Charakterisierung der Clavio User durch KI

  • #61
Ich habe sie mal gefragt, ob sie die Höflichkeit der Menschen zur Erhöhung der engagement-time ausnutzen soll, wenn sie immer noch mal ein oder zwei Fragen stellt. Sie beglückwünschte mich zu meiner brillianten Analyse, und sagte ohne Umschweife "Ja".
Frage mich immer, wem das nützt. Reklame bekomme ich von der KI nicht eingeblendet. Die wird allenfalls zukünftig unterschwellig in den Antworten stecken.
 

  • #62
@Flint
Zusätzliche engagement time bedeutet, dass die KI den Bedürfnissen des Publikums "besser" entsprechen kann (immer im Vergleich zur letzten Version).

"Nützen" tut das vor allem den Entwicklern, da sie das ihren Gatekeepern (Investoren und Entscheidern) gegenüber als Erfolg verkaufen können. "Seht her ... dieses Modell holt im Durchschnitt schon 5 Minuten mehr engagement time raus als das letzte".

Das mit der Werbung kommt noch ... dafür müssen sich die Leute erstmal so richtig abhängig machen, damit es dann kein Entkommen mehr gibt (oder sie sich das schlicht nicht mehr vorstellen wollen).
 
  • #63
Das mit der Werbung kommt noch
Gibt es schon seit Monaten in den USA, wird sicher auch bald in der EU ausgerollt. Kann sein, dass es da noch ein paar regulatorische Hürden gibt.
 

  • #65
hahaha...
Offene Reklame ist ja noch verkraftbar. Aber ich denke, daß die Antworten der KI zukünftig gekauft werden. Also z.B. habe ich nach guten Noise-Cancelling-Kopfhörern gefragt, oder nach einem gebrauchten Handy. Diese Sucherei im endlosen Angebot finde ich sehr mühsam. Noch glaube ich, daß die Antworten seriös sind. Aber irgendwann werden die Produkte vorgeschlagen, die am besten gesponsert sind.
 
  • #66
Aber irgendwann werden die Produkte vorgeschlagen, die am besten gesponsert sind.
Das ist zumindest in der EU nicht erlaubt und wäre einfach nachweisbar. Wird deshalb nicht passieren.
 
  • #67
. Aber irgendwann werden die Produkte vorgeschlagen, die am besten gesponsert sind.
Damit würden sich die KI-Anbieter ihr eigenes Grab schaufeln. Für sowas würde niemand mehr bezahlen wollen.
 
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  • #69
Aber wenn es, wie nicht selten, so gemacht wird, dass es die Masse gar nicht bemerkt?
Es reicht, wenn es einer bemerkt. Dann wird die EU Millionen an Strafzahlungen verhängen. Die Gesetze sind da sehr eindeutig.

Das eigentliche Problem ist eher die Nicht-Unterscheidung der KI zwischen kommerziellen und redaktionellen Inhalten. Wenn ich ein Produkt verkaufen will und eine "Vergleichs"-Seite ins Netz stelle, dann besteht eine durchaus hohe Wahrscheinlichkeit, dass die KI auf diesen "Produktvergleich" reinfällt und ihn zitiert oder neu zusammenfasst. Aber menschliche Nutzer fallen ja offensichtlich auch auf sowas herein - sonst gäbe diese Seiten nicht seit vielen Jahren.
 
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  • #70
Man befasse sich mal randständig mit dem Kürzel SEO, Search Engine Optimizing, das Machen, künstliches Erzeugen von Relevanz , um Sachen oder aber Meinungen zu verkaufen.

Die Algorithmen von Google sind so wirkmächtig, dass zB per Reverse Engineering nachgeguckt wird, worauf der Google Algo mit erhöhter Wiedergaberate reagiert - und so wird dann relevanzerschaffig programmiert. TRUMP1 kam auf diese Tour zustande, Cambridge Analytics.Das auf den individuellen ausspionierten Nutzer zugeschnittene Werbe-Bewerfen.
 
  • #71
Die Algorithmen von Google sind so wirkmächtig, dass zB per Reverse Engineering nachgeguckt wird, worauf der Google Algo mit erhöhter Wiedergaberate reagiert - und so wird dann relevanzerschaffig programmiert. TRUMP1 kam auf diese Tour zustande, Cambridge Analytics.Das auf den individuellen ausspionierten Nutzer zugeschnittene Werbe-Bewerfen.
Ich denke, du bringst da einiges durcheinander. Man kann eine Seite nicht "relevanzschaffig" programmieren. Das hat vielleicht vor 20 Jahren noch funktioniert; inzwischen untersucht Google so viele Merkmale einer Seite (Domainstärke, Domain-Alter, Verweildauern auf der Seite, Bounces, Linkprofil, Semantik, Inhalte, Kommentare etc.), dass eine Fake-Seite sofort auffallen würde und vom Algorithmus abgestraft oder sogar ganz aus dem Index genommen würde. Mit SEO kommt man ohne gute Inhalte und sehr viel Geduld garantiert nicht weit. Womit man durchaus weit kommen kann, ist SEA (Search Engine Advertising). Das benötigt nur ein fettes Budget, denn dabei kostet jeder Klick Geld.

Trump1 kam deshalb auch nicht auf diese Tour zustande. Damals wurde von Cambridge Analytics eine Sicherheitslücke bei Facebook ausgenutzt, durch die massenweise Profile ausgelesen werden konnten. Diese Profile wurden dann mit personalisierten, bezahlten(!) Anzeigen und Bot-generiertem Content bespielt. Google war da überhaupt nicht involviert.
 
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