraum erfüllt. Da ich überhaupt keine Vorkenntnisse hatte - noch nicht mal Noten kannte, habe ich mehr oder weniger bei Null angefangen. Nach einem Monat bin ich irgendwie immer noch ganz am Anfang, lerne gerade Lieder wie " Hänsel und Gretel" oder "Hänschen klein" (russische Klavierschule). Erst jetzt stell ich fest, worauf ich mich da eingelassen habe. Es ist echt schwierig und man muß täglich üben um weiterzukommen. Aber ich möchte es schaffen, ich liebe mein schönes neues Klavier und an's Aufgeben denk ich nicht im Traum. Wenn man das jetzt ganz nüchtern betrachtet: Ich bin 30, zweifache Mama, habe einen Halbtagsjob, meine Kinder sind noch klein 6 und 3, das Üben beschrenkt sich momentan auf 30 min. täglich, was sich auch in der nächsten Zeit nicht ändern wird. Sagt mir mal bitte wie weit ich damit komme. Welche Stücke sind unter solchen Voraussetzungen machbar? Was werde ich nach einem Jahr z. B. schon spielen können? Momentan bezweifle ich sogar, ob ich das überhaupt kapieren werde, wie man zweihändig spielt oder ob ich die Noten lesen kann, die für mich immer noch wie eine Geheimschrift aussehen. Mein Posting ist sinnlos ich weiß :floet: ich glaub, ich brauch einfach nur bißchen Motivation :rolleyes:
Liebe Grüße
Sabine
 
S

schmollmops

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Hallo :-)

Sei nicht deprimiert. Ich bin auch 30 habe ein 3 jähriges Kind, gehe von 16-22 uhr zum Abendgymnasium und muss tagsüber viel dafür büffeln. Ich schaffe es daher nicht zum Klavierunterricht zu gehen und bringe es mir halt selbst bei. Ich hab auch vor 4 Wochen erst angefangen, ohne Vorkenntnisse. Bei youtube gibt es mehrere Videos auf englisch von einem tollen Lehrer.
Außerdem komm ich nicht mal jeden Tag zum üben, auch wenn ich darauf brenne.
Mir waren allerdings die Kinderlieder nicht wirklich ne Herausforderung, und mittlerweile kann ich den ersten Satz von "Für Elise" zweihändig spielen ( manchmal nicht im Takt, aber das wird noch). Man übt eben jede Hand einzeln und wenn das gut läuft spielt man beide, ist gar nicht so schwer wie man denkt.:)

Das mit den Noten hab ich so gemacht, dass ich mir ein Notenheft gekauft habe, alle reingeschrieben habe (auch mit Namen) und es immer mit im Notenständer habe. Wenn ich dann mal nicht weiter weiß guck ich da halt drauf und mit der Zeit funktioniert das Notenlesen immer besser:klavier:
Man kann dann auch mit dem Heft üben indem man halt die Noten mit Namen immer wieder reinschreibt.

Also Kopf hoch, auch wenn man nicht oft und lange zum üben kommt. Man wird besser, nur halt bissl langsamer.

LG Steffi
 
K

Klavierdummie

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Morgen!

Motivationsschub!
Ich bin 32, arbeite Vollzeit, hab dreimal die Woche abends Training, danach fall ich meistens nur Tod ins Bett und die anderen Tage hab ich ein Pferd zu bewegen. Ich hab völlig ohne Vorkenntnisse angefangen und hab nichtmal Zeit für Klavierunterricht und 30 Min täglich ist echt Luxus...
Und trotzdem: Ja, wir schaffen das! Aus dem schnöden Grund, weils einfach Spaß macht...
Konzertpianistin werd ich nicht mehr, aber in einem Jahr kann man locker ein paar schöne Stücke spielen, und wenn´s nicht die Originalkompositionen sind, egal, Hauptsache, man kann es erkennen und es hört sich gut an... Und ein einfacher Mozart im Original wird denk ich trotzdem drin sein!
Also los, weitermachen!
;)
Lieben Gruß
Anja
 
P

philologin

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Hallo Steffi,

dann bist Du ja auch mehr oder weniger ein "Anfänger". Auch bei mir gibt es Tage, wo ich einfach nicht dazu komme zu üben, ähnlich wie bei Dir - mein Kleiner ist auch erst 3 und mag es gaaaar nicht wenn Mama "übt"!!! Wo finde ich denn die Videos bei youtube, weißt du zufällig wie der Lehrer heißt? Bassschlüssel kann ich leider noch gar nicht! Du kannst schon den ersten Satz von "Für Elise" ? Davon bin ich noch weit entfernt.
Liebe Grüße
Sabine
 
P

philologin

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Danke Anja, das hab ich gebraucht!! LG, Sabine
 
Babsbara

Babsbara

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Hallo Sabine,

ich häng mich auch mal hier dran, um dir eine Ladung Motivation zu schicken.

Mein Internet-Klavierunterricht hat im Mai begonnen, ich habe auch keine Vorkenntnisse und bin jetzt Mitte 40. Natürlich ist tägliches Üben am besten. Ich bin immer wieder erstaunt, dass meine Stücke wirklich von Tag zu Tag besser gehen. Aber wenn man berufstätig ist und/oder noch kleine Kinder hat (meine Tochter ist nun schon groß und ausgezogen, dafür arbeite ich aber auch Vollzeit und oft mit Überstunden, jogge auch noch gern oder mache anderen Sport), muss man eben oft die Prioritäten so gewichten, dass man alles unter einen Hut bekommt.

Ich nutze für wirklich intensives Üben das Wochenende, wo ich oft 2 Mal oder noch öfter für eine Stunde oder länger am Digi sitze. An den Werktagen sehe ich inzwischen viel weniger fern als früher, um auch dann ein Stündchen zu haben. Ich kann mir kaum vornehmen, mich nur ein paar Minuten ranzusetzen, daraus wird fast immer länger.

Vielleicht kannst du mit deiner Familie eine feste Zeit ausmachen, in der du übst und sich der Papa um die beiden Kleinen kümmert (falls du nicht alleinerziehend bist, dann wird das natürlich schwierig). Aber in dem Alter sind die Kiddies ja auch noch relativ früh im Bett - vielleicht kannst du da sagen, du spielst mindestens 30 min, wenn die Kleinen schlafen.

Auf jeden Fall wirst du vorwärts kommen und das auch bald merken. Ich finde, nach einem Monat darf man noch keine Wunder erwarten (auch nicht, wenn mancher hier welche vermeldet ;)). Und die Fortschritte sind sicher auch bei dir schon zu merken. Ich finde, das Klavier ist so ein komplexes Instrument, das halt viel Beschäftigung damit erfordert. Ich rechne für mich persönlich damit, in etwa 2 Jahren auf einem Stand zu sein, wo man wirklich von Klavierspielen sprechen kann und dann auch Stücke in Angriff nimmt, die man als echte Klaviermusik bezeichnen kann ("Hänsel und Gretel" oder mein letztes Stückchen "Muss i denn" gehören für mich nicht dazu, sind aber auf dem Weg dahin anscheinend unvermeidlich :cool:). Voraussetzung ist natürlich, man bleibt am Ball - aber wenn es dein Traum ist, dann wirst du ihn auch weiterhin leben!

LG,
Babs
 
fisherman

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Hallo Sabine, sei glücklich, dass Du JEDEN Tag zu Deinen 30 min kommst! Damit wirst Du relativ gut vorankommen, auch wenn es zwischendurch ganz anders aussieht. Viel schlimmer ist es, wenn Du eine ganze Woche nicht zum Üben kommst und dann am WE 3 h am Stück hast. Mir gehts gerade so, während ich früher auch mit 30-60 min p.Tag flott vorankam. Siehe auch den Post von Anja - ja wir haben Spass, aber manchmal ist man auch am (Ver)zweifeln - auch darauf sollte man sich einstellen und sich bewußt machen, dass Frustphasen normal sind.

Irgendein Jazzer hat doch mal (sinngemäß) gesagt: "Schwierig am Klavierspiel ist nur das erste Jahr. Danach wirds ... schwieriger..." :D
 
Mindenblues

Mindenblues

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Sabine, machs doch so wie meine Mutter früher:

gehe nicht nur selbst zum Klavierunterricht, sondern schicke deine 6-jährige Tochter auch dahin. Und dann teilt ihr euch eure Übezeiten ein. Es kann ungemein reizvoll sein, auch aus Kindersicht, wenn man zusammen mit der Mama was neues lernt, was sowohl Kind als auch Mama noch nicht können. Und könnte zum gegenseitigen Anfeuern animieren.

So lief es damals mit meiner Mutter und mir (mein Klavierunterricht startete, als ich 5 geworden bin). Nach ein paar Jahren hat dann meine Mutter allerdings schlapp gemacht, und nur ich machte weiter. Das kannst du ja besser machen!

Viel Spaß vor allem, aber vielleicht wäre dies eine Variante, mit deiner Tochter zusammen?
 
S

schmollmops

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Hallo Sabine,

du musst bei youtube "how to play piano" eingeben und da kommst du dann zu den Klavierstunden von Andrew Furmanczyk. Ich find den echt super, ist aber halt auf englisch.
Nach Notenbildern mit Namen kannst du auch googeln, zb.
www.musica.at/musiklehre/notenspiel/notenspiel.html
ist eine Art Spiel um ein wenig Noten zu lernen auch die verschiedenen Schlüssel und Tonarten usw.
Das hat mir sehr geholfen:)
"Für Elise" ist gar nicht so schwer, also der erste Satz. Man übt halt erst die Melodie die die eine Hand spielt bis das klappt, dann die andere Hand und danach versucht man beide zu spielen. Wenn das mit dem Noten lesen klappt ist das alles schon viel einfacher:keyboard:

Und die Hauptsache ist ja das es total Spaß macht:)

LG Steffi
 
G

Gerbel

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Nicht deprimiert sein :p
Du spielst ja erst einige Wochen und es ist klar, daß es nunmal Zeit braucht bis sich ein größerer Erfolg einstellt. Aber bleibe am Ball und übe so oft Du kannst. Du wirst sehen, daß sich die Mühe am Ende lohnt :D
 
P

pianofrank

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wenn dir der kram aus dem unterricht mal zu langweilig ist, kannst du dich bei youtube inspirieren lassen - so mache ich das immer. wenn du da piano easy oder so eingibst findest du lauter coole sachen zum klavier lernen, sogar songs die man gernen mag als tutorials:)
 

klaviermacher

klaviermacher

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Hallo Sabine,

Ich habe einen Tipp für Dich...

Mache von Deinen Übeeinheiten am Klavier Audioaufnahmen und sprich das Datum dazu oder beschrifte sie. Nach ein, zwei Monaten, oder wenn Du wieder mal das Gefühl hast, Du kommst nicht weiter - hör Dir an, was Dir "damals" schwer viel, und Du wirst lachen. Manchmal glaubt man, man kommt nicht vom Fleck, doch in Wirklichkeit macht man gewaltige Fortschritte, entgegen aller Zweifel die aufkommen mögen - besonders wenn man die regelmäßigen Übezeiten nicht unterbricht.

LG
Michael
 
M

Melodicus

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So schwer es fällt (mir auch immer noch nach 2 Jahren): habe Geduld!
Ansonsten stimme ich den vielen anderen Spätanfängern hier zu (gehöre selbst zu den 50plus-Novizen): weitermachen, nie aufgeben, das wird!!!!

Herr, gib mir Geduld
aber bitte SOFORT!
 
D

Debbie digitalis

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Hallo philologin,

alle Vorredner hier haben recht!

Du hast mit 30 Lenzen und zwei kleinen Kindern angefangen, bei mir kannst du noch 10 Lenze und zwei Kinder hinzutun!

Trotzdem würde ich nie an das Aufgeben denken! Vielleicht ist es manchmal hart, neben zahlreichen anderen Turbulenzen (und evtl. auch schon todmüde) noch mal zu üben. Aber unabhängig vom übergeordneten technischen und musikalischen Fortschritt kehrt sich die Sache doch auch in absehbarer Zeit mal um:

Irgendwann hast du mal Stücke (wenn auch am Anfang sehr einfach) im Repertoire, bei denen du dich nicht mehr denken und parat sein musst. Die laufen dann einfach aus den Fingern und du kannst dann dein eigenes Spiel relaxed genießen. Das kommt uns insbesondere dann zugute, wenn wir uns mal nicht so gut fühlen, einfach mal zurückziehen wollen und keine Lust haben, alles rein verbal zu bewältigen.

Das hört sich jetzt zwar ziemlich lapidar und off-topic an, aber ich glaube eine Erfahrung in dieser Richtung hat jeder schon mal gemacht!:rolleyes::rolleyes:
 
P

philologin

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Ihr Lieben, Eure Beiträge haben mich wirklich aufgemuntert, ganz herzlichen Dank! Sabine:trompete:
 
D

Dana

Guest
Hi Sabine,
von einem Jahr, mit 43, habe ich mit dem Klavierunterricht angefangen.
Ich glaube, dass jeder mit Kinderliedern anfängt, weil sie einfach sind, und eine gute Übung für die Finger, und die Kopf-Hand-Koordination beinhalten, und nicht so viel Streß bereiten, wie richtige, auch vereinfachte Stücke.
Ganz am Anfang habe ich 3 Std. täglich geübt. Nun, da ich Neurodermitis habe, und ab, und zu auch meine Hände schwer darunter leiden müssen, gibt es Abschnitte, in den ich kaum üben kann. Da müssen halt die Lehrnpausen angelegt werden. Damit verschiebt sich immer die Zeitspanne in der ich weitere Schritte am Klavier machen kann, und im Vergleich zu den allen Anderen, die mit mir angefangern haben das Klavierspiel zu lernen, sehr weit zurück bleibe.
Aber was sonst.
Das Klavierüben wird mich das ganze, restliche Leben begleiten.
Irgendwann werde ich mehrere Stücke kennen.
Und bei neuen Stücken werde ich wieder, und wieder mit dem Einüben von vorne anfangen müssen. :floet::p
Es is wichtig ein Ziel zu haben, aber der Weg ist der schönste, wieder auf etwas Neues treffen, das Neue in der Musik und in mir zu kennen zu lehrnen, auseinander zu nehmen, zu analisieren, wieder zusammen zu bauen, und sie einfach zu erfreuen, es tun zu können, und das Glück zu haben es durchleben zu dürfen. Der Weg ist der Sinn meines Daseins.
Was wäre das Leben wert ohne diese Wegen gehen zu dürfen ?
Ohne diese Wege, die mein Inneres bereichern, die mir zeigen, dass die andere Spiegelbrüche der Welten existieren, als das tagtägliche Funktionieren als Frau, als Mutter, als Angestellte, als Nachbarin, als Kollegin, usw.., usw.. Die Spiegelbrüche der inneren Welten, zeigen mir, was ich bin und was ich sein könnte.
Daher gehe Deinen Weg weiter, und probiere es zu geniessen ( die Leichtigkeit des Übens, wie auch deren schwere Abschnitte, die als eine Herausvorderung Dich umarmen wollen). :kuss:
L.G.
Dana
 
K

kat

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Bleiben Sie dran, Sabine, es lohnt sich...

Hallo Sabine,
tja, aller Anfang ist schwer, doch das ist nur die erste Hürde. Wenn Sie sich
reingefunden haben, wird`s leichter und der Spaß kommt von allein dazu geeilt.

Kleiner Tipp: Singen Sie mit beim Spielen, das ist viel leichter.
Noten werden dann auch bald zu Musik in Ihrem Kopf.

Youtube als Motivation ist supergenial. Hier ist auch noch ein deutscher
Piano Motivator. http://www.online-klavierkurs.de

Wirklich, nach einem Jahr können Sie schon weitaus mehr spielen als jetzt.
Nehmen Sie doch Ihre Anfänge jetzt mal auf mit einem Mikrofon, dann in einem Jahr nochmal -
und dann freuen Sie sich über Ihre Fortschritte...;)

Liebe Grüße
Kat
 
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