Bestandaufnahme/Richtige Wahl

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pianopower

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Hey,

hoffe, ich habe das in die richtige Kategorie eingeordnet, bin nämlich neu hier.

Habe ein etwas seltsames Problem. Und zwar: Keine Ahnung, wo ich stehe und was ich machen soll.

In der Grundschule hatte ich drei Jahre leider nicht sehr effektiven Unterricht, dann ein weiteres Jahr halbwegs guten Unterricht. Dann habe ich die Lust am Klavierspielen eindeutig verloren gehabt.
Danach hatte ich ein paar Sommer lang jeweils drei Monate jeden Tag Unterricht. Nach dem Motto "Man wächst an der Herausforderung" habe ich den ersten Sommer damit zugebracht "Für Elise" zu lernen. Klar, der Standart und auch nur, weil ich gezwungen wurde. Als ich dann aber das Stück "konnte" (einige Passagen klingen jetzt noch nicht gekonnt!) habe ich bemerkt, wie toll das ist. Nicht nur etwas erarbeiten, sondern auch das Klavierspielen.

Leider gab es bei uns dann nie eine richtige Klavierlehrerin, sodass ich die Schulmonate einfach selber geklimpert habe. Ist nicht so, dass nichts dabei rausgekommen ist. Das Notenlesen, ... habe ich hauptsächlich von da.
In diesen Sommer und Selbststudium Zirkeln sind schon ein paar Sachen herausgesprungen, u.a. der Winter von Vivaldi, Wind of Change, Morgenstimmung, Pathetique, kleines Präludium von Bach, ... ein paar Klassiker. Wie der Name sagt. Ich war ungefähr soweit, das Buch "Classic und Classics" bei Übung und wenn ich die Melodie kannte auszuspielen.

Als ich dann im letzten Winter endlich wieder eine richtige Klavierlehrerin hatte, haben wir gleich mit Chopin - Regentropfenprelude und der D-Moll Phantasie von Mozart angefangen.

Das Regentropfenprelude war wieder eine solche "Man wächst an der Herausforderung" - Geschichte. Am Anfang ein ziemlicher Kampf aber im Endeffekt hat es mich insgesamt weiter gebracht.

Die D-Moll Fantasie ist nicht fertig geworden.
Beide Stücke klingen noch nicht so, wie sie in "richtiger" Spielweise klingen sollten, haben mich aber, wie gesagt, enorm weiter gebracht. Meine Klavierlehrerin meinte auch, ich sei nicht ganz untalentiert und dass ich doch daran denken sollte, vielleicht Klavier zu studieren (ich spiele auch noch Geige).

Leider ist meine Klavierlehrerin schwanger geworden und umgezogen und ich hatte ich der Schule so viel zu tun, dass ich nicht weiter dazu gekommen bin. Im Oktober habe ich dann selbst wieder angefangen zu spielen, Ave Maria, ...
Außerdem habe ich an der Originalversion (eine Vereinfachung und Verkürzung hatte ich schon in meinen Sommerstudien gelernt) von Beethovens Mondscheinsonate gearbeitet, die dafür, dass das ohne Unterricht, ... war, ganz gut klingt.

Einfachere Stücke, die ich kenne, kann ich auch vom Blatt ohne Übung spielen (z.B. Weihnachtslieder, einfache Etüden oder einige bekannte und vereinfachte klassische Stücke), beidhändig natürlich. Z.B. Arrangements von "Mad World" oder anderen Charts bereiten mir keine Probleme. Manche muss ich ein paar Mal spielen.
Bei Stücken, die ich nicht kenne, habe ich das große Problem, dass ich die Noten nicht in richtiger Länge spiele und so den Takt keinesfalls einhalte.


Nun möchte ich unbedingt wieder Klavierunterricht. München oder Innsbruck. Weiß aber gar nicht, was ich sagen soll, wenn mich jemand fragt, ob ich Anfänger oder Fortgeschritten bin.
Außerdem möchte ich nicht wieder an Klavierlehrer geraten, die mir meinen Spaß und die Motivation nehmen. Ich möchte schon arbeiten, bin auch bereit, zwei Stunden täglich zu üben, aber Beschimpfungen, .. möchte ich mir dann doch nicht anhören. Brauche aber schon jemanden, der auch einfordert, zu üben. Eine reine Witzveranstaltung soll es nämlich keines Falls werden.
Außerdem frustriert es mich, nicht voran zu kommen.
Da ich deutlich einige Defizite bei Technik habe, wäre es gut, daran zu arbeiten.
Das I-Tüpfelchen wäre eben, wenn ich zusätzlich ein wenig Klavier-Allgemeinbildung bekommen könnte, ein wenig bzgl. Gehörbildung, ein wenig vom-Blattspiel und ein wenig Barpiano, ...
Mein Hauptaugenmerk möchte ich aber deutlich beim "richtigen" Klavierspielen setzen.


Wie treffe ich also die richtige Wahl ?? Überall mal anrufen und ausprobieren geht wohl schlecht, oder ??
Habt ihr Tipps in diese Richtung ????


Lg, die PP
 
rolf

rolf

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Das I-Tüpfelchen wäre eben, wenn ich zusätzlich ein wenig Klavier-Allgemeinbildung bekommen könnte, ein wenig bzgl. Gehörbildung, ein wenig vom-Blattspiel und ein wenig Barpiano, ...
Mein Hauptaugenmerk möchte ich aber deutlich beim "richtigen" Klavierspielen setzen.
hallo,

wenn Du eine/n gute/n Lehrer/in findest, kannst Du sicher sein, dass alle i-Tüpfelchen automatisch mit dabei sind (sukzessive Harmonielehre, Musiktheorie usw., jeweils auf die Praxis bezogen) - und ich bin sicher, dass Du sowohl in München wie in Innsbruck fündig wirst. Als erster Schritt wäre ja machbar, sich bei Musikschulen / Konservatorien usw. zu erkundigen.

Deine Frage, wo Du Dich gerade befindest, ist kaum eindeutig zu beantworten - Deine Absicht täglich 2 h zu üben ist super. Verglichen mit Ski-Kursen: einen Anfängerkurs brauchst Du sicher nicht, ein Rennkurs wäre zu heftig :)

Mondscheinsonate: alle drei Sätze? das wäre ziemlich fortgeschritten!

Gruß, Rolf
 
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pianopower

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Also vielen vielen Dank schonmal für die Antworten !

@ Nora: Sprichst du aus Erfahrung ? :)


Hm, also wie gesagt, das Glück mit richtig guten Lehrern hatte ich nicht wirklich.
Im Innsbrucker Konservatorium habe ich schon gefragt, die meinten, dass sie mir, wenn ich nicht wirklich gut spielen würde, niemanden vermitteln könnten. Meine vorherige Klavierlehrerin bekam ich über dort und sie hat selbst schon versucht, in Innsbruck einen Nachfolger zu finden, meinte aber, dass man höchstens zur Musikschule gehen könnte. Sie hätte noch einen Herren gewusst, meinte aber, dass das bestimmt nicht das richtige für mich sei.

Ich wohne in der Nähe von Garmisch Partenkirchen, komme aber sowohl nach Innsbruck, als auch nach München ohne Probleme. Meine Geschwister gehen in Ö in die Schule und meine Eltern haben eine Kanzlei in M. Von daher wäre das kein Problem.

In München habe ich mal gegoogelt, aber da kommen so viele Leute, die Unterricht erteilen.
Und ich hatte wirklich einige sehr frustrierende Erlebnisse, sodass ich gar nicht richtig angefangen habe, dort zu spielen.


Ich übe sehr gerne, weil es Spaß macht, zu merken, wie man besser wird. Auch so klimpere ich täglich mindestens eine Stunde.

Mondscheinsonate: erster Satz komplett, zweiter sitze ich gerade drann.
Aber ich glaube, du hast das hervorragend ausgedrückt mit den Skikursen.
Was heißt das dann ? Kann ich das so sagen ?


lg
 
Guendola

Guendola

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Die meisten Klavierlehrer bieten Probestunden an, z.T. auch kostenlos. Ich würde telefonisch eine Vorauswahl treffen und dann mit einem Lehrer eine Probestunde verabreden, wo ihr euch kennenlernen und über mögliche Unterrichtsziele reden könnt. Wenn das soweit gut läuft, nimmst du die nächste Probestunde - oder auch richtige Stunde, nicht alle bieten mehrere - und der Rest ergibt sich dann von selbst. Wenn es nicht so gut aussieht, meldest du dich bei dem nächsten Lehrer.

Bist du sicher, daß du die "Grande Sonate Pathétique" von Beethoven gespielt hast?
 
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pianopower

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Die meisten Klavierlehrer bieten Probestunden an, z.T. auch kostenlos. Ich würde telefonisch eine Vorauswahl treffen und dann mit einem Lehrer eine Probestunde verabreden, wo ihr euch kennenlernen und über mögliche Unterrichtsziele reden könnt. Wenn das soweit gut läuft, nimmst du die nächste Probestunde - oder auch richtige Stunde, nicht alle bieten mehrere - und der Rest ergibt sich dann von selbst. Wenn es nicht so gut aussieht, meldest du dich bei dem nächsten Lehrer.

Bist du sicher, daß du die "Grande Sonate Pathétique" von Beethoven gespielt hast?

NEIN !! Das habe ich wohl falsch ausgedrückt ! Tut mir leid !!!
Habe nur Ausschnitte gespielt und die meisten davon in mehr oder weniger vereinfachter Version.

SORRY!!

lg
 
 

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