Cooler Akkord oder JA?

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Flint

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Tag auch, wie findet Ihr denn dieses seltsame Stück von Herrn Mozart?



Besonders Takt 13... was soll das harmonisch sein? Das d# klingt m.E. eher nach eb...
Angenommen, das soll f#-verm. darstellen. Wozu?
 

Takt 13... was soll das harmonisch sein?
Das ist ein verkürzter, also grundtonloser Dominantseptakkord als Zwischendominante zu e-Moll, welches man hier erwartet. Dis statt es ist schon richtig, denn es ist ja die Terz über h.
 

Zwischendominante zu e-Moll,
Rein orthografisch hätte ich das auch gesagt...
Aber es geht nicht nach e-moll, sondern nach d-moll als iv in a-moll. Was soll eine Doppeldominante vor der natürlichen iv?
Wozu soll die gut sein und vor Allem: wer hat das bestellt?
 
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Es gibt immer mal wieder Zwischendominanten, deren Auflösung nicht erklingt. Die erwarteten, aber nicht erklingenden Funktionen werden dann in eckigen Klammern notiert.
 
Wieder eine dieser klang- und dynamiklosen, völlig ungesanglich-klimperigen "Interpretationen". Eine Pest!
 
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Wieder eine dieser klang- und dynamiklosen, völlig ungesanglich-klimperigen "Interpretationen". Eine Pest!
Ist halt total anfängerhaft heruntergespielt.

Mozarts Wendung an der oben angesprochenen Stelle klingt tatsächlich nicht sehr schlüssig. Er war noch überaus jung, und man darf sich auch bei so einem Genie nicht vorstellen, dass von Anfang an alles, was er zu Papier gebracht hat, toll war.
 
völlig ungesanglich-klimperigen "Interpretationen"
Hab' auch schon gedacht. Nur ändert das nix an der tonsetzerischen Fragestellung.

Die erwarteten, aber nicht erklingenden Funktionen werden dann in eckigen Klammern notiert.
Hätte jetzt gedacht, daß du mein Niveau inzwischen etwas realistischer einschätzen kannst, statt mir diesen Anfängerstuff zu präsentieren. Nix für ungut, aber es ist wirklich anstrengend, auf solche Beträge einzugehen, nur um nicht unhöflich zu erscheinen. Nenne mir bitte nur eine ähnliche Stelle bei Mozart...
 
man darf sich auch bei so einem Genie nicht vorstellen, dass von Anfang an alles, was er zu Papier gebracht hat, toll war.
Dachte ich auch schon. Wenn man dagegen aber all die anderen Stücke aus dieser Phase betrachtet (und es sind viele), könnte man hier einen völlig anderen "Komponisten" vermuten.
 
  • #10
Eine Idee hatte ich zu einer möglichen "Interpretation". Die rhetorische Figur der Abruptio. Dafür bräuchte es aber eine Pause nach dem Verminderten.
 
  • #11
@Flint
Oben schreibst du, dass dich Takt 13 überrascht. Dann:
Aber es geht nicht nach e-moll, sondern nach d-moll als iv in a-moll.
Dieser Satz ließ mich vermuten, dass dir die nicht erklingenden Auflösungen nicht geläufig sind. Deshalb mein Hinweis darauf.

Dann geht es weiter:
Hätte jetzt gedacht, daß du mein Niveau inzwischen etwas realistischer einschätzen kannst, statt mir diesen Anfängerstuff zu präsentieren.
Ähm, ja. Missverständnis offenbar. Denn dein Niveau ging aus Beitrag Nr. 4 nicht hervor, ebensowenig, dass es dir offenbar um Takt 14 geht. Denn im ersten Beitrag hast du geschrieben, es gehe um
Takt 13... was soll das harmonisch sein? Das d# klingt m.E. eher nach eb...
Und zu Takt 13 habe ich geantwortet.
Merkste selber, oder?
 
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  • #13
Natürlich hab ich sie erkannt.
Aber das Sonderbare geschieht doch in TAKT 14! Und nicht in Takt 13, um den es dir ging.
 
  • #14
Wie dem auch immer sei: Takt 13 ist ziemlich schrottig komponiert.
 
  • #15
das Sonderbare geschieht doch in TAKT 14!
Da geschieht nix Sonderbares. Das gab es am Anfang auch schon. Das Sonderbare ist die Connection dieser beiden Takte. Ich gehe davon aus, daß man als Musiker ein bisschen über den Taktrand hinaus kuckt...
Und sonderbar ist in T. 13, daß das d# in der Verbindung eben nicht nach d# klingt, sondern nach eb. Hab ich alles oben bereits erwähnt...
Einen Akkord anhand von drei Tönen einfach als "verkürzter Sonstwas" zu titulieren, ohne jeden musikalischen Zusammehang zu beachten, ist jedenfalls ziemlich plump. Dieser Verminderte könnte ebenso gut die #vi in f#-moll sein oder die ii in c#-moll, oder, oder...
All diese Deutungen sind aber Unsinn, wenn direkt danach ein f folgt, das in keiner dieser Tonarten vorkommt.

Takt 13 ist ziemlich schrottig komponiert.
So sieht es wohl aus...
 
  • #16
In der Tat wirkt diese Stelle sehr unbeholfen, und das ist noch ein Euphemismus. Aber Mozart war auf der London-Reise gerade mal 8 Jahre alt, da sind solche Fehler vielleicht verzeihlich.

Dachte ich auch schon. Wenn man dagegen aber all die anderen Stücke aus dieser Phase betrachtet (und es sind viele), könnte man hier einen völlig anderen "Komponisten" vermuten.
Der ganz junge Mozart hat praktisch immer unter der Aufsicht des Vaters komponiert. Nun war Leopold in London aber "zum Tode krank", wie Nannerl später in ihren Aufzeichnungen berichtete. Es ist deshalb zu vermuten, dass Wolfgang bei vielen Stücken des Londoner Skizzenbuchs ganz auf sich allein gestellt war und die korrigierende Hand des Vaters schlichtweg fehlte. Es wäre in meinen Augen eine schlüssige Erklärung für einen solchen Fauxpas. Es ist auch nicht die einzige Merkwürdigkeit in diesem Skizzenbuch, da sind noch reichlich andere Stimmführungsfehler zu finden.
 
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  • #17
Einen Akkord anhand von drei Tönen einfach als "verkürzter Sonstwas" zu titulieren, ohne jeden musikalischen Zusammehang zu beachten, ist jedenfalls ziemlich plump.
Gerade der musikalische Kontext lässt doch eine Auflösung nach e-Moll vermuten, denn zuvor geht es ebenfalls über Zwischendominanten zu den entsprechenden Auflösungen (nämlich nach g-Moll und nach d-Moll), aber in Takt 14 eben nicht. Und genau das ist doch sonderbar.
 
  • #18
der musikalische Kontext lässt doch eine Auflösung nach e-Moll vermuten
Habe den 2. Teil jetzt mehrmals durchgespielt und kann mir nicht helfen: der Ton klingt für mich nach eb. Die Stelle ginge schlüssig weiter über den 64 und D-Dur nach g-moll.
 
  • #19
Ich hätte in Unkenntnis des Folgetaktes besagten Ton eher als Leitton zu E-Dur interpretiert (also ganz klar ein dis), von wo aus man einfachst wieder zurück zu a-moll käme. (z.B. wenn man in Takt 14 die rechte Hand durch gis a h a gis a ersetzt, dann halt noch ein Schlenker wohin auch immer, um das a-moll am Ende nochmals zu bekräftigen. (das Stück dann nur 16 Takte lang)
 
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