Buch / Heft zur Improvisation für Jugendlichen (13)

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SingSangSung

SingSangSung

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Hallo,
hat jemand eine Buchempfehlung? Der Schüler, um den es geht, improvisiert schon etwas nach Bluesschema und eigenen Ideen. Es sollte kein reines Jazz/Blues buch sein, sondern auch etwas Pop, vielleicht sogar klass. Impro., und es sollte möglichst praktisch sein (Theorie ist kein Problem, aber mit praktischem Bezug).

Über Tipps freue ich mich!

SSS
 
hasenbein

hasenbein

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Du bist die Lehrerin?

Schick ihn bitte zu einem Lehrer, der sich mit so was auskennt.

Du würdest ja auch nicht Latein-Nachhilfe geben, wenn Du parallel zum Schüler Dir erstmal selber reinziehen müsstest, wie Latein überhaupt geht.
 
Demian

Demian

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Wenn du ein Buch suchst, das von allem ein bisschen bietet, kann das nur sehr oberflächlich sein. Nicht umsonst gibt es viele gute, aber eben auf bestimmte Musikstile spezialisierte Bücher.
 
Peter

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Bechsteinfan
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Aus Laiensicht und als Alternative, falls ein Lehrer mit Ahnung nicht in Frage kommt:

Buch: Jürgen Moser "RockPiano I und II", Basics zu mehreren Genre (Blues, Rock, Pop, Jazz, Latin...)

Onlineunterricht: "Piano with Jonny". Kostet 300€ im Jahr und ist eine sehr gute Ergänzung zum "normalen" Unterricht. Von Anfang an Zugriff auf das komplette, umfangreiche und stetig wachsende Lehrmaterial zu allen möglichen Genre auf allen Leveln. Sehr gut strukturiert, Einstieg auf jedem Level. Dabei ist das Lehrmaterial an Hand von Videos, Sheets und Texten sehr verständlich umgesetzt (und das sage ich als einer, der kein Englisch kann). Obwohl das Verhältnis (nach Aussage des Lehrers) Theorie/Praxis 60zu40 ist ist die Theorie rein praxisorientiert. Zusätzlich monatliche spezielle Workshops für verschiedene Level, Austausch mit der Schülerschaft durch Livestreams und auch innerhalb der Schülerschaft.
 
Tastatula

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zu dem o.g. "Rockpiano" herausgeber:
Da gibt es eine Übung, die dem Spielenden sagt: Forte spielen.
Dann steht darunter: "Bist du sicher, dass du es laut genug gespielt hast? Spiele es doch noch einmal"
Für mich ein No go im Klavierunterricht.
Es schüttelt mich jetzt noch, dabei ist es lange her, dass ich das gelesen habe...
 
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virtualcai

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Das geht noch besser, gleich auf Seite 4 Band1:
"Wenn es dir häßlich und brutal vorkommt, dann spiele so lang, bis du dich daran gewöhnt hast"
Das macht man dann wohl so:
:013::013::013::013::013:
Ach, und drunter steht, was Du zitiert hast.
 
pianochris66

pianochris66

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Wenn solche Anweisungen von Satie kämen, dann wäre es Humor und Kunst:musik064::005:.
 
hasenbein

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Eigentlich könnte Moser (lebt der eigentlich noch?) sein Rockpianoheft mal updaten und gleich noch ein paar Weisheiten dazuschreiben:

- Betrachte Deine Finger als kleine Hämmerchen und hebe sie immer schön vor dem Anschlag.

- Wenn Du eine Münze auf Deinen Handrücken legst, sollte sie beim Spielen nicht herunterfallen

- Den 4. Finger musst Du gesondert trainieren!

- Im Ellenbogen immer 90-Grad-Winkel.

- Immer schön geradeaus auf die Noten gucken, nicht woanders hin.

- Immer erst richtige Töne, Ausdruck kommt später.
 
Rheinkultur

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Darauf ein schallendes Ja: https://de.wikipedia.org/wiki/Jürgen_Moser_(Musiker)

Da gibt es eine Übung, die dem Spielenden sagt: Forte spielen.
Dann steht darunter: "Bist du sicher, dass du es laut genug gespielt hast? Spiele es doch noch einmal"
Sagt der Bandleader: "Hör mal, Klaus, kannst Du nicht mal ein bisschen dynamischer spielen?". Antwortet der Pianoman: "Nee, noch lauter spielen kann ich echt nicht mehr!"...
 
Peter

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zu dem o.g. "Rockpiano" herausgeber:
Da gibt es eine Übung, die dem Spielenden sagt: Forte spielen.
Dann steht darunter: "Bist du sicher, dass du es laut genug gespielt hast? Spiele es doch noch einmal"
Für mich ein No go im Klavierunterricht.
Das ist aus dem Kontext gerissen natürlich Unsinn. Er versucht mit dieser kurzen Einführung das "Rockfeeling" zu beschreiben, in dem Timing und Transienten (Attack) sehr wichtig sind. Jeder, der Rockpianisten live erlebt hat, weiß genau, was er damit meint und was nötig ist, damit etwas nach Rock klingt. Auf YT gibt es unendlich viele Aufnahmen seiner Stücke, denen genau das fehlt. Die klingen dann eben nur wie dahingeleiert.
Kontextlos im Bass perkussiv angeschlagene Powerchords klingen nun mal brutal und hässlich.

Der Autor scheint jemand zu sein, der von Rockmusik und ihrer Klangästhetik überhaupt nichts versteht
Naja, zumindest verfügt er über ausreichend Bühnenerfahrung in dem Genre.
 
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Häretiker

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Eigentlich könnte Moser (lebt der eigentlich noch?) sein Rockpianoheft mal updaten und gleich noch ein paar Weisheiten dazuschreiben:

- Betrachte Deine Finger als kleine Hämmerchen und hebe sie immer schön vor dem Anschlag.

- Wenn Du eine Münze auf Deinen Handrücken legst, sollte sie beim Spielen nicht herunterfallen

- Den 4. Finger musst Du gesondert trainieren!

- Im Ellenbogen immer 90-Grad-Winkel.

- Immer schön geradeaus auf die Noten gucken, nicht woanders hin.

- Immer erst richtige Töne, Ausdruck kommt später.
Endlich mal richtige und gute Praxistipps von Dir! :-)

Im Ernst:
Der eine oder andere Spruch ist mir damals auch gesagt worden. War aber damals in den 70ern.

Grüße
Häretiker
 
Demian

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„Brutal“ und „hässlich“ sind wertende Adjektive. Sehr problematisch, Schülern Rockmusik mit solchen Assoziationen vermitteln zu wollen, weil dadurch die Erfahrungswelt des Schülers eingeschränkt und ein subjektiver Zugang verhindert wird. Eine Entsprechung in einer klassischen Klavierschule wäre der Satz: „Wenn es dir bieder und altmodisch erscheint, machst du es genau richtig.“
 
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Peter

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Tja, so schließt sich der Kreis. Er schreibt ja nicht, dass das brutal und hässlich ist sondern dass man seine Hörgewohnheiten so weit anpassen soll, dass es einem nicht mehr brutal und hässlich vorkommt.

Aber völlig unabhängig von seiner (zu Recht) umstrittenen Wortwahl bei der Einführung vermittelt das Buch ganz gut die Basics zum Improvisieren in Rock/Pop/Blues.
Btw. empfiehlt er auch auf der ersten Seite, das Buch mit Hilfe eines Lehrers systematisch anzuwenden.
 
Häretiker

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Tja, so schließt sich der Kreis. Er schreibt ja nicht, dass das brutal und hässlich ist sondern dass man seine Hörgewohnheiten so weit anpassen soll, dass es einem nicht mehr brutal und hässlich vorkommt.

Ich mag mich ja täuschen, aber Rolling Stones klingt halt etwas anders als Mozart. Soviel Hörerfahrung vorraus zu setzen kommt mir jetzt nicht so endsetzlich weit hergeholt vor.

Meine Meinung nach: Wenn man einen Musikstil lernen möchte, sollte man auch diesen Musikstil hören!

Grüße
Häretiker
 
Rheinkultur

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Im Ernst:
Der eine oder andere Spruch ist mir damals auch gesagt worden. War aber damals in den 70ern.
Habe ich auch im Ohr aus dem Munde eines jähzornigen alten sächsischen Kapellmeisters, bei dem ich gut anderthalb Jahre meinen ersten Klavierunterricht erhalten durfte. Vermutlich hätte ich aber das mir auf den Handrücken gelegte Zweimarkstück ohnehin nicht behalten dürfen, zumal er sich auch im Unterricht darüber beklagte, er verdiene so wenig Geld, dass er von trockenem Brot und Leitungswasser leben müsse. Er hauste zur Untermiete allein und ohne Instrument, war nur über seinen Vermieter telefonisch zu erreichen und unterrichtete ausschließlich zu Hause bei den Schülern. Von Methodik und Literaturauswahl war der Unterricht vermutlich auf dem Stand der 1920erjahre, als er das Klavierspielen selbst erlernt hatte. Er leitete im Landkreis diverse Laienchöre und Gesangvereine, was er offensichtlich viel lieber tat als Kindern und Jugendlichen Klavierstunden zu geben, aber kam mit dem dort gezahlten Dirigentenhonorar nicht über die Runden.

Trotz der durch persönliche Vermittlung erlangten anschließenden pianistischen Ausbildung durch einen exzellenten Klavierprofessor, der über zwei Amtszeiten Direktor einer Musikhochschule war, hatte ich jahrelang schwere pianistische Defizite aufzuarbeiten, bis ich nach dem Abitur in NRW studieren konnte.

LG von Rheinkultur
 
G

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JAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH endlich wieder ein neuer THREAD der zu Tode "alle kla5-lehrer sind kkl´s" gevierteilt wird. JAAA!!!
 
 

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