Beratung - Klavier (gebraucht) kaufen - IBACH, Zimmermann, Trautwein

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Kesch1003
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Guten Morgen, liebes CLAVIO-Forum,

ich möchte nach ca. 20 Jahren Klavier"abstinenz" wieder mit dem Spielen anfangen.
Das Klavier meiner Urgroßeltern, auf dem ich früher gespielt habe, benutzt mein Vater
noch aktiv, so dass ich mich nach einem neuen, gebrauchten Instrument umsehen möchte.

Hier habe ich nun 3 Instrumente zur Auswahl, wobei 2 davon bei einem Händler in direkter Nähe stehen, ein Instrument gebraucht bei privat.

1: TRAUTWEIN Klavier (BJ um 1920) beim Händler: Preis EUR 1,200 Das Klavier gefällt mir vom Klang her sehr (weicher Klang), ist mechanisch aufgearbeitet (Wirbel versetzt, gestimmt etc) und käme mit 2 Jahren Garantie, Transport inklusive und einem erneuten Stimmen nach ca. 3 Monaten

2: Zimmermann Klavier (BJ 1922) beim Händler: Preis EUR 1,500
Das Klavier gefällt mir ebenso gut, wie das Trautwein. Ebenfalls mechanisch aufgearbeitet. Der Verkäufer kennt das Klavier seit Jahren und hat es immer gestimmt. Hier ebenfalls 2 Jahre Garantie, Transport inklusiver und ein erneutes Stimmen nach ca. 3 Monaten

3: IBACH Klavier von privat
Das Klavier steht ca. 200 km von mir entfernt. Es ist von Privat und wird wegen Platzsorgen aufgrund von Nachwuchs verkauft. Einem Nachbarn (Pianist und Musiker) gefällt das IBACH ausgesprochen gut von den Eckdaten her: es wurde vor 4 Jahren Fachmann grundüberholt, alle Hämmer erneuert, Filzbelag neu, Resonanzkörper und Rahmen intakt. Optischer Erhaltungszustand gut bis sehr gut. Bilder zu dem Ibach anbei. ABER: es ist natürlich von Privat. Hier habe ich weder eine Gewährleistung noch sonst irgend etwas und der Transport wäre natürlich teuer aufgrund der Entfernung.

Freue mich auf eure Meinung zu meiner Auswahl :-)
 

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Kesch1003
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Kesch1003
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Laut Aussage von Freunden sind die Oberdämpfer von IBACH in Ordnung. Seht ihr das anders?
 
agraffentoni
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Das muß man mögen.
Wieviel soll es kosten?
 
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Kesch1003
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Ach so stimmt, das habe ich vergessen, dazu zu schreiben: EUR 490 VHB ... es steht schon sehr lange zum Verkauf ...
 
agraffentoni
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Biete mal 350 an, der Transport liegt, wenn ebenerdig, auch bei etwa 350-400.
Kannst Du den Klavierbauer kontaktieren, der das Klavier überholt hat?
 
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Kesch1003
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Ja, das mit dem Transport stimmt. Habe ein Angebot von 380 EUR netto vorliegen. Der Verkäufer hat schon angedeutet, wir könnten uns die Transportkosten teilen, bzw. er ginge um die Hälfte der Transportkosten runter.

Das mit dem Kontakt zu dem Klavierbauer kann ich gerne mal erfragen.

Wäre es dann aus deiner Sicht vor den beiden anderen Modellen?
 
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Kesch1003
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Wie ist das mit dem Stimmen eines Oberdämpfers? Ist es teuer, aufwändiger, häufiger erforderlich?
 

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Kesch1003
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Guten Morgen, ich noch einmal,
heute soll die Entscheidung fallen zwischen dem Trautwein beim Händler und dem IBACH. Das Zimmermann wird es nicht, weil es ohne größere Überarbeitung vermutlich nicht auskommen wird.

Ich habe noch ein "Problem" bei dem IBACH. Es ist sehr laut und man spielt dort drauf, entweder voll oder gar nicht. Ein leises pianissimo ist dem Instrument nicht zu entlocken. Ein befreundeter Klavierstimmer meinte nun, das könne man alles intonieren und hat mir zu dem Instrument geraten.

Es wird aber im Arbeitszimmer neben dem Zimmer meines Sohnes stehen (Parkettboden, keine Teppiche). In dem Haushalt wo es jetzt steht, steht es auf Iso-Floor Untersetzern... allerdings in einem sehr offenen Raum auf Fliesen, direkt neben der verglasten Seite zum Garten hin und auf der anderen Seite geht eine Steintreppe ins offene Obergeschoss.

Was meint ihr, kann ich es wagen?

Vielen Dank für eure Tipps!
 
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Ach so... das Trautwein beim Händler: da sagt mir die Marke so nichts, aber es hat einen sehr angenehmen Klang und zusätzlich noch so einen Hebel, der Filze zwischen die Hämmer und die Seiten fährt und das ganze abdämpft. Das ist natürlich prinzipiell auch nicht verkehrt.
 
Tastenscherge
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Wenn ich ehrlich sein soll: ich wüde beide Klaviere nicht nehmen. Das Ibach nicht, weil es ein Oberdämpfer ist. Das Trautwein nicht, weil da die "Wirbel versetzt" wurden. Ich vermute, es wurden die Wirbel tiefer geschlagen. Das macht man, wenn die nicht mehr fest genug sind. Das hält dann einige Jahre, dann ist auch das leider vorbei.

Hast du Fußbodenheizung?
 
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Kesch1003
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Vielen Dank für den Hinweis. Ja, die Wirbel wurden tiefer gesetzt, das ist richtig bei dem Trautwein.

Ja, wir haben Fußbodenheizung.
 
Ragtimer
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Hallo und willkommen im Forum! :bye:

Ich bin kein Klavierbauer, aber wenn Du meine Meinung hören willst:

Fußbodenheizung und Klavier ist schonmal eine schlechte Kombi. Die warme Luft, die kontinuierlich am Resonanzboden nach oben steigt kann das Holz schnell austrocknen und zum Reißen bringen. Von der Stimmhaltung mal ganz abgesehen.
Guck mal über die Suchfunktion hier im Forum nach "Klavier und Fußbodenheizung", ist schon viel drüber geschrieben worden.

Zu den Klavieren an sich: Ich würde definitiv kein Oberdämpferklavier kaufen - erst recht nicht von privat. Die Bauart ist einfach veraltet und das hat(te) seine Gründe. Du kaufst ja in der Regel auch keine Schreibmaschine mehr, wenn Du anständige, offizielle Briefe schreiben willst. Zu den anderen beiden Klavieren kann ich gar nichts sagen, aber es kommt natürlich auf den Anspruch an, den Du an dein Instrument hast...

Der Gebrauchtmarkt ist voll von tollen Klavieren, die modernerer Bauart sind und trotzdem schön klingen. Gebrauchte Klaviere würde ich persönlich nur von privat kaufen, wenn sie von namhaften Herstellern und neuerer Bauart sind. und selbst dann nicht, ohne einen Fachmann drüber gucken zu lassen...

Viel Erfolg bei der Suche!
 
Tastenscherge
Tastenscherge
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Das Trautwein ist ja nicht von privat, sondern vom Händler mit Garantie. Trotzdem: Wirbel tiefer geschlagen ist zumindest potentiell gefährlich (auf Dauer), aber in Kombination mit Fußbodenheizung ein absolutes No Go.
 
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Kesch1003
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Warum wäre die Kombination mit den Wirbeln und der Fußbodenhrizung ein No go? Wie hängt das zusammen?

Dass Fußbodenheizung nicht optimal für die alten Klaviere ist, weiß ich schon, aber die ist ja nun mal drin...
 
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Vermutlich, weil der kontinuierliche Luftstrom auch den Stimmstock schneller austrocknet. Daraufhin zieht sich das Holz zusammen bzw. werden die die Wirbel wieder locker und verlieren den Halt - trotz des Tieferschlagens. Das scheint ja ohnehin nur eine Lösung auf Zeit zu sein.

Trocknet dann alles noch weiter aus, wird die Stimmhaltung noch schneller noch schlechter...

Aber ein Fachmann kann das gerne korrigieren, sollte ich falsch liegen.
 
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Kesch1003
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OK, vielen Dank.
Ich den je, 8ch schaue einfach noch weiter. Eilt ja auch nicht.
 
 

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