C in der linken oder rechten Hand

Uwe_Munich
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Hallo,

ich probiere mich gerade an einem Stück aus Piano Piano und da habe ich das Problem, daß die selbe Note im Violin und Baßschlüssel notiert ist (im Beispiel das C, siehe Anhang). Mit welcher Hand würdet Ihr das greifen, links oder rechts?

Danke und Gruß

Uwe
 

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Stiene
Stiene
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Hallo Uwe!

Ich greife es mit rechts aber ich kann dir nicht sagen ob es richtig so ist - wenn es denn da überhaupt richtig und falsch gibt.

LG, Nicola
 
P
PianoAktiv
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Hallo Uwe,
ich habe das eben einmal ausprobiert:
Ich spiele das C mit beiden Händen.
Die linke Hand spielt ihre Figur: eine F-Dur Dreiklangsbrechung.
Die rechte Hand spielt ihre Figur: einen Achtel-Auftakt über eine Sexte

So machen beide Hände das, was sie machen sollen und keine
muss anhalten oder eine andere Aufgabe übernehmen.

Beste Grüße
Claudius
 
E
Emma
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Hallo,

ich probiere mich gerade an einem Stück aus Piano Piano und da habe ich das Problem, daß die selbe Note im Violin und Baßschlüssel notiert ist (im Beispiel das C, siehe Anhang). Mit welcher Hand würdet Ihr das greifen, links oder rechts?

Danke und Gruß

Uwe

Hi Uwe,

ich würde es mit rechter und linker Hand spielen, wie es da steht, einfach aus dem Grund damit die linke Hand "dran" bleibt und nicht dumm rumhängt, aber optimal finde ich die Lösung auch nicht ("My Way"), keine Ahnung was sich die Verfasser dieser Notation so denken. Ist aber auch nicht das einzige Stück in dem re. und li. aufeinanderstossen, bin dann auch immer erstmal unsicher.

Gruß von
Cati
 
Haydnspaß
Haydnspaß
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Dieses Stück sollte jeder auf seine eigene Art spielen - sonst wirds paradox :D
 
Guendola
Guendola
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Das die Note in beiden Händen notiert wurde hat seine Berechtigung. Und zwar läuft links die regelmäßige Begleitung und wenn das C fehlen würde, könnte man das schon als Hinweis interpretieren, die Begleitung hier anders zu spielen. Aber rechts steht das C deswegen, weil es zur Melodie gehört. Dieses C hat eine besondere Bedeutung, sonst hätte der Komponist es weggelassen. Als Faustregel gilt ziemlich verläßlich, daß die Melodie hervorgehoben werden soll. Und da dies hier für alle Töne der rechten Hand gilt, ist es doch am besten, das C mit Rechts zu spielen.

Den Ton mit beiden Händen zu spielen, ist nur sinnvoll, wenn beide Hände - z.B. an der Orgel oder am Cembalo - auf unterschiedlichen Manualen spielen. Das ist auch ein Grund, warum überhaupt Töne doppelt notiert werden. Es gibt auch musikalische Gründe dafür, einer steht oben.

Zugegebenermaßen ist es verwirrend, eine regelmäßige Begleitung für einen Ton der anderen Hand zu unterbrechen, aber ich halte das für leichter, als den Ton so zu spielen, daß er sich nahtlos in die Melodie in der rechten Hand einfügt. Mit zwei Fingern auf der selben Taste kommt man sich selbst in die Quere, das schließe ich als Lösung aus.
 
DonBos
DonBos
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Nächster Post und nächste Meinung: ;)

Prinzipiell stimme ich Guendola voll zu, was die Bedeutung des c sowohl für die Gleichförmigkeit der Begleitung, als auch die entscheidende Zugehörigkeit zur Melodie angeht. Die Notation macht also auf jeden Fall musikalisch sehr viel Sinn.

Ich persönlich würde das c allerdings dennoch nicht mit rechts, sondern mit links spielen, einfach wegen der prinzipiellen Gleichförmigkeit des Rhythmus in der linken Hand. Dass dabei das c aber hervorgehoben werden muss und sich trotz des so entstehenden Handwechsels innerhalb der Melodie nahtlos in selbige einfügen muss ist klar (siehe Guendola). Mir fällt dies mit links tatsächlich leichter als mit rechts, aber das geht wohl jedem anders.

Was ich damit sagen will: Ob du mit links oder rechts spielst (möglich und "richtig" ist beides) sollte im Endeffekt nur davon abhängen, mit welcher Variante du den besseren Klang hinbekommst (was ungefähr bedeutet, dass die Begleitung logisch und rhytmisch sauber (nicht holpernd), sowie die Melodie sanglich klingt).
 
C
cbirkholtz
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Und noch eine Meinung...

So damit die Meinungen ganz verschieden werden, mein Senf auch noch dazu:

Ich würde die Linke eine Oktave Tiefer spielen. Hört sich meiner Meinung nach auch besser an. Auch wenn jetzt vermutlich der ein oder andere Notations-Purist die Nase rümpfen wird.

Musik lebt durch Interpretation weiter. Natation ist m.E. besonders in der U-Musik lediglich eine Richtlinie. Zumindest die Linke. Oft gibt es ja auch nur ein LeadSheet.

Ich denke jedenfalls Claude François wird sich nicht darüber beschweren ;-)

Gruß

Christian
 
 

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