Betonung von Synkopen und begriffliche Abgrenzung zu anderen Bindungen

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Stefan379
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Zurück zu den Synkopen. Habe zwei synthetische Einspielungen angehängt zum Vergleich für Interessierte.

Den Anhang 38754 betrachten
Den Anhang 38755 betrachten

Beide Fassungen sind aus derselben Übersetzung entstanden, die ich beispielhaft aus den Noten von Scott Joplins Entertainer (erste Seite) angefertigt habe – nur eben mit unterschiedlicher Umsetzung.
Beim bloßen Hören keinerlei Unterschied feststellbar.
 
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tasteur
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Da hast du wohl recht. Eben gesehen, dass die Betonung der Synkopen nur meiner Einbildung entsprungen sind, eigentlich regelmäßig gar nicht da sind. Der Nerd ist nicht nur taub, sondern auch blind gewesen. Also beste Voraussetzungen, Musik zu machen.
(gucke nach rechts)(gucke nach links)(gucke nach vorn mit der hand an der stirn)(erschrecke vor dem Publikum :017:)(Ab, stolpernd.:030:)

Auf die Art hatte ich mir ja schon mal n blaues Auge geholt. Aber gut, eine Impfung bringts ja auch nicht.

Irgenďwann häng ich hier eine noch mal korrigierte Fassung an. Erst mal rauskriegen, warum die Synkopen nicht betont werden und die Metrik überarbeiten. Es wäre natürlich ein leichtes, zu sagen, diese oder jene Note mit einer bestimmten Betonung zu versehen. Mit dem Anspruch, das zu generellisieren, ohne natürlich auf die Möglichkeit der notenbezogenen Betonungen in Einzelfällen zu verzichten, reizt mich das Thema mehr.
 
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tasteur
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Schade, dass ich das nicht mehr in den letzten Beitrag reineditieren kann, still und klammheimlich, da das Thema ja eigentlich durch ist. Andererseits interessiert vielleicht den einen oder anderen, wie die Sache ausging.

@Stefan379: Jetzt sollte ein Unterschied hörbar sein. Hab die Sache auch etwas langsamer gemacht, steht ja eh fett drüber in den Noten, "Not fast".
Den Anhang entertainer_falsch.mp3 betrachten
Den Anhang entertainer_richtig.mp3 betrachten
Die Quintessenz ist sodann: Eine Note übernimmt dann die Betonung des nächsten Schlags, wenn seine Betonung stärker ist als die Betonung ihrer eigentlichen Position im Takt und sie mit mindestens mit der Hälfte ihre nominalen Länge in den folgenden Schlag hineinreicht.
Bei händisch eingespielter Musik gibt es sicher Freiheiten diesbezüglich. Dafür kriegte man es wohl kaum so exakt deckungsgleich hin, so dass in der abschließenden Fassung die richtigen Synkopen eher rechts kommen, die falschen (zu stark betonten Noten danach) eher links. Kopfhörer zur Hand? Habe nämlich die beiden Kanäle aus den verschiedenen Dateien entnommen und zusammengemixt – hier zeigt Computermusik ihre Vorteile auf autodidaktischem theoretischen Gebiet:
Den Anhang entertainer_beide.mp3 betrachten
 
 

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