Clair de Lune: das Arpegio - Habt Ihr Tipps?

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Astrid

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Hallo zusammen,

es gibt doch bei Clair de Lune dieses Arpegio (hoffe, ich schreibe es richtig....). Es ist das erste, das auftaucht, ich bin noch nicht viel weiter gekommen, weiss daher nicht, ob es womöglich sogar noch mehr gibt....:shock:

Mein Problem ist, dass mit der rechten Hand nicht gleich viele Noten gespielt werden müssen, wie mit der linken Hand.

Leicht ist es schon mal überhaupt nicht, so ein Arpegio, aber wenn dann auch noch beide Hände unterschiedlich viele Noten haben, wie mache ich das???

Habt Ihr irgendwelche Tipps, wie ich das am besten üben kann?
Fange ich gleichzeitig an, aber die Hand, die mehr Töne hat, hört etwas später auf? Oder müssen Anfang und Ende bei beiden Händen gleichzeitig sein?
Es macht mir grosse Mühe!!!:(

Wie übe ich das am besten?

Vielen Dank schon mal und liebe Grüsse
Astrid
 
DonBos

DonBos

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Ich weiß aus dem Kopf gerade nicht, welches das erste Arpeggio ist, aber bei den ganzen Arpeggios in Clair de Lune habe ich in Erinnerung, dass da die beiden Hände nicht gleichzeitig, sondern nacheinander beginnen. Das heißt du beginnst mit dem tiefsten Ton der linken Hand und arpeggierst die linke Hand. Sobald die linke Hand "ihr" Arpeggio gemacht hat beginnst du mit dem tiefsten Ton der rechten Hand und arpeggierst die rechte Hand. Natürlich darf beim Übergang von der linken zur rechten Hand keine auffällige Pause entstehen. Das ganze muss einen fließenden Übergang von der einen Hand in die andere darstellen, so dass sich das Gesamtarpeggio so anhört, als wäre es mit einer einzelnen Hand gespielt worden. Als Vergleichsaufnahme kannst du ja z.B. mal die Einspielung von bechode hier im Forum anhören.
 
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Astrid

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Hallo DonBos,

danke schon mal für Deine Antwort. Den Thread von bechode verfolge ich schon seit langem mit grossem Interesse!! So werde ich dieses Stück wohl nicht mehr hinbekommen in diesem Leben :???:

Aber bechode sagte sehr treffend etwas wie "das Stück ist ansich schon so schön, dass es gar nicht so auffällt, wenn man es nicht ganz so schön spielt"........:floet:

Ja, aber zum Thema zurück:
wenn das so ist, dass man die Hände nacheinander spielt, dann wäre das ja gar nicht soooooo schwer.
Könnte das hier mal jemand bestätigen? (im Raushören bin ich nämlich nicht so dolle)

Bis später
Astrid
 
bechode

bechode

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aber bei den ganzen Arpeggios in Clair de Lune habe ich in Erinnerung, dass da die beiden Hände nicht gleichzeitig, sondern nacheinander beginnen.
(...)
Als Vergleichsaufnahme kannst du ja z.B. mal die Einspielung von bechode hier im Forum anhören.
Nein das stimmt eigentlich nicht. Da hat Astrid schon Recht. Die Arpeggiolinie ist nicht ganz durchgezogen, demnach müsste man das gleichzeitig spielen. Ich war aber so frei und habe es nacheinander gespielt, weil ich finde, dass sich das so besser anhört.
Demnach wäre meine Aufnahme dafür kein gutes Beispiel. Habe mir da ehrlich gesagt auch nie wirklich Gedanken darüber gemacht, weil ich es oft auch schon so gehört habe, dass es nacheinander gespielt wird.

Wenn du es wirklich zusammen spielen willst, würde ich einfach darauf achten gleichzeitig anzufangen und auch einigermaßen gleichzeitg aufzuhören, also die rechte Hand etwas länger ziehen. Genau würde und soll man es denke ich nicht machen.

Lg bechode
 
Haydnspaß

Haydnspaß

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Hallo Astrid,

wie bei anderen Sachen auch gibt es bei Arpeggios (mit 2 g geschrieben ;) ) verschiedene Arten der Ausführung, die vom jeweiligen Einzelfall abhängen und natürlich auch vom Geschmack des Spielers.

Grundsätzlich kann man sagen, daß Arpeggios die eine durchgängige Wellenlinie vom tiefsten zum höchsten haben, also über beide Systeme, auch Ton für Ton von unten nach oben gespielt werden.
Sind separate Wellenlinien für jede Hand notiert, handelt es sich um gleichzeitig zu spielende Arpeggios. Bei den letzteren ist es nun aber nicht so, daß Ton für Ton der einen Hand mit Ton für Ton der anderen Hand gekoppelt werden. Vielmehr spielen die Hände unabhängig voneinander. Dabei beginnt die RH oft auch gegenüber der LH ganz leicht zeitversetzt, so daß auf jeden Fall der höchste Ton der RH als letzter und allein gespielt wird.

Es ist irre kompliziert mit Worten zu beschreiben, dabei ist es so einfach zu spielen. Stell dir einfach vor, du bist die Zauberfee, die mit ihrem Zauberstaub den Sternregen versprüht... dann wirds schon richtig :D
 
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Astrid

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ach so, die Zauberfee........ klingt ganz einfach.

Mir geht es eben so, dass ich diese Unabhängigkeit nicht hinbekomme.

Sonst schon, wenn ich ein Stück spiele, da spielt man ja auch nicht immer beide Hände im gleichen Rhythmus.
Aber dieses Arpeggio ist irgendwie viel schwerer. Meine Hände wollen immer gleichzeitig spielen und dann ist natürlich die eine viel schneller fertig, weil sie ja weniger Töne hat.

Die Wellenlinie ist übrigens nicht durchgezogen.....

Gruss
Astrid
 
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Astrid

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Takt 25, ich muss noch mal fragen

Hallo zusammen,

ich muss den Thread noch mal aufwärmen, denn die bisherigen Antworten haben mir nicht wirklich geholfen, denn Zauberfee hin oder her, ich kann diese Bewegung nicht unabhängig in beiden Händen spielen. Sie wollen immer gleichzeitig das gleiche machen:-(

Bitte gebt mir doch noch ein paar Tipps, wie man diese Unabhängigkeit üben kann. Vielleicht klopfe ich auf den Tisch?

Sonst habe ich mit dem Stück bisher nicht sooooo Probleme, aber an dieser Stelle bin ich schier am Verzweifeln!!!

Vielen, lieben Dank und einen schönen Sonntag wünscht
Astrid
 
violapiano

violapiano

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Hallo Astrid,

kann es vllt sein, dass Du sehr auf die einzelnen Noten und den Rhythmus fixiert bist? Vllt versuchst Du zu viel Wert darauf zu legen, alles genau hinzukriegen?
Ich find den Ansatz Zauberfee richtig schön, das triffts doch genau. Oder wie eine Harfe, am untersten Ton anfangen und einfach alle nacheinander relativ schnell spielen.:p

LG
violapiano
 
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Astrid

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Hallo violapiano,

in der Theorie klingt das alles so einfach und ich weiss ganz genau, wie ich mir die Zauberfee oder auch die Harfe vorstelle. Aber es ist eben nicht nacheinander sondern gleichzeitig, aber eben doch nicht gleich.

Versuche mal mit den Fingern auf den Tisch zu trommeln (wie wenn man jemand ungeduldiges simulieren möchte). Aber mit der einen Hand machst du es mit nur 4 Fingern, mit der anderen aber mit allen 5.
Beide Hände fangen gleichzeitig an und hören gleichzeitig auf.

Kriegst Du das hin?
Falls ja - Respekt!! Ich schaffe es nicht und es ärgert mich so, weil ich das Stück so schön finde und es unbedingt lernen möchte.

Darum bin ich auch froh um jede weitere Idee, wie ich das - von mir aus auch ohne Klavier - üben kann.

Liebe Grüsse
Astrid
 
violapiano

violapiano

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"Kriegst Du das hin?
Falls ja - Respekt!! Ich schaffe es nicht und es ärgert mich so, weil ich das Stück so schön finde und es unbedingt lernen möchte."


Ja! Das geht.:p

ich glaub, was auch Haydnspaß sagen wollte ist: es kommt gar nicht so genau drauf an. Ob anfangen nachdem LH fetig oder noch nicht.

Kannst Du denn jede Hand einzeln arpeggieren?

LG
violapiano
 
bechode

bechode

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Hallo Astrid!
Ich glaub du machst dir da zu viele Gedanken. Ich finde man kann das sehr sehr frei interpretieren und schließlich macht das auch fast jeder anders. Den Ansatz von Haydnspaß finde ich aber gar nicht schlecht.
Oder wie wäre es denn wenn du einfach jeden Ton abwechselnd spielst also mit links beginnst und mit rechts aufhörst? Habe das aber noch nicht ausprobiert, weil ich gerade keine Klavier zur Hand hab.
Ich fände das glaub ich sogar schwerer alles gleichzeitig zu spielen, weil man doch rel. weit greifen muss und in beiden Händen so eine Drehbewegung hat.

Lg
 

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Astrid

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Hallo violapiano,

ja, einzeln kann ich es. Noch nicht so flüssig und perfekt wie ich es mir wünsche, aber es geht.

Naja, dann weiss ich jetzt, was heute abend auf dem Programm steht..:?

Schönen Abend noch und liebe Grüsse
Astrid
 
gabrijel

gabrijel

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wenn ich an solche stellen gelange (und die gibts ja in sehr vielen stücken) spiele ich die stellen soo langsam durch das ich jeden ton genau im richtigen moment spielen kann...das darf dann ruhig gaaaanz langsam sein. mit der zeit gewöhnen sich die hände daran und es geht dann ganz automatisch. einfach immer schön zeit lassen:D
und zum claire de lune..ich habs damals auch nacheinander gespielt und die meisten interpretationen die ich gehört habe wurden auch so gespielt.
gruss
gabrijel
 
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Astrid

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Sali Gabrijel,

danke für Deine Antwort!! Irgendwie kommt mir das Forum gerade etwas "faul" vor, da freue ich mich über jede Antwort.

Ja, immer schön langsam, das sagt meine Lehrerin auch oft. Ausserdem ist es bei diesen Arpeggios eben so, dass man gar nicht genau hört, welche Note jetzt genau gespielt wird.
Hauptsache der erste Ton kommt gleichzeitig. Der Rest ist mehr oder weniger egal :floet:

So werde ich das bis nächste Woche also üben und zwar immer nur das. Vielleicht klappts ja.

Liebe Grüsse aus dem nahen Umland
Astrid

(warst Du schon auf der Herbstmesse?)
 
gabrijel

gabrijel

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hallo Astrid
versuch doch mal getrennt beide hände zu spielen. setz dir einen Zeitwert, also zB. 5 Sekunden und spiel die Noten einer Hand in diesem quasi Zeitfenster, dann übe die noten der anderen hand im gleichen Zeitfenster so dass du sie auch in der gleichen zeit spielst. ich hab die Noten vom claire de lune grad nicht dabei aber du kannst dir das so vorstellen:
rechte hand 3 Noten.
1.sek=Note 1, 2.sek=pause,3.sek= die Note 3, 4.sek=Pause, 5.sek= Note 3

linke hand 5 Noten.
1.sek=Note 1, 2.sek=Note 2, 3.sek=Note 3, 4.sek=Note 4, 5.sek= Note 5
wenn du das mehrmals einzeln durchspielst so das die hand von selber weiss wann die finger spielen ist das zählen unnötig.
bei mir klappts so...weiss jedoch nicht obs dir was bringt:D

und auf der herbstmesse war ich nicht..ist mir zu laut und hat zu viele leute:-)
Gruss
Gabriel
PS: hab mich geirrt.hab damals die arpeggios nicht nacheinander gespielt sondern zusammen
 
Haydnspaß

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ich glaub, was auch Haydnspaß sagen wollte ist: es kommt gar nicht so genau drauf an. Ob anfangen nachdem LH fetig oder noch nicht.
Hauptsache der erste Ton kommt gleichzeitig. Der Rest ist mehr oder weniger egal :floet:
du kannst dir das so vorstellen:
rechte hand 3 Noten.
1.sek=Note 1, 2.sek=pause,3.sek= die Note 3, 4.sek=Pause, 5.sek= Note 3

linke hand 5 Noten.
1.sek=Note 1, 2.sek=Note 2, 3.sek=Note 3, 4.sek=Note 4, 5.sek= Note 5
wenn du das mehrmals einzeln durchspielst so das die hand von selber weiss wann die finger spielen ist das zählen unnötig.

Nur noch mal zur Klarstellung

Ich würde auf keinen Fall die ersten beiden Töne gleichzeitig, sondern den 1. Ton der RH nach dem 1.Ton der LH spielen.

Weiters sollte auch der letzte Ton der RH auf jeden Fall allein gespielt werden, also nach dem letzten Ton der LH.

Es geht im Prinzip nur darum, wie sehr man die beiden Arpeggios überlappen läßt (zwischen dem 1. und letzten Ton)
 

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Astrid

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Hallo Haydnspass und gabrijel,

also diese Sekundenabzähl-Methode kam mir zunächst sehr gut vor und wollte es genau so probieren, aber dann merkte ich, dass das doch irgendwie zu exact ist. Ich glaube zum Üben ist es nicht schlecht, aber es klingt dann so mechanisch, oder nicht?

@ Haydnspass:
wenn ich die ersten Töne nicht gleichzeitig anschlage, dann wird es mir irgendwie noch komplizierter. So habe ich mit gleichzeitigem Anfang beider Hände wenigstens einen kleinen Anhaltspunkt........
Und in Deinem Beispiel ist es auch wieder einfacher, wenn ich beides mal 4 Noten überlappen lasse.
Wenn ich aber 5 und 3 Noten überlappen lasse, dann ist es nicht mehr so einfach. Finde ich jedenfalls....

Liebe Grüsse und ein sonniges Wochenende wünscht
Astrid
 
gabrijel

gabrijel

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hallo astrid
die überlegung mit dem abzählen hatte eher den zweck das du das gefühl für das zusammenspiel beider hände bekommst...wenn das dann mal in fleisch und blut übergegangen ist ist es simpel interpretatorisch änderungen vorzunehmen..sprich verzögert, lansamer, schneller, zusammen oder nacheinander zu spielen.
wird aber wahrscheinlich nicht für jeden gleich geeignet sein.
hängst du nun an dieser stelle fest oder hast du schon weiter geübt/gespielt?
ich frage nur weil bis zu dieser stelle das claire de lune noch einfach zu spielen ist und erst nach diesen arpeggi richtig knifflig wird.
gruss
gabrijel
 
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Astrid

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Ja, ha ha Gabrijel, das Dicke Ende kommt erst noch, das ist mir sehr wohl bewusst :(

Und so richtig 100% zufrieden bin ich ja noch nicht mal mit dem Teil VOR den Arpeggios........ Da fehlt mir noch ganz viel "Fluss", es ist noch so holprig mit viel zu vielen Pausen, in denen ich die Tasten suche (so ungefähr). Ich kenne die Noten, aber es fliesst noch nicht.

Vom Teil NACH den Arpeggios kann ich ein paar Takte mit der linken Hand.
Ich werde noch ein paar Monate an diesem Stück haben, wenn mich nicht vorher der Mut verlässt und ich es in die Ecke schmeisse.............

Grüessli
Astrid
 
gabrijel

gabrijel

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ja die linke hand wird nach dem arpeggio ziemlich tricky...wichtig ist bei dieser passage einfach das die hand nicht zu vorbereitet anfängt. die linke hand sollte sich während des spiels öffnen, sprich..die finger sind nah bei beginn des ersten anschlags beieinander und spreizen sich einzeln erst nach dem spielen der taste auf. wenn die finger schon gespreizt parat sind um den lauf zu beginnen tönt das ganze ziemlich %ç/)& (um nicht zu sagen sch...se) da man dann zu versteifft ist.
vielleicht irre ich mich auch und es melden sich noch ein paar klavierlehrer zu dieser these/technik. bei mir hats jedoch so super geklappt. habs dann aber als ich 3/4 konnte in die ecke geschmissen weil ichs nicht mehr hören konnte:)
vielleicht nehm ichs mal wieder hervor

gruss
gabrijel
 
 

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